Bläserquintett Profive

Bläserquintett Profive

Die Mitglieder sind allesamt Professoren an Musikhochschulen: Wally Hase (Flöte) in Wien, Jochen Müller-Brincken (Oboe), Albrecht Holder (Fagott), Manfred Lindner (Klarinette) und Christoph Ess (Horn) in Würzburg. Die Musiker sind neben ihrer Lehrtätigkeit auch solistisch sowie in anderen Kammermusikformationen tätig (u.a. Consortium Classicum, Ensemble Villa Musica, Residenz-Quintett München), jedoch im exklusiven Spitzenensemble PROFIVE finden sie stets die Symbiose aus professioneller Werktreue und ausgelassener Spielfreude vereint.

Bei den Tagen der Neuen Musik 2001 in Würzburg spielte das Quintett zum ersten Mal in dieser neuen Besetzung das anspruchsvolle Bläserquintett von A. Schönberg. Die Interpretation wurde von der Presse als sensationeller Höhepunkt hochgelobt. Dies gab Ansporn, die Ära der Würzburger Bläsersolisten in neuer und äußerst munterer Form weiter leben zu lassen.
Das weitgefächerte Repertoire umfasst – beginnend mit den frühesten Quintetten M. Cambinis und A. Rosettis – über die Klavierquintette von W.A. Mozart, L. v. Beethoven und Fr. Danzi das farbenreiche Oeuvre der Romantik bis hin zu Quintetten der Neuzeit.

Ein besonderes Anliegen der PROFIVE´s ist es, neben den traditionell bekannten Werken noch wenig gespielte Meisterwerke publik zu machen.

In diesem Jahr ist das Ensemble u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim Rheingau Musikfestival zu Gast.
Die Künstler arbeiten ebenso verstärkt mit Juri Tetzlaff, dem bekannten KIKA Modera-toren zusammen und präsentieren erfolgreich Kinder- und Familienkonzerte mit Programmen wie ‚Peter und der Wolf‘, ‚Karneval der Tiere‘, ‚Hänsel und Gretel‘, ‚Die Bremer Stadtmusikanten‘, ‚Peer Gynt‘ und ‚Die Zauberflöte‘.

Alexander Lonquich fotografiert von Ivan Urbano Gobbo

Alexander Lonquich

Alexander Lonquich gehört als Solist, Kammermusiker und als Dirigent zu den bedeutendsten Interpreten seiner Generation. Er spielt regelmäßig in Japan, den USA, Australien sowie in den wichtigsten europäischen Musikzentren, ist zu Gast bei internationalen Festivals und konzertiert auf wesentlichen Podien weltweit. Als Pianist und Dirigent überzeugte er mit Orchestern wie dem hr Sinfonieorchester Frankfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kammerorchester Basel und dem Royal Philharmonic Orchestra. Als Solist spielte Lonquich mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle- Orchester Zürich, dem WDR Sinfonieorchester Köln, den Düsseldorfer Symphonikern, unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Yuri Bashmet, Philippe Herreweghe und Ton Koopman.

Kammermusikalisch konzertiert er unter anderem mit Nicolas Altstaedt, Vilde Frang, Heinz Holliger, Sabine Meyer, Christian Tetzlaff, Carolin Widmann, Jörg Widmann, Tabea Zimmermann, dem Auryn Quartett und dem Artemis Quartett. Seit 2002 konzertiert Alexander Lonquich mit seiner Frau Cristina Barbuti als Klavierduo in ganz Europa.

Alexander Lonquich hat zahlreiche CDs eingespielt: Seine Solo-Einspielungen für EMI fanden in der Presse höchsten Anklang und wurden mit bedeutenden Preisen wie dem „Diapason d’Or“ und dem „Edison Preis” ausgezeichnet. Von ECM Records wurden viel beachtete CDs veröffentlicht, unter anderem mit Werken des israelischen Komponisten Gideon Lewensohn und französischer Klaviermusik. 2016 erschien seine Einspielung von Schumanns Klavierkonzertstücken mit dem WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger (Audite Records) und 2018 mit den letzten Klavierwerken von Schubert (Alpha). Lonquich war 2015/16 „Artist in Residence” beim NDR Sinfonieorchester und 2017 beim Festival „Prager Frühling“.

