Maximilian Krummen © Jessica Meyer

Maximilian Krummen

Geboren in Franken und aufgewachsen in Radolfzell am Bodensee, machte Maximilian Krummen schon früh musikalische Erfahrungen als Klarinettist. Von der Presse wird der junge Bariton für seine charismatischen und fein nuancierten Rollen- und Konzertinterpretationen gelobt.

Von 2013 bis 2015 war er Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und Stipendiat der Liz-Mohn-Kulturstiftung. Hier arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Simon Rattle, Christopher Moulds und Sebastian Weigle zusammen und sang in Neuproduktionen von Hans Neuenfels, Michael Thalheimer und Alvis Hermanis.

Gastengagements führten ihn an das Theater Aachen (u. a. Papageno in »Die Zauberflöte«), das Salzburger Landestheater (Ecclitico in »Il Mondo della Luna«), die Oper Bonn (Leander in »Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte«) und die Bregenzer Festspiele, wo er im Sommer 2015 sehr erfolgreich den Guglielmo in Mozarts »Così fan tutte« verkörperte.

Der Bariton war in Liederabenden und Konzerten im Konzerthaus Berlin, der Tonhalle Zürich und bei europäischen Festivals in Wiltz, Schiermonnigkoog und dem Heidelberger Frühling zu hören. Er sang mit der Staatskapelle Berlin, dem Sinfonieorchester Aachen und dem Folkwang Kammerorchester. Großen Erfolg feierte er mit Gustav Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen« im März 2016 in Memphis.

Als Stipendiat der Lied-Akademien in Heidelberg 2011 und 2012, wo er mit Thomas Hampson, Brigitte Fassbaender, Wolfram Rieger und vielen anderen zusammen arbeiten konnte, vertiefte er seine Verbundenheit mit dem Kunstlied und wirkte bei neu konzipierten Lied-Projekten mit.

Maximilian Krummen studierte privat bei Melinda Liebermann und von 2008 bis 2013 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Dieter Schweikard und Lioba Braun. Meisterkurse mit Angelika Kirchschlager, Johannes Martin Kränzle, Francisco Araiza und Roman Trekel bereicherten seine Ausbildung.

Thomas Hampson © Kristin Hoebermann

Festival Akademie: Lied

Eintritt frei für Schüler und Studenten
Im Ballsaal Stadthalle Heidelberg
€ 15 Tageskarte I  € 75 Lied Akademie Pass

Nach knapp zwei Wochen intensiver Arbeit mit Thomas Hampson und Thomas Quasthoff stehen die Stipendiaten der Lied Akademie beim Abschlusskonzert in der Heidelberger Stadthalle – zumindest in dieser Saison – zum letzten Mal auf der Bühne. Gemeinsam mit Thomas Hampson gestalten sie ein abwechslungsreiches Programm, das die Ergebnisse der Arbeit in der Lied Akademie präsentiert und die Bedeutung Heidelbergs als Liedstadt von Weltformat erfahrbar macht.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken
Stiftung Heidelberger Frühling

 

 

 

Thomas Hampson & Thomas Quasthoff

Beim Heidelberger Frühling gestalten zwei Weltstars des Gesangs einen gemeinsamen Liederabend: Thomas Hampson und Thomas Quasthoff. Thomas Hampson, der gleichermaßen als Opernsänger wie als stimmgewaltiger und tiefsinniger Botschafter des Liedes weltweit für Begeisterung sorgt, und Thomas Quasthoff, der schon zu Beginn seiner beispiellosen Karriere neben dem gesamten Spektrum des klassischen Gesangs auch den Jazz pflegte und mit seinen in den letzten Jahren aufgenommenen Jazz-Alben Aufsehen erregte, garantieren ein einmaliges Konzerterlebnis. Im Wechselspiel zwischen Kunstlied und Song, zwischen Klassik und Jazz, verwirklicht sich auch ein Leitgedanke der Heidelberger Lied Akademie, in der beide Sänger ihr Wissen an junge Stipendiaten weitergeben: Das Aufbrechen von Genres, die fruchtbare Verbindung zweier Welten.

