Ensemble This Ensemble That (ET|ET)

Das Ensemble This | Ensemble That – das sind die Schlagzeuger Brian Archinal, Victor Barceló, Baschi Pfefferli und Miguel Ángel García Martín. Vier Nationalitäten, vier Sprachen, vier Mentalitäten – das kennzeichnet die innovative Formation. »This« und »That« stehen für das Bestreben, eine vielseitige Gruppe aus den unterschiedlichen, aber gleichberechtigten Stimmen zu formen, ihre Kunst und deren musikalische Form ständig wieder infrage zu stellen und so individuelle und neugierige Künstler zu bleiben. Am Anfang stand ein Repertoire für Schlagzeug. Doch schnell bewegte sich das Ensemble hin zu Multimedia-Performances, suchte szenische Formen und erschuf klingende Installationen, beispielsweise mit Komponisten wie Jürgen Frey oder Michael Pisaro.

Das Ensemble trat bei zahlreichen Festivals auf, u.a. dem Lucerne Festival, dem Festival Hispano-Luso de Bandas de Música y Ensembles de Viento de Zamora, dem Festival Liaisons in Moutier, bei den Wittener Tagen für Neue Musik und beim Tzlil Meudcan Festival für zeitgenössische Musik in Tel Aviv.

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Vision String Quartet

Jürg Freys Streichquartett II ist ein stilles, sphärisches, beinahe tranceartiges Stück, Debussys Werk ein Farbenrausch – und dann folgen die irrsinnig guten Arrangements des jungen Vision String Quartets quer durch alle Stile – dies alles unterstützt von Lichteffekten und einer coolen Moderation. Dieses Quartett steht für einen ganz eigenen Zugang zur Musikgeschichte, den die vier Musiker auf höchstem Niveau pflegen.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Gefordert im Rahmen der Initiative

SWR2 New Talent

Wir danken

Freundeskreis Heidelberger Frühling

 

Igor Levit © Felix Broede

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Igor Levit & Künstler der Festival Akademie

Am Rande des Tages hört man manchmal besser. Die »Late Night Lounges« ermöglichen solche Hörerfahrungen, und Igor Levit weiß das zu schätzen. An diesem Abend bringt er »seine« Stipendiaten der Kammermusik Akademie mit, um in der intimen Atmosphäre des Frauenbades Musik zu machen. Welche? Lassen Sie sich überraschen!

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Isang Enders

Isang Enders, Cellist und Mentor der diesjährigen Kammermusik Akademie, zeigt in dieser »Late Night Lounge« die faszinierenden Klangräume seines Instruments. Die seligen Töne der Suiten Johann Sebastian Bachs sind dabei nur der Ausgangspunkte für vielseitige Entdeckungen abseits des üblichen Repertoires. Danach werden Sie das Cello anders hören!

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Late Night Lounge präsentiert von MLP: ET|ET

Ensemble This Ensemble That: »Dies und das« zum Programm zu machen, mutet an wie eine kauzige Idee. Doch das in Basel ansässige Ensemble aus vier Schlagzeugern besteht nicht nur aus Musikern unterschiedlicher Nationalität und unterschiedlichen Alters, sondern hat das bloße Schlagzeugspiel schon längst hinter sich gelassen, arbeitet multimedial und sogar theatralisch. Ein universalästhetischer Abend für Neugierige!

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Francesco Tristano ® Aymeric Giraudel

Francesco Tristano

Dass ein junger Musiker und Komponist gleichzeitig sowohl in der Clubszene als auch in klassischen Konzerthäusern für Aufregung sorgt, dürfte weltweit ein Novum sein. Ebenso neu ist es, dass Puristen aus dem Klassik- und dem Techno-Lager sich einig sind. Einig in ihrer Irritation über jemanden, der sich nicht an die Regeln hält. Francesco Tristano ist Irritation gewohnt. Wenn er mit seinem Trio Aufgang im Club Techno nach Noten spielt, dann ist das Publikum zunächst verunsichert. Irritiert sein mag auch der Klassikliebhaber, der zum ersten Mal erlebt, wie ein Pianist eine Eigenkomposition in ein Stück von Frescobaldi übergehen lässt. So als wäre er ein DJ.
Francesco Tristano, geboren 1981, beginnt im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 13 gibt er sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen. Später spielt er Tourneen als Solist oder mit hochkarätigen Orchestern, wie dem Russischen Nationalorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Französischen Nationalorchester Lille oder dem Luxemburger Philharmonieorchester. Tristano gründet das Kammerensemble The New Bach Players, mit dem er auch als Dirigent auftritt.
An der Juilliard School in New York absolviert Tristano als einer der letzten Studenten eine Masterclass bei der Bach-Legende Rosalyn Tureck. 2004 gewinnt er den renommierten internationalen Pianistenpreis für zeitgenössische Musik im französischen Orléans. Bislang hat er zwölf Alben veröffentlicht, darunter von der Kritik hoch gelobte und mit diversen Auszeichnungen bedachte Einspielungen von Bachs Goldberg-Variationen sowie des pianistischen Gesamtwerks Luciano Berios. 2007 erscheint das Album Not for Piano, auf dem er eigene Versionen von Techno-Klassikern für Piano solo präsentiert. 2011 wird sein Debut beim Traditionslabel Deutsche Grammophon veröffentlicht. 2014 erschien sein Album »Scandale« mit Alice Sara Ott sowie 2017 »Piano Circle Songs feat. Chilly Gonzales«. Letzteres stellt er dieses Jahr beim Heidelberger Frühling vor.

Igor Levit

Als kreativer Kopf des Kammermusikfests »Standpunkte« und künstlerischer Leiter der Kammermusik Akademie ist der Pianist Igor Levit mit dem Heidelberger Frühling seit langem eng verbunden.

Igor Levit verbindet in seinem Klavierspiel „klanglichen Charme, intellektuellen Antrieb und technische Brillanz“ (The New Yorker). Mit wachem und kritischem Geist stellt er seine Kunst dabei in den Kontext des gesellschaftlichen Geschehens und begreift sie mit diesem als untrennbar verbunden. Die New York Times beschreibt Igor Levit darin als einen der „bedeutendsten Künstler seiner Generation“, die Süddeutsche Zeitung als „Glücksfall“ für das heutige Konzertgeschehen und die Zeit titelte, Igor Levit „will nicht nur der Mann sein, der die Tasten drückt“.

1987 in Nizhni Nowgorod geboren, siedelte Igor Levit im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland um. Sein Klavierstudium in Hannover absolvierte er mit der höchsten Punktzahl in der Geschichte des Instituts. Zu seinen Lehrern gehörten Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio, Bernd Goetzke, Lajos Rovatkay und Hans Leygraf. Als jüngster Teilnehmer gewann Igor Levit beim 2005 ausgetragenen International Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv neben Silber auch den Sonderpreis für Kammermusik, den Publikumspreis und den Sonderpreis für die beste Aufführung zeitgenössischer Pflichtstücks. Im Frühjahr 2019 erfolgte der Ruf als Professor für Klavier an seine Alma Mater, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Die Saison 2020/21 steht für Igor Levit ganz im Zeichen der Klaviersonaten Ludwig van Beethoven. Die im September 2019 von Sony Classical veröffentlichte erste Gesamteinspielung Igor Levits der Beethoven-Klaviersonaten wurde hervorragend rezensiert und erreichte umgehend Platz 1 der offiziellen Klassik Charts in 2019. Die Zyklen der gesamten Klaviersonaten präsentiert Igor Levit bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival sowie dem Musikfest Berlin, an der Elbphilharmonie, beim Konserthuset Stockholm und in der Wigmore Hall in London. Im Mai 2021 gibt Igor Levit mit einem Beethoven-Sonatenprogramm seine Debüt-Tournee in Asien, die ihn nach Japan, Korea, Taiwan und Hong Kong führen wird. Weitere Rezitaldebüts führen ihn unter anderen zum Firkusny Festial in Prague sowie zur Disney Hall in Los Angeles.

In der Saison 2020/21 ist Igor Levit Artist in Residence des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie Portaitkünstler der Philharmonie Essen. Er gastiert mit dem Orchestre de Paris (Manfred Honeck), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst), den Berliner Philharmonikern (Paavo Järvi) und dem Concertgebouw Orkest (Antonio Pappano). In den USA gibt er Debüts beim Chicago Symphony Orchestra und dem New York Philharmonic – beide unter der Leitung von Herbert Blomstedt. Neben der Zusammenarbeit mit Musikern des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, tritt er kammermusikalisch auf Tournee mit dem Hagen Quartett auf.

In der vergangenen Saison war Igor Levit „Featured Artist“ am Barbican Centre in London. Zu den Höhepunkten vergangener Spielzeiten zählen neben Debüts bei der Staatskapelle Dresden und dem Gewandhausorchester Leipzig, Europa-Tourneen mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalleorchester Zürich und dem Pittsburgh Symphony Orchestra

Igor Levit ist exklusiver Künstler bei Sony Classical. Mit seiner Debüt-CD der fünf letzten Sonaten Beethovens gewann er den Newcomer-Preis des Jahres 2014 des BBC Musik Magazins sowie den Young Artist Preis 2014 der Royal Philharmonic Society. Igor Levits drittes Soloalbum mit Bachs Goldberg Variationen, Beethovens Diabelli Variationen und Rzewskis The People United Will Never Be Defeated erhielt 2016 im Rahmen der Gramophone Classical Musikpreisverleihung den Instrumental-Preis sowie den Preis „Aufnahme des Jahres“. Im Oktober 2018 veröffentlicht Sony Classical Igor Levits viertes Album für das Label: „Life“, mit Werken von Bach, Busoni, Bill Evans, Liszt, Wagner, Rzewski und Schumann.

Igor Levit ist Preisträger des „2018 Gilmore Artist Award“ und „Instrumentalist des Jahres 2018“ der Royal Philharmonic Society. Für sein politisches Engagement wurde Igor Levit 2019 der 5. Internationale Beethovenpreis verliehen. Im Januar 2020 folgte die Auszeichnung mit der „Statue B“ des Internationalen Auschwitz Komitees anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz.

In seiner Wahlheimat Berlin spielt Igor Levit auf einem Steinway D Konzertflügel – eine Schenkung der Stiftung “Independent Opera at Sadler’s Wells“.

amarcord © Martin Jehnichen

amarcord

Sie singen unter freiem Himmel, im Konzertsaal und nun zu nächtlicher Stunde in einem alten Hallenbad. Nicht nur in der Vielfalt der Auftrittsorte zeigt das Ensemble amarcord seine große Bandbreite und Wandelbarkeit, sondern auch in seinem Repertoire präsentiert sich das Quintett enorm abwechslungsreich, gleitet scheinbar mühelos durch Stile und Jahrhunderte. Zum Abschluss der kleinen Residenz des Ensembles beim Heidelberger Frühling 2015 präsentieren die fünf Sänger dem Late Night Lounge-Publikum unter dem Titel »Skurrile Geschichten und Balladen« eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte, in der u.a. auch Arrangements der legendären Comedian Harmonists auf dem Programm stehen. Wenn amarcord dann noch mit Witz und Charme durch das abwechslungsreiche Programm führt, könnte diese Late Night Lounge tatsächlich very late werden.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

 

Jörg Tröger im Gespräch mit amarcord (Audio)

amarcord © Martin Jehnichen

Francesco Tristano

Wie kaum ein zweiter unter den jungen Pianisten steht der Luxemburger Francesco Tristano für die Überwindung von Genregrenzen und unkonventionelle Programmzusammenstellungen. Als Pianist, Komponist, Arrangeur und DJ fühlt er sich im klassischen Konzertsaal genauso wohl wie in den angesagtesten Clubs Europas, wo er regelmäßig ein Publikum von Jung bis Alt begeistert. Beste Voraussetzungen also für eine künstlerisch außergewöhnliche Late Night Lounge im einzigartigen Ambiente des Alten Hallenbads, bei der Francesco Tristano Werke von Johann Sebastian Bach in Bezug zu eigenen Kompositionen und Arrangements setzen und dem Publikum seine Ideen in kurzen Moderationen näherbringen wird.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Amaryllis Quartett © Tobias Wirth

Amaryllis Quartett

Tropische Schwüle und das Schreien von Papageien, aber auch die sanften, meditativen Klänge des chinesischen Zupfinstrumentes Qing – wie sich der klassische Streichquartettklang durch Eindrücke aus fremden Kulturen auf ganz unerwartete Weise erweitern lässt, kann das Publikum in der ersten Hälfte der Late Night Lounge mit dem Amaryllis Quartett erleben. Der zweite Teil bietet Klangerweiterungen ganz anderer Art: gemeinsam mit der Sängerin Anne-Christin Schwarz und dem Cellisten Stephan Braun vom Duo »deep strings« entführt das Amaryllis Quartett seine Hörer mit eigens für diesen Anlass angefertigten Arrangements in die Welt des Jazz.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg