Stuttgarter Saloniker & Patrik Siben

Stuttgarter Saloniker & Patrick Siben

Patrick Siben (Klavier & Leitung) gründet die Stuttgarter Saloniker Ende der 90er Jahre auf der Deidesheimer Weinkerwe, weil ihn die Unterhaltungsmusik des 19.und 20. Jahrhunderts faszinierte. Mittlerweile ist das Salonorchester weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt für seine authentische Wiedergabe von Klassik, Oper, Operette und die moderne Musik der 20/30 und der Folgejahre. Die besondere Vorliebe gilt der Geburtsstunde des Jazz und dem originalen Sound der Pionierkapellen sowie den frühen amerikanischen Big-Bands. Mit der New Yorkerin Janice Dixon konnte nicht nur eine fantastische Stimme, sondern auch eine absolute Kennerin der Jazz-Szene für dieses Konzert gewonnen werden.

Yordan Kamdzhalov

Yordan Kamdzhalov

Yordan Kamdzhalov studierte in Sofia und Berlin und vertiefte seine Ausbildung in internationalen Akademien und Meisterkursen u. a. bei David Zinman, Lorin Maazel, Bernard Haitink, Pierre Boulez, Simon Rattle und Daniel Barenboim. Engagements mit über 50 Orchestern und Opernhäusern in Deutschland und international – u. a. in Kulturmetropolen wie London, Paris, Berlin, Helsinki, Lissabon, Boston, Zürich, Tokio, Singapur, Los Angeles. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, u. a. beim Jorma Panula Dirigentenwettbewerb und beim Gustav- Mahler-Dirigenten-Wettbewerb. Von Deutschlandradio wird er zum »Besten Operndirigenten des Jahres 2010« nominiert und vom Nationalen Bulgarischen Rundfunk zum »Musiker des Jahres 2011« ernannt. The Guardian vergleicht ihn mit dem »jungen Celibidache«. Beeindruckend ist sein vielseitiges Repertoire und sein Interesse, das alle Epochen der europäischen professionellen Vokal- und Instrumentalmusik vom 8. Jahrhundert bis zum 21. umfasst. Kunst, Wissenschaft und Philosophie sind für ihn synthetisch vereint. So beschäftigt er sich mit einer wissenschaftlichen Untersuchung über das Phänomen »Globalisierung der musikalischen Struktur«. 2010 gründete er eine Stiftung, die begabte junge Instrumentalisten, Sänger, Dirigenten und Komponisten fördert. Im Jahr 2011 wurde Kamdzhalov zum Heidelberger Generalmusikdirektor und Chefdirigenten ernannt. Die Zweitaufführung von Rihms Dionysos, die er musikalisch leitete wurde vom Magazin »Opernwelt« als »Beste Aufführung« des Jahres 2013 nominiert. In den Spielzeiten 2012|13 und 2013|14 war Yordan Kamdzhalov Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg. 2014|15 bleibt er dem Theater und Orchester Heidelberg als Erster Gastdirigent verbunden und dirigiert hier »Pelléas et Mélisande« und das 6. Philharmonische Konzert.

Riccardo M Sahiti © Björn Hadem

Riccardo M Sahiti

Riccardo M Sahiti, gebürtiger Roma, schloss 1990 seine Studien in Dirigieren und Musikpädagogik an der Fakultät für Musikkunst in Belgrad bei Prof. Stanko Sepic ab. Diese Ausbildungsphase vertiefte er durch opernsinfonisches Dirigieren am Konservatorium »P. I. Tschaikowsky« in Moskau bei Yuri Ivanovic Simonov sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Prof. Jiri Starek. Er besuchte Meisterkurse bei Jorma Panula und Péter Eötvös. Dirigiererfahrung sammelte er unter anderem vor Orchestern wie den Belgrader Philharmonikern, Schlesischen Philharmonikern Kattowitz, dem Radio-Sinfonieorchester Beograd und dem Sinfonieorchester Savarija Szombathely, Ungarn. Seit 2002 ist Riccardo M Sahiti künstlerischer Leiter und Dirigent der Roma und Sinti Philharmoniker.

Jörg Widmann

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Als Inhaber des Richard and Barbara Debs Composer Chair der Carnegie Hall New York wird sein Werk in der Spielzeit 2019/20 dort im Fokus stehen. Zudem ist er in dieser Saison in allen seinen Facetten, sowohl als Klarinettist, Dirigent und als Komponist als Residenzkünstler des WDR Sinfonieorchesters, des Palau de la Música Catalana in Barcelona und beim Bergen International Festival zu erleben.

Langjährige Kammermusikpartner wie Sir András Schiff, Daniel Barenboim, Mitsuko Uchida, Tabea Zimmermann, Antoine Tamestit und das Hagen Quartett werden zusammen mit Jörg Widmann unter anderem bei der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, in der Carnegie Hall New York und dem Wiener Kozerthaus konzertieren.

