Avi Avital & Brooklyn Rider

Bach und Boccherini kennt man, vom weiteren Programm vielleicht nicht einmal die Komponistennamen. Das liegt an Avi Avital, dessen selbsterklärtes Ziel es ist, „die Mandoline und ihr Repertoire weiterzuentwickeln und neu zu definieren“. Und es liegt an den hippen Musikern des amerikanischen Streichquartetts Brooklyn Rider, die ebenfalls gern Kompositionsaufträge vergeben und ein bewusst eklektisches Repertoire pflegen. Als Uraufführungen für Mandoline und Streichquartett erklingen „Time and Again“ von Colin Jacobsen, dem zweiten Geiger von Brooklyn Rider, und „Cazon’s Revenge“ vom venezolanischen Komponisten Gonzalo Grau, der – wie Osvaldo Golijov – auch schon ein großes oratorisches Werk für Hellmuth Rillings Stuttgarter Bach-Akademie geschrieben hat. „Love Potion, Expired“ aus der Feder des russischen Komponisten Lev Zhurbin schließlich ist ein ekstatisches Werk im Klezmer-Sound.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Avi Avital & Giovanni Sollima

Musikalisch neugierig sind sie beide: der als Sohn marokkanischer Einwanderer in Be’er Sheva im Süden Israels geborene Mandolin-Virtuose Avi Avital und der sizilianische Cellist und Komponist Giovanni Sollima. „Sie ist ein Chamäleon, das mich oft selbst überrascht“, sagt Avital über sein Instrument: „Die Mandoline zwingt mich gewissermaßen, immer wieder neue Wege zu beschreiten.“ Gemeinsam mit Sollima begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise zu den Wurzeln. Das Ergebnis ist ein Mix aus musikalischen Stilen unterschiedlicher Regionen: von jüdischem Klezmer bis zur Musik der ethnischen Minderheit der albanischen Arberesh in Mittel- und Süditalien. Lieder und Tänze erklingen, manches ist improvisiert. Ein spannendes, vielschichtiges Programm.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Sonderkonzert | Avi Avital & The Knights

Das Kammerorchester »The Knights«, bekannt für seine unbändige Energie, hat sich mit Avi Avital zusammengetan, um Barockmusik auf der Stuhlkante zu musizieren. Nach Beethovens heiterer achter Sinfonie ebnen Eigenarrangements, in einer persönlichen Auswahl und aus der Feder von Avi Avital, den Weg in den Osten. Klezmer neben traditioneller arabischer Musik und traditionellen Volksmelodien komplettieren ein hinreisend vielseitiges Programm, das sich von purer Spielfreude nährt.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Venezianische Lieder: Nuria Rial, Avi Avital & Venice Baroque Orchestra

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Vivaldi ist fest in der DNA von Venedig verankert. Er sitzt direkt in den Steinen der Stadt.« Dieser schöne Satz des Autors Tiziano Scarpa ist nicht ganz korrekt: Denn Venedig ist auch fest in der DNA Vivaldis verankert – die Stadt sitzt sozusagen in jeder Note, die Vivaldi niedergeschrieben hat. Die Lieder, die hier gespielt werden, hat der gebürtige Venezianer mit großer Wahrscheinlichkeit gekannt. Sie sind traditionelles Liedgut, wurden von den Gondolieri gepfiffen, handeln vom Meer und vom einfachen Leben. Sie zu hören öffnet das Ohr für »Die vier Jahreszeiten« neu.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Nuria Rial und Avi Avital (im Ballsaal der Stadthalle)

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Avi Avital & Omer Klein

Grenzenlos – das ist ein Begriff, der einem zu Omer Klein wie Avi Avital in den Sinn kommt. Zwei musikalische Weltbürger, die keine stilistischen, keine technischen und keine Repertoire-Beschränkungen kennen, tun sich an diesem Abend improvisierend und arrangierend zusammen. Solche Abende atmen den Geist der Freiheit.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Avi Avital

