Entfällt – After Work Concert: Florentin Ginot

Ein ganzes Konzert, nur mit einem Kontrabass? Richtig. Es gibt eine Handvoll von Meistern dieses Instruments, die sich nicht damit abfinden, bloß die tiefste Stimme im Orchester zu spielen. Florentin Ginot gehört dazu. »Die Arbeit mit dem Kontrabass ist ein nicht endender Forschungsprozess, der sich mit den Resonanzen und den natürlichen Klängen des Instruments auseinandersetzt«, sagt Ginot, und er forscht sowohl auf dem Gebiet der Alten wie der Neuen Musik. So auch in diesem Konzert.

Hören Sie hier das Konzertprogramm auf Spotify

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Florentin Ginot

Der Kontrabassist Florentin Ginot ist seit 2015 Mitglied der Ensemble Musikfabrik (Köln) und studierte am Pariser Konservatorium. Er wird von der Stiftung Banque Populaire unterstützt und nahm 2015 seine erste Solo-CD für die Reihe „Junge Solisten“ der Meyer Foundation auf, mit Schwerpunkt auf der Alten Musik von Marin Marais.

Er widmet sich szenischen Formen und arbeitet mit Komponisten wie Georges Aperghis, György Kurtág, Helmut Lachenmann, Rebecca Saunders zusammen. In seiner 2017 gegründeten Kompanie leitet er interdisziplinäre Projekte zwischen Tanz, Theater und zeitgenössischem Zirkus.

2017 komponierte er die Musik für die Choreografie „La Mécanique de L’Histoire“ von Yoann Bourgeois, die im Pantheon des Théâtre de la Ville-Paris uraufgeführt wurde.

Sein letztes Solowerk „Not Here“ wurde 2018 in der Kölner Philharmonie, dem Manifeste Festival in Paris und der Biennale Venedig präsentiert.

 

Dominik Wagner

Dominik Wagner wurde 1997 in Wien geboren. Im Alter von 5 Jahren begann seine musikalische Ausbildung, zunächst als Cellist, ab 2007 als Kontrabassist. Von 2009 bis 2015 hatte er Unterricht an der Wiener Musikuniversität bei Prof. J. Niederhammer und Mag. Werner Fleischmann. Momentan studiert er bei Prof. Dorin Marc an der Musikhochschule Nürnberg. Als Solist ist Dominik Wagner bereits um die halbe Welt gereist und kann auf Auftritte in Asien, Südamerika und Europa zurückblicken. Beim Chelsea Music Festival, New York war er Artist in Residence. Konzerte gab er bereits in so renommierten Häusern wie dem Musikverein Wien, der Philharmonie Lemberg, dem Konzerthaus Wien oder dem Gasteig München. Dominik Wagner spielte bereits mit dem WDR Sinfonieorchester, den Brandenburger Symphonikern, dem Ensemble Kontrapunkte, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem Opera Studio Orchester Lviv und der Rheinischen Philharmonie Koblenz. Dominik Wagner gewann zahlreiche Wettbewerbe wie den Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneunkirchen 2015, bei welchem er auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gewann er beim Golden Bass Wettbewerb 2013 in Lemberg, Ukraine als jüngster Teilnehmer und 2014 beim internationalen Osaka Wettbewerb. Außerdem ist er Preisträger beim J.M. Sperger Wettbewerb, Leos Janacek Wettbewerb, Bodensee-Musikwettbewerb und vielen weiteren. Außerdem ist er Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Mitglied bei Mutter ́s Virtuosi.

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Uwaga »Dance!«

Uwaga! ist genauso ungewöhnlich wie sein Name. Die vier Musiker an zwei Violinen, Akkordeon und Kontrabass grooven sich seit Jahren mit großer Experimentierfreude durch das klassische Repertoire und zerlegen Musikstile in ihre Einzelteile. Dabei stoßen sie stets auf die gleiche Herausforderung: Um ein Musikstück zum Klingen zu bringen, muss der innere Bauplan geknackt werden. So sind die Crossover-Enthusiasten im Laufe der Jahre zu Experten verschiedenster Grooves geworden, zwischen denen sie mitunter blitzschnell wechseln. Im neuen Programm »Dance!« zerlegt Uwaga! Ballettsuiten, bringt barocke Menuette und Tango Nuevo zum grooven oder spielt akustische Versionen von Disco-Helden ihrer Jugend wie Daft Punk oder The Prodigy.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Franz Schubert gesungen gespielt

Franz Schubert fand mehr als einmal Inspiration bei sich selbst und verwendete die Melodien seiner Lieder für seine Kammermusik. In diesem Programm werden diese Befruchtungen hörbar, indem den Liedern die entsprechende Kammermusik Schuberts gegenübergestellt wird. Der Kreis der Musikerlnnen konnte illustrer nicht sein: Georg Nigl allein ist ohne Frage einer der ausdrucksstärksten Baritone unserer Zeit.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Georg Nigl und Jean-Guihen Queyras (Stadthalle Kammermusiksaal)

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken

und
Freundeskreis Heidelberger Frhling

The Benny Goodman Show

Benny Goodman, einer der großen Klarinettisten des Jazz, feiert dank Julian Bliss Wiederauferstehung. Das Julian Bliss Septet versteht sich blendend auf den unterhaltsamen Sound des Swing der dreißiger und vierziger Jahre. Das ist Nostalgie mit modernem Touch.

UWAGA

Christoph König, Violine, Viola
Maurice Maurer, Violine
Miroslav Nisic, Akkordeon
Matthias Hacker, Kontrabass

Ein virtuoser klassischer Violinist mit Vorliebe für osteuropäische Musik, ein Jazzgeiger mit Punkrock-Erfahrung, ein meisterhaft improvisierender Akkordeonist mit Balkan-Sound im Blut und ein Bassist, der sich in Symphonieorchestern ebenso zu Hause fühlt, wie in Jazzcombos oder Funkbands.

Vier Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, stürzten sich 2007 in das Abenteuer, gemeinsam zu musizieren. Am Anfang steht vor allem die pure Spielfreude im Vordergrund – und sie überträgt sich mühelos auf jedes Publikum. Über die Jahre gemeinsamen Musizieren beeinflussen sich die Vier gegenseitig, die unterschiedlichen stilistischen Schwerpunkte wachsen zum sehr eigenen Sound zusammen, irgendwo zwischen Klassik, Jazz, Balkan- und Popmusik.

Uwaga! feilt seit mittlerweile 10 Jahren mit ungebremstem Eifer weiter an der gemeinsamen Vision: einer Musik ohne Grenzen, die glücklich macht, die auf direktem Wege zu Herzen und in die Beine geht.

Der vielschichtige Sound des Ensembles ist orchestral und perkussiv zugleich, es tritt sowohl in Quartettformation auf, als auch mit den großen Symphonieorchestern aus Deutschland.

Das Ensemble begeisterte sein Publikum bei nahmhaften Festivals und in renommierten Konzerthäusern wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Expo Shanghai (CN), dem Akkordeon Festival Wien (AT), dem Jazz en Baie (FR), der Philharmonie Essen, der Grand Philharmonic Hall St Petersburg (RUS), dem Konzerthaus Dortmund, der Tonhalle Düsseldorf.

Laurène Durantel

Laurène Durantel absolvierte ihr Studium am Conservatoire National Superieur de Paris in der Klasse von Jean Paul Celea sowie bei Denis Pascal, Daniel Marillier und Philippe Noharet. Danach war sie mehrere Jahre Mitglied und später Erste Kontrabassistin im Orchestre National du Capitole de Toulouse.

Als vielsetige Kammermusikerin war und ist Laurène Durantel Mitglied diverser Formationen, darunter das Ensemble 360°, das Ensemble Carpe Diem (Jean-Pierre Arnaud), das Ensemble Variances (Thierry Pécou), das Ensemble Calliopée und das Ensemble TM+ (Laurent Cuniot), und arbeitet regelmäßig mit namhaften Künstlerkollegen wie Denis Pascal, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, Valentin Erben, François Salque oder Matthias Goerne sowie dem Elias String Quartet, dem Skampa Quartet, dem Belcea Quartet und dem Quatuor Ebène zusammen. Auftritte führten sie unter anderem in die Wigmore Hall in London, ins Theatre de la Ville in Paris, in die Hamburger Laeiszhalle und ins Auditorium de Dijon. Die Künstlerin reüssiert auch auch als Solistin mit selbst entwickelten Theater- und Musik-Projekten; ihr letztes Programm »Tue-Tête« für das Theatre de la Ville in Paris feierte dort im November 2016 Premiere. Sie war außerdem an mehreren CD-Produktionen beteiligt.

Eine wichtige Rolle spielt für Laurne Durantel neben ihrer Konzertätigkeit die pädagogische Arbeit. So gründete sie 2003 (zusammen mit den Kontrabassisten Nicolas Charron und Mathieu Petit) die »Academie de contrebasse« sowie 2012 die Musikschule »L’Un L’Autre«. 2009-11 unterrichtete sie am Conservatoire national de Toulouse.

Laurène Durantel ist Laureatin des Festival Juventus in Cambrai und erhielt 2015 den Nordmetall-Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Sie spielt einen Bass von Demeyere und einen Barthe-Bogen.

Erkundungen II: Cairo Jazz Station

Eine neue, gemeinsame musikalische Identität zu finden – das ist das erklärte Ziel dieser jungen Musiker, die aus der Welt der mündlich überlieferten und improvisierten Musik, aus Europa und aus dem Nahen Osten stammen. Inmitten einer Region im Aufruhr versuchen sie, die Grenzen und die Klänge ihrer Länder einander näherzubringen. Das Projekt entstand als Kooperation zwischen dem Festival d’Aix-en-Provence und dem Makan Egyptian Center for Culture and Arts.

In Kooperation mit dem Festival d’Aix-en-Provence und mit Unterstützung von Medinea network

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den »Standpunkten« finden Sie hier.

€ 19
€ 52 Tageskarte bis 18.00 Uhr

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Cairo Jazz Station

Cairo Jazz Station
Ismail Altunbas, Schlagzeug (Türkei)
Loris Leo Lari, Kontrabass (Italien)
Bacem Yousfi, Oud (Algerien)

Am Knotenpunkt von Jazz und zeitgenössischer Musik des Nahen Ostens liegt die »Cairo Jazz Station«: Das Ensemble ist aus einer pädagogischen und künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem Aix-en-Provence Festival und dem Makan ägyptischen Zentrum für Kultur und Kunst entstanden, und hat sich das Ziel gesetzt, nach einer neuen, gemeinsamen musikalischen Identität in der Tradition der mündlichen und der improvisierten Musik Europas und des Nahen Ostens zu suchen. Eine einzigartige neue Mischung aus Timbres, geboren aus der Notwendigkeit, den Abstand zwischen den Ufern und Klangwelten einer sich rasch verändernden Welt zu überbrücken. Nachdem das Ensemble 2017 beim »Frühling« begeisterte, ist es nun wieder zu Gast.