Monteverdi »Marienvesper«

Monteverdis Marienvesper markiert wie kaum ein anderes Werk den Beginn des Frühbarock. Die Grundlage der rein solistischen Aufführung unter der Leitung von Markus Uhl bilden die expliziten und impliziten Angaben in den acht gedruckten Stimmbüchern aus dem Jahr 1610. Dabei werden bewusst gewohnte Aufführungstraditionen in Frage gestellt, um Monteverdis Musik in möglichst ursprünglicher Weise erklingen zu lassen.

Wir danken der Marienhaus-Stiftung Heidelberg

Jörg Widmann & City of Birmingham Symphony Orchestra

Mirga Gražinytė-Tyla ist als Dirigentin in atemberaubendem Tempo an die internationale Spitze gelangt. Noch 2011/12 war sie 2. Kapellmeisterin in Heidelberg, dann folgten Engagements in Bern und Salzburg und 2016 wurde sie, gerade einmal 29 Jahre alt, Chefin des renommiertesten britischen Orchesters, des City of Birmingham Symphony Orchestra. Heidelberg blieb sie verbunden; nun kehrt sie mit »ihrem« Orchester und gleich zwei Konzerten zurück. Den ersten der beiden Abende rahmt sie mit zwei Hauptwerken Claude Debussys, dessen 100. Todestag 2018 begangen wird. Jörg Widmann wird mit Mozarts Klarinettenkonzert zu hören sein: ein Stück, das er durch sein ganzes Leben tragt, so Widmann.

Innocence in Danger e.V. ist eine weltweite Bewegung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Heidelberger Frühling unterstützt den Verein in seinem Anliegen und veranstaltet dieses Konzert in Kooperation mit Innocence in Danger.

Anna Prohaska & Il Giardino Armonico: Serpent & Fire

Ein weiteres lang erwartetes Debüt beim Heidelberger Frühling: Die Sopranistin Anna Prohaska, die einen wahren Karriere-Steilflug hingelegt hat, ist bekannt für ihre ausgefallenen, klug komponierten und mutigen Programme. Ihre CD-Einspielungen wurden von Presse und Publikum gefeiert, ebenso ihre unglaubliche gestalterische Begabung auf der Bühne. Begleitet von den Barockspezialisten des Ensembles Il Giardino Armonico bringt Anna Prohaska in diesem Programm die Lust am Drama zum Klingen.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Anna Prohaska (Stadthalle Ballsaal)

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

150 Jahre »Ein deutsches Requiem«

Vor genau 150 Jahren wurde Brahms’ Deutsches Requiem im Dom zu Bremen uraufgeführt. Aus diesem Anlass rekonstruiert Heiliggeistkantor Christoph Andreas Schäfer das Programm des Uraufführungskonzertes 1868. Das Werk wurde damals nicht wie heute üblich en suite gegeben, sondern mit Stücken anderer Komponisten durchsetzt. Sätze aus Bachs Matthäuspassion, aus Händels Messias und barocke Instrumentalmusik wurden eingeschoben. Schumanns Lied »Mondnacht« bildete damals den Abschluss des einstündigen Zwischenteiles.

Veranstalter ist das Kantorat der Heiliggeistkirche Heidelberg. Tickets: unter www.reservix.com, Telefon 01805 700 733 (0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, aus dem Mobilfunknetz max. 0,42 €/min.) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen, sowie per E-Mail beim Veranstalter: bestellung@kantorat-heiliggeist.de (nicht direkt über den Festival-Kartenservice).

 

Steven Isserlis & Junge Deutsche Philharmonie

Was für eine glückliche Fügung: Mit Steven Isserlis ist, nach Jean-Guihen Queyras, Sol Gabetta und Johannes Moser, der vierte Weltklasse-Cellist in der ersten Festivalwoche zu Gast. In diesem rein französischen Programm glänzt aber auch in großer Besetzung die Junge Deutsche Philharmonie; sie setzt sich aus den besten Absolventen deutscher Musikhochschulen im Alter von 18 bis 28 Jahren zusammen. David Afkham, selbst erst Mitte dreißig und in Freiburg geboren, ist Chefdirigent des spanischen Nationalorchesters und wohl eine der größten Dirigentenbegabungen seiner Generation.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Steven Isserlis (im Ballsaal der Stadthalle)

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Sol Gabetta & Finnish Radio Symphony Orchestra

Sol Gabetta, seit Jahren gern gesehener und viel gefeierter Gast beim Heidelberger Fruhling, kehrt mit einem ungewöhnlichen Programm nach Heidelberg zuruck. Bohuslav Martinus Cellokonzert Nr. 1 versprüht in den Ecksätzen tänzerisch-launige Lebensfreude. Sibelius letzte, nur aus einem Satz bestehende Sinfonie ist ein Klangepos, das seinesgleichen sucht; und das Finnish Radio Symphony Orchestra, das sich als exzellenter Botschafter der Musik seines Landes versteht, ist ihr wohl bester Interpret. Tschaikowskys Fünfte schließlich gehört zu den beliebtesten Werken des Komponisten, aus gutem Grund: Hier vereinen sich Ernstes und Tänzerisches zu einer unwiderstehlichen Mischung.

