Francesco Tristano: Der »Frühling« zu Gast in der halle02

Francesco Tristano hat sich längst außerhalb der Klassik-Szene einen Namen gemacht. Der Grenzgänger zwischen Flügel und DJ-Pult ist einer der wenigen Künstler, die mit ihren Cross-Over-Projekten einen echten künstlerischen Mehrwert schaffen. Seine Musik ist ein Trip zwischen den Genres, zwischen Klavier und Synthesizer. In seinen neuen »Piano Circle Songs« erkundet er die Schönheit einfacher Melodien. Ein sehr persönliches Programm, das von den Liedern seiner Kinder inspiriert ist.

Teilbestuhlt – Freie Platzwahl – Kein Sitzplatzanspruch

Schüler und Studierende erhalten 25% Ermäßigung, es gibt jedoch keine € 8-Tickets an der Abendkasse.

In Kooperation mit der halle02 Heidelberg

Iiro Rantala

Der Komponist und Pianist Iiro Rantala, geboren 1970, ist eine der bedeutendsten Musiker und Musikbotschafter Finnlands. Als Teenager spielte er in seiner Heimat in mehreren Jazz- und Pop-Gruppen. Auf sein 1988 gegründetes Trio Töykeät konzentrierte er sich sodann 18 Jahre lang. Das Trio war für eine einzigartige Kombination aus Musikalität und Humor bekannt und spielte über 2.000 Shows in fünfundvierzig Ländern. Im Alter von 26 Jahren startete Rantala auch in der klassischen Musik durch, spielte Mozart-Konzerte und Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit Finnlands führenden Orchestern.

Im Jahr 2011 wurde seine Autobiographie „Nyt sen voi jo kertoa“ (Jetzt kann es gesagt werden) veröffentlicht. Rantala schrieb Musik für zahlreiche Theaterstücke und Musicals sowie für einige Spielfilme. Er veranstaltete ein Klavierfestival und eine Konzertreihe im Allotria Club in Helsinki und leitet seit 2011 das Jazz-Klavier-Festival in Kapsäkki. Im Jahr 2013 erhielt er Finnlands höchste Auszeichnung für Künstler, die Pro Finlandia Medaille und im Jahr 2015 eine umfangreiche Fünfjahresförderung des finnischen Staates für seine künstlerische Arbeit. Ausgezeichnet wurde er zudem mit dem ECHO Jazz Award 2012 als bester internationaler Pianist, dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem German Jazz GOLD Award, um nur einige Preise zu nennen.

Grandbrothers

Erol Sarp und Lukas Vogel gründen die Grandbrothers 2011 während ihres Studiums am Institut für Musik und Medien in Düsseldorf. Inspiriert von Künstlern wie John Cage oder Alvin Lucier ist schnell klar, dass der Konzertflügel den Ausgangspukt für ihre Musik bildet. Während sich Erol vornehmlich auf das Klavier konzentriert, entwickelt sich Lukas musikalisches Interesse eher in eine elektronische und technische Richtung. Zusammen kreieren sie einen Sound, der klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik und modernen Produktionsmitteln verbindet.

Die Erstauflage der EP mit Remixen von Greg Wilson, Optimos JD Twitch und Kim Brown war bereits zehn Tage nach Veröffentlichung ausverkauft. Der Track tauchte in etlichen Mixen und Blogs auf und wurde auch von ZEIT Online als ein kulturelles Highlight des Jahres betitelt. Nun erscheint das Debütalbum der beiden Düsseldorfer mit dem Titel »Dilation«.

Ihre Songs beginnen oft als minimalistische Patterns bestehend aus zwei oder drei Tönen, die immer weiter variiert und mit Klavierakkorden unterlegt werden, bis schließlich cineastische Soundscapes entstehen, die in Struktur und Rhythmik ebenso an zeitgenössische elektronische Clubmusik wie auch an Komponisten wie Steve Reich erinnern. Anders als der erste Höreindruck vermuten lassen würde, setzen die beiden Musiker keinerlei synthetische Klangerzeuger ein. Um auf dem Flügel Musik spielen zu können, die über die klanglichen Möglichkeiten des klassischen Klavierspiels weit hinausreicht, entwickelte Lukas eine Apparatur, die zu einem zentralen Element der Musik der Grandbrothers wurde. An dem Instrument werden eine Reihe elektromechanischer Hämmerchen befestigt, die über einen Laptop gesteuert auf verschiedene Teile des Klaviers klopfen und so artifizielle Sounds erzeugen.

