Aurora Orchestra

Das Aurora Orchestra verbindet mit seinem unverwechselbaren kreativen Anspruch Weltklasse-Auftritte mit gewagten Programmen. Das 2005 unter dem Chefdirigenten Nicholas Collon gegründeteEnsemble hat sich schnell zu einem der führenden europäischen Kammerorchester entwickelt und mehrere bedeutende Auszeichnungen erhalten, darunter zwei Musikpreise der Royal Philharmonic Society, den ECHO Klassik und den Classical:NEXT Innovation Award.

Das Orchester arbeitet mit einer außergewöhnlichen Bandbreite von Künstlern zusammen, von Patricia Kopatchinskaja, Sarah Connolly und Pierre-Laurent Aimard bis Wayne McGregor, Edmund de Waal und Björk. Als Liebhaber der Neuen Musik hat es Werke von Komponisten wie Julian Anderson, Benedict Mason, Anna Meredith, Nico Muhly und Judith Weir uraufgeführt.

Indem es die Erwartungen an das, was ein Orchester auf der Konzertbühne leisten kann und sollte, in Frage stellt, inspiriert das Aurora Orchestra das Publikum aller Altersgruppen und Herkünfte, eine Leidenschaft für Orchestermusik zu entwickeln. In den letzten Jahren hat es Pionierarbeit geleistet und gilt als das erste Orchester von heute, das ganze Sinfonien auf seine besondere Weise spielt. Seit 2016 veranstaltet das Ensemble Orchester-Theater-Produktionen, die die Grenzen musikalischer Genres und Kunstformen überschreiten. Diese orchestralen Abenteuer überdenken das Konzertformat und bieten dem Publikum mutige neue Möglichkeiten, Orchestermusik zu erleben. Durch ein preisgekröntes Programm für kreatives Lernen veranstaltet Aurora regelmäßig Kreativ-Workshops und Konzerte mit Geschichtenerzählungen für Familien, Schulen und Jugendliche, einschließlich Kinder mit besonderen Bildungsbedürfnissen oder Behinderung.

Mit Sitz in London ist das Aurora Orchestra Residenzorchester am Kings Place und Associate Orchestra am Southbank Centre mit Residenzen in St George’s Bristol, The Apex (Bury St Edmunds) und Colyer-Fergusson Hall (Canterbury). Zu den jüngsten und kommenden internationalen Highlights gehören Auftritte im Royal Concertgebouw Amsterdam, der Kölner Philharmonie, der Victoria Concert Hall Singapur, dem Melbourne Festival und der Shanghai Concert Hall. Das Ensemble hat eine Reihe von hochgelobten Alben veröffentlicht, darunter Road Trip und Insomnia bei Warner Classics.

Nicholas Collon

Der britische Dirigent Nicholas Collon ist Gründer und Chefdirigent des Aurora Orchestra, Erster Gastdirigent des Gürzenich-Orchesters Köln sowie Chefdirigent und bis 2021 künstlerischer Berater des Residentie Orkests in Den Haag. Danach wird er Chefdirigent des Finnish Radio Symphony Orchestra. Er gilt als hervorragender Kommunikator, innovativer Programmplaner und überragender Interpret mit einem breiten Repertoire. Unter seiner Leitung wurde das Aurora Orchestra bekannt für seine vielseitige Programmgestaltung und die Aufführung kompletter auswendig gespielter Symphonien. Nicholas Collon ist bereits regelmäßiger Gast bei Orchestern wie der Philharmonia, dem Hallé Orchestra, dem City of Birmingham Symphony und dem Danish National Symphony Orchestra ist. Zuletzt debütierte er unter anderem beim Deutschen Sinfonie Orchester Berlin und dem Orchestre National de France. Er hat mit dem Aurora Orchestra Aufnahmen für Warner Classics veröffentlicht sowie weitere CDs mit dem Hallé Orchestra und dem Danish Radio Symphony Orchestra. Er dirgierte über 200 neue Werke sowie Opern an der English National, der Welsh National, der Oper Köln und bei Glyndebourne on Tour.

Leif Ove Andsnes

Der norwegische Pianist Leif Ove Andnes hat sich mit seiner herausragenden Technik und seinen hervorragenden Interpretationen weltweit einen Namen gemacht. Er tritt weltweit in den großen Konzertsälen auf, konzertiert mit den führenden Orchestern der Welt und weist gleichzeitig eine umfangreiche Diskografie vor. Er ist Gründungsdirektor des Rosendal Chamber Music Festivals, war fast zwei Jahrzehnte lang einer der künstlerischen Leiter des Risør Festival of Chamber Music sowie Musikdirektor des kalifornischen Ojai Music Festivals. Er ist Ehrendoktor der norwegischen University of Bergen und der New York Juilliard School.

