Jamie Phillips

Jamie Phillips erregte erstmals internationale Aufmerksamkeit durch seinen Erfolg beim Nestle Salzburg Conducting Award 2012 und anschließend als Associate Conductor des Hallé Orchestra. Phillips wurde in der Saison 2015/16 als Dudamel Fellow zum Los Angeles Philharmonic eingeladen, wo er unter anderem sein Debüt mit dem Orchester in der Walt Disney Concert Hall gab.

In den letzten Saisons dirigierte Jamie Phillips u.a. das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das BBC Scottish Symphony Orchestra, das Bournemouth Symphony Orchestra, die Camerata Salzburg, das Copenhagen Philharmonic, das Swedish Chamber Orchestra, das Helsingborg Symphony Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande und die Deutsche Radio Philharmonie.

Jamie Phillips engagiert sich für die Musik des neuen und 20. Jahrhunderts und hat zwei CDs mit der Musik von Tarik O’Regan und Helen Grime aufgenommen, beide mit dem Hallé für das Label NMC.

Eric Jacobsen

Der Dirigent und Cellist Eric Jacobsen, ist bekannt dafür, das Publikum mit innovativen und kooperativen Projekten zu begeistern. Jacobsen ist Gründer und künstlerischer Leiter von The Knights und Gründungsmitglied des Streichquartetts Brooklyn Rider. Als Dirigent von The Knights hat Jacobsen das “konsequent erfinderische, ansteckend engagierte Indie-Ensemble” (New York Times) an New Yorker Orten von der Carnegie Hall bis zum Central Park und in renommierten internationalen Sälen wie dem Wiener Musikverein und der Kölner Philharmonie geleitet. In der Saison 2015-16 feierte Jacobsen seine erste Saison als Music Director des Orlando Philharmonic und seine zweite Saison als Music Director der Greater Bridgeport Symphony und Artistic Partner der Northwest Sinfonietta. Jacobsen ist auch als Gastdirigent gefragt und hat kürzlich die Camerata Bern, das Detroit Symphony, das Alabama Symphony, das ProMusica Chamber Orchestra, die Deutsche Philharmonie Merck und das Silk Road Ensemble von Yo-Yo Ma geleitet.

David Zinman

Die Karriere des gebürtigen New Yorkers David Zinman zeichnet sich durch ein breit gefächertes Repertoire, ein Bekenntnis zur zeitgenössischen Musik und die Einführung einer historisch fundierten Aufführungspraxis aus. Er ist Ehrendirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich, dessen Chefdirigent er bis 2014 war. Er war Chefdirigent der Symphonieorchester Rotterdam, Rochester und Baltimore und zuletzt beim Orchestre Français des Jeunes, Chefdirigent des Netherlands Chamber Orchestra, sowie Musikdirektor des Aspen Music Festivals sowie der School and American Academy of Conducting.

Er ist regelmäßiger Gast bei den führenden Orchestern der Welt wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem SWR Radio-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre de Paris.

Er arbeitet seit vielen Jahren mit Solisten wie Janine Jansen, Mitsuko Uchida, Alfred Brendel, Yefim Bronfman, Radu Lupu, Truls Mørk, Lisa Batiashvili, Gil Shaham, Julia Fischer, Renée Fleming, Yo-Yo Ma, Emanuel Ax und András Schiff zusammen.

David Zinmans umfangreiche Diskographie mit mehr als 100 Einspielungen hat ihm zahlreiche internationale Auszeichnungen eingebracht, insbesondere für seine Interpretation von Beethovens Sinfonien mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, darunter fünf Grammy-Auszeichnungen, zwei Grand Prix du Disque, zwei Edison-Preise, den Deutschen Schallplattenpreis und einen Gramophone-Award. Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehört ein 50er CD-Box „David Zinman: Great Symphonies – The Zurich Years“, die sein musikalisches Vermächtnis mit dem Tonhalle-Orchester dokumentiert.

Im Jahr 2000 verlieh das französische Kultusministerium David Zinman den Titel Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres, und im Oktober 2002 wurde ihm der Kunstpreis der Stadt Zürich für seine herausragenden künstlerischen Leistungen verliehen, was ihn zum ersten Dirigenten und ersten ausländischen Preisträger dieses Preises werden ließ. In jüngster Zeit erhielt Zinman den renommierten Theodore Thomas Award als Anerkennung für herausragende Leistungen und außerordentliche Verdienste um die Kollegen bei der Förderung der Kunst und Wissenschaft des Dirigierens. Im Jahr 2008 gewann er den Midem Classical Artist of the Year Award für seine Arbeit mit dem Tonhalle-Orchester Zürich. Darüber hinaus wurde er 1997 mit dem renommierten Ditson Award der Columbia University für sein außergewöhnliches Engagement für die Aufführung von Werken amerikanischer Komponisten geehrt.

 

Walter Nußbaum

Walter Nußbaum studierte Kirchenmusik und Dirigieren in Heidelberg und  Trossingen, war bis 1992 Kirchenmusiker an der Johanneskirche Heidelberg und lehrte danach bis 2015 Chorleitung und Dirigieren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Er gründete 1992 die SCHOLA HEIDELBERG und das ensemble aisthesis.

Seine Schwerpunkte umfassen das Repertoire von der frühen Vokalmusik bis zu Vokal- und Instrumentalwerken von zeitgenössischen Komponisten. Durch Programme, die wie hörbare Labyrinthe den Hörer von Musik vergangener Epochen zur Musik der Gegenwart und wieder zurück führen, macht er Zusammenhänge der musikalischen Wahrnehmung ebenso wie kontrastierende Konstellationen sprechend. Den Veränderungen von Interpretation in Abhängigkeit von der Geistesgeschichte gilt sein besonderes Interesse.

Regelmäßige Uraufführungen (u.a. am Nationaltheater Mannheim, B. Lang Montezuma), Dirigate bei der Biennale Venedig, Luzerner Festspielen, Salzburg Biennale, Steirischer Herbst, Milano Musica, Musica viva München, Ultraschall Berlin, Wittener Tage für neue Kammermusik, Schwetzinger Festspiele, Tongyeong Festival u.v.a.. Wiederentdeckung des kompositorischen Oeuvres von René Leibowitz (Doppel-CD, Divox).

Internationale CD-Auszeichnungen: Diapason d´or (Grisey, Kairos), Choc (Nuits, BIS) u.a.

Festivalfinale: Mahler Chamber Orchestra

Die Konzerte des Mahler Chamber Orchestra umrahmen den Heidelberger Frühling 2018. Nach dem Eröffnungskonzert unter François-Xavier Roth kehrt dieses »weltbeste Kammerorchester« mit seinem künstlerischen Partner Daniele Gatti zurück an den Neckar. Gatti und das MCO verbindet eine besondere Zuneigung – und das hört man, besonders bei Gattis Leib- und Magenkomponisten Beethoven und Schumann.

Im Anschluss: Abschlussfest im Ballsaal

Christoph Andreas Schäfer

Geboren 1961 in Wertheim am Main, studierte Kirchenmusik in Heidelberg und Düsseldorf mit Abschluss Staatsexamen.

1986 bis 1990 war er Assistent von KMD Prof. Oskar Gottlieb Blarr an der Neanderkirche in Düsseldorf. Seine erste hauptberufliche Tätigkeit führte ihn von 1991 bis 1994 als Kantor nach Walsrode in die Lüneburger Heide. Von 1994 bis 1998 war er als Kirchenmusiker an der Christuskirche in Freiburg im Breisgau tätig.

Neben der Organistentätigkeit widmet er sich intensiv der Arbeit als Chordirigent mit zahlreichen Oratorienaufführungen und Uraufführungen. Die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik und die Gestaltung ausgefallener kirchenmusikalischer Programme, auch mit Musik aus den Bereichen Jazz und Pop, zählen zu seinen besonderen Schwerpunkten.

Seit 1998 ist Christoph Andreas Schäfer Kantor an der Heiliggeistkirche in Heidelberg. Er leitet dort die Heidelberger Studentenkantorei und gründete die Heidelberger Kinderkantorei und die Junge Kantorei Heiliggeist und ist künstlerischer Leiter der wöchentlichen Veranstaltungsreihe Stunde der Kirchenmusik.

Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Freiburg und künstlerischer Leiter der Freiburger Kinder- und Jugendkantorei.

Als Organist und Chordirigent konzertierte er in Norwegen, Finnland, Polen, Ungarn, Ukraine, Weißrussland, Italien, Frankreich, Ägypten, der Schweiz, den Niederlanden und den USA.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

Scriptura Antiqua: Porträtkonzert Sánchez-Verdú der SCHOLA HEIDELBERG

20.15 Uhr Gespräch mit José María Sánchez-Verdú in der Peterskirche

Die Schwetzinger Festspiele und der Heidelberger Frühling geben sich alljährlich die sprichwörtliche Klinke in die Hand: Wenn der Frühling endet, beginnt Schwetzingen. Dieses imposante Festivalkontinuum möchten wir stärker erfahrbar machen. Bei den Schwetzinger Festspielen wird 2018 ein neues Bühnenwerk des spanischen Komponisten José María Sánchez-Verdú uraufgeführt: ARGO (Dramma in musica). Wir bauen eine Brücke dorthin mit diesem Porträtkonzert. Sanchez-Verdú ist ein Komponist, der vielfach aus der Musikgeschichte, gerade aus der Alten Musik der iberischen Halbinsel, Inspirationen bezieht. Das Klangforum Heidelberg kontrastiert deshalb Sanchez-Verdús Werke mit den Alten Meistern Spaniens und Portugals: Victoria und Cardoso.

In Kooperation mit den SWR Schwetzinger Festspielen und dem Experimentalstudio des SWR
Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Igor Levit & Tonhalle-Orchester Zürich

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Die Enigma-Variationen, 1899 uraufgeführt, platzierten Edward Elgar mit einem Schlag auf die Landkarte der Neuen Musik um 1900. Die delikate Orchesterbehandlung, die äußerst geistreiche Themenverarbeitung und die Vielzahl verborgener außermusikalischer Bedeutungen machen das Werk zum vielleicht attraktivsten Variationszyklus für Orchester überhaupt – die »Nimrod«-Variation wurde gar zum Allzeit-Hit. Das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms ist da so etwas wie ein Gegenstück: ein in drei Jahren harter Arbeit entstandener, zweifellos genialer Koloss, den Igor Levit hier in Heidelberg auf die Bühne wuchtet.

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und
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Maximilian Hornung & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife erobert der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien. Im August 2014 gab der 1986 in Augsburg geborene, unter anderem bei David Geringas studierte Musiker sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. In Heidelberg musiziert Maximilian Hornung jetzt Henri Dutilleux’ expressives Cellokonzert »Tout un monde lointain«, das 1970 uraufgeführt wurde. Zwei zentrale Werke Benjamin Brittens, das 1945 zu Henry Purcells 250. Todestag entstandene »The Young Person’s Guide to the Orchestra« und die »Four Sea Interludes « sowie Strawinskys »Feuervogel« in der Fassung von 1919 vervollständigen das ausdrucksstarke Programm.

In Kooperation mit