Seine Tätigkeiten als Dirigent erweitert Jörg Widmann stetig. So ist er unter anderem mit dem Ensemble Kanazawa in Japan, dem WDR Sinfonieorchester, dem Swedish Chamber Orchestra und dem Hessischen Staatsorchester zu erleben. Im Novemeber 2019 wird er mit dem Irish Chamber Orchestra, dessen Chefdirigent er ist, auf Tournee durch die USA gehen.

Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York war der Klarinettist Jörg Widmann 16 Jahre lang selbst Professor für Klarinette an der Freiburger Musikhochschule, davon sieben Jahre auch als Professor für Komposition.

Er war regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre symphonique de Montréal, National Symphony Orchestra Taiwan, Netherlands Philharmonic Orchestra und Toronto Symophony Orchestra und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert über von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte sind ihm gewidmet und durch ihm uraufgeführt worden, unter anderem etwa die Musik für Klarinette und Orchester von Wolfgang Rihm (1999) und Cantus von Aribert Reimann (2006).

Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller, Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). 2001 erhielt Jörg Widmann den Hindemith-Preis des Landes Schleswig-Holstein, 2004 den Schönberg-Preis des Arnold Schönberg Centers Wien, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und DeutschlandRadio Berlin, 2006 erhielt er den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg für die bemerkenswerteste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage sowie den Claudio- Abbado-Kompositionspreis der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.

Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Valery Gergiev, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Symphony Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire.

Eine besondere Verbindung verband Jörg Widmann mit Pierre Boulez, der im Januar 2007 sein Stück Armonica mit den Wiener Philharmonikern in Salzburg aus der Taufe hob und mit dem er eng an dessen Dialogue de l’ombre double arbeitete, das er zu Boulez 85. Geburtstag in Paris zur Aufführung brachte.

Mit dem Cleveland Orchestra und dessen Chefdirigenten Franz Welser-Möst verbindet ihn seit seiner zweijähringen Residenz als composer in residence eine besondere künstlerische Zusammenarbeit. 2014 war sein für das Orchester geschriebene Flûte en suite das zentrale Werk auf der Europatournee des Cleveland Orchestra, in der Berliner Philharmonie widmete das Orchester seiner Musik einen ganzen Konzertabend. Unter der Leitung von Kent Nagano und unter Mitwirkung namhafter Sänger eröffnete die Uraufführung seiner Oper Babylon die Spielzeit 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper München, im März 2019 wurde die revidierte Fassung an der Berliner Staatsoper unter den Linden zur Aufführung gebracht.

2009 wurde zum 20-jährigen Jubiläum der Pariser Opéra Bastille das Musiktheater Am Anfang von Anselm Kiefer und Jörg Widmann uraufgeführt. Widmann agierte hier als Komponist, Klarinettist und gab sein Debut als Dirigent.

Jörg Widmann war Residenzkünstler zahlreicher Orchester und Festivals wie den Lucerne Festival, den Salzburger Festspipelen, bei den Bamberger Symphonikern und in der Saison 2015/16 als „creative chair“ des Tonhalle-Orchesters Zürich. Das Konzerthaus Wien, die Alte Oper Frankfurt und die Kölner Philharmonie widmeten Widmann in den vergangenen Jahren Komponistenportraits. Unter Kent Nagano brachte das Philharmonische Staatsorchester Hamburg im Januar 2017 Widmanns Oratorium ARCHE im Rahmen des Eröffnungswochenendes der Elbphilharmonie Hamburg zur Uraufführung. In der Saison 2017/18 war Jörg Widmann der erste Gewandhauskomponist in der Geschichte Leipzigs.

Seit 2017 bekleidet Widmann einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin. Er war Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016), von der er 2018 mit dem Robert Schumann Preis für Dichtung und Musik ausgezeichnet wurde. Im Dezember 2018 wurde Jörg Widmann mit dem bayerischen Maximiliansorden geehrt.

Tugan Sokhiev © Erik Weiss

Tugan Sokhiev

Tugan Sokhiev wurde 1977 in Wladikawkas im Kaukasus geboren. Nach zwei Jahren Dirigierunterricht bei Anatoli Briskin begann er auf Rat und durch Vermittlung seines Lehrers bei Ilja Musin, der einst die Schule des Dirigierens in Russland begründet hatte, in St. Petersburg zu studieren. Seit Beginn seiner Karriere ist Tugan Sokhiev ein weltweit gefragter Gastdirigent führender Opernhäuser und Orchester. 2003 debütierte er mit der »Eugen Onegin«-Produktion des Mariinsky-Theaters an der Metropolitan Opera in New York. 2005 wählte ihn die Union der französischen Musikkritiker nach einem umjubelten Auftritt im Théâtre des Champs-Elysées zur »musikalischen Entdeckung des Jahres«. Seine ersten beiden Einspielungen für Naïve Classique – darunter Tschaikowskys 4. Symphonie und Prokofjews »Peter und der Wolf« – erhielten hervorragende Rezensionen. Seine Debüts am Pult der Wiener und Berliner Philharmoniker 2009 und 2010 führten unmittelbar zu Wiedereinladungen, in der jüngeren Vergangenheit trat er u.a. im Rahmen der Konzertreihe der Mailänder Scala auf. Mit Beginn der Saison 2012/2013 trat Tugan Sokhiev sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin an. Im Januar 2014 wurde er außerdem zum Musikdirektor des Bolschoi-Theaters in Moskau berufen.

