Late Night Lounge präsentiert von MLP: Hiyoli Togawa & Alexej Gerassimez

Der Vater war skeptisch. Schlagzeug? Doch der Sohn blieb hartnäckig. Mit sieben durfte Alexej Gerassimez den ersten Schlagzeug- Unterricht nehmen, das Klavier hatte ihn nur wenig begeistert. Im Eiltempo gewann er Preise, studierte bei Peter Sadlo und zählt heute zu den herausragenden Perkussionisten. Mit Hiyoli Togawa zusammen, der früheren Stipendiatin unserer Kammermusik Akademie und erfolgreichen Solistin, präsentiert er in dieser Late Night Lounge ein äußerst ungewöhnliches Programm, das das Schlagzeug mit einer unerwarteten Aufgabe konfrontiert: Begleitinstrument zu sein. In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Simone Rubino mit seinem ESEGESI Percussion Quartet

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Alle, die sich für Schlagzeug interessieren, sollten sich den Namen des jungen Simone Rubino, Jahrgang 1993, merken. Schon jetzt konzertiert er als Solist mit den Wiener Philharmonikern und anderen Weltklasseorchestern; den 1. Preis des ARD-Musikwettbewerbs hat er bereits 2014 gewonnen. Nach Heidelberg kommt er mit seinem Percussion-Quartett ESEGESI. Simone Rubino, Sergey Mikhaylenko, Richard Putz und Christian Benning haben sehr unterschiedliche kulturelle Wurzeln. Jeder bringt andere Traditionen ein, die ihn geprägt haben. Aber alle sind sich einig, dass sie gemeinsam die Möglichkeiten der Percussions-Instrumente ausloten und neue Wege einer Kammermusik für Schlagzeug gehen wollen.

Im Anschluss: »Stadthalle late« mit dem Mario Angelov Quartett (im Festivalzentrum)

Wir danken Tine und Dr. Johannes Schmidt-Tophoff

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
Deutschlandradio Kultur

Cairo Jazz Station

Cairo Jazz Station
Ismail Altunbas, Schlagzeug (Türkei)
Loris Leo Lari, Kontrabass (Italien)
Bacem Yousfi, Oud (Algerien)

Am Knotenpunkt von Jazz und zeitgenössischer Musik des Nahen Ostens liegt die »Cairo Jazz Station«: Das Ensemble ist aus einer pädagogischen und künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem Aix-en-Provence Festival und dem Makan ägyptischen Zentrum für Kultur und Kunst entstanden, und hat sich das Ziel gesetzt, nach einer neuen, gemeinsamen musikalischen Identität in der Tradition der mündlichen und der improvisierten Musik Europas und des Nahen Ostens zu suchen. Eine einzigartige neue Mischung aus Timbres, geboren aus der Notwendigkeit, den Abstand zwischen den Ufern und Klangwelten einer sich rasch verändernden Welt zu überbrücken. Nachdem das Ensemble 2017 beim »Frühling« begeisterte, ist es nun wieder zu Gast.

The Erlkings: »Brotzeitkonzert«

Die Erlkönige: das ist der kokett-selbstbewusste Name dieses außergewöhnlichen Quartetts, das einen genialischen Frontalangriff auf Franz Schuberts zum Bildungsgut erstarrte Lieder gestartet hat: Ins Englische übersetzt und zum Country- oder Popsong gemacht (wiewohl Schuberts Melodie immer erhalten bleibt!) gehen Schuberts Lieder wieder dorthin, wo sie hingehören: in den privaten Raum oder die Kneipe. Kein Ort in Heidelberg könnte für ein solches Programm geeigneter sein als die Kulturbrauerei mit ihrem Tanzsaal aus den 19. Jahrhundert. Es darf und soll gegessen werden!

Bitte beachten Sie: Jeder Gast erhält eine Vesperplatte, die vor Ort zu zahlen ist (€ 11,90). Änderungen oder Stornierung möglich unter Tel.: 06221/502980.

Bei den noch verfügbaren Karten handelt es sich um Hörplätze ohne Sicht auf die Bühne.

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt. Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221  584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Martin Grubinger & BBC Philharmonic

Wann je hat ein Schlagzeuger einen solch nachhaltigen Erfolg gehabt wie Martin Grubinger? Und er hat diesen Erfolg klug eingesetzt: Grubinger hat schon mehrere Komponisten zu neuen Werken angeregt, darunter Péter Eötvös mit »Speaking drums und Tan Dun, der sein »The Tears of Nature« ebenfalls für den Österreicher geschrieben hat. Auch Edward Elgar weist in seiner zweiten Sinfonie, 1911 uraufgeführt, dem Schlagzeug eine herausragende Rolle zu: Im rastlosen Scherzo soll es nach dem Willen des Komponisten das Orchester in einer atemberaubenden Passage nach und nach »unter sich begraben«.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken

Familienfrühling »Einmal Zukunft und zurück!«

Die Klangforscherin Dr. Crescendo steht vor einem großen Problem: Sie hat sämtliche Klänge, die es auf der Welt gibt, archiviert. Ihr geliebtes Klanglabor steht vor dem Aus! Verzweifelt lädt sie zwei Musiker zu sich ein, in der Hoffnung, doch noch Hilfe zu bekommen. Und tatsächlich: Sie haben eine Idee. Was die Klangforscherin nämlich nicht wusste: Mit Musik kann man auch durch die Zeit reisen und an längst vergessene Orte gelangen. Hier gibt es noch viele Klänge zu entdecken. Doch wie bei allen Experimenten besteht das Risiko, dass etwas schiefgehen könnte. Gelingt die Rückkehr in die Gegenwart?

