Bergen Philharmonic Orchestra

Das Bergen Philharmonic Orchestra, eines der ältesten Orchester der Welt, wurde 1765 gegründet und feierte 2015 sein 250-jähriges Jubiläum. Edvard Grieg pflegte eine enge Verbindung zum Bergen Philharmonic und war von 1880 bis 1882 dessen künstlerischer Leiter. Das 101-köpfige Ensemble besitzt den Status eines norwegischen Nationalorchesters, Chefdirigent ist Edward Gardner. Dank seiner Einspielungen, umfangreichen Tourneen und internationalen Auftragsvergaben genießt des Orchester weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

In den vergangenen Spielzeiten ist das Bergen Philharmonic im Concertgebouw Amsterdam, bei den BBC Proms, in der Royal Albert Hall, dem Edinburgh International Festival, im Wiener Musikverein und Konzerthaus, in der Carnegie Hall und der Berliner Philharmonie aufgetreten. Tourneen führte es u.a. nach Deutschland, Schweden, England und Irland.

2015 gründete das Bergen Philharmonic seinen eigenen kostenlosen Livestream-Service BergenPhiLive.no. Ein fest eingeführtes Jugendsymphonieorchester, das Bergen Philharmonic Youth Orchestra, gibt vier bis sechs Konzerte im Jahr.

Das Orchester veröffentlicht zurzeit vier CDs pro Jahr und pflegt langjährige künstlerische Partnerschaften mit herausragenden Musikern wie Leif Ove Andsnes, Jean-Efflam Bavouzet, James Ehnes, Gerald Finley, Stuart Skelton, Alban Gerhardt, Vadim Gluzman, Stephen Hough, Freddy Kempf, Truls Mørk, Steven Osborne und Lawrence Power.

Jamie Phillips

Jamie Phillips erregte erstmals internationale Aufmerksamkeit durch seinen Erfolg beim Nestle Salzburg Conducting Award 2012 und anschließend als Associate Conductor des Hallé Orchestra. Phillips wurde in der Saison 2015/16 als Dudamel Fellow zum Los Angeles Philharmonic eingeladen, wo er unter anderem sein Debüt mit dem Orchester in der Walt Disney Concert Hall gab.

In den letzten Saisons dirigierte Jamie Phillips u.a. das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das BBC Scottish Symphony Orchestra, das Bournemouth Symphony Orchestra, die Camerata Salzburg, das Copenhagen Philharmonic, das Swedish Chamber Orchestra, das Helsingborg Symphony Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande und die Deutsche Radio Philharmonie.

Jamie Phillips engagiert sich für die Musik des neuen und 20. Jahrhunderts und hat zwei CDs mit der Musik von Tarik O’Regan und Helen Grime aufgenommen, beide mit dem Hallé für das Label NMC.

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern

Seit mehr als zehn Jahren ist die Deutsche Radio Philharmonie fester Bestandteil der weltweit einmaligen deutschen Orchesterlandschaft. Das Orchester entstand aus der Fusion von Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (SR) und Rundfunkorchester Kaiserslautern (SWR) und nimmt als ARD-Rundfunksinfonieorchester seine Aufgaben an den Orchesterstandorten Saarbrücken und Kaiserslautern ebenso wahr, wie auch in den Kulturprogrammen des Saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks, im SR/SWR-Fernsehen oder auf ARTE. Regelmäßig tritt die Deutsche Radio Philharmonie im grenznahen Frankreich und Luxemburg auf, sowie in Mainz, Karlsruhe und Mannheim. Tourneen führten in den letzten Jahren in die Schweiz, nach Polen, China, Japan und bereits drei Mal nach Südkorea.

Mit Beginn der Saison 17/18 tritt der Finne Pietari Inkinen sein Amt als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie an. Er folgt auf den Briten Karel Mark Chichon, der die Position von 2011 bis 2017 innehatte, und Christoph Poppen, der das Orchester von 2007 bis 2011 prägte. Der im Februar 2017 verstorbene Dirigent Stanislaw Skrowaczewski war dem Orchester als Erster Gastdirigent eng verbunden, 2015 wurde er 92-jährig zum Ehrendirigenten ernannt.

