Philippe Jaroussky

„Er ist der beste Countertenor der Gegenwart“, so Spiegel online über Philippe Jaroussky, der sich mittlerweile als einer der großen Sänger unserer Zeit international etabliert hat. Mühelos klettert seine Stimme in hohe Sopranlagen und bewältigt virtuoseste Koloraturen nuancenreich und mit schwebender Leichtigkeit. Kein Wunder, dass Philippe Jaroussky – „der Strahlengott unter den Countertenören“ (Süddeutsche Zeitung) – bereits zahlreiche Preise erhielt. 2010 bekam er seine vierte Victoire de la Musique als „Sänger des Jahres“. Darüber hinaus war er 2013 nominiert in der Kategorie „Bester männlicher Opernsänger“. Ebenfalls als „Sänger des Jahres“ wurde er 2008 mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet – als erster Countertenor in der Geschichte dieses Preises. Weitere ECHO Klassik Awards wurden Jaroussky 2009 in Dresden (mit L’Arpeggiata) und 2016 in Berlin verliehen.

Nach seiner Residency in der Elbphilharmonie Hamburg (Saison 2016/17) und seinem einzigartigen Auftritt bei der Eröffnungsfeier der neuen Elbphilharmonie wird sich Philippe Jaroussky im Herbst 2017 Werken von Händel widmen. Auf einer Tournee mit seinem Ensemble Artaserse wird er zudem das Programm seines neuen Albums bei Erato-Warner Classics bekannt machen. Daraufhin wird er bei zwei namhaften Opernproduktionen in Paris auftreten: Only the Sound remains von Saariaho (in der Opéra de Paris) und Alcina von Händel (im Théâtre des Champs-Élysées). Zum Abschluss der Spielzeit wird Jaroussky ebenfalls am Théâtre des Champs-Élysées die Hauptrolle in Glucks Orfeo singen.

Philippe Jaroussky widmet sich einem vielfältigen und breiten Repertoire. Neben den bekannten Arien der Barockzeit sucht er vergessenes Repertoire, wie von Antonio Caldara, Johann Christian Bach und Nicola Porpora. Daneben widmet er sich aber auch den französischen Liedern sowie zeitgenössischen Kompositionen. So wurde für ihn u.a. das Werk „Sonnets de Louise Labé“ für Countertenor und Orchester von Marc-Andre Dalbavie komponiert. Im März 2016 wirkte er in einer Uraufführung von Kaija Saarihos Komposition „Only the Sound Remains“ am Opernhaus Amsterdam mit. Auch dieses Werk hat die Komponistin speziell für seine Stimme geschrieben. Nach zahlreichen Auftragskompositionen und Uraufführungen gab Philippe Jaroussky im Mai 2017 sein Debut von „Les Nuits d Été – Six Mélodies avec un petit orchestre“ von Hector Berlioz.

Im Juni 2017 widmete sich Jaroussky gemeinsam mit der gefeierten Mezzosopranistin Cecilia Bartoli bei Duo-Abenden frühen Barockarien. Bei der außergewöhnlichen Tournee mit dem Titel „Idolo Mio“ präsentierten die beiden Starsänger eine feine Auswahl von Monteverdis weltlicher Vokalmusik.

Philippe Jaroussky tritt mit den renommiertesten Barockorchestern auf, wie dem Venice Baroque Orchestra, Concerto Köln, Ensemble Matheus, Les Arts Florissants, Les Musiciens du Louvre, Le Concert d’Astrée, Le Cercle de l’Harmonie, Freiburger Barockorchester und Europa Galante unter Dirigenten wie Andrea Marcon, Fabio Biondi, William Christie, Emmanuelle Haïm, René Jacobs, Marc Minkowski, Jérémie Rhorer und Jean-Christophe Spinosi.

Auf der Opernbühne konnte man Philippe Jaroussky u.a. 2012 in der Produktion „Giulio Cesare“ mit Cecilia Bartoli bei den Salzburger Festspielen erleben. Die musikalische Zusammenarbeit mit Cecilia Bartoli zeichnet durch weitere gemeinsame Opernproduktionen sowie die gegenseitige Einladung zu CD-Einspielungen („Farinelli“ bzw. „Mission“) aus. 2015 war Philippe Jaroussky in der Rolle des Ruggiero in Händels „Alcina“ bei den Festspielen Aix-en-Provence zu hören. In der Saison 2016/17 sang er diese Rolle in Zürich.

2013 gewann er zusammen mit dem Ensemble Concerto Köln und dem Sänger Max Emanuel Cencic unter der Leitung von Diego Fasolis den Echo für die „Beste Operneinspielung des Jahres“ (Vinci: Artaserse). Zusammen mit dem Venice Baroque Orchestra und Andrea Marcon war sein Album „Farinelli – Porpora Arias“ für den Grammy Award 2015 nominiert. Ebenfalls 2015 erhielt Philippe Jaroussky den „Händel-Preis“ der Stadt Halle sowie den ECHO Klassik für die Welt-Ersteinspielung von Agostino Steffanis Oper „Niobe-Regina di Tebe“.

Für seine bisher über 25 CD-Veröffentlichungen, die exklusiv bei Erato / Warner Classics erschienen, wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. der Goldenen Schallplatte in Frankreich, Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique, Gramophone Award, Victoire de la Musique, Midem Classical Award, und einem Choc de l’année des französischen Fachmagazins Classica. Die Einspielungen erfolgten in Zusammenarbeit u.a. mit Julia Lezhneva, Diego Fasolis, Jérôme Ducros, I Barocchisti und Concerto Köln.

Vor kurzem wurde ein Herzensprojekt von Jaroussky verwirklicht: Die Akademie Philippe Jaroussky. Diese soll junge, kulturell benachteiligte Musiker durch umfangreichen Unterricht unterstützen. Die Akademie findet in den Räumlichkeiten der La Seine Musicale statt, Paris; ein beeindruckendes neues Musikzentrum, das in Boulogne-Billancourt eröffnet wurde.

Philippe Jaroussky studierte zunächst Violine, Klavier und Komposition an den renommierten französischen Musikakademien von Versailles und Boulogne. Sein Gesangsstudium begann er 1996 bei Nicole Fallien, daran schlossen sich Studien in Alter Musik bei Michel Laplenie und Kenneth Weiss an der Pariser Ecole de Musique National-Régional an.

Bejun Mehta

Bejun Mehta, der „derzeit vielleicht kultivierteste und musikalisch überzeugendste Countertenor“ (Opera News, 2018), ist regelmäßiger Gast an allen führenden Opern- und Konzerthäusern der Welt.

In der Spielzeit 2018/19 war Bejun Mehta in einer Wiederaufnahme von Händels Rodelinda in einer Inszenierung von Claus Guth am Gran Teatro del Liceu zu erleben. Außerdem war Bejun Mehta mit Mozart Arien und den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein, mit der eigens für ihn komponierten Solokantate Dream of the Song von George Benjamin mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam und mit dem Mahler Chamber Orchestra in der Rolle des Angel 1/Boy in Benjamins Written on Skin zu hören. Als Sänger und Dirigent tourte er darüber hinaus mit seinem Mozart – The Dramatist Programm und dem Württembergischen Kammerorchester durch Deutschland und Österreich. Andere Engagements als Sänger und Dirigent führen ihm zudem zum Hessischen Rundfunk, zu den Bochumer Symphonikern und der Kammerakademie Potsdam. Im Herbst 2019 singt Bejun Mehta die Titelrolle in Giulio Cesare in einer Neuproduktion von Robert Carsen am Teatro alla Scala in Mailand.

Zu weiteren vergangenen Höhepunkten zählen u.a. die Titelpartie in einer Neuproduktion von Händels Tamerlano an der Mailänder Scala, Oberon in einer neuen Inszenierung von Brittens A Midsummernight’s Dream am Theater an der Wien, Rossinis Petite Messe Solennelle mit der Berliner Staatskapelle und die Veröffentlichung seiner neuesten Solo-CD CANTATA – yet can I hear,die kürzlich mit dem Diapason d´Or ausgezeichnet wurde.

Bejun Mehta, zweimal für den Grammy nominiert, hat eine umfassende Diskografie: Seine bisher 25 Aufnahmen – darunter Soloaufnahmen genauso wie Operneinspielungen – wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger des Traetta Preises 2015.

Fernsehportäts über Bejun Mehta wurden u.a. auf CBS 60 Minutes II, A&E, Arte, ARD und ORF 2 gesendet. Bejun Mehta hat einen Abschluss in deutscher Literatur der Universität Yale und wohnt in Berlin und New York. Powered by

Closer to Paradise: Valer Sabadus & Spark

Von Vivaldi bis Rammstein: Spark, die klassische Band, liebt das Experiment – mit genialen Genreüberschreitungen und einem Musikmix von Alt bis Neu. Mit Valer Sabadus haben sie das Programm »Closer to Paradise« erdacht, in dem es um »die Sehnsucht nach einer besseren Welt, um ein rauschhaftes Verschmelzen zwischen dem Ich und der Natur, Melos und Melancholie« gehen wird. Was wäre, wenn wir mit allem, was uns lieb ist, eins werden können? Ja, wie sähe die Utopie einer besseren Welt aus? Rammstein und Vivaldi werden uns bei der Antwort helfen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Terry Wey

Der Countertenor Terry Wey entstammt einer Schweizer-Amerikanischen Musikerfamilie und erhielt seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben bei Silvija V. Purchar sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz an der Konservatorium Wien Privatuniversität, an welcher er auch Klavier-Konzertfach studierte. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe (u.a. MIGROS-Genossenschaftsbund Zürich, Kärntner-Sparkasse Wörthersee Musikstipendium) rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene. Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Konrad Junghänel oder Michael Hofstetter, mit Originalklangorchestern wie The English Concert, Les Arts Florissants, dem Freiburger Barockorchester oder Il Pomo d’Oro war er bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen zu Gast, u.a. im Musikverein Wien, im Barbican Centre, in der Wigmore Hall London, im Concertgebouw Amsterdam, im Lincoln Center New York, in der Benaroya Hall Seattle, der Gulbenkian Foundation Lissabon oder in den Philharmonien Köln und Essen. Arien- und Liederabende führten ihn ans Festspielhaus Baden-Baden und ans KKL Luzern.

Auf der Bühne interpretierte der Countertenor so unterschiedliche Rollen wie Oberon (Britten: A Midsummer Night’s Dream), Rinaldo (Händel: Rinaldo), Ruggiero (Vivaldi: Orlando Furioso) oder Angel 1/The Boy (Benjamin: Written on Skin) an Häusern wie dem Teatro Real Madrid, dem Theater an der Wien, der Staatsoper Stuttgart oder dem Théâtre des Champs-Elysées Paris, sowie bei den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen. Dabei arbeitete er u.a. mit den Regisseuren Nicolas Brieger, Pier Luigi Pizzi, Pierre Audi, Luk Perceval, Balázs Kovalik und Floris Visser, aber auch mit freien Theatergruppen wie Nico and the Navigators. Bisherige Höhepunkte bildeten u.a. Jommellis „Betulia Liberata“ bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2010 unter Riccardo Muti in der Felsenreitschule Salzburg, die Rolle des Arsamenes in Stefan Herheims gefeierter Inszenierung von Händels Xerxes an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf (2013), sowie sein Debüt unter Nikolaus Harnoncourt in Purcells The Fairy Queen bei der Styriarte 2014.

Daneben führte seine Liebe zur Renaissancemusik zur Gründung des Vokalensembles Cinquecento sowie zu Auftritten mit führenden Ensembles wie dem Huelgas Ensemble, Gesualdo Consort Amsterdam oder Weser-Renaissance. Seine Diskografie umfasst neben zehn CDs von Cinquecento (hyperion) auch Gesamtaufnahmen von Steffanis Niobe (Erato), Albinonis Il Nascimento dell’Aurora (oehms classics), Händels Israel in Egypt(Carus) und Faramondo (Virgin classics), sowie zweimal Bachs H-Moll-Messe unter Marc Minkowski (naïve) und Václav Luks (Accent) und Pergolesis Stabat Mater mit dem Counter-Kollegen Valer Sabadus (oehms classics).  Im Februar 2017 ist seine erste Solo-CD Pace e Guerra mit dem Bach Consort Wien unter Rubén Dubrovsky bei deutsche harmonia mundi erschienen.