Dominik Baer

Dominik Baer ist einer der vielversprechendsten Singer-Songwriter der Region. Seine leicht raue Stimme hat einen unverkennbaren Wiedererkennungswert. Einprägsame, schwebende Melodien voller Gefühl werden von lockeren Grooves ergänzt die nicht nur das Ohr des Zuhörers schmeicheln, sondern auch dessen Beine zum tanzen anregen. Dominik Baer singt vom Leben, wie es ist und wie es sein sollte. Er singt von Freude,Trauer und Hoffnung – von Liebe und von abenteuerlichen Reisen. Das ist manchmal todtraurig und dann auch wieder sehr witzig – wie das Leben eben … So bunt wie seine Texte ist auch seine Musik. Zu Kontrabass und Keys und Perkussion gesellen sich diverse Saiteninstrumente: Ukulele, Banjo und Gitarre. Das ergibt nicht nur einen tollen Sound mit viel Gefühl, sondern sorgt auch für eine gute Prise »Party«.

Elda

Elda
Leila Antary, Bass
Alessa Stupka, Gitarre

Letzte Nacht schrieb ich dir. Gib mir all die Worte. Herzförmige Stücke. Du bist die Tür, ich die Klinke. Mach mit. Küss mich. Kaum atmend. Wie eine Welle. Tiefer. Stielst meinen Schlaf. Von einer zur anderen Seite geworfen. Ist es das, was du willst? Wo Paranoide die Wahrheit sehen. Ich wünschte, ich könnte meinen Mund aufmachen. Umarm das Ungewisse und fang an. Die Lichter sind aus.
So oder ähnlich besingen Leila und Alessa mit ihren charakteristischen Stimmen, die ohne einander nicht können, das Leben. Echt, sehnsüchtig, immer anders und wie es kommt. Englischsprachiger Prog-Pop aus Mannheim, der gefühlt werden will.

Stark.Müller.Thornton

Stark.Müller.Thornton, das sind Theresa Stark (Drums), Hilde Müller (Piano) und David Thornton (Bass). Die drei Wahlmannheimer spielen eine exquisite Mischung aus Jazz und Pop.

Rebekka Bakken

Wenn es nach Rebekka Bakken ginge, würde man nicht über ihre Musik reden, sondern sie am besten nur anhören. Die Singer-Songwriterin mit der tief unter die Haut dringenden Drei-Oktaven-Stimme ist eine „Anti Drama Queen“, eine gleichzeitig rastlose und in sich ruhende Seele, die beständig abwägt und bloß kein Aufhebens um ihre Person und ihre Kunst gemacht haben will. „Ich brauche die Musik mehr als sie mich braucht“, sagt sie daher. Hören ist Fühlen ist Leben, wenn es um diese emotionale Künstlerin geht. Aber vielleicht gerade weil ihre Lieder so poetisch und vielsagend sind, ihre Melodien so eine klare, schöne Sprache sprechen, ist die Neugierde so groß, dahinter zu schauen. Mit ihrem fünften Soloalbum setzt die norwegische Sängerin, die lange in New York und Wien wohnte und inzwischen auf einer Pferdefarm in Schweden lebt, ihre „amerikanische Serie“ fort. Diese Musik berührt, auf etlichen Ebenen. „Kommunikation“, sagt Rebekka Bakken, „braucht so viel mehr als Worte.“ Dabei verhilft es ihrer Musik, die sie seit jeher am Klavier komponiert, zu einem neuen, freien und selbstsicheren Ausdruck. „Musik kann nicht nicht geschehen“, sagt sie, bewusst in der doppelten Verneinung. „Nur wenn man sich bemüht, klappt es nicht. Wenn man nicht zu viel denkt, kann Musik einfach kommen.“


Trio Belli-Fischer-Rimmer

Das Trio Belli-Fischer-Rimmer verbindet in der ungewöhnlichen Besetzung mit Posaune, Klavier und Schlagzeug verschiedenste Epochen und Stile. In ihren Konzerten präsentieren sie, in teilweise eigenen Bearbeitungen, Musik von Bach bis Xenakis, von Debussy bis Piazzolla und spannen mit umwerfender Spielfreude eine Brücke zwischen Klassik, Jazz und Moderne. Immer wieder gibt das Trio auch neue Werke in Auftrag.