Im Zentrum der Orchesterarbeit stehen das klassisch-romantische Kernrepertoire und regelmäßige Uraufführungen zeitgenössischer Musik sowie die Vergabe von Auftragswerken. Mit der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“ hat die Deutsche Radio Philharmonie jungen Komponisten ein Podium zur Aufführung ihrer ersten Orchesterwerke geschaffen. Auch mit Spezialisten erarbeitete historisch-informierte Interpretationen der Vorklassik sind regelmäßig in den Konzertprogrammen präsent, ebenso neu- oder wiederentdeckte Werke bislang wenig beachteter Komponisten, darunter der deutsch-französische Romantiker Louis Théodore Gouvy, der Exilkomponist Werner Wolf Glaser oder der deutschstämmige, israelische Komponist Tzvi Avni.

Fester Bestandteil der Orchesterarbeit ist die Musikvermittlung. „Klassik macht Schule“ richtet sich mit Kinderkonzerten, Familienkonzerten, Workshops oder der ARD Schulsinfonie an das junge Publikum.

Live im Konzertsaal, im Radio, Fernsehen oder auf CD erschließt die Deutsche Radio Philharmonie Klassikfreunden die enorme Repertoirebreite eines Rundfunksinfonieorchesters in höchster künstlerischer Qualität. Mehrere CDs aus der umfangreichen Orchester-Diskographie erhielten internationale Auszeichnungen: Klavierkonzerte von Grieg und Moszkowski wurden in der Einspielung mit dem Pianisten Joseph Moog für den Grammy 2016 nominiert, „Meditation“ mit der Sängerin Elina Garanca erhielt den Echo-Klassik 2015, die Einspielung „Französische Posaunenkonzerte“ mit dem Solisten Fabrice Millischer den Echo-Klassik 2014. Die Aufnahmen der Dvorák-Sinfonien von Karel Mark Chichon finden international große Beachtung. CD-Zyklen entstanden von Sinfonien der Komponisten Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky und Schumann. Mit Podcast- und

Festivalfinale: Mahler Chamber Orchestra

Die Konzerte des Mahler Chamber Orchestra umrahmen den Heidelberger Frühling 2018. Nach dem Eröffnungskonzert unter François-Xavier Roth kehrt dieses »weltbeste Kammerorchester« mit seinem künstlerischen Partner Daniele Gatti zurück an den Neckar. Gatti und das MCO verbindet eine besondere Zuneigung – und das hört man, besonders bei Gattis Leib- und Magenkomponisten Beethoven und Schumann.

Im Anschluss: Abschlussfest im Ballsaal

City of Birmingham Symphony Orchestra

Unter der Leitung seiner Kapellmeisterin, der jungen litauischen Mirga Gražinytė-Tyla, ist das Sinfonieorchester der Stadt Birmingham („City of Birmingham Symphony Orchestra, CBSO“) eines der führenden Sinfonieorchester in Großbritannien. Das CBSO hat seinen Stammsitz in Birminghams Symphony Hall und gibt jährlich über 150 Konzerte in Birmingham und auch außerhalb. Des Weiteren managt es vier Chöre, ein Jugendorchester und ein Lern- und Mitmachprogramm, das jedes Jahr über 70.000 Menschen erreicht.

Elgar dirigierte das erste Sinfoniekonzert des CBSO im November 1920 und 1962 gab das CBSO die Weltpremiere von Brittens War Requiem. 1980 berief das CBSO den 25-jährigen Simon Rattle als seinen Chefdirigenten, was Rattle und das Orchester ins internationale Rampenlicht rückte. Rattles Nachfolger Sakari Oramo (1998-2008) und Andris Nelsons (2008-2015) fuhren fort, den weltweiten Ruf zu festigen.

Jetzt, unter der dynamischen Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla, des stellvertretenden Dirigenten Michael Seal, des Assistenz-Dirigenten Jonathan Bloxham und des Chorleiters Simon Halsey CBE, baut das CBSO auch weiterhin auf seiner Stärke als internationales Orchester, das in einer vielfältigen und energiegeladenen Stadt des 21. Jahrhunderts ansässig ist, auf. Wir hoffen, dass Sie die Aufführung heute Abend genießen werden und laden Sie herzlichst ein, sich das Spektrum unseres erstklassigen Musizierens für alle Geschmäcker und Altersgruppen in unserem Zuhause Birmingham, dem „Herzen Englands“, anzuhören.

