The Benny Goodman Show

Benny Goodman, einer der großen Klarinettisten des Jazz, feiert dank Julian Bliss Wiederauferstehung. Das Julian Bliss Septet versteht sich blendend auf den unterhaltsamen Sound des Swing der dreißiger und vierziger Jahre. Das ist Nostalgie mit modernem Touch.

UWAGA

Christoph König, Violine, Viola
Maurice Maurer, Violine
Miroslav Nisic, Akkordeon
Matthias Hacker, Kontrabass

Ein virtuoser klassischer Violinist mit Vorliebe für osteuropäische Musik, ein Jazzgeiger mit Punkrock-Erfahrung, ein meisterhaft improvisierender Akkordeonist mit Balkan-Sound im Blut und ein Bassist, der sich in Symphonieorchestern ebenso zu Hause fühlt, wie in Jazzcombos oder Funkbands.

Vier Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, stürzten sich 2007 in das Abenteuer, gemeinsam zu musizieren. Am Anfang steht vor allem die pure Spielfreude im Vordergrund – und sie überträgt sich mühelos auf jedes Publikum. Über die Jahre gemeinsamen Musizieren beeinflussen sich die Vier gegenseitig, die unterschiedlichen stilistischen Schwerpunkte wachsen zum sehr eigenen Sound zusammen, irgendwo zwischen Klassik, Jazz, Balkan- und Popmusik.

Uwaga! feilt seit mittlerweile 10 Jahren mit ungebremstem Eifer weiter an der gemeinsamen Vision: einer Musik ohne Grenzen, die glücklich macht, die auf direktem Wege zu Herzen und in die Beine geht.

Der vielschichtige Sound des Ensembles ist orchestral und perkussiv zugleich, es tritt sowohl in Quartettformation auf, als auch mit den großen Symphonieorchestern aus Deutschland.

Das Ensemble begeisterte sein Publikum bei nahmhaften Festivals und in renommierten Konzerthäusern wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Expo Shanghai (CN), dem Akkordeon Festival Wien (AT), dem Jazz en Baie (FR), der Philharmonie Essen, der Grand Philharmonic Hall St Petersburg (RUS), dem Konzerthaus Dortmund, der Tonhalle Düsseldorf.

Laurène Durantel

Laurène Durantel absolvierte ihr Studium am Conservatoire National Superieur de Paris in der Klasse von Jean Paul Celea sowie bei Denis Pascal, Daniel Marillier und Philippe Noharet. Danach war sie mehrere Jahre Mitglied und später Erste Kontrabassistin im Orchestre National du Capitole de Toulouse.

Als vielsetige Kammermusikerin war und ist Laurène Durantel Mitglied diverser Formationen, darunter das Ensemble 360°, das Ensemble Carpe Diem (Jean-Pierre Arnaud), das Ensemble Variances (Thierry Pécou), das Ensemble Calliopée und das Ensemble TM+ (Laurent Cuniot), und arbeitet regelmäßig mit namhaften Künstlerkollegen wie Denis Pascal, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, Valentin Erben, François Salque oder Matthias Goerne sowie dem Elias String Quartet, dem Skampa Quartet, dem Belcea Quartet und dem Quatuor Ebène zusammen. Auftritte führten sie unter anderem in die Wigmore Hall in London, ins Theatre de la Ville in Paris, in die Hamburger Laeiszhalle und ins Auditorium de Dijon. Die Künstlerin reüssiert auch auch als Solistin mit selbst entwickelten Theater- und Musik-Projekten; ihr letztes Programm »Tue-Tête« für das Theatre de la Ville in Paris feierte dort im November 2016 Premiere. Sie war außerdem an mehreren CD-Produktionen beteiligt.

Eine wichtige Rolle spielt für Laurne Durantel neben ihrer Konzertätigkeit die pädagogische Arbeit. So gründete sie 2003 (zusammen mit den Kontrabassisten Nicolas Charron und Mathieu Petit) die »Academie de contrebasse« sowie 2012 die Musikschule »L’Un L’Autre«. 2009-11 unterrichtete sie am Conservatoire national de Toulouse.

Laurène Durantel ist Laureatin des Festival Juventus in Cambrai und erhielt 2015 den Nordmetall-Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Sie spielt einen Bass von Demeyere und einen Barthe-Bogen.

Cairo Jazz Station

Cairo Jazz Station
Ismail Altunbas, Schlagzeug (Türkei)
Loris Leo Lari, Kontrabass (Italien)
Bacem Yousfi, Oud (Algerien)

Am Knotenpunkt von Jazz und zeitgenössischer Musik des Nahen Ostens liegt die »Cairo Jazz Station«: Das Ensemble ist aus einer pädagogischen und künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem Aix-en-Provence Festival und dem Makan ägyptischen Zentrum für Kultur und Kunst entstanden, und hat sich das Ziel gesetzt, nach einer neuen, gemeinsamen musikalischen Identität in der Tradition der mündlichen und der improvisierten Musik Europas und des Nahen Ostens zu suchen. Eine einzigartige neue Mischung aus Timbres, geboren aus der Notwendigkeit, den Abstand zwischen den Ufern und Klangwelten einer sich rasch verändernden Welt zu überbrücken. Nachdem das Ensemble 2017 beim »Frühling« begeisterte, ist es nun wieder zu Gast.

Janne Saksala

Janne Saksala wurde 1967 in Helsinki, Finnland geboren, begann mit 14 Jahren sein Studium mit Kontrabass an der Musikschule seiner Heimatstadt. 1986 wechselte er an die Hochschule der Künste in Berlin. 1991 war er Preisträger des internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München.

Janne Saksala genießt einen ausgezeichneten Ruf als Kammermusiker und Lehrer. Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen tritt er auch Solist im In-und Ausland auf. Er arbeitet regelmäßig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen und hat zahlreiche ihrer Werke uraufgeführt. Janne Saksala ist seit einigen Jahren Dozent am Schleswig-Holstein Musik Festival. Seit 1994 ist er Mitglied des Berliner Philharmonischen Orchesters.

Quadro Nuevo

Arabesken, Balkan-Swing, Balladen, waghalsige Improvisationen, Melodien aus dem alten Europa und mediterrane Leichtigkeit verdichten sich in der Musik des Quadro Nuevo zu märchenhaften Klangfabeln.

Diese erzählen vom Vagabundenleben, den Erfahrungen und Begegnungen auf der großen Reise des Lebens, den kleinen Zufällen und den großen Momenten, von Zartheit und wildem Temperament, immer getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden, zwischen verzehrender Sehnsucht und genussvoller Erfüllung – zwischen dem Bitteren und dem Süßen.
Quadro Nuevo tourt seit 1996 durch die Länder der Welt und gab über 3000 Konzerte.

Die Auftrittsorte der vier Musiker sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Quadro Nuevo ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch südliche Städte und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz, sie konzertieren in Jazz-Clubs und in der New Yorker Carnegie Hall.

In den Jahren 2010 und 2011 erhielt Quadro Nuevo jeweils den ECHO Jazz als bester Live Act und wurde so mit dem höchsten Deutschen Musikpreis von der Deutschen Phono-Akademie geehrt.

Avishai Cohen © Youri Lenquette

Avishai Cohen

Avishai Cohens Musik gleicht einem Strudel der Gefühle. Die Struktur der Songs, ihre intime Architektur überrascht immer wieder, nimmt unerwartete Wendungen. Mit seinen Kompositionen zügelt er die Gefühle, hält sie zurück, damit sie sich voll entfalten können, und verhindert somit, dass die Energie verpufft, bevor sie den Zuhörer erreicht. Cohens Stücke sind immer schon grenzenlos, sowohl was Musikstile als auch was geographische Grenzen betrifft, und gleichwohl stark von traditioneller jüdischer Musik inspiriert. Der aus Jerusalem stammende Avishai Cohen, der sich inzwischen in Tel Aviv niedergelassen hat und den Ruf als einer der populärsten Jazzmusiker der letzten zehn Jahre genießt, nähert sich mit dem Album »Seven Seas« seinem künstlerischen Zenit. Ein verwegener Charme zeichnet das musikalische Schaffen des Kontrabass-Spielers aus, dessen facettenreiches Talent sich als Komponist, Pianist, Arrangeur und zuletzt auch als Sänger zeigt. Der Komponist mit rastlosen Texten, der phänomenale Musiker, überraschende Liveperformer – all dies trat in den Schatten, um einen Sänger mit sanfter Stimme und kosmopolitischem Esprit zu offenbaren, der sowohl hebräische als auch arabisch-andalusische Untertöne vereinen konnte.