Jörg Widmann & Goldmund Quartett

Es gibt Komponisten, die ganz besonders die Klarinette lieben. In diesem Konzert gibt es sogar einen Komponisten, der Komponisten liebt, die die Klarinette lieben: Jörg Widmann. Mozart und Weber sind seine Hausgötter, denn sie haben schöner als andere für das Instrument geschrieben, das auch Jörg Widmann spielt. Das junge Goldmund Quartett gastierte erstmals 2016 beim Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken Dr. Andreas Dienerowitz

Eine Schumanniade – mit Martina Gedeck

Als Clara Schumann feierte Martina Gedeck vor einigen Jahren einen großen Kinoerfolg. Nun kehrt die berühmte Schauspielerin als Moderatorin und Gastgeberin der Schumanniade zur Familie Schumann zurück. Bei diesem Konzeptkonzert verwandelt sich die Bühne des Großen Saals der Stadthalle in einen stilvoll möblierten Salon. Die Gäste des Salons: Mezzosopranistin Anna Stéphany und ihr Klavierpartner Sholto Kynoch (Gründer des Oxford Lieder Festival); Han Kim (Klarinette), Tianwa Yang (Violine), Gabriel Schwabe (Violoncello) und Nicholas Rimmer (Klavier). Sie alle lieben die Musik Robert Schumanns und spielen sie sich hier und heute vor. Im Zentrum stehen Lieder aus den “Myrthen”, drumherum hören wir das Klaviertrio op. 110, Teile aus den “Kinderszenen”, drei Sätze aus den “Bildern aus Osten” und zwei der Romanzen op. 94. Zwischendrin rezitiert Martina Gedeck aus Briefen und Tagebüchern. Ein Abend für alle Schumann-Liebhaberinnen und Liebhaber und ein maßgeschneiderter Auftakt zum Schumann-Schwerpunkt im Neuland.Lied.

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von 

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Jörg Widmann & City of Birmingham Symphony Orchestra

Mirga Gražinytė-Tyla ist als Dirigentin in atemberaubendem Tempo an die internationale Spitze gelangt. Noch 2011/12 war sie 2. Kapellmeisterin in Heidelberg, dann folgten Engagements in Bern und Salzburg und 2016 wurde sie, gerade einmal 29 Jahre alt, Chefin des renommiertesten britischen Orchesters, des City of Birmingham Symphony Orchestra. Heidelberg blieb sie verbunden; nun kehrt sie mit »ihrem« Orchester und gleich zwei Konzerten zurück. Den ersten der beiden Abende rahmt sie mit zwei Hauptwerken Claude Debussys, dessen 100. Todestag 2018 begangen wird. Jörg Widmann wird mit Mozarts Klarinettenkonzert zu hören sein: ein Stück, das er durch sein ganzes Leben tragt, so Widmann.

Innocence in Danger e.V. ist eine weltweite Bewegung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Heidelberger Frühling unterstützt den Verein in seinem Anliegen und veranstaltet dieses Konzert in Kooperation mit Innocence in Danger.

After Work Concert: Han Kim & Elisabeth Brauß

2016 war er Stipendiat der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling, 2017 deren Fellow. Nun kehrt er zurück mit einem Rezital: Han Kim, einer der bemerkenswertesten Klarinettisten, die wir kennen. Er ist erst Anfang zwanzig und verfügt bereits über eine geradezu spektakuläre Technik und eine Ausdrucksreife, wie man sie nur ganz selten erlebt. Ihm zur Seite steht eine Pianistin mit vergleichbarer »Frühlingsbiographie«: Besucherlnnen der Akademien und der »Standpunkte« 2016 und 2017 haben die enorm vielseitige Pianistin Elisabeth Brauß in allerbester Erinnerung.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Nacht der Neuen Musik mit Trio Catch

Zwei neue Werke für die Besetzung Klarinette, Violoncello und Klavier sind im Auftrag des Heidelberger Frühling entstanden; die beiden Stipendiatlnnen der Akademie für Komposition haben sie verfasst. In der entspannten Atmosphäre der Late Night Lounge erklingen sie heute Abend zum ersten Mal, und vielleicht finden sie ja vom Frauenbad aus ihren Weg ins Konzertrepertoire

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Werkstattgespräch der Akademie für Komposition

Das ganze Jahr über streckt der Heidelberger Frühling seine Fühler aus: hin zu Wettbewerben, Akademien, anderen Festivals, um die besten, interessantesten Nachwuchstalente zu entdecken. Das gilt insbesondere für die Stipendiaten unserer Festival Akademie für Komposition.

Es war im vergangenen Jahr an einem Juliabend in Aix-en-Provence, als wir zum ersten Mal ein Werk des jungen britischen Komponisten Oliver Christoph Leith hörten. „Folk’s Questions“ nannte es sich, und Leith vertonte darin bei Google häufig verwendete Suchbegriffe. Der Ansatz war originell, und das musikalische Ergebnis ein sinnliches Vergnügen voll hintergründigem Humor. So wurde er unser erster Stipendiat 2018.

Whrend der Sommerakademie der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart fiel uns dann Anna-Louise Walton auf: eine vollkommen andere, hochinteressante Tonsprache gab es bei ihr zu entdecken. Auf der Solitude präsentierte sie ein Werk namens „Jökulsárlón“ für verschiedene Holzblasinstrumente. Inspiriert ist das Stück von einem isländischen Gletscher, und wie Walton das langsame Schmelzen des Eises in Klänge verwandelte, faszinierte uns sehr. So wurde sie unsere zweite Stipendiatin 2018. Für uns haben nun beide ein Klaviertrio verfasst (in der Besetzung des famosen Trio Catch – Klarinette, Violoncello,Klavier); man kann nur gespannt sein, wie zwei so unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten die gleiche Aufgabe angehen.

Was sie dabei bewegt hat und wie ihre Werke angelegt sind, dass erklären sie in diesem Werkstattgespräch mit Musik. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Mittagessen. Am Abend in der MLP Late Night Lounge um 22 Uhr ist dann die Uraufführung, bei der das Trio Catch mit Beethovens Gassenhauer-Trio einen reizvollen Kontrast setzt.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Freundeskreises Heidelberger Frühling

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Elisabeth Leonskaja & Irish Chamber Orchestra

Dieses Konzert beschließt die dreijährige Partnerschaft des Heidelberger Frühling mit dem Irish Chamber Orchestra. Sein Chefdirigent Jörg Widmann hat für Heidelberg noch einmal ein hochattraktives Programm zusammengestellt, das Komponisten vereint, die ihm besonders wichtig sind. Widmanns Einsatz für Carl-Maria von Weber ist legendär, und das fabelhafte Concertino ist ein Werk, das ihm recht gibt: leidenschaftlich, überraschend, virtuos. Ein anderer Favorit Widmanns ist Robert Schumann. Vor dessen zweite Sinfonie stellt er seine eigene »Fieberphantasie«-Hommage:  »Robert Schumanns Melodik empfinde ich oft wie das Ausschlagen einer Fieberkurve: nervös, flackernd, fiebrig«, sagt Widmann. Für Mozarts berühmtes A-Dur-Klavierkonzert konnte eine echte Grande Dame und Kosmopolitin gewonnen werden: Elisabeth Leonskaja.

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Zugabe« Jrg Tröger im Gespräch mit Jörg Widmann (Stadthalle Ballsaal)

Das Irish Chamber Orchestra wird gefördert von

Wandelkonzert: Exil

Auch musikalisch sind die USA ein melting pot. Und zu diesem Schmelztiegel der musikalischen Stile und Kulturen gehört untrennbar die Musik der europäischen Exilanten, die vor den Schrecken und Bedrohungen der Nazi-Herrschaft in die Vereinigten Staaten flüchteten. Drei von ihnen widmen wir an diesem Nachmittag Kurzkonzerte: Ernst Krenek, Paul Hindemith und Hanns Eisler. Ihre Kammermusik wird bis heute selten gespielt. Es lassen sich also drei Entdeckungen machen, und zwar nach dem Rotationsprinzip: Jedes der drei Konzerte wird dreimal wiederholt, und Sie, das Publikum, wandern von einem Saal zum nächsten.

The Benny Goodman Show

Benny Goodman, einer der großen Klarinettisten des Jazz, feiert dank Julian Bliss Wiederauferstehung. Das Julian Bliss Septet versteht sich blendend auf den unterhaltsamen Sound des Swing der dreißiger und vierziger Jahre. Das ist Nostalgie mit modernem Touch.

Eröffnung Standpunkte«

1942 entstand Arnold Schönbergs »Ode to Napoleon Buonaparte« auf einen Text Lord Byrons im amerikanischen Exil. Schönberg deutete die Ode Byrons als Tyrannenkritik; jeder Zeitgenosse Schönbergs bezog Schönbergs Ode deshalb zu Recht auf Hitler. Dieses Meisterwerk politischer Kunst exponiert das Zentralmotiv des Binnenfestivals: die Frage nach den Freiheiten Amerikas. Für einen deutschen Komponisten im amerikanischen Exil konnte es 1942 nur eine Antwort geben: Die USA waren ein Leuchtturm der Freiheit. Ein Ort der Freiheit der Kunst sind sie bis heute, wie David Bruces höchst unkonventionelles Werk »Gumboots« zum Auftakt zeigt.

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 210 | € 188 | € 160 | € 138 | € 117 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr).

Wir danken
Heidelberger Volksbank