Nicolas Achten

Nicolas Achten, 1985 in Brüssel geboren, studierte Gesang, Laute, Cembalo und Harfe an den Königlichen Konservatorien von Brüssel und Den Haag. Er vervollständigte seine Studien in zahlreichen Meisterkursen, u.a. an der Académie baroque d’ Ambronay und am Centre de la Voix de Royaumont. Er war Gewinner des 7. Internationalen Wettbewerbs für Barockgesang in Chimay im Jahre 2006. 2009 wurde er zum ‘Classical Artist’ der ‘Octaves of Music Prize’ sowie zum ‘Jungen Künstler des Jahres’ vom Verband der belgischen Musikpresse ernannt.

Seit 2004 musizierte Nicolas Achten mit einigen der renommiertesten Alte Musik-Ensembles, darunter l’Arpeggiata, La Fenice, La Petite Bande, Ausonia, Les Agrémens, Akadêmia, Les Talens Lyriques, Il Fondamento, Les Musiciens du Louvre, Il Seminario Musicale, Le Poeme Harmonique und die Akademie für Alte Musik Berlin. Er spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Jean Tubéry, Sigiswald Kuijken, Marc Minkowski, Christophe Rousset und René Jacobs.

Der ‚belgische Orpheus’ ist einer der wenigen klassischen Sänger, der sich selbst auf einer Vielzahl von Instrumenten singend begleiten kann. Diese historische Praxis möchte er wieder zum Leben erwecken und gründete mit dieser Intention das Ensemble Scherzi Musicali, dessen Konzerte und CD-Einspielungen von Publikum und Presse mit einhelligem Lob aufgenommen werden.

Nicolas Achten ist Professor für Laute am Königlichen Konservatorium in Brüssel sowie Professor für Barockharfe und Barockgesang an der Akademie von Woluwé-Saint-Lambert. Ferner unterrichtet er regelmäßig als Gastprofessor an der University of East Anglia, am Opernstudio Vlaanderen sowie am Yorke Trust (Norfolk) und ist als musikalischer Leiter der Sommerkurse des Musiktheaters Transparant tätig.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

Vanitas. Ein Lied.Lab

Robert Schumanns Zyklus »Frauenliebe und -leben« wird oft gescholten für das rückständige Frauenbild, das aus den Gedichten Adelbert von Chamissos spricht: Oberflächlich gelesen geht es hier um die Anbetung eines heroenhaften Mannes durch eine bis zur Selbstverleugnung devote Frau. Schumann aber komponiert etwas anderes: die tieftraurige Erzählung von der Vergeblichkeit »ewiger« Liebe. Schon im ersten Lied schwingt der Tod in der Verliebtheit mit, in der Sehnsucht die Angst vor dem Verlust. Die Vanitas-Motivik des Zyklus erinnert in Thematik und Gestus an die melancholischen Lieder John Dowlands (1563-1626), des berühmten elisabethanischen Komponisten. Und so haben wir hier Schumanns Lieder mit Alter Musik verwoben zu einem Stile und Zeiten übergreifenden musikalischen Triptychon über Liebe, Geburt und Tod. Isabelle Druet, die im »Neuland.Lied« 2017 begeistert gefeiert wurde, trifft auf eines der interessantesten Ensembles der Alten Musik: Nicolas Achtens »Scherzi Musicali« aus Belgien.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Künstlerhaus/HebelHalle

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von 

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

»In Thrakien«

Am Treffpunkt der Wege, Epochen und Moden steht diese musikalische Begegnung in Thrakien. Griechenland ist die Wiege der abendländischen Kultur, aber der Hellenismus hat auch in der orientalischen Kultur Wurzeln geschlagen. Im Gegenzug haben die persische Musik und Poesie bis nach Mazedonien gewirkt. In diesem spätabendlichen Konzert gibt es einen Dialog der Traditionen aus Ost und West: Auf der einen Seite singen zwei Streichinstrumente (Lyra und Cello) im altertümlichen Modus (byzantinisch, persisch, mittelalterlich), auf der anderen bringen die vier Hände der Perkussionisten Dynamik in den melodischen Ablauf. Zwei Welten, zwei Epochen begegnen sich, ein mächtiger rhythmischer Strom zieht uns fort.

»The Hundred Colours of Exile and Love«

Zwei musikalische Kulturen treffen in diesem außergewöhnlichen Konzert aufeinander: die europäische und die orientalische, die verschriftlichte und die mündlich überlieferte. Sie treten in einen Dialog über zwei existentielle Menschheitsthemen: Liebe und Exil, die seit je überall auf der Welt besungen werden. Die Werke des europäischen Barock von Alessandro Grandi, Francois Couperin und Dietrich Buxtehude begegnen der Musik von Abou Khalil El-Kabani, den Brüdern Rahbani und Moneim Adwan; Sopran und Orgel treffen auf die Klange der arabischen Laute, der Oud.

