After Work Concert: Pierre Xhonneux & Jakob Stepp

Frühlingsbesuchern dürfte Pierre Xhonneux, der junge belgische Klarinettist, der jetzt Mitglied der Osloer Philharmoniker ist, in bester Erinnerung sein: In den Konzerten, in denen er als Stipendiat der Kammermusik Akademie mitwirkte, ließ sein ungewöhnlich fein modellierter Klang aufhorchen. Ungewöhnlich auch das Programm für Klarinette und Cello, das er für Heidelberg entworfen hat: Groß ist das Repertoire nicht, das es für diese Besetzung gibt; aber gleich neben Beethoven eine Disco Toccata zu hören – das ist definitiv »great fun«.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Wir danken
S-Immobilien Heidelberg GmbH

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Late Night Lounge präsentiert von MLP: Igor Levit & Künstler der Festival Akademie

Die Late Night Lounge mit Igor Levit besitzt inzwischen Kultstatus. Es hat sich herumgesprochen, dass man bei ihm um diese Uhrzeit stets mit allem rechnen muss – und sei es Busonis Fantasia contrappuntistica. Es sind diese unerwarteten und extremen Erfahrungen, die unvergessen bleiben und ein Festival zum Ort des kontrollierten Ausnahmezustands machen, der zugleich ein Idealzustand ist.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Ian Bostridge

Eröffnung »Standpunkte«

Liedliebhabern wird beim Stichwort »Fremde« Schuberts Winterreise in den Sinn kommen: »Fremd bin ich eingezogen …«. Die »erste Abtheilung« dieses Zyklus’ mit nur zwölf Liedern, die sich der große Schubert-Interpret Ian Bostridge für das heutige Konzert vorgenommen hat, eröffnet deshalb trefflich das Kammermusikfest »Standpunkte« unter dem Leitgedanken »In der Fremde«. Brittens »Winter Words« korrespondieren mit Schubert ebenso subtil wie mit dem »Gesang in der Dämmerung « des koreanischen Komponisten Geon-Yong Lee, der hier von dessen immens begabten Landsmann Han Kim gespielt wird, welcher in Heidelberg noch als Stipendiat des Jahres 2016 in Erinnerung ist.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den »Standpunkten« finden Sie hier.

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Begegnungen II: Köthen und Seoul

Die Klarinettensonate des koreanischen Komponisten Jeajoon Ryu ist ein persönliches Lieblingswerk des erst 20-jährigen Klarinettisten Han Kim, der die Sonate auch uraufgeführt hat. Es ist eine Komposition von feiner Modernität, die gelegentlich Ausflüge in die barocke Figurensprache unternimmt. Auf diese Weise gelingt ein reizvoller Dialog mit den Werken Johann Sebastian Bachs für Solo-Violine.

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den »Standpunkten« finden Sie hier.

€ 19
€ 54 Tageskarte bis 18.00 Uhr

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Begegnungen III: Deutschland und Korea

Lisa Batiashvili ist leider erkrankt. Glücklicherweise können wir Ihnen für dieses Konzert einen großartigen Ersatz ankündigen: den US-amerikanischen Geiger Benjamin Beilman, der mehrfach bei den „Standpunkte“-Konzerten zu hören ist. Beilman spielt in den USA regelmäßig mit großen Orchestern wie dem Los Angeles und dem San Francisco Symphony Orchestra und war in Europa bereits Solist mit dem London Philharmonic und dem Tonhalle-Orchester Zürich mit Dirigenten wie Sir Neville Marriner und Yannick Nézet-Séguin. Auch als Kammermusiker hat er sich bereits einen Namen gemacht und ist bei renommierten Festivals wie Marlboro und Verbier aufgetreten.

Ein Forellenquintett in Spitzenbesetzung krönt dieses ungewöhnliche Konzert befreundeter Musiker. Der Titel des Trios von Isang Yun, Rencontre, verweist sogar ausdrücklich auf die Begegnung der Musiker im Augenblick der Aufführung.

Man darf vermuten, dass dem in Deutschland heimisch gewordenen südkoreanischen Komponisten, der in den sechziger Jahren von der Regierung seines Geburtslandes aus Deutschland entführt und in Korea inhaftiert wurde, bevor er nach internationalen Protesten wieder freikam, die Begegnung mit wahren Freunden besonders wichtig war.

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den Standpunkten« finden Sie hier.

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Pierre Xhonneux

Hineingeboren in eine Musikerfamilie aus einer Region Belgiens, die es versteht das reiche Erbe von Blasorchestern zu bewahren, verfolgte Pierre Xhonneux sein Musikstudium am „Institut Superieur de Musique et de Pedagogic“ in Namur, in der Klasse von Jean-Luc Votano.

Er ist Gewinner des „Dexia Classics“-Wettbewerbs und nahm ebenfalls erfolgreich an einer Vielzahl anderer Wettbewerbe teil (bspw. Pacem in Terris, Debussy, Aeolus, ARD2012, Gent 2013, uvm.). 2009 trat in Paris dem „Perfectionnement“-Programm (3rd cycle) der Klasse von Nicolas Baldeyrou bei.

Offen für ein breites musikalisches Repertoire, spielt Pierre Xhonneux in den unterschiedlichsten Ensembles: einem Klarinettenquartett, einem Bläser- (bzw. Streicher-)quartett, dem Piano Trio ClariNord, dem Octett „I Solisti del Vento“ und seit einiger Zeit der Oslo Kammerakademi (Norwegen). 2012 schloss er seine musikalische Ausbildung ab und begann Post-Master Studien im Bereich „historic clarinett“ am Gent Konservatorium bei Vincenzo Casale.

In den letzten Jahren folgten dann Einladungen zu Festivals wie Musiq3, Flagey (Brüssel) MIM, Concerts du printemps (Val-Dieu), Durbuyssimo (Barvaux/Belgien), Heidelberger Frühling und PODIUM Festival Esslingen, Valdres Festivalen (Norwegen). Genauso spielte Pierre Xhonneux auch Darbietungen in den Konzerthäusern von Berlin, Hamburg, London, Schweden, Belgien und Norwegen. In der Saison 2016-2017 wird er mit der Oslo Kammerakademi viele weitere Orte bespielen.

Oktober 2009, wurde Pierre Xhonneux als Solokünstler im Liège Royal Philarmonic Orchestra (dir. Ch.Arming – Belgium), und September 2011 wurde er Assistent für Kammermusik in der Klarinettenklasse des „IMEP“/Belgien.

Seit 2015 ist Pierre Xhonneux Klarinettist im Oslo Philarmonic Orchestra (dir. V. Petrenko) und ist er Lehrer für Klarinette am Barratt Due Musikkinstitutt in Oslo.

Han Kim

Mit dem Gewinn des Internationaler Musikwettbewerb der ARD 2019 (Zweiter Preis und Publikumspreis) hat Han Kim sich als Teil der aufstrebenden Generation international anerkannter Klarinettisten etabliert. Die Juroren waren tief begeistert von seinem Auftrag des Elliott Carters Konzerts im Finale, in dem er mit dem Münchner Rundfunkorchester spielte.

Der Südkoreaner konzertierte mit Orchestern wie dem Münchner Kammerorchester, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Suwon Philharmonic Orchestra, dem KBS Symphony Orchestra, dem Kammerorchester Pro Artibus Hannover, dem Orchestre de lʼOpéra de Rouen und dem South Czech Philharmonic. Als Kammermusiker musizierte er mit Künstlern wie Arto Noras, Igor Levit, Daniel Müller-Schott, Bennewitz Quartet zusammen im bekannten Musikfesten wie Heidelberger Frühling, Musikalischen Sommer Ostfriesland, Seoul International Music Festival, Tongyeong International Music Festival. Er ist der Gründungspartner vom Veits Quintett, der den 2. Preis beim Carl Nielsen International Chamber Music Competition 2015 ausgezeichnete.

Als Preisträger verschiedener Wettbewerbe gewann er unter anderem den 1. Preis, Publikumspreis und Preis für die Auftragskomposition bei der Jacques Lancelot International Clarinet Competition 2016 und den Sonderpreis bei Beijing International Music Competition 2009.

Der 1996 in Seoul geborene studierte an der Guildhall School of Music & Drama in London bei Andrew Webster und anschließend an der Musikhochschule Lübeck bei Sabine Meyer. Er spielte bei der Philharmonia Zürich als Akademist und ist seit September 2018 als zweiter Soloklarinettist beim Finnish Radio Symphony Orchestra engagiert.

Sabine Meyer © Christian Ruvolo

Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer & William Youn

Der glückliche Zufall will es, dass Nils Mönkemeyer und William Youn in der Saison 2015/16 Artists in Residence des Philharmonischen Orchesters Heidelberg sind. Dieses Konzert vertieft die Vertrautheit der Stadt mit »ihren« Künstlern noch, indem sich die beiden Musiker mit Sabine Meyer zur Besetzung des berühmten Kegelstatt-Trios von Mozart zusammentun. Liebhaber des Meyerschen Instruments seien darauf hingewiesen, dass der Frühling 2016 durch die Anwesenheit von Sabine Meyer, Jörg Widmann und Julian Bliss auch ein Gipfeltreffen der Klarinette ist!

Festival Akademie 2015 © studio visuell photography

Kammermusik Akademie: »Fokus Klarinette«

9.30 Uhr Kaffee

10.00 Uhr Farbklänge I Warum Klarinette?
Podiumsgespräch mit Julian Bliss, einem Klarinettisten des Irish Chamber Orchestra und einem Akademie-Stipendiaten;
Moderation: Dr. Christoph Vratz
Kein anderes Blasinstrument hat Komponisten seit Mozart so in seinen Bann gezogen wie die Klarinette mit ihrem Ausdrucksspektrum. Workshop über die fortdauernde Faszination eines Instruments.

12.30 Uhr Mittagskonzert III

15.00 Uhr Die Klarinette im Jazz
Workshop mit Mentor Julian Bliss, der in allen Welten seines Instruments gleichermaßen zu Hause ist.

16.30 Uhr Farbklänge II
Klarinettenquintette von Mozart, Brahms und Rihm im Werkvergleich

 

Eintritt frei für Schüler und Studenten
Kammermusiksaal Stadthalle Heidelberg

€ 90 Kammermusik Akademie Pass inkl. Mittagskonzerte
€ 39 Kammermusik Akademie Tageskarte inkl. Mittagskonzert

 

Julian Bliss

Julian Bliss ist einer der besten Klarinettisten unserer Tage und mit Solokonzerten genauso erfolgreich wie als Kammermusiker, im Jazz oder als Leiter von Meisterkursen. Unermüdlich erweitert er sein musikalisches Spektrum und gewinnt neue Zuhörerkreise für sein Instrument. Als Gastdozent begeistert er Generationen von Klarinettenschülern. Er war maßgeblich an der Entwicklung der sogenannten Leblanc Bliss Klarinetten, bezahlbarer guter Instrumente für Fortgeschrittene, beteiligt.

Der in Großbritannien geborene Julian Bliss begann bereits im Alter von vier Jahren Klarinette zu spielen. Er studierte in den USA an der University of Indiana und in Deutschland bei Sabine Meyer.
Die stilistische Vielfalt und Qualität seiner Musik sind Ausdruck seiner breitgefächerten künstlerischen Fähigkeiten. Rezitale und Kammermusikprojekte führten ihn zu den führenden Festivals und Konzertsälen der Welt, u. a. zum Menuhin Festival Gstaad, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, nach Verbier, in die Wigmore Hall London und das Lincoln Center New York.

Als Solist spielt er Konzerte mit Sao Paolo Symphony, dem Royal Philharmonic Orchestra, Chamber Orchestra of Paris, BBC Philharmonic Orchestra, Auckland Philharmonia und London Philharmonic Orchestra.

2012 gründete er das Julian Bliss Septett. Die Programme dieser Formation sind inspiriert vom King of Swing, Benny Goodman, sowie von kubanischer und brasilianischer Musik und sorgen für ausverkaufte Häuser in den USA, im Ronnie Scott’s London und im Concertgebouw Amsterdam.