Nach dem Erfolg ihrer Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts „Beethoven Journey“ haben sich Andsnes und das Mahler Chamber Orchestra nun zu einem weiteren großen Projekt zusammengefunden: „Mozart Momentum 1785/86“, das sich in dieser Saison vor allem auf die Klavierkonzerte Nr. 20-22 des Komponisten konzentriert. Diese stehen ebenso im Zentrum seiner bevorstehenden Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem St. Paul Chamber Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra und den Göteborger Symphonikern – bei letzterem ist er Artist-in-Residence 2019/20 ist. Ein weiterer Höhepunkt dieser Residenz ist die Aufführung von Edward Griegs Klavierkonzert, das er außerdem mit den Chicago Symphony, Boston Symphony, NDR Elbphilharmonie, St. Petersburg Philharmonic, Oslo Philharmonic und Bergen Philharmonic spielt. Im Rahmen einer Europatournee ist er zudem mit einem einem Soloprogramm mit Werken von Dvořák, Bartók zu erleben.

Leif Ove Andsnes, ist Exklusivkünstler bei Sony Classical. Kürzlich wurde er zum neunten Mal für einen Grammpy nominiert und wurde mit sechs Gramophone Awards ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören der Instrumentalistenpreis der Royal Philharmonic Society, der Gilmore Artist Award und der Peer Gynt Prize.

Leif Ove Andsnes wurde 1970 in Karmøy, Norwegen, geboren und studierte am Bergen Music Conservatory. Derzeit ist er künstlerischer Berater der Prof. Jirí Hlinka Piano Academy in Bergen.

Elitsa Desseva

Elitsa Desseva wurde 1993 in Sofia (Bulgarien) geboren. Sie ist die erste bulgarische Pianistin, die den “Wigmore Hall/Independant Opera Song Competition” in London, den Hugo Wolf Akademie “Internationalen Wettbewerb für Liedkunst” in Stuttgart, den “Internationalen Kammermusikwettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne” in Graz, im Duo mit Mikhail Timoschenko, Bassbariton und dem “Internationalen Lied-Duo-Wettbewerb” in Groningen und dem “Internationalen Karl-Adler-Musikwettbewerb” in Stuttgart, im Duo mit Polina Artsis, Mezzosopran gewinnt. Das Duo Timoshenko-Desseva erhielt außerdem den 2. Preis und den Publikumspreis beim “Internationalen Schubert-Lied-Duo-Wettbewerb” in Dortmund, den Nordfriesischen Liedpreis, den Freundeskreis-Liedpreis und den Publikumspreis beim “Liedkunst in Schloss vor Husum” und der dritte Preis sowie der Yamaha-Publikumspreis beim “Internationalen Kammermusikwettbewerb CIMCL” in Lyon. Elitsa Desseva wurde beim 19. Internationalen Klavierwettbewerb “Ille de France” in Paris mit dem Bela Bartok-Preis sowie beim 6. Klavierwettbewerb “Liszt-Bartok” in Sofia mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Sie ist eine Yehudi Menuhin Live Music Now Künstlerin und erhielt viermal ein Deutschland-Stipendium.

Elitsa Desseva ist Absolventin der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und derzeit macht sie ihren Master in Liedbegleitung bei Charles Spencer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie hat als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin in Concertgebouw (Amsterdam), Konzerthaus (Berlin), Théâtre des Champs Elysées (Paris), Stefaniensaal (Graz), Liszt-Ferenc-Saal (Budapest), Saal Bulgarien (Sofia) auf. Unter anderem nimmt Elitsa in dieser Saison an mehreren Wohltätigkeitskonzerte in Deutschland und Russland teil, die von der “Yehudi Menuhin Live Musik Now e.V.” und der gemeinnützigen Organisation “Touch” organisiert werden. Mit diesen Konzerten möchte Elitsa Geld für das Diakonische Zentrum in Orenbung und andere Internate für geistig behinderte Kinder sammeln.

Mikhail Timoshenko

Mikhail Timoshenko wurde 1993 in Kameikino (Russland) geboren. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar absolvierte Mikhail Timoshenko der Académie de l‘Opéra national in Paris. Er bekam frühzeitig Engagements auf den Bühnen der Opera National de Paris, der Opera Monte Carlo sowie der Opéra National de Bordeaux. Wichtige Rollen in seiner Karriere bekam er in Monteverdis „L’Orfeo“, in Tschaikowskys „Mazeppa“ (Oper von Oviedo, Spanien), sowie weiters Rollen u.a. in „Wozzeck“, „Rigoletto“, „Don Carlos“, „Un ballo in maschera“ sowie „Boris Godunov“ und “Don Giovanni” an der Opéra Bastille. 2016 erhielt er den 1. Preis beim „Concours International de Chant Bordeaux Médoc“, einen Sonderpreis des Cercle Carpeaux, einen Sonderpreis der Association AROP, den 1. Preis beim „Siemens Opera Contest“ und im Jahr 2017 den 1. Preis beim Internationalen Maria Callas-Wettbewerb.