Igor Levit & Tonhalle-Orchester Zürich

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Die Enigma-Variationen, 1899 uraufgeführt, platzierten Edward Elgar mit einem Schlag auf die Landkarte der Neuen Musik um 1900. Die delikate Orchesterbehandlung, die äußerst geistreiche Themenverarbeitung und die Vielzahl verborgener außermusikalischer Bedeutungen machen das Werk zum vielleicht attraktivsten Variationszyklus für Orchester überhaupt – die »Nimrod«-Variation wurde gar zum Allzeit-Hit. Das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms ist da so etwas wie ein Gegenstück: ein in drei Jahren harter Arbeit entstandener, zweifellos genialer Koloss, den Igor Levit hier in Heidelberg auf die Bühne wuchtet.

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und
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Maximilian Hornung & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife erobert der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien. Im August 2014 gab der 1986 in Augsburg geborene, unter anderem bei David Geringas studierte Musiker sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. In Heidelberg musiziert Maximilian Hornung jetzt Henri Dutilleux’ expressives Cellokonzert »Tout un monde lointain«, das 1970 uraufgeführt wurde. Zwei zentrale Werke Benjamin Brittens, das 1945 zu Henry Purcells 250. Todestag entstandene »The Young Person’s Guide to the Orchestra« und die »Four Sea Interludes « sowie Strawinskys »Feuervogel« in der Fassung von 1919 vervollständigen das ausdrucksstarke Programm.

In Kooperation mit

VERSCHOBEN: Jugendkonzert mit Malte Arkona

Immer wieder faszinieren und inspirieren Komponisten Sagen, Mythen, Marchen. Igor Strawinsky zum Beispiel: das russische vom magischen Feuervogel. So hat er eine Ballettmusik dazu geschrieben. Und man kann genau hören, wie der farbige Vogel zu den Klängen des Orchesters fliegt, zwitschert, schreit. Moderator Malte Arkona erzählt ein Fantasy-Abenteuer, das auch heute noch fasziniert – und lüftet die Geheimnisse der bahnbrechenden Partitur.

In Kooperation mit

Mirga Gražinytė-Tyla & City of Birmingham Symphony Orchestra

Rudolf Buchbinder ist ein Pianist, der sich mit mustergültigen Interpretationen der Werke einer relativ kleinen Zahl von Komponisten – vor allem Mozart und Beethoven, aber auch Schumann – Weltruhm erworben hat. Deshalb ist es ein besonderes Glück, dass er der Solist im zweiten Heidelberger Konzert des City of Birmingham Symphony Orchestra sein wird. Schumanns Klavierkonzert steht sinnfällig der Fünften Beethovens – einer der Buchbinder’schen Hausgötter also! – gegenüber. Dazwischen hat Mirga Gražinytė-Tyla ein faszinierendes Werk aus ihrer litauischen Heimat platziert: Die Komposition »Fires« der Komponistin Raminta Šerkšnytė aus dem Jahr 2010 ist ein teils dunkel-geheimnisvolles, teils tumultuöses Werk voller raffinierter Orchesterfarben, das mit einem überraschenden Beethoven-Zitat endet.

Wir danken
Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Jörg Widmann & City of Birmingham Symphony Orchestra

Mirga Gražinytė-Tyla ist als Dirigentin in atemberaubendem Tempo an die internationale Spitze gelangt. Noch 2011/12 war sie 2. Kapellmeisterin in Heidelberg, dann folgten Engagements in Bern und Salzburg und 2016 wurde sie, gerade einmal 29 Jahre alt, Chefin des renommiertesten britischen Orchesters, des City of Birmingham Symphony Orchestra. Heidelberg blieb sie verbunden; nun kehrt sie mit »ihrem« Orchester und gleich zwei Konzerten zurück. Den ersten der beiden Abende rahmt sie mit zwei Hauptwerken Claude Debussys, dessen 100. Todestag 2018 begangen wird. Jörg Widmann wird mit Mozarts Klarinettenkonzert zu hören sein: ein Stück, das er durch sein ganzes Leben tragt, so Widmann.

Innocence in Danger e.V. ist eine weltweite Bewegung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Heidelberger Frühling unterstützt den Verein in seinem Anliegen und veranstaltet dieses Konzert in Kooperation mit Innocence in Danger.