Als erster Mandolinist, der für den Grammy Award nominiert wurde, ist Avi Avital einer der führenden Botschafter seines Instruments. Durch seine Leidenschaft und seine „explosiv charismatischen” Live-Auftritte (New York Times) ist er einer der treibenden Kräfte bei der Neubelebung des Repertoires für die Mandoline. Mehr als 90 Werke sind für ihn geschrieben worden, 15 davon Konzerte. Auch seine Erschließung des Repertoires anderer Instrumente auf der CD „Between Worlds” 2014 erweiterte das Spektrum der Mandoline. Durch seine ansteckende Neugier und den innigen Austausch mit dem Publikum zählt es zu seinen Verdiensten, der Mandoline den Weg auf die große Bühne geebnet zu haben.

Als exklusiver Künstler der Deutschen Grammophon hat er bisher vier Aufnahmen für das Label eingespielt und die nächste ist schon in Planung. Das zuletzt veröffentlichte Album „Avital meets Avital“ (2017) mit Oud / Bassist, Omer Avital, erkundet ihr gemeinsames kulturelles Erbe und bringt ihre unterschiedlichen klassischen und jazzigen musikalischen Hintergründe in Dialog. Frühere Alben sind Originalkonzerte und Transkriptionen von Vivaldi (2015), seine eigenen Bach-Transkriptionen (2012) und die genreübergreifende CD „Between Worlds” (2014), die die Grenzen der Kammermusik zwischen klassischer und traditioneller Musik auslotet.

Avi Avitals Auftritte elektrisieren das Publikum weltweit, so im National Centre for the Performing Arts in Peking, der Wigmore und der Royal Albert Hall in London, der Berliner und Pariser Philharmonie, der Tonhalle Zürich, dem Palau de la Música Catalana Barcelona, dem Wiener Konzerthaus, der Carnegie Hall New York und bei einer ARTE-Liveübertragung aus dem Palais de Versailles. Er tritt mit renommierten Orchestern auf, wie dem BBC und dem Chicago Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie Orchester, dem Maggio Musicale Fiorentino, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Israel Philharmonic, den Dresdener Philharmonikern, dem Tasmania und dem St Louis Symphony Orchestra und dem Orchestre Symphonique de Montréal. Dabei entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Osmo Vänskä, Ton Koopman und Giovanni Antonini.

Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, u. a. in Aspen, Salzburg, Tanglewood, Spoleto, Ravenna, Cheltenham und Verbier – unter anderem war er Portrait Künstler beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2017 mit über 20 Aufführungen von 10 verschiedenen Programmen. Künstlerische Partnerschaften pflegt er u.a. zu Andreas Scholl, Juan Diego Flórez, Dawn Upshaw, Giora Feidman, Ray Chen, David Greilsammer, Richard Galliano, Ksenija Sidorova, Itamar Doari sowie dem Dover und dem Danish String Quartet. 2018 wurde ihm ein Zeitsinsel- Festival im Konzerthaus Dortmund gewidmet, wo er ein Wochenende mit Klassik, Jazz und Improvisation, sowie ein gemeinsames Programm mit dem Venice Baroque Orchestra und dem georgischen Handschattentheater „Budrugana Gagra“ kuratierte.

Avi Avital wurde in Be’er Sheva im Süden Israel geboren. Mit acht Jahren lernte er das Mandolinenspiel und wurde in das aufstrebende Mandolin Youth Orchestra seines charismatischen Lehrers und musikalischen Leiters Simcha Nathanson berufen. In der Folge studierte er an der Jerusalem Music Academy und dem Conservatorio Cesare Pollini in Padua, wo er mit Ugo Orlandi das Kernrepertoire für die Mandoline erarbeitete. 2007 gewann er als erster Mandolinist die Aviv Competition. Avi Avital spielt eine Mandoline des israelischen Geigenbauers Arik Kerman.