2013 schuf Lonquich mit seiner Frau Cristina in Florenz einen eigenen kleinen Theaterraum, in dem Themen der Psychologie, der Musik und des Theaters durch Workshops, Seminare und Konzerte vertieft werden.

Ein besonderes Vorhaben war zum Beethoven-Jubiläum die Aufführung sämtlicher Beethoven-Klavierkonzerte an einem Abend mit dem Münchener Kammerorchester.

Carolinm Widmann fotografiert von Lennard Rühle

Carolin Widmann

Die künstlerischen Aktivitäten der vielseitigen Musikerin Carolin Widmann reichen von den großen klassischen Konzerten über für sie eigens geschriebene Werke, Soloabende, eine große Bandbreite von Kammermusik bis hin zu Aufführungen auf historischen Instrumenten, die sie auch von der Geige aus leitet.

 

Carolin Widmann wurde 2017 mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik für ihre Individualität und ihr außerordentliches musikalisches Können ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt sie den International Classical Music Award (in der Kategorie „Konzert“) für ihre von der Fachpresse hoch gelobten Aufnahmen der Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit dem Chamber Orchestra of Europe, die 2016 bei ECM veröffentlicht wurden, und die Carolin Widmann von der Violine aus leitete.

 

Als “Musikerin des Jahres” der International Classical Music Awards 2013 hat Carolin Widmann mit weltweit führenden Orchestern zusammengearbeitet, darunter die Berliner Philharmoniker, Orchestre de Paris, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Seattle Symphony Orchestra, Sydney Symphony Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Gewandhausorchester, Tonhalle-Orchester Zürich, Tschechisches Philharmonisches Orchester und Philharmonia Orchestra unter der Leitung von herausragenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly, Sir Roger Norrington, Edward Gardner, Sakari Oramo, Vladimir Jurowski, Daniel Harding, Christoph von Dohnányi und François-Xavier Roth. Sie spielte bei renommierten Festivals wie den Berliner Festspielen, Salzburger Festspielen, Lucerne Festival, Festival d’ Automne, Ravinia Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

 

In der Saison 2014/15 war Carolin Widmann Artist in Residence an der Alten Oper Frankfurt einschließlich zahlreicher Konzerte und Kammermusikabende, u. a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin als Solistin/Dirigentin von der Geige aus (auf Darmsaiten). Außerdem schloss jene Saison die Weltpremiere eines neuen Violinkonzertes ein, das Julian Anderson für sie schrieb und das sie im Southbank Centre mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski uraufführte.

 

Höhepunkte der Saison 2019/20 umfassen Wiedereinladungen zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, dem BBC Symphony Orchestra London und dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert in der Elbphilharmonie Hamburg und beim Beethovenfest Bonn. Carolin Widmann wird wiederholt mit dem São Paulo Symphony Orchester für ein Projekt mit der Leitung von der Violine aus zusammenarbeiten; außerdem tritt sie wieder in der Alten Oper Frankfurt auf – mit ihrem Debüt mit der Accademia Bizantia auf der Barcokvioline. Weitere Debüts dieser Saison spielt sie mit dem Orchestre de Chambre de Paris, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Mahler Chamber Orchestra und dem Scottish Chamber Orchestra sowie mit dem Orpheus Chamber Orchestra bei ihrem Konzertdebüt in New York.

 

Als produktive Kammermusikerin spielt Carolin Widmann regelmäßig in wichtigen Konzertsälen wie der Wigmore Hall in London, Bozar in Brüssel, Louvre in Paris, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Philharmonie in Berlin und dem Wiener Konzerthaus. 2018/19 unternahm sie eine große Recital-Tour nach Nord- und Südamerika und gab im Wiener Konzerthaus ein reines Beethoven-Programm im Rahmen der Beethoven-Feierlichkeiten. Kürzlich gab sie die Weltpremiere von Jörg Widmanns Violinkonzert Nr. 2 in der Suntory Hall in Tokio und spielte das Werk in Europa mit dem Orchestre de Paris und dem Schwedischen Radio Symphony Orchester unter Daniel Harding sowie mit dem hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper unter Andrés Orozco Estrada.

 

Ihre Aufnahmen mit Sonaten von Schubert und Schumann erregten Aufsehen im In- und Ausland und wurden u. a. mit dem Diapason d’Or und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2006 gewann Carolin Widmanns Debüt-CD ‘Reflections’ den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Ihre CD mit Morton Feldmans Violinkonzert ‘Violin and Orchestra’ mit dem hr-Symphonieorchester unter Emilio Pomárico wurde 2013 veröffentlicht.

 

Carolin Widmann interessiert sich besonders für die Zusammenarbeit mit anderen Künsten: Sie trat in von Sasha Waltz choreografierten Konzerten (im Rahmen der Mozartwoche Salzburg und während der Eröffnungswoche der Elbphilharmonie in Hamburg) auf, spielte ein Solokonzert in einem Frankfurter Fußballstadion im Rahmen eines von Daniel Libeskind kuratierten Projekts und entwickelte ein Konzertprogramm für Museen wie das Museum Ludwig in Köln oder das Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Im März 2019 wird Carolin Widmann bei einem Projekt der Performancekünstlerin Marina Abramović mitwirken.

 

Carolin Widmann wurde in München geboren und studierte bei Igor Ozim in Köln, Michèle Auclair in Boston und David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London. Seit 2006 ist sie Professorin für Geige an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig.

 

Carolin Widmann spielt auf einer G. B. Guadagnini-Violine von 1782.

Trio Isimsiz fotografiert von Kaupo Kikkas

Trio Isimsiz

Pablo Hernán Benedí, Violine
Michael Petrov, Cello
Erdem Misirlioglu, Klavier

„…ein Klaviertrio, das bereits die vitale Kombination aus Einstimmigkeit von Ensemble und Musikalität, dazu viel Eigencharakter und Vitalität besitzt …“

2009 an der Guildhall School of Music & Drama gegründet, gewann das Trio Isimsiz 2015 den 1. Preis und den Publikumspreis beim Trondheim-Wettbewerb und 2017 den 2. Preis beim Internationalen Haydn-Wettbewerb in Wien. Sie wurden zwischen 2013 und 2018 vom Young Classical Artists Trust (YCAT) für die Vertretung ausgewählt und gewannen im Februar 2018 einen Borletti-Buitoni Trust Fellowship Award.

Das Trio tritt in ganz Europa auf, mit Höhepunkten wie Rezitals beim Trondheim, Stavanger, Mecklenburg-Vorpommern, und Peasmarsh Festivals (ausgestrahlt von BBC Radio 3), der Kölner Philharmonie, der Tivoli Concert Hall, dem Théâtre des Abbesses in Paris, der Fundación Juan March in Madrid und Marianischer-Saal in Luzern. Weiter weg haben sie in getourt China und Argentinien.