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken

Eröffnungskonzert: Jean-Guihen Queyras & Mahler Chamber Orchestra

Das Mahler Chamber Orchestra gehört zweifellos zu den besten Kammerorchestern der Welt; aus diesem Grund ist der Heidelberger Frühling mit dem Ensemble, dem MusikerInnen aus 20 Nationen angehören, eine mehrjährige künstlerische Partnerschaft eingegangen. Mit dem Star-Cellisten Jean-Guihen Queyras eröffnen wir nicht nur das diesjährige Festival, sondern auch seine Residenz beim »Frühling«, der ihn in sechs verschiedenen Konzerten porträtieren wird. François-Xavier Roth ist ein Dirigent, der in der historischen Aufführungspraxis ebenso zu Hause ist wie am Pult großer Symphonieorchester; das Haydn-Bartók-Programm ist ihm daher wie auf den Leib geschnitten.

Wir danken

Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

Daniele Gatti

Daniele Gatti, Chefdirigent des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO), stammt aus Mailand. 2016 wurde der Chevalier de la Légion d’Honneur mit dem Premio Franco Abbiati ausgezeichnet und zum Artistic Advisor des Mahler Chamber Orchestra gewählt.

Von 2008 bis 2016 war er Musikalischer Leiter des Orchestre National de France. Er war Musikdirektor des Royal Philharmonic Orchestra London, Chefdirigent des Opernhauses Zürich, Musikdirektor des Teatro Comunale in Bologna und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom sowie regelmäßiger Gastdirigent am Londoner Royal Opera House Covent Garden. Gatti prägte zudem Neuproduktionen u. a. in Wien und München, an der Metropolitan Opera in New York und an der Mailänder Scala.

Daniele Gatti ist einer der wenigen italienischen Dirigenten, der regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen zu Gast ist. Weitere Engagements führten den Dirigenten u. a. zu den Salzburger Festspielen, ans Théâtre des Champs-Elysées, ans Pult der Berliner und Wiener Philharmoniker, des Orchesters des Bayerischen Rundfunks, der Staatskapelle Dresden und des Gewandhaus Orchesters.

Giovanni Antonini

Giovanni Antonini studierte an der Civica Scuola di Musica und im Centre de Musique Ancienne in Genf. Er ist Gründungsmitglied von Il Giardino Armonico, das er seit 1989 leitet und bei dem er auch als Solist an der Blockflöte und der barocken Querflöte in Erscheinung tritt. Zu seinen musikalischen Partnern zählen außerdem so renommierte Künstler wie Cecilia Bartoli, Isabelle Faust, Sol Gabetta, Katia und Marielle Labèque. Als Gastdirigent leitete er die Berliner Philharmoniker, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Mozarteum Orchester Salzburg, das Gewandhausorchester Leipzig und das Kammerorchester Basel.

Seit September 2013 ist Giovanni Antonini künstlerischer Leiter des Internationalen Festivals Wratislavia Cantans in Breslau (Polen). Zudem ist er künstlerischer und musikalischer Leiter des Projekts Haydn2032, dessen Ziel es ist, alle Haydn-Symphonien mit dem Il Giardino Armonico und dem Kammerorchester Basel bei Alpha Classics einzuspielen. Vier wurden bereits mit Il Giardino Armonico aufgenommen und veröffentlicht. 2017 erscheint die fünfte mit dem Kammerorchester Basel.

David Afkham

David Afkham ist Chefdirigent des Orquesta y Choro Nacionales de España. Als Gastdirigent wird er regelmäßig von einigen der weltweit renommiertesten Orchestern und Opernhäusern engagiert und hat sich in den letzten Jahren als einer der gefragtesten Dirigenten aus Deutschland etabliert. Er arbeitete bereits mit renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester, dem DSO Berlin, den Wiener Symphonikern, dem Swedish Radio Symphony, dem Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre della Accademia Santa Cecilia, dem Orchestre National de France, dem Concertgebouworkest, dem London Symphony Orchestra und dem City von Birmingham Symphony.

Geboren 1983 in Freiburg, erhielt David Afkham im Alter von sechs Jahren Klavier- und Violinunterricht. Mit 15 begann er sein Studium in den Fächern Klavier, Musiktheorie und Dirigieren an der Musikhochschule Freiburg und setzte es an der Musikhochschule Weimar fort. David Afkham war der erste Stipendiat des „Bernard Haitink Fund for Young Talent“ und unterstützte Maestro Haitink in einer Reihe von Großprojekten, darunter Symphonie-Zyklen mit dem Chicago Symphony, dem Concertgebouworkest und dem London Symphony Orchestra. 2008 gewann er den Donatella Flick Dirigierwettbewerb in London, dank dem eine zweijährige Assistenz beim London Symphony Orchestra folge. Im Jahr 2010 war David Afkham der erste Preisträger des „Nestle and Salzburg Festival Young Conductors Award“ und war Assistant Conductor des Gustav Mahler Jungendorchesters von 2009 bis 2012.