(Ab 6 Jahren geeignet)

In Kooperation mit TES e. V., Kulturkreis Boxberg-Emmertsgrund und Bürgerhaus HeidelBERG Emmertsgrund

 

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ESEGESI Percussion Quartett

Es war die Idee einer langen Sommernacht: Simone Rubino und Sergey Mikhaylenko, beide Studenten der Schlagzeugklassen von Professor Sadlo in München bzw. am Salzburger Mozarteum,  wollten das Ideal des klassischen Quartettspiels in einem Percussion-Quartett verwirklichen. Es sollte ein Musizierendes Nehmens und Gebens  in der besten Quartett-Tradition der Kammermusik sein – nur eben nicht mit Streichern, Bläsern oder einem Pianisten, sondern  ausschließlich mit Schlagwerk und der Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten.
Simone Rubino und Sergey Mikhaylenko begeisterten Richard Putz und Christian Benning von ihrer Idee.

Den Namen des Quartetts, ESEGESI, ist zugleich der Titel des dritten Teil einer Trilogie, die der italienische Komponist  Roberto Bocca für den Simone Rubino, Sergey Mikhaylenko, Richard Putz und Christian Benning gewidmet hat.

The Erlkings

The Erlkings
Bryan Benner, Gesang und Gitarre
Ivan Turkalj, Violoncello
Gabriel Hopfmüller, Tuba
Thomas Toppler, Schlagzeug

Die Erlkings sind ein Schubert-Ensemble jenseits aller Genres: Die vier klassisch ausgebildete Multi-Instrumentalisten rund um Sänger und Gitarrist Bryan Benner haben Lieder des großen kleinen Wieners in ein modernes Englisch übertragen und für ihre ureigene Besetzung arrangiert. Frische Versionen von Klassikern wie der »Forelle« oder dem namensgebenen »Erlkönig«, die auf der Konzertbühne genauso zuhause sind wie in einer verrauchten Kneipe. Die Erlkings sind die einzige Band, der es gelingt, dass Menschen zu Goethe und Schiller tanzen. Schon letztes Jahr konnten dies die Frühlingsbesucher beim Brotzeitkonzert der Erlkings miterleben.

Duo Enßle-Lamprecht

Virtuos, unkonventionell und voller Spielfreude – so präsentieren sich Anne-Suse Enßle (Blockflöte) und Philipp Lamprecht (Schlagwerk) ihrem Publikum. Stets auf der Suche nach Neuem, »Unerhörtem« entführen sie ihr Publikum in die Klangwelten unserer Zeit. Mit einem schier unerschöpflichen Instrumentarium aus verschiedensten Flöten- und Schlaginstrumenten widmen sie sich neuer und neuester Musik und der Musik des Mittelalters. Im Jahr 2008 in Salzburg gegründet, spezialisierte sich das Ensemble auf die Aufführung zeitgenössischer Werke und Klanginstallationen sowie mittelalterlicher Musik (Tänze, Troubadourgesänge und geistliche Musik des Mittelalters). Unablässig geben die Musiker neue Werke in Auftrag. Workshops an Musikhochschulen in Österreich und Deutschland sind ebenfalls Teil der Aktivitäten der beiden Musiker. Darüber hinaus komponieren und improvisieren Anne-Suse Enßle und Philipp Lamprecht auch eigene Stücke. Aktuelle Projekte sind mehrere Kinderkonzertprogramme in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum und dem Podium Festival Esslingen sowie die Gesamtaufführungsreihe der Werke Minnesängers Mönch von Salzburg (14. Jh.) mit einem erweiterten Ensemble bestehend aus Sängern und Instrumentalisten (Partner: Internationale Paul Hofhaymergesellschaft Salzburg, u.A.m.). 2012 erhielt das Ensemble ein Startstipendium des Österreichischen Bildungsministeriums.

Alexej Gerassimez

Das Repertoire des 1987 in Essen geborenen Percussionisten Alexej Gerassimez reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis zu Minimal Music, und wird durch eigene Kompositionen ergänzt.
Im Januar 2017 hat Alexej Gerassimez im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten der Elbphilharmonie in Hamburg an Sasha Waltz‘ choreografischer und musikalischer Raumerkundung mitgewirkt. Im Sommer 2017 wird er als Preisträger in Residence zahlreiche Konzerte in unterschiedlichsten Besetzungen bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern bestreiten und sein Instrument in all seinen Facetten vorstellen.

Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester (u. a. NDR Radiophilharmonie Hannover, Münchner Philharmoniker, Konzerthausorchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Rundfunksinfonieorchester Berlin) unter der Leitung von Dirigenten wie Gerd Albrecht, Tan Dun, Kristjan Järvi, Eivind Gullberg Jensen und Michel Tabachnik.
Alexej Gerassimez ist Preisträger wichtiger Wettbewerbe, darunter der zweite Preis des ARD-Musikwettbewerb im September 2014; der erste Preis beim Deutschen Musikrat-Wettbewerb als auch der erste Preis sowie Publikums-, Presse- und Sonderpreis bei der „TROMP Percussion Competition“ im Jahr 2010.

Sein Studium absolvierte Alexej Gerassimez bei Christian Roderburg und Stefan Hüge an der Hochschule für Musik in Köln, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und bei Peter Sadlo an der Hochschule für Musik und Theater München. Er selber ist inzwischen als Gastdozent am Mozarteum Salzburg und am Birmingham Conservatoire tätig.

Er ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und des PE-Förderkreises. Weitere Förderung erhielt er von der Degussa-Stiftung, der Jürgen Ponto Stiftung, der Jütting Stiftung, der GenRe Stiftung, der Orlandus Lassus Stiftung und der Dr. Carl Dörken Stiftung. Im September 2016 wurde ihm der Musikpreis des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen verliehen.