Entfällt – After Work Concert: Martynas Levickis

Wenn der junge litauische Akkordeonist Martynas Levickis spielt, dann ist da nicht nur ein Instrument zu hören, sondern viele – ach was: ein ganzes Orchester. Wo hat man sonst je auf einem einzigen Instrument so viele Farben zugleich erlebt? Faszinierend. In seinem Heimatland ist Levickis längst ein Star. Dies ist sein Heidelberg-Debüt.

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Martynas Levickis

Martynas Levickis fesselt sowohl Zuhörer als auch Kritiker mit Musikalität, Charisma und dynamischen Auftritten – seine Virtuosität und Vielseitigkeit in klassischem und zeitgenössischem Repertoire rücken das Akkordeon immer wieder in ein vollkommen neues Licht.

Mit der Unterstützung seiner Familie begann Martynas Levickis im Alter von nur drei Jahren, sich selbst die traditionelle Volksmusik seines Heimatlandes Litauen beizubringen. Mit acht Jahren kam er an die S. Sondeckis School of the Arts in seiner Heimatstadt Šiauliai; später studierte er bei Owen Murray an der Royal Academy of Music in London. Er erhielt über 30 internationale Auszeichnungen, unter anderem gewann er die Coupe Mondiale World Accordion Championships.
Als erster Akkordeonist unterzeichnete Martynas Levickis einen Vertrag bei Universal Music Decca Classic und sein Debütalbum kletterte direkt an die Spitze der offiziellen Klassik Album-Charts in Großbritannien.

Höhepunkte der Saison 2019-2020 sind Konzerte im Mozarteum Salzburg, beim Heidelberger Frühling, auf Schloss Elmau und in der Dresdner Philharmonie. Auslandsreisen führten und führen Levickis nach Norwegen, Asien und in die Baltischen Staaten.

Im Sommer 2020 ist Martynas Levickis „Preisträger in Residence“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, bei denen er mit über 25 Konzerten in der gesamten Region vertreten ist und sein Instrument in allen Facetten vorstellt.
Das 2015 von Levickis gegründete Ensemble Mikroorkéstra leitet er bei verschiedenen Projekten als Akkordeonist sowie als Dirigent, unter anderem auch bei seinem eigenen, lebendigen Arrangement von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ für Akkordeon und Kammerorchester.

Immer wieder musiziert er mit Partnern wie Iveta Apkalna, Benjamin Appl, Andrés Orosco-Estrada, Anu Tali, Adrian Brendel, Harriet Krijgh, Avi Avital und dem SIGNUM saxophone quartet.

Martynas Levickis trat an Spielstätten wie der Royal Albert Hall, der St. Petersburg Grand Philharmonic Hall, der Wigmore Hall, dem Auditorio Nacional in Mexiko, der Résidence Debussy und dem Seoul Arts Center auf sowie bei Festivals wie Bath, den Dresdner Musikfestspielen, den Thüringer Bachwochen, dem Musikfest Bremen, dem Edinburgh Jazz Festival, Gaida, dem Internationaal Kamermuziek Festival Utrecht, dem Kissinger Sommer, den March Music Days, dem MDR Musiksommer und dem Schleswig-Holstein Musik Festival.
Als Solist ist er Gast international renommierter Orchester, u.a. des HR Sinfonieorchesters, des BBC Concert Orchestra, des City of Birmingham Symphony Orchestra, des Lithuanian Chamber Orchestra, der Manchester Camarata und des National Philharmonic Orchestra. Er dirigierte außerdem das St. Christopher Chamber Orchestra, das Lithuanian Chamber Orchestra und die Manchester Camerata.

Meisterkurse und das Unterrichten sind wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Aktuell leitet er Kurse an der Dartington International Summer School und bei den Ruse International March Music Days.

Martynas Levickis kuratierte von 2012 bis 2014 die Christopher Festival Accordion Week. Er ist Künstlerischer Leiter der Vilnius Accordion Music Week of Composers und der Summer Academy, die er 2014 mit dem Ziel gründete, neue Musik für das Akkordeon gemeinsam mit einem Kammerensemble zu kreieren und uraufzuführen.