In Duo mit der Pianistin Elitsa Desseva erhielt er 2018 den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Franz Schubert und Musik der Moderne“ in Graz, den 1. Preis beim Internationalen Liedwettbewerb der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart, den 2. Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Schubert Lied-Duo-Wettbewerb in Dortmund sowie 2019 den 3. Preis und Yamaha-Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Lyon und den 1. Preis bei der Wigmore Hall International Song Competition in London. Ihre Zusammenarbeit brachte sie in Konzerthäuser wie die Théâtre des Champs Elysées und das Berliner Konzerthaus.

Jährlich organisiert Mikhail in Russland Wohltätigkeitskonzerte, um die Arbeit mit behinderten Kindern im diakonischen Zentrum Orenburg und von ähnlichen Organisationen zu unterstützen.

Streichquartettfest | Abschlusskonzert

Im Eldorado des Geigenbaus beheimatet, konzertiert das Quartetto di Cremona ebenso wie das deutsch-südafrikanische Signum Quartett bereits seit zwei Jahrzehnten und länger auf den bedeutendsten internationalen Bühnen. Das erst 2016 am renommierten Cleveland Institute of Music gegründete Callisto Quartet ist zwar noch ein junger, aber schon mehrfach preisgekrönter Stern am Quartetthimmel. Eine hochkarätige Besetzung also für ein erlesenes Abschlusskonzert, das mit Beethovens Streichquartett Nr. 14 eine echte Perle seines kammermusikalischen Spätwerks zu Gehör bringt Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria.

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria.

Das Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Streichquartettfest | Lange Nacht des Streichquartetts

Die legendäre »Lange Nacht des Streichquartetts« darf auch 2020 nicht fehlen! Dieses Jahr wird sie zur klassikaffinen »RockLounge« – nach dem gleichnamigen Format des Signum Quartetts. Klassische, moderne und rockig-rhythmische Werke werden in dieser langen Nacht ineinander verschränkt – Genres also, die auf klassischen Konzertbühnen nur selten einen gemeinsamen Raum finden, und das, in einer Bearbeitung für Streichquartett. Zu den Signums gesellt sich das Vision String Quartet, das sich gleichzeitig als Band versteht und Trendsetter ist für ausgefallene Konzertideen.

Streichquartettfest | Konzert

»Was unser musikalischer Jean Paul hier gegeben hat, ist abermals gross, herrlich, ungewöhnlich, überraschend und originell, muss aber nicht nur öfters gehört, sondern ganz eigentlich studirt werden.« So lautete die Reaktion in der »Allgemeinen musikalischen Zeitung« auf die Uraufführung von Beethovens 15. Streichquartett im November 1825. Treffend beschrieben ist darin der wenig fassliche Charakter von Beethovens Spätwerk, der dessen Reiz und Schwierigkeit gleichermaßen bestimmt.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr.

Streichquartettfest | Workshop

Jean Luc Godard verschneidet zu Beginn seines Films »Prenom Carmen« eine Streichquartettprobe mit einer einigermaßen rabiaten und blutigen Bankraub-Szene. Damit setzt der Regisseur durchaus provokativ ein spezifisches, unmittelbares Verhältnis seines Publikums zum Film – er involviert es. Dafür steht das Streichquartett, besonders das Beethovensche, von dem Carl Friedrich Zelter vielzitiert bemerkte, man glaube mitzuspielen, verstehe das Unbegriffene, sei ergriffen, ohne zu wissen wovon. Das Quartett also setzt spätestens seit Beethoven eine spezifische, existentielle Wahrnehmungsund Handlungsform, die die Rezeption der Gattung zentral bestimmt. Der vergleichende Blick auf die Zeitgenossen wird erweisen, ob dies eine Konsequenz der Gattung oder der spezifischen Beethovenschen Konstellation ist.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

»Momente, die zum Licht führen« – so beschreibt die in Athen geborene Komponistin Konstantia Gourzi ihr zweites Streichquartett. »Oft dauert ein starkes Erlebnis nicht lange und trotzdem denken wir, dass es eine Ewigkeit anhält. Wie die Zeiten des Ein- und Ausatmens: Sie sind kurz, aber man hat das Gefühl, dass sie lange dauern. Diese Momente sind es auch, die uns lebendig halten.« Vielleicht empfand Schumann ähnlich, als er innerhalb von nicht einmal zwei Wochen wie im Rausch sein letztes Streichquartett komponierte.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr.