Hannu Lintu

Seit August 2013 ist Hannu Lintu Chefdirigent des Finnischen Radio-Sinfonieorchester. Zuvor war er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Tampere Philharmonic Orchestras, des Helsingborg Symphony und des Turku Philharmonic Orchestras sowie erster Gastdirigent des RTÉ National Symphony Orchestras. Er gastierte bei renommierten Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Luzerner Sinfonieorchester,  bei den Symphonieorchestern in St. Louis, Toronto, Baltimore und Cleveland, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi und dem Schottischen BBC Symphonieorchester. Auch als Operndirigent tritt er immer wieder hervor wie z.B. am Tampere Opera House und an der Estnischen und Finnischen Nationaloper, wo er zuletzt „Parsifal“, „Carmen“, Sallinens „König Lear“ und Wagners „Tristan und Isolde“ dirigierte. Mehrfach ausgezeichnet wurden seine CD-Aufnahmen u.a. mit Gustav Mahlers 1. Symphonie, George Enescus 2. Symphonie und den Violinkonzerten von Jean Sibelius und Thomas Adès mit Augustin Hadelich und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. An der Sibelius-Akademie Helsinki studierte er Violoncello, Klavier sowie Dirigieren bei Jorma Panula. Nach dem Besuch mehrerer Meisterkurse bei dem Dirigenten Myung-Whun Chung gewann er 1994 den ersten Preis beim Nordischen Dirigierwettbewerb in Bergen.

François-Xavier Roth

François-Xavier Roth, 1971 in Paris geboren, gehört zu den charismatischsten und mutigsten Dirigenten unserer Zeit. Seit 2015 leitet er als Generalmusikdirektor der Stadt Köln sowohl das Gürzenich-Orchester als auch die Oper Köln. Geschätzt für seine einfallsreichen und ungewöhnlichen Konzertprogramme, seine prägnante Herangehensweise und Überzeugungskraft, arbeitet François-Xavier Roth mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Concertgebouw Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra und dem Tonhalle Orchester Zürich.

2003 gründete Roth das Orchester Les Siècles, mit dem er so innovative wie kontrastreiche Programme konzipiert und diese auf modernen und historischen Instrumenten umsetzt. Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 übernahm François-Xavier Roth die Position eines Principal Guest Conductor des London Symphony Orchestra und wird das Orchester in einer Konzertreihe anlässlich des 100. Todestags von Debussy dirigieren. Von 2010 bis 2016 leitete Roth das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg als Chefdirigent.

Nachwuchsförderung und Musikvermittlung sind wichtige Bestandteile von François-Xavier Roths Arbeit. Er ist musikalischer Leiter des wegweisenden Panufnik Young Composers Scheme beim London Symphony Orchestra und hat, mit dem Festival Berlioz und Les Siècles, das Jeune Orchestre Européen Hector Berlioz gegründet, eine Orchesterakademie, die zugleich über eine Sammlung historischer Instrumente verfügt. Ferner haben Roth und Les Siècles „Presto!“ ins Leben gerufen, eine eigene Fernsehserie für France 2. Das Jugendprogramm des Gürzenich-Orchesters „Ohrenauf!“ wurde Anfang 2017 mit einem Junge Ohren Preis in der Kategorie „Produktion“ ausgezeichnet.

Marcus Creed

Der englische Dirigent Marcus Creed begann sein Studium am King‘s College in Cambridge, wo er Gelegenheit hatte, im berühmten King’s College Choir zu singen. Weitere Studien führten ihn an die Christ Church in Oxford und die Guildhall School in London.

Folgende Stationen waren für ihn die Deutsche Oper Berlin, die Hochschule der Künste sowie die Gruppe Neue Musik und das Scharoun Ensemble. Von 1987 bis 2001 war Marcus Creed künstlerischer Leiter des RIAS-Kammerchores, 1998 folgte er einem Ruf auf eine Dirigierprofessur an der Musikhochschule Köln.

Seit 2003 ist Marcus Creed künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles Stuttgart, wo es ihm ein besonderes Anliegen ist, Wiederaufführungen herausragender Kompositionen der jüngsten Vergangenheit, darunter z. B. Werke von Luigi Nono, György Kurtág, Wolfgang Rihm oder Heinz Holliger zu realisieren.

Marcus Creed ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals und konzertiert regelmäßig mit Spezialensembles der Alten Musik und Neuen Musik. Seit 2015 leitet er außerdem den Kammerchor des Dänischen Rundfunks.

Seine CD-Veröffentlichungen wurden für ihre stilsicheren und klangsensiblen Interpretationen mit internationalen Auszeichnungen prämiert, darunter der Preis der deutschen Schallplattenkritik, der Edison Award, der Diapason d’Or, der Cannes Classical Award und der ECHO Klassik.

Christian Reif

Seit der Saison 2016/17  ist Christian Reif Resident Conductor der San Francisco Symphony und Musikdirektor dessen international angesehenen Jugendorchesters. Davor war er für zwei Jahre der Conducting Fellow der New World Symphony in Miami, wo er Michael Tilson Thomas assistiert und das Orchester in zahlreichen Konzertformaten dirigiert hat. Seit 2014 ist Christian Mitglied des renommierten deutschen Dirigentenforums und ist 2016 in die Künstlerliste Maestros von Morgen” aufgenommen worden.

2015 und 2016 war Reif Conducting Fellow beim renommierten Tanglewood Music Festival und dirigierte dort zahlreiche (Ur-)Aufführungen. Außerdem fungierte er wiederholte Male als Assistenzdirigent für Konzerte der Los Angeles Philharmonic, des Boston Symphony Orchestras und für Alan Gilbert während der NY Phil Biennale.

Reif gastierte im Cuvilliés Theater mit der Münchner Kammeroper, beim Lakes Area Music Festival in Minnesota, als Conducting Fellow in Tanglewood, bei der Meininger Hofkapelle, und wird die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in der Uraufführung von Mehmet C. Yesilçay’s »Lieder aus der Fremde« leiten, ein Stück, das die europäische Flüchtlingskrise aufgreift.

Christian Reif hat sein Masterstudium bei Alan Gilbert 2014 an der Juilliard School in New York abgeschlossen und dort für seine herausragenden Leistungen den Charles Schiff Conducting Award verliehen bekommen. Sein Bachelorstudium absolvierte er 2012 mit Auszeichnung am Mozarteum Salzburg bei Dennis Russell Davies und Jorge Rotter. Er gewann den Deutschen Operettenpreis 2015, verliehen durch den Deutschen Musikrat, und zwei Kulturförderpreise der Stadt und des Landkreises Rosenheim

Mikhail Pletnev

Mikhail Pletnev arbeitet als Pianist, Dirigent und Komponist. 1978,  mit nur 21 Jahren, gewann er den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb. Eine Einladung zur Teilnahme am Superpower-Gipfel 1988 in Washington führte zu einer Freundschaft mit Michail Gorbatschow und der historischen Möglichkeit, in künstlerischer Freiheit Musik zu machen.

1990 gründete Pletnev das erste unabhängige Orchester in der Geschichte Russlands. Viele der besten Musiker des Landes schlossen sich ihm an. Unter seiner Leitung konnte es sich als eins der wichtigsten Ensembles weltweit etablieren.

Pletnevs Kompositionen umfassen Werke für Orchester, Klavier, Streicher und Stimme. Heute ist er einer der angesehensten und einflussreichsten Künstler Russlands.

Eröffnungskonzert: Julia Fischer & BBC Philharmonic

Britische Orchester, zumal wenn sie zur internationalen Spitze gehören wie das BBC Philharmonic, sind gerne Botschafter der Musik ihres Landes. Benjamin Brittens Violinkonzert gehört zweifellos zu den bedeutendsten Werken seiner Art – und ist hierzulande dennoch ein immer wieder zu hebender Schatz: ein Werk, das mit beiden Beinen im zwanzigsten Jahrhundert steht und zugleich keine Berührungsängste gegenüber der Tradition hat. Mit Julia Fischer kommt die denkbar stärkste Interpretin dieses Werks nach Heidelberg. Zur sensiblen Nachdenklichkeit Brittens gesellt sich mit Tschaikowskys vierter Sinfonie ein »all time favourite« aller Liebhaber rauschhafteffektvoller Klassik.

Wir danken

Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

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Martin Grubinger & BBC Philharmonic

Wann je hat ein Schlagzeuger einen solch nachhaltigen Erfolg gehabt wie Martin Grubinger? Und er hat diesen Erfolg klug eingesetzt: Grubinger hat schon mehrere Komponisten zu neuen Werken angeregt, darunter Péter Eötvös mit »Speaking drums und Tan Dun, der sein »The Tears of Nature« ebenfalls für den Österreicher geschrieben hat. Auch Edward Elgar weist in seiner zweiten Sinfonie, 1911 uraufgeführt, dem Schlagzeug eine herausragende Rolle zu: Im rastlosen Scherzo soll es nach dem Willen des Komponisten das Orchester in einer atemberaubenden Passage nach und nach »unter sich begraben«.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken

Kristjan Järvi

Kristjan Järvi verwirklicht seine künstlerischen Ideen mit vier Ensembles: als Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters und des Gstaad Festival Orchestra, als Gründer und Dirigent des New Yorker Absolute Ensembles, das Klassik, Hip Hop und Jazz verbindet, und des Baltic Sea Youth Philharmonic, das dem Baltic Sea Music Education System zugrunde liegt. Zu seinen Engagements als Gastdirigent zählen Auftritte mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France und dem Orchestre de Paris. 2012 feierte er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.

Weitere Engagements führen Kristjan Järvi zu Orchestern nach Malaysia, China, Japan, England, Norwegen und Estland. Darunter befinden sich auch einige Jugendorchester, deren Förderung er sich als dynamischer und engagierter Pädagoge besonders verschrieben hat.

Järvi arbeitet weiterhin mit den herausragendsten und kreativsten Persönlichkeiten der Kunstszene, von Filmregisseuren Tom Tykwer und den Wachowskis, bis hin zu Komponisten und Musikern wie Arvo Prt, Steve Reich, Tan Dun, Hauschka, Dhafer Youssef, Anoushka Shankar und Esa-Pekka Salonen.

Geboren in Estland, emigrierte Kristjan Järvi mit seiner Familie als Kind in die USA, wo er in New York City aufwuchs. Einem Klavierstudium an der Manhattan School of Music folgten Dirigierstudien an der Universität von Michigan. Er begann seine Dirigentenlaufbahn als Assistent von Esa-Pekka Salonen beim Los Angeles Philharmonic, anschließend wurde er Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Opern- und Sinfonieorchesters im schwedischen Norrland (2000-2004) sowie des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich in Wien (2004-2009).

Mario Venzago

Mario Venzago ist seit 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Berner Symphonieorchesters und seit 2007 Artist in Association bei der finnischen Tapiola Sinfonietta.

Zuvor hatte Mario Venzago den Posten als Chefdirigent bzw. Generalmusikdirektor u. a. beim Indianapolis Symphony Orchestra, Sinfonieorchester Basel, an der Grazer Oper und beim Grazer Philharmonischen Orchester, am Theater bzw. beim Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg sowie dem Musikkollegium Winterthur inne. Von 2010 bis 2014 war er Principal Conductor der Royal Northern Sinfonia und von 2000 bis 2003 Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Fest, als Nachfolger von Pinchas Zukerman und David Zinman.

Mario Venzago dirigierte u.a. die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Orchester von Philadelphia und Boston, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, die Filarmonica della Scala und das NHK Symphony Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast international renommierter Orchester wie dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, Göteborgs Symfoniker, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Seoul Philharmonic und dem Frankfurter Museumsorchester.

Juanjo Mena

Juanjo Mena ist einer der international bekanntesten spanischen Dirigenten und seit September 2011 Chefdirigent des BBC Philharmonic in Manchester. 1965 im spanischen Baskenland geboren, studierte Mena zunächst in seiner Heimatstadt Vitoria-Gasteiz, dann am Real Conservatorio Superior de Música in Madrid sowie bei Sergiu Celibidache in München. Von 1999 bis 2008 war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Bilbao; es folgten Positionen als Erster Gastdirigent am Teatro Carlo Felice in Genua und Erster Gastdirigent des Bergen Filharmoniske Orkester. Darüber hinaus stand Juanjo Mena am Pult zahlreicher weiterer Orchester in Europa, etwa beim Orchestre National de France, Oslo Philharmonic, Orchestra della Scala (Mailand) und bei der Dresdner Philharmonie; in den USA hat er seit seinem Debüt beim Baltimore Symphony Orchestra 2004 auch mit den Orchestern von Boston, Chicago, Cleveland, New York, Los Angeles und Pittsburgh zusammengearbeitet. Das Opernrepertoire Juanjo Menas umfasst so unterschiedliche Werke wie den »Fliegenden Holländer«, »Salome«, »Elektra«, »Herzog Blaubarts Burg«, »Eugen Onegin«, »Le nozze di Figaro« und »Billy Budd«.