Scherzi Musicali

Das belgische Ensemble Scherzi Musicali zählt zu den bemerkenswertesten Formationen der jungen internationalen Alte Musik-Szene, es wurde 2006 von Nicolas Achten gegründet. In Besetzung und Instrumentarium flexibel passt es sich stets den Anforderungen des Repertoires aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert an. Die jungen Sänger und Instrumentalisten sind auf der Suche nach verloren gegangener Literatur und haben bereits einige bemerkenswerte Werke wiederentdeckt. Sie widmen sich auch den Schlüsselwerken geistlicher wie weltlicher Musik bis hin zur Oper.

Seit seiner Gründung konzertiert Scherzi Musicali in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, Italien, England und Deutschland. So war das Ensemble u.a. zu Gast beim Festival van Vlaanderen, im Concertgebouw Brügge, im Antwerpener De Singel, im Bozar in Brüssel u.a. sowie bei den Barockfestivals in Venedig und Pontoise. 2011 wurde Scherzi Musicali von European Network of Early Music in die Casa da Musica nach Porto eingeladen. Seinen Durchbruch in Deutschland erlangte das Ensemble 2012 im Rahmen der Tage Alter Musik des WDR in Herne, gefolgt von Engagements beim Rheingau-Musik-Festival, RheinVokal, der Kölner Philharmonie, den Tagen Alter Musik in Regensburg sowie beim Shakespeare-Festival im Neusser Globe.

Mit seinen ersten Einspielungen legte Scherzi Musicali den Fokus auf Werke, die nie zuvor auf CD erschienen, wie “L’ Euridice” von Giulio Caccini (die erste gedruckte Oper überhaupt) neben vielen weiteren.

Sich seines pädagogischen Auftrags bewusst, arbeitet Scherzi Musicali regelmäßig mit “Jeunesses Musicales” und “Jeugd en Muziek” zusammen. Das Ensemble wird unterstützt von der Fédération Wallonie-Bruxelles.

An D’Huys

An D’Huys studierte Modedesign zunächst an der Sint-Lukas-Schule in Brüssel und dann an der Antwerpener Modeakademie. Seit den 1980er Jahren arbeitet sie als Kostümdesignerin für verschiedene Theaterkompagnien, darunter TG STAN, Toneelgroep Amsterdam, Toneelhuis, die Flämische Oper und Rosas. Außerdem hat D’Huys auch in der Filmwelt gearbeitet und war Teil des Designteams von Ann Demeulemeester.

Barockorchester L’arpa festante

„L’arpa festante“, das zur Eröffnung des Münchner Opernhauses 1653 aufgeführte dramatische Werk Giovanni Battista Maccionis, steht symbolhaft für die künstlerische Arbeit und das musikalische Engagement des gleichnamigen Barock -, oder besser, Originalklang-Orchesters. Bereits 1983 gegründet und damit eines der traditionsreichsten deutschen Ensembles für Alte Musik, hat sich L‘arpa festante nicht nur als unverwechselbarer Klangkörper bei der Aufführung von Instrumentalwerken, sondern auch als Partner leistungsfähiger Chöre bei Aufführungen der gesamten barocken, klassischen und romantischen Chor-Orchester-Literatur einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Je nach Entstehungszeit der aufgeführten Werke verwendet L’arpa festante das passende Original-Instrumentarium und kann so die Klangfarben der Werke originalgetreu nachzeichnen.

Die große musikalische Erfahrung der einzelnen Musiker und die Virtuosität ihres musikalischen Könnens führen zum unverkennbaren Klangcharakter des Ensembles: farbig, nuancenreich, sensibel, expressiv. Mit der klanglichen Vielfalt historischer Instrumente wird das dramatische Moment in der Musik lebendig dargestellt.

Nachdem der Arbeitsschwerpunkt des Ensembles zunächst auf der Wiederentdeckung und –aufführung unbekannter Werke des 17. und 18. Jahrhunderts lag, rückt seit einigen Jahren zunehmend auch das oratorische und symphonische Repertoire der Romantik in den Vordergrund. Je nach musikalischen Bedürfnissen der aufgeführten Werke sind dabei Gestaltungen von der solistischen concertino- Besetzung bis zur vollen Orchestergröße von über 50 Musikern möglich.

Zahlreiche von Kritik und Publikum begeistert aufgenommene CD-Einspielungen haben L’arpa festante weithin bekannt gemacht. Die Diskographie umfasst mittlerweile über 35 Veröffentlichungen bei angesehenen labels wie sony, accent, carus, cpo, ars und naxos und reicht von Werken des Hochbarock (Rupert Ignaz Mayr, David Pohle, Johann Philipp Förtsch, Dietrich Buxtehude) über Spätbarock (Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Jan Dismas Zelenka) und Klassik (Carl Philipp Emanuel Bach, Heinrich Graun, Josef Haydn, G.M. Monn , Wolfgang Amadeus Mozart) bis zur Romantik (Anton Bruckner, Josef Gabriel Rheinberger, Camille Saint-Saens, César Fanck, Gabriel Fauré, Bernhard Molique, Hector Berlioz, Richard Wagner).