Darüber hinaus ist er Partner der Royal Academy of Music und sitzt im Beirat des Litauischen Weltkunstrats.

Martynas Levickis spielt ein klassisches Pigini NÒVA Akkordeon, das ihm freundlicherweise von der „The Lady R Foundation“ zur Verfügung gestellt wird.

Duo Schepansky-Wehrmeyer

Maria Wehrmeyer zeichnet sich unter den jungen Violinisten ihrer Generation durch ein profundes Musikverständnis, die Breite ihres Repertoires, ihre Aufgeschlossenheit gegenüber der zeitgenössischen Musik, eine besondere Neigung zur Kammermusik und – insbesondere seit ihrer Aufnahme in die TONALi-Agentur – Neugier gegenüber neuen Konzertformaten aus.

Geboren im Jahr 2000 in Berlin, begann sie im Alter von vier Jahren Violine zu spielen. Unter ihren Lehrern seien Conrad v. der Goltz in Regensburg und Linus Roth in Augsburg genannt. Derzeit studiert sie bei Antje Weithaas in Berlin. Weitere Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei Zakhar Bron, Midori Goto, Ingolf Turban, Pavel Vernikov, Pierre Amoyal, Salvatore Accardo und Viktor Tretyakov.

Maria Wehrmeyer erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise bei Wettbewerben, unter anderem 2017 bei der International Violin Competition Vaclav Huml, der X. International Tchaikovsky Competition for Young Musicians und dem TONALi Violinwettbewerb. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2018 wurde sie mit einem Stipendium ausgezeichnet und in die Bundesauswahl Junger Künstler aufgenommen.

Mit neun Jahren debütierte sie mit dem Neuen Sinfonieorchester Berlin. Es folgten Auftritte in der Kölner Philharmonie, der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie Hamburg. Konzerte führten sie durch viele Länder Europas, nach Asien und in die USA. Sie spielt eine Violine von Carlo Giuseppe Testore, Mailand um 1710, aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

 

Julius Schepansky (*1998) erhielt seinen ersten Akkordeonunterricht im Alter von sieben Jahren. Nach seinem Jungstudium bei Claudia Buder in Münster begann er 2017 sein Studium in der Klasse von Mie Miki und Heidi Luosujärvi an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Zusätzlich studiert er bei Peter Walter Jazzklavier.

Als Solist und in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen ist Julius Schepansky Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe. Als mehrfacher Bundespreisträger von Jugend musiziert wurde er 2016 in die Europäische Union der Musikwettbewerbe für die Jugend, EMCY aufgenommen. Darüber hinaus wurde er mit einer Vielzahl von Sonderpreisen ausgezeichnet und war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.

2017 wurde ihm der Nachwuchsförderpreis für Musik des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Als Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 wurde er in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

Konzerte führten den jungen Akkordeonisten und Pianisten nach Indonesien, Italien, Japan, Luxemburg, Norwegen, Russland, Senegal, Spanien und Tschechien. Er spielte u. a. in der Laeizshalle Hamburg und der Kölner Philharmonie, war 2018 Akademist bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und wirkte bei diversen Uraufführungen mit, z. B. beim Podium Esslingen.

Ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik sowie der Improvisation. Als Jazz­pianist komponiert er eigene Werke.

Julius Schepansky wirkte bei diversen Rundfunk- und Fernsehproduktionen beim WDR, NDR, BR und Deutschlandfunk mit.