 

Spem in alium »Multiple Voices«

16.00 – 0.00 Uhr

Eine vierzigstimmige Motette, interpretiert von nur zwei Sängern! »Multiple Voices« heißt das Projekt von Wey und Staber, die die Motette »Spem in alium« von Thomas Tallis (komponiert um 1570) Ton für Ton, Stimme für Stimme entstehen lassen. Über mehrere Stunden hinweg werden alle 40 Stimmen der Motette nach und nach live mitgeschnitten und anschließend über Elektronik zugespielt. Selten gibt es die Möglichkeit, Musik so plastisch beim Entstehen zuzuhören. Ein Durchgang dauert knapp zehn Minuten. Um genau 23.51 Uhr und 30 Sekunden wird die letzte Stimme ergänzt, so dass um Mitternacht der letzte Akkord erklingt.

Eintritt frei

Alex Potter

Der Countertenor Alex Potter ist ein gefragter Interpret für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, dessen Engagements ihn auf die Bühnen in ganz Europa führen. Er arbeitet mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Lars Ulrik Mortensen, Frieder Bernius, Jordi Savall, Roland Wilson, Rudolf Lutz und Jos van Veldhoven. Neben zahlreichen Aufführungen von Werken bekannter Komponisten wie Bach und Händel gilt sein besonderes Interesse dem Aufspüren weniger bekannten Repertoires, das er in Konzerten und Einspielungen der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Die musikalische Laufbahn Potters begann bereits als Chorknabe an der Southwark Cathedral in London. Er war Choral Scholar am New College der Universität Oxford und absolvierte zeitgleich ein Studium der Musikwissenschaft. Im Anschluss daran ergänzte er seine Ausbildung im Bereich Alter Musik bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz.

Bemerkenswerte Engagements in letzter Zeit waren Bachs H-Moll Messe mit dem Concertgebouw Orchestra in Amsterdam unter Philippe Herreweghe, ein Solo-Konzert in dem Musikfest Bremen mit Werken von Telemann und ein Auftritt mit Monodien von Caccini und Cavallieri beim Eröffnungsfestival der Elbphilharmonie in Hamburg.

Er ist auf zahlreichen CD-Einspielungen zu hören. Eine neue Solo-Aufnahme mit Werken von Telemann wird 2018 beim CPO Label erscheinen.

Alex Potter wohnt in der Lüneburger Heide mit seiner Frau und zwei Töchtern, versucht langsam ein altes Fachwerkhaus wieder schön zu machen, bäckt gern Sauerteigbrot und baut mit wechselhaftem Erfolg Gemüse im Garten an.

 

William Shelton

William Shelton wurde in Nancy (Frankreich) geboren. Seine Eltern, beide Chorsänger am dortigen Opernhaus, förderten früh sein musikalisches Potenzial, und so erhielt er im Alter von acht Jahren ein Stipendium an der Salisbury Cathedral School (England). Seine musikalische Ausbildung setzte er an den Konservatorien von Dole, Besançon und Dijon fort, wo er Gesang, Horn, Orgel, Musiktheorie, Kammermusik und Orchester studierte. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Physik und Chemie an der Universität Besançon, einem Horn-Diplom, einem Orgel-Diplom und einem Gesangsdiplom mit Höchstauszeichnung zog er 2015 nach Paris. Meisterkurse bei Hans Jörg Mammel, Jan Kobow, Michel Laplénie, Isabelle Druet, Robert Expert, Regina Werner und Mickaël Mardayer sowie 2017 der Eintritt in die Académie musicale Philippe Jaroussky gaben seiner sängerischen Entwicklung weitere Impulse. 2018 gewann er den Nachwuchspreis beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti in Innsbruck, den 2. Preis für Gesang beim internationalen Barockfestival Froville und wurde in das von David Stern geleitete Ensemble für junge Künstler Opera Fuoco aufgenommen.