Erkundungen II: Cairo Jazz Station

Eine neue, gemeinsame musikalische Identität zu finden – das ist das erklärte Ziel dieser jungen Musiker, die aus der Welt der mündlich überlieferten und improvisierten Musik, aus Europa und aus dem Nahen Osten stammen. Inmitten einer Region im Aufruhr versuchen sie, die Grenzen und die Klänge ihrer Länder einander näherzubringen. Das Projekt entstand als Kooperation zwischen dem Festival d’Aix-en-Provence und dem Makan Egyptian Center for Culture and Arts.

In Kooperation mit dem Festival d’Aix-en-Provence und mit Unterstützung von Medinea network

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 190 | € 172 | € 152 | € 136 | € 119 | € 100). Diesen erhalten Sie online hier oder telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr). Weitere Informationen zu den »Standpunkten« finden Sie hier.

€ 19
€ 52 Tageskarte bis 18.00 Uhr

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s t i l l – ein inszenierter Liederabend

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts (Newcomer-Konzert)

Der Name ist Programm: In diesem wunderbar verhaltenen, szenischen Liederabend, der von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola konzipiert wurde (er gehört zur Compagnie von Sasha Waltz), scheint die Zeit tatsächlich still zu stehen. Zwei Tänzer, eine Sängerin, ein Lautenist und ein essenziell schlichtes Bühnenbild: Das sind die Zutaten dieser zutiefst anrührenden Meditation über die Zeit. Im Zentrum steht John Dowlands Lied »Time stands still«, das zusammen mit anderen Lautenliedern des frühen 17. Jahrhunderts das Vergehen und Stillstehen von Zeit, Altern und den Tod, Erinnerung und Nostalgie und die Erwartung des Zukünftigen thematisiert. Mehr darüber finden Sie hier.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Künstlerhaus/HebelHalle

Eine Produktion von
Bayer Kultur

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt. Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

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s t i l l – ein inszenierter Liederabend

Der Name ist Programm: In diesem wunderbar verhaltenen, szenischen Liederabend, der von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola konzipiert wurde (er gehört zur Compagnie von Sasha Waltz), scheint die Zeit tatsächlich still zu stehen. Zwei Tänzer, eine Sängerin, ein Lautenist und ein essenziell schlichtes Bühnenbild: Das sind die Zutaten dieser zutiefst anrührenden Meditation über die Zeit. Im Zentrum steht John Dowlands Lied »Time stands still«, das zusammen mit anderen Lautenliedern des frühen 17. Jahrhunderts das Vergehen und Stillstehen von Zeit, Altern und den Tod, Erinnerung und Nostalgie und die Erwartung des Zukünftigen thematisiert. Mehr darüber finden Sie hier.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Künstlerhaus/HebelHalle

Eine Produktion von
Bayer Kultur

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt. Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

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Christina Pluhar © Marco Borggreve

Christina Pluhar & l’Arpeggiata: »Via crucis«

Dies ist eine Passionsgeschichte am Gründonnerstag, die musikalisch aus zwei Blickwinkeln erzählt wird: Italienische Musik des 17. Jahrhunderts trifft auf traditionelle korsische Gesänge. Es sind zwei musikalische Welten, wie sie kontrastreicher nicht sein könnten. Eine Konstellation, wie sie typisch ist für Christina Pluhar und ihr fabelhaftes Ensemble L’Arpeggiata. Kunstmusik trifft auf Volksmusik und die kultivierte Liturgie der Städte auf die Volksfrömmigkeit dieser schönen und abweisenden Insel.

Die Sopranistin Nuria Rial musste dieses Konzert leider absagen. Wir danken Christina Pluhar, dass sie mit Céline Scheen einen erstklassigen Ersatz gefunden hat.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Christina Pluhar (im Ballsaal der Stadthalle)

Wir danken
Klaus Tschira Stiftung gGmbH

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Chen Reiss & Avi Avital: »Inspiration Folk Song«

Die Sopranistin Chen Reiss und den Mandolinisten Avi Avital verbinden ihre sephardischen Wurzeln, und lange schon wollten beide Künstler ein Programm gemeinsam entwickeln. Nach der Einladung des Heidelberger Frühling haben sie sich dann in einem Café in Tel Aviv zusammengesetzt und für das »Neuland.Lied« Kompositionen zusammengestellt (von Manuel de Falla, Gabriel Fauré, Maurice Ravel und anderen), die von unterschiedlichster Volksmusik inspiriert sind. Mit Mandoline, Gitarre und Cello wird die Kunstmusik wieder auf ihre Wurzeln zurückgeführt – ein faszinierendes Experiment.

In Kooperation mit dem Theater und Orchester Heidelberg

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Tipp: Avi Avital ist auch am 8. April 2016 mit »Italian Cantatas« zu hören. Alle Informationen dazu erhalten Sie hier.