Andreas Spering © Marco Borggreve

Andreas Spering

Andreas Spering gehört zu den führenden Spezialisten für Alte Musik. Er wurde geprägt vom Studium bei Gerd Zacher in Essen und von Reinhard Goebels Ensemble Musica Antiqua Köln, dem er von 1990 bis 1994 als Cembalist angehörte.
1996 wurde Andreas Spering zum Künstlerischen Leiter der Brühler Schlosskonzerte ernannt. Mit der von ihm gegründeten Capella Augustina stellt er seit 2002 die Werke Joseph Haydns in den Mittelpunkt der Schlosskonzerte und etablierte dadurch das erste und einzige Haydn-Festival in Deutschland.
Als Operndirigent hat sich Andreas Spering ebenfalls einen Namen gemacht. Er leitete u.a. Werke wie »Don Giovanni« und »Le nozze di Figaro« an den Häusern Antwerpen und Gent.
Bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigierte er im Rahmen seiner Position als Musikalischer Leiter zahlreiche Händel-Opern.
Auf dem Konzertpodium ist Andreas Spering ebenfalls ein gern gesehener Gast. Er dirigierte u.a. das Gewandhausorchester Leipzig, das WDR-Sinfonieorchester Köln sowie die Rundfunkorchester in Hannover und München.
Seine Einspielung von frühen Kantaten Joseph Haydns mit dem VokalEnsemble Köln und der Cappella Coloniensis (harmonia mundi) wurde mehrfach ausgezeichnet u.a. vom Magazin »Le Monde de La Musique«. Die 2007 erschienene Aufnahme von Haydns Oratorium »Il ritorno di Tobia« (Naxos) wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Alexander Shelley © Sisi Burn

Alexander Shelley

Im September 2009 übernahm Alexander Shelley den Posten des Chefdirigenten der Nürnberger Symphoniker. Seitdem wird er sowohl von der Presse als auch vom Publikum gleichermaßen gefeiert.
Der 1979 geborene, englische Dirigent leitete in den letzten Jahren Orchester wie das Royal Philharmonic Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, das Simon Bolivar Youth Orchestra in Caracas, das Mozarteumorchester Salzburg, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und das City of Birmingham Symphony Orchestra. 2014 debütiert er zudem u.a. beim Leipziger Gewandhausorchester. Ab September 2015 wird er zusätzlich zu seinem Engagement in Nürnberg die Position des Musikalischen Leiters des prestigetrchtigen National Arts Centre Orchestra als Nachfolger von Pinchas Zukerman bekleiden.
CD-Einspielungen brachten den Engländer u.a. mit dem Geiger Daniel Hope zusammen, mit der er im Januar 2013 Korngolds Violinkonzert für die Deutsche Grammphon aufnahm. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist Shelley als Künstlerischer Leiter eng über regelmäßige, in Bremen und ganz Deutschland stattfindende Konzerte verbunden.

Jukka-Pekka Saraste © Marius Hauge

Jukka-Pekka Saraste

Der finnische Dirigent Jukka-Pekka Saraste zeichnet sich durch seine außergewöhnliche musikalische Tiefe und Integrität aus. Seine Leidenschaft gilt der Musik der Spätromantik ebenso wie zeitgenössischem Repertoire.
Seit 2010/2011 ist Saraste Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln. Zuvor war er Chefdirigent beim Oslo Philharmonic Orchestra, Scottish Chamber Orchestra, Finnish Radio Symphony und Toronto Symphony Orchestra sowie Principal Guest Conductor beim BBC Symphony Orchestra. Er gründete das Finnish Chamber Orchestra, für das er bis heute als Künstlerischer Berater fungiert. Gastdirigate führten ihn zu bedeutenden Orchestern in Europa und Nordamerika.
Als Operndirigent leitet er anlässlich des Sibelius-Jubiläumsjahrs »Kullervo« an der Finnischen Nationaloper und geht mit den Wiener Symphonikern auf Österreich-Tournee. Gastspiele mit dem WDR Sinfonieorchester führen nach Amsterdam, Berlin, Stuttgart, Turin und durch Spanien.
Seine umfangreiche Diskographie umfasst sämtliche Symphonien von Sibelius und Nielsen mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra. Etliche CDs sorgten international für Beachtung, darunter Werke von Bartók, Dutilleux, Mussorgsky und Prokofjew mit dem Toronto Symphony Orchestra, Mahlers 6. Symphonie mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, Mahlers 9. Symphonie sowie Schönbergs »Pelleas und Melisande«, Strawinskys »Feuervogel« und Brahms’ 1. und 3. Symphonie mit dem WDR Sinfonieorchester.
Jukka-Pekka Saraste wurde mit dem Pro Finlandia-Preis, der Sibelius-Medaille sowie dem finnischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet. Er ist Ehrendoktor der York University Toronto und der Sibelius-Akademie Helsinki.