Frederic Belli (Posaune), Johannes Fischer (Schlagzeug) und Nicholas Rimmer (Klavier) schlossen sich als Preisträger des Deutschen Musikrates zum Trio Belli-Fischer-Rimmer zusammen.
Alle drei Musiker sind national und international mehrfach ausgezeichnet worden und konzertieren weltweit als Solisten und Kammermusiker.
Frederic Belli ist Soloposaunist des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden/Freiburg. Nicholas Rimmer ist ein hochkarätiger Kammermusiker, Liedbegleiter sowie Pianist des Leibnitz-Trios; darüber hinaus unterrichtet er an der Musikhochschule in Hannover. Johannes Fischer konzertiert international als Schlagzeugsoloist – von Konzerten mit Orchester bis hin zu Solorezitals; außerdem ist er Schlagzeugprofessor an der Musikhochschule Lübeck und wirkt auch als Komponist und Dirigent.

Taksim Trio

Taksim Trio

Das Taksim Trio setzt sich aus drei der bekanntesten türkischen Instrumentalisten zusammen: Hüsnü Şenlendirici an Klarinette und Duduk, İsmail Tunçbilek an der akustischen und elektrischen Bağlama (türkisches Saz) und Aytaç Doğan an der Kanun.

Die Musik der drei Virtuosen (und Superstars!) aus Istanbul speist sich sowohl aus der traditionsreichen Musik der Gipsys als auch aus den Klängen des Bosporus. In ihren Programmen verweben sie orientalische Melodien traditionell türkischer Musik mit Elementen des Jazz und der klassischen Musik.

Gregor Schwellenbach © Jan Höhe

Gregor Schwellenbach

Gregor Schwellenbach, Komponist, Arrangeur und Multiinstrumentalist, ist bekannt durch seine Theater-, Fernseh- und Hörspielkompositionen sowie seine Veröffentlichungen auf dem Kölner Elektroniklabel „Kompakt“. Für sein Projekt Gregor Schwellenbach spielt 20 Jahre Kompakt erhielt er den renommierten VIA! VUT Indie Award 2014. Er komponierte Musik für über 50 Theaterproduktionen wie z.B. die Uraufführung von Elfriede Jelineks Aber sicher! am Theater Bremen und für mehr als 10 Filme für arte, WDR, und ZDF. Seine Komposition IAC#1 für computergesteuerte Orgel wurde 2014 im Kölner Dom aufgeführt. Zuletzt arbeitete er an einem Orchesterprojekt mit sinfonischer Postminimal- und Ambientmusik am Centro de Experimentación del Teatro Colón (Experimentalstudio des Opernhauses) in Buenos Aires und arrangiert für das WDR Funkhausorchester.
Als Instrumentalist an verschiedenen Instrumenten ist er in Pop wie in der zeitgenössischen Musik gefragt. Mehrfach war er als Mitglied der Performancegruppe aroseis Gast bei der Berliner Maerzmusik. Als Kontrabassist des Chansontrios Male Babes erhielt der den Niedersächsischen Kleinkunstpreis, und als Studiopianist des Popsängers Maxim war er für mehrere Monate in den deutschen Albumcharts. Gregor Schwellenbach ist Dozent für Arrangement und Ensemblespiel an der Folkwang Universität der Künste.
Im Auftrag der Kölner Philharmonie gab er Workshops über Filmmusik an Kölner Schulen, für das Goethe Institut leitete er Kinderworkshops über elektronische Tanzmusik in Santiago de Chile, er hielt Vorträge im Ableton HQ Berlin sowie bei Creative Mornings Cologne und unterrichtete an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, an der er Tonstaz/Gehörbildung und Schulmusik studierte.