Larpa festante wird von Christoph Hesse (Konzertmeister, Organisation) geleitet.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

Scriptura Antiqua: Porträtkonzert Sánchez-Verdú der SCHOLA HEIDELBERG

20.15 Uhr Gespräch mit José María Sánchez-Verdú in der Peterskirche

Die Schwetzinger Festspiele und der Heidelberger Frühling geben sich alljährlich die sprichwörtliche Klinke in die Hand: Wenn der Frühling endet, beginnt Schwetzingen. Dieses imposante Festivalkontinuum möchten wir stärker erfahrbar machen. Bei den Schwetzinger Festspielen wird 2018 ein neues Bühnenwerk des spanischen Komponisten José María Sánchez-Verdú uraufgeführt: ARGO (Dramma in musica). Wir bauen eine Brücke dorthin mit diesem Porträtkonzert. Sanchez-Verdú ist ein Komponist, der vielfach aus der Musikgeschichte, gerade aus der Alten Musik der iberischen Halbinsel, Inspirationen bezieht. Das Klangforum Heidelberg kontrastiert deshalb Sanchez-Verdús Werke mit den Alten Meistern Spaniens und Portugals: Victoria und Cardoso.

In Kooperation mit den SWR Schwetzinger Festspielen und dem Experimentalstudio des SWR
Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

ensemble aisthesis

Klangwelten mit den Sinnen verstehen: Das ensemble aisthesis, spezialisiert auf die Neue Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, trägt die umfassende Wahrnehmung im griechisch inspirierten Namen. Unter der künstlerischen Leitung des Gründers Walter Nußbaum erarbeiten die bis zu 20 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten ihr Repertoire, das von Klassikern der Moderne wie Schönberg, Webern, Boulez, Stockhausen und Lachenmann hin bis zu exemplarischen Werken der Romantik von Wagner oder Mahler reicht. Die Auftragskompositionen entstehen stets in direkter Zusammenarbeit mit den Komponistinnen und Komponisten. Der historisch informierten Aufführungspraxis der Alten Musik widmet sich das aisthesis consort in den jährlichen Weihnachtskonzerten. Die enge Zusammenarbeit mit der SCHOLA HEIDELBERG zeichnet wegweisende eigene Konzertformate wie „Prinzhorn“, „Heimathen“ oder die CD-Produktion „Nuits – weiß wie Lilien” aus. Das ensemble aisthesis konzertiert regelmäßig in Heidelberg und ist zu Gast bei Festivals wie musica viva in München, den Festspielen Zürich, der Romanischen Nacht in Köln, dem Tongyeong International Music Festival in Südkorea, den Kasseler Musiktagen oder dem Basler Musikforum. Vielbeachtet die Referenzeinspielung LEIBOWITZ- COMPOSITEUR mit zahlreichen Erstveröffentlichungen zum 100. Geburtstag des Komponisten im Jahr 2013, die dem Wirken und Schaffen von René Leibowitz Raum gibt. Im KlangForum Heidelberg treffen sich Gestaltungsfreude und Virtuosität der Sänger der SCHOLA HEIDELBERG und der Instrumentalisten des ensemble aisthesis unter einem Dach.

SCHOLA HEIDELBERG

Ein- und vielstimmig virtuos: Die Vokalsolisten der SCHOLA HEIDELBERG sind Meister unterschiedlicher Stile und Vokaltechniken bis hin zu mikrotonaler Intonation, Stimm- und Atemgeräuschen. Unter der künstlerischen Leitung ihres Gründers Walter Nußbaum treffen Werke des 16./17. und des 20./21. Jahrhunderts oft in ungehörter Weise aufeinander: Aus dem intensiven Bezug historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischer Musik folgt eine neue Interpretationskultur. Das umfangreiche Repertoire entsteht in engem Austausch mit führenden Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart. Vielbeachtet sind die eigenen Kompositionsaufträge, wie etwa in den Werkreihen der eigenen Konzertformate „Heimathen“ und „Prinzhorn“. SCHOLA HEIDELBERG gastiert in Heidelberg, bundesweit und auf internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, Milano Musica, dem Lucerne Festival, der Biennale in Venedig, der Biennale Salzburg und dem Festival d’automne à Paris. Zahlreiche erfolgreiche Kooperationen gibt es zum Beispiel mit dem Ensemble Modern, dem WDR-Sinfonieorchester Köln, dem SWR Sinfonieorchester, den Bamberger Symphonikern, der Deutschen Radio Philharmonie und dem Gürzenich- Orchester. Die CD-Einspielungen der SCHOLA HEIDELBERG mit Vokalkompositionen des 20./21. Jahrhunderts wurden mehrfach international ausgezeichnet. Im KlangForum Heidelberg treffen sich Gestaltungsfreude und Virtuosität der Sänger der SCHOLA HEIDELBERG und der Instrumentalisten des ensemble aisthesis unter einem Dach.

Giovanni Antonini

Giovanni Antonini studierte an der Civica Scuola di Musica und im Centre de Musique Ancienne in Genf. Er ist Gründungsmitglied von Il Giardino Armonico, das er seit 1989 leitet und bei dem er auch als Solist an der Blockflöte und der barocken Querflöte in Erscheinung tritt. Zu seinen musikalischen Partnern zählen außerdem so renommierte Künstler wie Cecilia Bartoli, Isabelle Faust, Sol Gabetta, Katia und Marielle Labèque. Als Gastdirigent leitete er die Berliner Philharmoniker, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Mozarteum Orchester Salzburg, das Gewandhausorchester Leipzig und das Kammerorchester Basel.

Seit September 2013 ist Giovanni Antonini künstlerischer Leiter des Internationalen Festivals Wratislavia Cantans in Breslau (Polen). Zudem ist er künstlerischer und musikalischer Leiter des Projekts Haydn2032, dessen Ziel es ist, alle Haydn-Symphonien mit dem Il Giardino Armonico und dem Kammerorchester Basel bei Alpha Classics einzuspielen. Vier wurden bereits mit Il Giardino Armonico aufgenommen und veröffentlicht. 2017 erscheint die fünfte mit dem Kammerorchester Basel.

Anna Prohaska

Mit 20 Jahren war Anna Prohaska erstmals an der Staatsoper Unter den Linden zu hören, der sie trotz ihrer internationalen Karriere weiterhin als Ensemblemitglied verbunden bleibt. Anna Prohaska fällt durch ihr ungemein vielfältiges Repertoire auf, von Monteverdi bis hin zu Uraufführungen, und arbeitet hier mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Philippe Jordan oder Sir Simon Rattle. Bald wurde sie auf viele weitere große Bühnen geholt, darunter die Mailänder Scala, das Bolshoi Theater, De Nationale Opera Amsterdam, das Royal Opera House Covent Garden oder die Pariser Oper.

Anna Prohaska ist seit 2008 regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen und ist dort nach der Zerlina (Don Giovanni), Despina (Così fan tutte) und Deola in Luigi Nonos Al Gran Sole, Carico d’Amore und Susanna in Le nozze di Figaro, 2017 als Cordelia in Reimanns Lear zu hören.

Auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper München war die Sopranistin als Blonde und Adele und 2016 in Les Indes Galantes zu erleben. 2012 widmete ihr Jörg Widmann die Partie der Inanna in seiner Oper “Babylon” (musik. Ltg.: Kent Nagano).

Auch in den wegweisenden Konzerthäusern weltweit ist sie gefragt. Konzerte führten sie zum Cleveland Orchestra,  dem LA Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, zum London Symphony Orchestra, den Wiener und den Berliner Philharmonikern oder zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie sang unter Claudio Abbado, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Daniel Harding, Mariss Jansons, Yannick Nézét-Séguin, Gustavo Dudamel oder Franz Welser-Möst.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Alte Musik für sie ein, häufig trat sie mit Nicolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus auf und arbeitet regelmäßig mit der Academy of Ancient Music, dem Freiburger Barockorchester oder der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen.

Mit ihren thematischen Liederabenden ist Anna Prohaska gern gesehener Gast in Liedzentren wie der Schubertiade Schwarzenberg, der Wigmore Hall London, in Wien oder Berlin. 2018, zum 100-jährigen Jahrestag des Endes des 1. Weltkrieges, gibt Anna Prohaska Liederabende mit ihrem Programm „Behind the Lines“, das bereits 2014 bei der Deutschen Grammophon als Album erschienen ist.

Bei der Deutschen Grammophon brachte sie bereits zahlreiche Einspielungen heraus, für die sie mit Preisen wie dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. Ihr neuestes Album Serpent & Fire: Arias for Dido and Cleopatra mit Il Giardino Armonico (alpha) stieg gleich ganz oben in den Klassik-Charts ein. Mit dem gleichnamigen Konzertprogramm begeisterte sie beim »Frühling« 2018.

ENTFÄLLT: »Liebe, Exil. Dialog zwischen den Kulturen«

Bernard Foccroulle ist nicht nur ein glänzender Organist. Er ist auch Intendant des Festivals von Aix-en-Provence, wo sein leidenschaftliches Engagement dem kulturellen Austausch der Mittelmeerländer mit ihrer zugleich gemeinsamen und doch so unterschiedlichen Geschichte gilt. In diesem Konzert treffen auch die musikalischen Traditionen dieser Länder aufeinander. Der palästinensische Musiker Moneim Adwan spielt das lautenähnliche, traditionell-orientalische Instrument Oud. Alice und Bernard Foccroulle mischen barocke und zeitgenössische Musik bei. Das Ergebnis: Ein faszinierender Blick nicht nur auf die Unterschiede, sondern auch auf die verbindenden musikalischen Elemente. Eine besondere Rolle spielen dabei die vertonten Texte. Sie zeigen Liebe und Exil als universelle Kernerfahrungen des Menschen sowohl in seiner Beziehung zum Anderen als auch zu Gott und ermöglichen einen »Dialog« zwischen den drei Buchreligionen Islam, Judentum und Christentum.

In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis.

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