Simon Kluth © Ulrikismus

Simon Kluth

Simon Kluth, 1986 in Hamburg geboren, studierte Musik mit Hauptfach Violine in Detmold und Hannover bei Elisabeth Kufferath und in Paris bei Boris Garlitzky. Er ist langjähriges Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie und nahm an der Lucerne Festival Academy teil. Derzeit ist er im Orchester im Treppenhaus und als Stimmführer in der Hamburger Camerata tätig. In verschiedenen Kammermusikformationen spielte er u. a. bei den Kunstfestspielen Herrenhausen, beim Manifeste Paris, Luzern Festival und zusammen mit Jörg Widmann beim Heidelberger Frühling. Simon Kluth ist Erfinder, Veranstalter und Moderator des Komponistenwettstreits Composer Slam. Eine besondere Leidenschaft gehört der zeitgenössischen Musik. Er bekam Kammermusikunterricht von Mitgliedern des Kairos Quartetts und des Ensemble Intercontemporain. Mit seinem SonARTrio wurde er Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbes 2013. Seine Auftritte hat Simon Kluth in Konzertsälen genauso wie in Clubs, Bars und Cafés, wie mit seiner Band Klangheimlich.

Stuttgarter Kammerorchester © Jona Laffin

Stuttgarter Kammerorchester

Das im Jahr 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester ist eines der renommiertesten Ensembles seiner Art und nimmt seit über 65 Jahren einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Zahlreiche international bekannte Solisten wie Daniel Hope, Daniel Müller-Schott, Fazil Say, Hélène Grimaud und Ian Bostridge konzertieren mit dem Ensemble. Erste Schallplattenaufnahmen gehen bereits auf das Jahr 1949 zurück und sind Zeugnisse einer der erfolgreichsten Orchesterbiografien im jungen Nachkriegsdeutschland. Zuletzt erschien in 2013 Aufnahmen mit Vivaldi-Konzerten (Tacet) unter der Leitung von Ariadne Daskalakis. Ein wichtiger Akzent in der Arbeit des Stuttgarter Kammerorchesters ist die Kooperation mit Stuttgarter Bildungseinrichtungen; u.a. arbeitet das Orchester mit Grundschülern und sehbehinderten Jugendlichen im Rahmen von Education-Projekten zusammen. Das Stuttgarter Kammerorchester nimmt seine Aufgabe als musikalischer Botschafter durch eine intensive und weltweite Gastspieltätigkeit wahr. Zuletzt unternahm das Orchester Tourneen und Gastspielreisen nach Indien und Südamerika, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien und in die Niederlande. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde dem Stuttgarter Kammerorchester im Jahr 2008 der Europäische Kammermusikpreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen. Das Stuttgarter Kammerorchester wird gefördert vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch GmbH.

Avishai Cohen © Youri Lenquette

Avishai Cohen

Avishai Cohens Musik gleicht einem Strudel der Gefühle. Die Struktur der Songs, ihre intime Architektur überrascht immer wieder, nimmt unerwartete Wendungen. Mit seinen Kompositionen zügelt er die Gefühle, hält sie zurück, damit sie sich voll entfalten können, und verhindert somit, dass die Energie verpufft, bevor sie den Zuhörer erreicht. Cohens Stücke sind immer schon grenzenlos, sowohl was Musikstile als auch was geographische Grenzen betrifft, und gleichwohl stark von traditioneller jüdischer Musik inspiriert. Der aus Jerusalem stammende Avishai Cohen, der sich inzwischen in Tel Aviv niedergelassen hat und den Ruf als einer der populärsten Jazzmusiker der letzten zehn Jahre genießt, nähert sich mit dem Album »Seven Seas« seinem künstlerischen Zenit. Ein verwegener Charme zeichnet das musikalische Schaffen des Kontrabass-Spielers aus, dessen facettenreiches Talent sich als Komponist, Pianist, Arrangeur und zuletzt auch als Sänger zeigt. Der Komponist mit rastlosen Texten, der phänomenale Musiker, überraschende Liveperformer – all dies trat in den Schatten, um einen Sänger mit sanfter Stimme und kosmopolitischem Esprit zu offenbaren, der sowohl hebräische als auch arabisch-andalusische Untertöne vereinen konnte.