Das Trio Isimsiz sind Fellows im Guildhall. Sie haben mit Anthony Marwood, Krysztof Chorzelski, Richard Lester und Aleksander Madzar zusammengearbeitet und besuchten die IMS Preußenbucht, in Zusammenarbeit mit Ferenc Rados. Während des Studiums absolvierte das Trio Residenzen am Banff Centre in Kanada, Jeunesse Musicales Chamber Music, Deutschland und Mozarteum, Salzburg, und nahm an Meisterkursen bei András Schiff, Steven Isserlis, Menahem Pressler, Thomas Riebl, Wolfgang Reddick, dem Gould Piano Trio teil , Belcea und Takács Quartett. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Aufführungen in der Schubertiade des Aldeburgh Festivals, in der Wigmore Hall, im Kettle’s Yard, im Jersey Arts Centre, im Beethoven-Haus Bonn und bei den Ettlingen Schlosskonzerten, die im SWR Rundfunk ausgestrahlt wurden, sowie Beethovens Tripelkonzert bei ihrem Debüt mit dem Philharmonia Orchestra beim Brighton Festival. Nach ihrer Debütaufnahme von Brahms, Takemitsu und Beethoven veröffentlichten sie im September 2020 ihre zweite CD für Rubicon mit Werken von Fauré, Schubert und Brahms folgen einem beeindruckenden Debüt”.

In den kommenden Spielzeiten freut sich das Trio auf Recitals in Großbritannien und Deutschland sowie auf einen neuen Auftrag von Francisco Coll, der in Spanien uraufgeführt wird. Alle drei Mitglieder des Trios Isimsiz sind einzeln sehr erfolgreich. Erdem Misirlioglu war Konzert-Finalist beim BBC Young Musician Wettbewerb 2008, Pablo Hernán Benedí ist Mitglied des Chiaroscuro Quartet, das von Alina Ibragimova gegründet wurde, und Michael Petrov vertrat Großbritannien in der European Concert Halls Organization Rising Star Series.

Pablo Hernán Benedí wurde 1991 in Madrid geboren. Er studierte am C.I. Padre Antonio Soler Konservatorium in San Lorenzo de El Escorial und an der GSMD mit David Takeno. 2010 wurde Pablo Mitglied des Chiaroscuro Quartet, das von Alina Ibragimova, Emilie Hornlund und Claire Thirion gegründet wurde und an bedeutenden Konzertsälen in ganz Europa auftritt. Die Debütaufnahme des Quartetts wurde 2011 mit großem Beifall der Kritiker veröffentlicht.

Michael Petrov wurde 1990 in Bulgarien geboren. Er studierte an der Yehudi Menuhin School und an der GSMD bei Louise Hopkins und gewann 2014 die Goldmedaille. In den zwei Jahren debütierte er mit dem Philharmonia, Royal Philharmonic, Bournemouth Symphony und English Chamber Orchestra. 2014/15 gab er im Rahmen seiner Nominierung durch das Barbican Center als ECHO Rising Star Recitals in großen Konzertsälen in ganz Europa.

Erdem Misirlioglu wurde 1989 in Suffolk geboren. Er studierte bei Mark Fielding an der Junior GSMD und seit 2008 bei Martin Roscoe und Ronan O’Hora an der GSMD. 2008 war er Konzert-Finalist beim BBC Young Musicians Competition und spielte Rachmaninovs Rhapsody on a Theme of Paganini mit dem BBC National Orchestra of Wales. Vor kurzem gewann er den 1. Preis beim Intercollegiate Piano Competition der Beethoven Piano Society of Europe.

Viviane Hagner fotografiert vonTimm Kölln

Viviane Hagner

Die in München geborene Geigerin Viviane Hagner, hoch gelobt für ihr außergewöhnliches musikalisches Gespür, ist als Orchestersolistin, Rezitalistin und Kammermusikerin weltweit sehr gefragt.

Seit ihrem internationalen Debüt im Alter von zwölf Jahren ist Hagner für ihre intelligenten Interpretationen und ihren wunderbaren, substanziellen Klang bekannt geworden. Sie trat unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Cleveland Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Münchner Philharmonikern auf.

Hagners eindrucksvolle Saison 2019-2020 führt sie durch Europa und Nordamerika, unter anderem mit Mendelssohns Violinkonzert in d-Moll mit der Deutschen Stiftung Musikleben in Hamburg, Bergs Violinkonzert mit dem Seoul Philharmonic und dem Dirigenten Markus Stenz sowie Unsuk Chins Violinkonzert mit Vancouver Symphony unter der Leitung von Otto Tausk. Im Februar geht Hagner mit der Camerata Salzburg auf Italien-Tournee, wo sie in so bedeutenden Konzertsälen wie dem Teatro di San Carlo in Neapel und dem Teatro Communale di Modena Mozarts Violinkonzert Nr. 5 und Schuberts Rondo in A-Dur spielen wird.  Als Kammermusikerin tritt Hagner in dieser Saison beim Lammermuir-Festival und bei der Villa Music sowie bei einem Rezital mit Nicole Hagner in Winnenden auf.

Viviane Hagner fördert und spielt auch leidenschaftlich gern neue, unentdeckte Musik. Sie hat sich für Werke von Sofia Gubaidulina, Karl Amadeus Hartmann und Witold Lutoslawski eingesetzt. Im Jahr 2002 brachte sie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano Unsuk Chins Violinkonzert zur Uraufführung. Kürzlich war Hagner mit der asiatischen Erstaufführung von Anders Hillborgs zweitem Violinkonzert mit dem Seoul Philharmonic Orchestra zu erleben.

 

Jean-Selim Abdelmoula fotografiert von Kaupo Kikkas

Jean-Sélim Abdelmoula

“Not only is Jean-Sélim Abdelmoula a fine pianist with great sensitivity and imagination, he’s also a major talent in composition. When he plays Bach, Chopin and Schubert, he does it with a composer’s understanding.”
– Sir András Schiff

“An uncommonly poetic musician”
– The New York Times

Jean-Sélim Abdelmoula, geboren 1991, ist ein Schweizer Pianist und Komponist. Als Solist trat er bereits u.a. in der Tonhalle Zürich, dem Palau de la Música in Barcelona, der Koerner Hall in Toronto, dem Bremen Sendesaal, der Carnegie Hall in New York, der Royal Festival Hall sowie der Barbican Hall in London auf. Verschiedene wichtige Festivals wie die Ittinger Pfingstkonzerte, das Luzern Festival und Prussia Cove Open Chamber Music luden ihn ein sowie das Banff Artist in Residence Program. Sowohl für sein Klavierspiel als auch für seine Kompositionen erhielt Jean-Sélim Abdelmoula verschiedene Preise, u.a. den Prix culturel de la Fondation Leenaards, die ersten Preise des Concours d’Interprétation Musicale de Lausanne und der Edvard Grieg International Composer Competition. 2014/15 ist er Mitglied der Rebanks Family an der Glenn Gould School in Toronto und trat damit mehrmals in Kanada auf. Außerdem ist er Träger des renommierten Guildhall Wigmore Recital Prize und des Bostoner Lili Boulanger Memorial Fund Award 2018. András Schiff lud ihn für seine Reihe Building Bridges in der Saison 2015/16 mit Konzerten in Berlin, Frankfurt, Zürich, New York, Schumannfest Düsseldorf und Palais des Beaux-Arts in Brüssel ein.

Seine Werke werden regelmäßig aufgeführt, u.a. von Musikern wie Heinz Holliger, Antje Weithaas, Patricia Kopatchinskaja, Sylvia Nopper, Gilles Colliard und Einar Steen-Nokleberg, sowie von Ensembles wie dem Orchestre de Chambre de Toulouse, den Swiss Chamber Soloists, der Camerata Bern, dem Zürcher Kammerorchester und dem Ensemble Séquence.

Seine Begeisterung für das Kino führte zur Zusammenarbeit mit zahlreichen Regisseuren. Neben anderen Projekten schrieb er den Soundtrack für den Film Chasse à l’âne von Maria Nicollier, der für den offiziellen Wettbewerb beim Festival in Locarno ausgewählt und beim London Film Festival 2011 mit dem Preis für den besten Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Für den Film Love After Sunrise von Hadi Ghandour schrieb er ebenfalls die Musik. Dieser Film gewann Preise beim Los Angeles International New Wave Festival und beim Norwich Festival.