Fresu, Galliano & Lundgren

Mit dem sardischen Trompeter Paolo Fresu, dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano und dem schwedischen Pianisten Jan Lundgren hat sich ein Trio unterschiedlicher Charaktere zu einer symbiotischen Allianz zusammengefunden. Eine Jazz-Supergroup dreier Ausnahmemusiker, die trotz unterschiedlicher Herkunft und aus unterschiedlichen Instrumentenfamilien viele Gemeinsamkeiten zu einem Idealklang bündeln konnten. Alle sind sie überragende Melodiker, alle streben sie seit jeher danach, die vermeintlichen Grenzen des Jazz zu erweitern, alle sind sie dabei im nationalen musikalischen Erbe fündig geworden. Und für alle spielt das Meer ihrer Heimat mehr als eine symbolische Rolle, als mentale Inspirationsquelle, die für das Reisen, den Austausch, die Weite steht: „Mare Nostrum“ eben.

Freilich gehören auch alle drei zu den gefragtesten europäischen Musikern überhaupt. Fresu ist in unzähligen Projekten von Film bis Ballett eingebunden und steht mit so verschiedenen Persönlichkeiten wie Nguyên Lê, Ralph Towner, Uri Caine oder Omar Sosa auf der Bühne.

Der nicht minder neugierige, zwischen Jazz und Klassik changierende Galliano ist stets auf der Suche nach immer neuem kreativen Input durch Kollegen von Charlie Haden über Charles Aznavour bis hin zur Sinfonietta Krakau. Nordische Vemod und impressionistischer Esprit, dazu noch die Verwurzelung in der amerikanischen Jazzpianotradition, welche ihn mit traditionellen Jazzern wie Harry Allen und Scott Hamilton zusammenbrachte, machen Lundgrens Personalstil aus, der ihn zum first-call musician macht, zum Beispiel für Wolfgang Haffners „Kind of Cool“-Projekt oder kürzlich für Nils Landgrens Bernstein Tribute „Some Other Time“. Und so dauerte es nun sieben Jahre, bis Fresu, Galliano und Lundgren zu einer Fortsetzung ihrer gemeinsamen Erfolgsgeschichte zusammenfanden.

Für „Mare Nostrum II“ haben die drei wieder Stücke geschrieben, die über eine im modernen Jazz äußerst seltene Ohrwurmqualität verfügen. Wieder ist es die pure Schönheit des Klangs, die den Hörer fesselt. Wieder versinkt man in den perlenden, unaufgeregt lyrischen Akkorden und Läufen Lundgrens, im warmen, unerreicht variablen Trompetensound Fresus und in den sein Instrument sprengenden, kontrapunktischen Klangkaskaden Gallianos. Der Reigen umfasst melancholische Balladen, mal mit Tango-Sehnsucht („Blue Silence“), mal nordisch gefärbt („Kristallen den fina“), mal französisch chansonesk („Giselle“), mal fast als klassische Etüde („Farväl“), hält aber auch strahlende Hymnen bereit („Aurore“) und einen wirbelwilden, boogie-artigen Temporitt („Leklåt“).

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Uwaga »Dance!«

Uwaga! ist genauso ungewöhnlich wie sein Name. Die vier Musiker an zwei Violinen, Akkordeon und Kontrabass grooven sich seit Jahren mit großer Experimentierfreude durch das klassische Repertoire und zerlegen Musikstile in ihre Einzelteile. Dabei stoßen sie stets auf die gleiche Herausforderung: Um ein Musikstück zum Klingen zu bringen, muss der innere Bauplan geknackt werden. So sind die Crossover-Enthusiasten im Laufe der Jahre zu Experten verschiedenster Grooves geworden, zwischen denen sie mitunter blitzschnell wechseln. Im neuen Programm »Dance!« zerlegt Uwaga! Ballettsuiten, bringt barocke Menuette und Tango Nuevo zum grooven oder spielt akustische Versionen von Disco-Helden ihrer Jugend wie Daft Punk oder The Prodigy.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren: »Mare Nostrum II«

Mare Nostrum – so bezeichneten die alten Römer das Mittelmeer. Richard Galliano, Paolo Fresu und Jan Lundgren stammen aus drei Ländern mit langen Küsten: Frankreich, Italien und Schweden. Das Meer ist für die drei Weltklasse-Musiker, die sich hier zu einem exquisiten Worldjazz-Programm zusammengefunden haben, eine wichtige Inspirationsquelle. Unter die Eigenkompositionen der Drei mischen sich auch Stucke von Monteverdi und Satie

In Kooperation mit Enjoy Jazz

UWAGA

Christoph König, Violine, Viola
Maurice Maurer, Violine
Miroslav Nisic, Akkordeon
Matthias Hacker, Kontrabass

Ein virtuoser klassischer Violinist mit Vorliebe für osteuropäische Musik, ein Jazzgeiger mit Punkrock-Erfahrung, ein meisterhaft improvisierender Akkordeonist mit Balkan-Sound im Blut und ein Bassist, der sich in Symphonieorchestern ebenso zu Hause fühlt, wie in Jazzcombos oder Funkbands.

Vier Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, stürzten sich 2007 in das Abenteuer, gemeinsam zu musizieren. Am Anfang steht vor allem die pure Spielfreude im Vordergrund – und sie überträgt sich mühelos auf jedes Publikum. Über die Jahre gemeinsamen Musizieren beeinflussen sich die Vier gegenseitig, die unterschiedlichen stilistischen Schwerpunkte wachsen zum sehr eigenen Sound zusammen, irgendwo zwischen Klassik, Jazz, Balkan- und Popmusik.

Uwaga! feilt seit mittlerweile 10 Jahren mit ungebremstem Eifer weiter an der gemeinsamen Vision: einer Musik ohne Grenzen, die glücklich macht, die auf direktem Wege zu Herzen und in die Beine geht.

Der vielschichtige Sound des Ensembles ist orchestral und perkussiv zugleich, es tritt sowohl in Quartettformation auf, als auch mit den großen Symphonieorchestern aus Deutschland.

Das Ensemble begeisterte sein Publikum bei nahmhaften Festivals und in renommierten Konzerthäusern wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Expo Shanghai (CN), dem Akkordeon Festival Wien (AT), dem Jazz en Baie (FR), der Philharmonie Essen, der Grand Philharmonic Hall St Petersburg (RUS), dem Konzerthaus Dortmund, der Tonhalle Düsseldorf.

Erkundungen II: Cairo Jazz Station

Eine neue, gemeinsame musikalische Identität zu finden – das ist das erklärte Ziel dieser jungen Musiker, die aus der Welt der mündlich überlieferten und improvisierten Musik, aus Europa und aus dem Nahen Osten stammen. Inmitten einer Region im Aufruhr versuchen sie, die Grenzen und die Klänge ihrer Länder einander näherzubringen. Das Projekt entstand als Kooperation zwischen dem Festival d’Aix-en-Provence und dem Makan Egyptian Center for Culture and Arts.

In Kooperation mit dem Festival d’Aix-en-Provence und mit Unterstützung von Medinea network

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den »Standpunkten« finden Sie hier.

€ 19
€ 52 Tageskarte bis 18.00 Uhr

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Quadro Nuevo

Arabesken, Balkan-Swing, Balladen, waghalsige Improvisationen, Melodien aus dem alten Europa und mediterrane Leichtigkeit verdichten sich in der Musik des Quadro Nuevo zu märchenhaften Klangfabeln.

Diese erzählen vom Vagabundenleben, den Erfahrungen und Begegnungen auf der großen Reise des Lebens, den kleinen Zufällen und den großen Momenten, von Zartheit und wildem Temperament, immer getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen verzehrender Sehnsucht und genussvoller Erfüllung – zwischen dem Bitteren und dem Süßen.
Quadro Nuevo tourt seit 1996 durch die Länder der Welt und gab über 3000 Konzerte.

Die Auftrittsorte der vier Musiker sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Quadro Nuevo ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch südliche Städte und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz, sie konzertieren in Jazz-Clubs und in der New Yorker Carnegie Hall.

In den Jahren 2010 und 2011 erhielt Quadro Nuevo jeweils den ECHO Jazz als bester Live Act und wurde so mit dem höchsten Deutschen Musikpreis von der Deutschen Phono-Akademie geehrt.