Andrè Schuen © Angelika Schwarz

Andrè Schuen & Ganes

Die Familie Schuen führt das Publikum bei »ihrem« Lied.Lab zurück zur wohl ursprünglichsten Form der Vokalmusik. Seit jeher wurden im intimen Kreis der Familie Lieder in einer faszinierenden, uralten Sprache gesungen – dem Dolomiten-Ladinischen. Diese Liebe zum Gesang entwickelte sich für Marlene, Elisabeth und Andrè Schuen nach Studien am Salzburger Mozarteum und am Richard-Strauss-Konservatorium München, schließlich zum Beruf. Zusammen mit ihrer Cousine Maria Moling, in der Pop-Formation »Ganes«, und Daniel Heide als Liedduo-Partner werden sie, unterstützt durch die Eltern Paul und Hilda, Lieder in verschiedensten Musikrichtungen präsentieren. Eine Reise vom Volkslied über das Kunstlied bis zum Jazzgesang und Ethno-Pop.

In Kooperation mit der halle02 Heidelberg

 

Jörg Tröger im Gespräch mit Andrè Schuen (Audio)

Andrè Schuen © Angelika Schwarz

 

 

Andrè Schuen © Angelika Schwarz

Andrè Schuen & Daniel Heide

Die Tatsache, dass Seelenpein oft der Keim für große Kunstwerke ist, hat wohl am treffendsten Jacques Offenbach ausgedrückt: »Lächle heiter über deinen Schmerz! Die Muse lindert deinen Kummer! Denn groß ist man durch die Liebe, doch größer noch durch das Leid«, heißt es zum Beschluss seiner Oper »Hoffmanns Erzählungen«. Der junge Bariton Andrè Schuen, der seit einigen Jahren die Bühnen der Welt sowie Ohren und Herzen des Publikums erobert, präsentiert gemeinsam mit seinem Klavierpartner Daniel Heide meisterhafte Vertonungen, die die Schattierungen des Gemütes zum Thema, oder, wie im Falle von Robert Schumanns Liederkreis op. 24, sogar ihren Ursprung darin haben.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Jörg Tröger im Gespräch mit Andrè Schuen (Audio)

Andrè Schuen © Angelika Schwarz

Ruth Ziesak © Rosa Frank

»Dialektik der Freiheit. Von der Selbstbestimmung zur Überwachung des Menschen«

»Freiheit wagen« ist das Motto des diesjährigen Heidelberger Frühling. Wir verbinden das Wagnis der Freiheit vor allem mit Aufklärung und Revolution. Niemand hat die Freiheitsidee emphatischer artikuliert als Schiller. Doch er war es auch, der ihre Dialektik bemerkt und analysiert hat. Gerade Aufklärer waren es, welche die Freiheit mit despotischen Mitteln durchzusetzen suchten, etwa in Geheimgesellschaften wie dem Illuminatenorden mit seinen Überwachungsmechanismen – und schließlich in der Revolution, die zum Terror führte, ja selbst die paradoxe Formel eines »Despotismus der Freiheit« prägte. Eine gefährliche Dialektik, welche so viele Bewegungen prägt, welche die Freiheit auf ihre Fahnen schrieben und sie doch am Ende in Zwang verkehrten. Auch Goethes Faust ist dafür ein epochales Beispiel. Zu Beginn wirft er alle Zwänge ab, unter denen er sein Leben bisher gefristet hat – um am Ende zwar Freiheit zu verkünden, aber diese mit Zwangsmitteln durchzusetzen.

Die Veranstaltung findet im Ballsaal der Stadthalle Heidelberg statt.

Sebastian Seitz © Stutte

Maximilian Krummen & Sebastian Seitz

Man stelle sich vor: ein junger Mann steht am Beginn seines Lebens und macht sich auf die Suche nach dessen Sinn. Er findet heraus: die Quintessenz all seiner Bestrebungen ist die Suche nach der Liebe. Vor allem in der Literatur und Musik der Romantik, und als Verbindung beider im Kunstlied, ist die Liebe das vielbesungene Thema unseres Daseins. Neben dieser hohen Kunst gibt und gab es aber immer schon das Volkslied, in dem nicht weniger poetisch, womöglich sogar direkter und einfacher, der Wunsch nach Liebe ausgedrückt wird. Im Spannungsfeld dieser beiden Pole bewegt sich das erste Lied.Lab mit Volksliedbearbeitungen, ihren Pendants im Kunstlied sowie grenz- und generationenüberschreitende Verbindungen – beispielsweise in Beethovens für Klaviertrio bearbeiteten Volksliedern oder im Liedschaffen des Amerikaners Charles Ives.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

 

Jörg Tröger im Interview mit Sebastian Seitz

Sebastian Seitz © Stutte

amarcord © Martin Jehnichen

amarcord

Wolfram Lattke – Tenor
Robert Pohlers – Tenor
Frank Ozimek – Bariton
Daniel Knauft – Bass
Holger Krause – Bass

Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind Markenzeichen von amarcord. Das Repertoire des vielfach preisgekrönten Ensembles reicht von Gesängen des Mittelalters, Madrigalen und Messen der Renaissance, Werken der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts über Volkslieder und Songs aus Soul und Jazz bis hin zu zeitgenössischer Musik.
Außer A-cappella-Konzerten gibt amarcord regelmäßig Konzerte mit Künstlern wie Ragna Schirmer, Daniel Hope, Gewandhausorchester Leipzig, Lautten Compagney, Leipziger Streichquartett, KlazzBrothers u.a.
amarcord gehört mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor zu den wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger in über 50 Länder auf nahezu allen Kontinenten. In Kooperation mit dem Goethe-Institut gastierten sie in Australien, Südostasien, dem Nahen Osten, Russland, Afrika und in Mittelamerika. Beim 1997 von amarcord gegründeten Internationalen Festival für Vokalmusik »a cappella« sind jedes Frühjahr die Stars der Szene wie The Real Group, The King’s Singers, Take 6 oder das Hilliard Ensemble in Leipzig zu erleben.
Die CDs des Ensembles wurden vielfach ausgezeichnet. Für die aktuelle CD »Folks & Tales« erhielten die Sänger 2014 ihren sechsten »a-cappella-Oscar«, den Contemporary A Cappella Recording Award. 2010 legte amarcord seine erste CD-Produktion gemeinsam mit Orchester vor: eine rekonstruierte Fassung von Johann Sebastian Bachs Markus-Passion unter Mitwirkung von Dominique Horwitz und der Kölner Akademie.

Thomas Hampson © Kristin Hoebermann

Thomas Hampson & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Lange war die Kunstmusik in den USA allein von den Musiktraditionen Europas bestimmt, bis sich dank der kulturellen und ethnischen Vielfalt der dort lebenden Menschen ab Beginn des 20. Jahrhunderts langsam ganz eigene amerikanische Idiome entwickelten. Diese reichen von der Streicherserenade Samuel Barbers, einer der ersten Kompositionen des 18-Jährigen, über den mit Volksliedern angereicherten und den Siedlermythos feiernden »Appalachian Spring« Aaron Coplands bis zu Leonard Bernsteins ausgelassener »Candide«-Ouvertüre. Thomas Hampson, der schon viele Jahre sowohl menschlich als auch musikalisch den Heidelberger Frühling bereichert, präsentiert die 2009 für ihn komponierten »Letters from Lincoln« von Michael Daugherty, eine musikalische Hommage an den berühmten Präsidenten und »Sklavenbefreier«.

 

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

 

 

Das Konzert wird mitgeschnitten von
Deutschlandradio Kultur

 

Sendetermin: 06. April 15 20:03 Uhr Deutschlandradio Kultur