Er studierte bis 2010 Klavier bei Christian Favre an der HEMU Lausanne und anschließend Kammermusik an der Guildhall School of Music and Drama in London bei dem Pianisten Ronan O’Hora. Derzeit studiert er Komposition bei Julian Anderson. Er besuchte Meisterkurse bei Ferenc Rados, Andras Schiff, Denes Varjon, Mitsuko Uchida, Imogen Cooper, Stephen Hough, Angela Hewitt, Richard Goode und Leon Fleisher, im Bereich Komposition arbeitete er mit Heinz Holliger und George Benjamin. Ab September 2018 wird Jean- Sélim einer der beiden Studenten des Sir Andras Schiff Performance Programme für junge Pianisten n der Kronberg Akademy in Deutschland sein.

AUSVERKAUFT – Kammermusik Plus | Armida Quartett

Das Armida Quartett kombiniert das berühmte zweiten Streichquartett Janáčeks mit Beethovens Streichquartett Nr. 15 a-Moll.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Aufgrund der begrenzten Platzanzahl, ist die Veranstaltung bereits ausverkauft. 

Das Konzert findet um 17 und um 20 Uhr statt und dauert jeweils ca. 70 Minuten ohne Pause. Das KünstlerInnengespräch vor dem Konzert entfällt. Für den Konzertbesuch ist entweder ein Nachweis eines tagesaktuellen negativen Coronatests (max. 24h alt) einer offiziellen Teststelle, der Impfpass ab 14 Tagenach der Zweitimpfung oder ein Nachweis über die Genesung innerhalb der letzten 6 Monate (PCR-Test, ärztliches Attest), erforderlich. Im gesamten Gebäude herrscht die Tragepflicht einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske).  Diese gilt auch während des Konzerts. Der Einlass beginnt 30 Minuten vor Konzertbeginn und wird von unserem Servicepersonal angeleitet.

Festival Akademie Kammermusik 2013 © studio visuell photography

KONZERTSTREAM – Die Kammermusik Akademie

ENTFÄLLT – KammermusikFEST: Fabian Müller & Jonas Palm

Wer eine neue Sonate oder Etüde komponiert, führt die jeweilige Gattung weiter. Deshalb wird das auch häufig zum Anlass genommen, sich mit der Tradition auseinanderzusetzen. Claude Debussy etwa ging es in seiner späten Kammermusik um die Rückbesinnung auf die französische Musik des 18. Jahrhunderts – in betonter Abkehr von der dominierenden deutsch-österreichischen Romantik. Seine elegante Cellosonate zeigt aber auch deutliche spanische Anklänge. Bei György Ligeti erinnert schon der französische Titel „Études pour piano“ an das Vorbild Debussy. Seine zwischen 1985 und 2001 entstandenen insgesamt 18 Klavieretüden warten allerdings zudem mit exorbitanten Schwierigkeiten auf, vor allem, was die Rhythmen betrifft. César Francks Cellosonate – eine Variante seiner berühmten Violinsonate – erschien einem Kritiker seiner Zeit trotz ihrer modernen Formgebung „wie eine der schönsten Kompositionen der großen Klassiker“, so, als hätte Bach im 19. Jahrhundert gelebt.

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

Als InhaberIn der SWR2 Kulturkarte erhalten Sie auf dieses Konzert 15% Rabatt, buchbar hier im Webshop oder unter Tel. 06221 584 00 44.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

ENTFÄLLT – KammermusikFEST: ricordilab

€ 29 Einzelticket
€ 75 KammermusikFEST Pass (alle 3 Veranstaltungen)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem ricordilab (Ricordi Berlin)