William Shelton wirkt in Projekten vieler renommierter Vokalensembles mit: Les Cris de Paris, Pygmalion, Les Arts Florissants, La Compagnie la Tempête, Scherzi Musicali, La Fenice, Collegium Vocale Gent und Vox Luminis. Sein Bach-Kantaten-Debüt in der Pariser Philharmonie unter Raphaël Pichon wurde live im französischen Fernsehen übertragen. Ihm folgte eine Konzertreise nach Israel zum Eilat Kammermusikfestival. Anschließend engagierte William Christie ihn für das Festival de Printemps in der Vendée als Altsolist in Bachs „h-Moll-Messe“. Seine internationale Karriere begann Shelton mit Elena Langers „Landscape with three people“ beim Heidelberger Frühling und dem Podium Festival Esslingen. In der Rolle der Messagiera in Caccinis „Euridice“ trat er mit Nicolas Achtens Scherzi Musicali in Frankreich (Festival de musique ancienne de Lanvellec), Belgien (Brüssel) und Rumänien (Festivalul de muzica veche Timisoara) auf. Anfang 2019 wirkte er bei frankreichweiten Aufführungen in „Heptaméron, récits de la chambre obscure“ von Regisseur Benjamin Lazar und Dirigent Geoffroy Jourdain als Sänger mit und spielte auch das Waldhorn. Diesen Sommer übernimmt er die Titelrolle des Heiligen Edmund in „Legend of Saint Edmund“, einem neuen Werk von Anne Marie David und Jean Musy. 2020 wird er unter der Leitung von Philippe Herreweghe das Alt-Solo in der „Matthäus-Passion“ singen und an vielen Orten in ganz Europa gastieren (Mailänder Scala, Théâtre des Champs Élysées, Elbphilharmonie…).

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

Dichter_lieben

In diesem literarisch-musikalischen Projekt werden drei Dichterlieben miteinander zu einer bewegenden Erzählung verwoben: Robert Schumanns Zyklus mit den Texten Heinrich Heines, der Zyklus der russischen Komponistin Elena Langer auf Gedichte Lee Harwoods und Ausschnitte aus der stark autobiographisch gefärbten Novelle »Tonio Kröger« über die Sehnsucht eines Künstlers nach einer unerreichbaren Liebe. Aus der Verschränkung der drei Liebeserzählungen entsteht ein vielschichtiges Stuck über die zentrale Grundkonstante der menschlichen Existenz: ein musikalisch-literarisches Triptychon über die Liebe.

Eine Koproduktion mit dem PODIUM Festival Esslingen

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Kunstlerhaus/HebelHalle

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von 

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
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Pera Ensemble: »Jerusalem«

Jerusalem: Kaum eine andere Stadt ist seit Jahrhunderten ein solcher Schmelztiegel der Kulturen gewesen. In ihr kann man täglich neu erleben, was es heißt, »in der Fremde« zu leben und zugleich Heimat zu finden. Der heutige Abend – mit Konzert und Stadthalle late – ist eine musikalisch-kulinarische Hommage an diese Stadt. Und welches Ensemble könnte diese Hommage kompetenter formulieren als das in vielen Kulturen beheimatete Pera Ensemble? Die hebräische Sängerin Michal Elia Kamal, der türkische Sänger Ibrahim Suat Erbay (Jerusalem stand 400 Jahre unter osmanischer Herrschaft), Musiker aus Spanien, Italien, Deutschland und der Türkei, die sowohl in der Alten Musik wie auch in der Welt der orientalischen Instrumente zu Hause sind – das ist die Besetzung, die zusammen mit echter Jerusalemer Küche in der »Stadthalle late« diesen Abend unvergleichlich machen wird.

Das Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Im Anschluss:  Kulinarische Stadthalle late mit Musikern des Pera Ensemble
€ 15 Jerusalem Teller (ohne Getränke; nicht im Ticketpreis enthalten)
Nach dem Konzert sind Sitzplätze an Tischen im Festivalzentrum bereits ausgebucht (Stehtische vorhanden). Es werden noch Tischreservierungen für die Zeit vor dem Konzert von 18 Uhr bis 19.30 Uhr angenommen unter Tel. 06221 1422886.

Jerusalem Teller
Hummus mit Pitabrot
Labneh mit Olivenöl und Kräutern
Auberginendip mit Knoblauch, Zitrone und Granatapfelkernen
Gegrilltes Lammkotelett / Falafel (vegetarischer Teller)
Mariniertes Zitronenhühnchen mit Arak / Geröstete Okraschoten mit Tomaten (vegetarischer Teller)
Safranreis mit Berberitzen, Pistazien und Kräutern
Speisekarte zum Download »