Bariton Christian Gerhaher und Pianist Gerold Huber fotografiert von Nikolaj Lund

Christian Gerhaher & Gerold Huber

KONZERTSTREAM – Melodram-Nacht mit Fellows der Lied Akademie

Lisa Florentine Schmalz

Die 1991 in Kiel geborene Lisa Florentine Schmalz arbeitet als Solistin vor allem in den Bereichen Oper und Oratorium. In ihrer Arbeit sucht sie nach einer offenen und zeitgemäßen Form des klassischen Gesanges und der szenischen Darstellung, insbesondere im Bereich des Musiktheaters.

Engagements brachten sie als Solistin an klassische Bühnen wie das Theater Kiel, das Theater Bremen, das Nationaltheater Mannheim und in die opera stabile der Hamburgischen Staatsoper. Immer wieder arbeitet sie darüber hinaus als Darstellerin an Schnittstellen von anderen performativen Kontexten und im des Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters. Dabei war und ist sie auf Bühnen wie dem Thalia Theater Hamburg, Kampnagel und dem Lichthof Theater zu sehen. Ihr großes Interesse gilt hierbei besonders der Arbeit mit jungen Regisseur*innen. Beruflich eng verbunden ist sie Benjamin van Bebber, Martin Mutschler und Vendula Nováková. Zu den wichtigen gesungenen Rollen gehören unter anderem jeweils die Titelpartien in Händel’s Alcina (2018), Hartmann’s Simplicius Simplicissimus (2018), sowie die Hauptrolle in Ethel Smyth’s The Wreckers (2019).

Neben dem Musiktheater führte ihre rege solistische Konzerttätigkeit sie unter anderem in die Laeiszhalle Hamburg,die Essener Philharmonie, das Konzerthaus Freiburg und in das Kieler Schloss, sowie nach Italien und Österreich mit Orchestern wie der Camerata Hamburg, den Symphonikern Hamburg, den Bremer Philharmonikern, der Jenaer Philharmonie, den Kieler Philharmonikern, der Camerata Kiel, oder dem Elbipolis Orchester. 2018 war sie als Solistin in Konzerten mit Bach’s Magnificat (Dirigent: Thomas Hengelbrock) und Mozart’s Exsultate jubilate (Dirigent: Christoph-Mathias Mueller) zu hören. Neben den Oratorienpartien ihres Fachs, unter anderem von Bach, Haydn, Händel und Mozart, und der Partizipation in Ensembles, wie dem Balthasar Neumann Chor, gilt ihr Augenmerk im Konzertbereich der zeitgenössischen Musik. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf ihrem Kammermusiktrio mit der Pianistin Mariana Popova und der Klarinettistin Boglárka Pecze.

Die Spielzeit 2019/20 umfasst, neben einer Reihe von Konzerten u.a. im Michel (Leitung: Christoph Schoener), Produktionen u.a. am Thalia Theater (Regie: von Elsa Sophie Jach), am Theater Kiel (Regie: Jörg Diekneite), im Lichthof Theater Hamburg (Regie: Kerstin Steeb) und auf Kampnagel (Regie: Benjamin van Bebber).

Ihr Studium, welches sie im Sommer 2018 mit dem Master Oper abschloss, absolvierte sie an den Musikhochschulen in Zürich und Hamburg. Mit Michaela Kaune, in deren Klasse Lisa Florentine zuletzt studierte, verbindet sie auch nach ihrem Studium eine enge Zusammenarbeit. Meisterkurse bei KS. Brigitte Fassbaender, Michelle Breedt und Christiane Iven bereicherten ihre Ausbildung. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Claussen- Simon-Stiftung und Preisträgerin des Mozart- Wettbewerbs der Absalom- Stiftung sowie des Masefield- Wettbewerbs der A. Töpfer Stiftung und gewann im Mai 2017 den 1. Preis beim Elise-Meyer Wettbewerb. Rundfunk- und CD Aufnahmen dokumentieren Lisa Florentines Schaffen. Ende 2019 erschien eine erste solistische CD Aufnahme der Sopranistin mit Ersteinspielungen französischer Barockkantaten.

Im Rahmen ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit der Künstlerin Pauline Jacob wirkte sie 2020 jüngst in ihrer Hörspielproduktion für den WDR mit.

Tora Augestads

Tora Augestads Vielseitigkeit inspiriert Komponisten, Regisseure und Dirigenten. Mit von ihr in Auftrag gegebenen Kompositionen und in ihren verschiedenen Ensembles sucht sie stets nach künstlerischem Austausch und neuen Herausforderungen. Dabei weiß sie darstellerisch zu überzeugen und ihre vokalen Fähigkeiten, die eine Einordnung in gängige Stimmfächer sprengen, klug einzusetzen.

Die 1979 in Bergen geborene Sängerin und Schauspielerin studierte sowohl klassische Musik als auch Jazzgesang und widmete sich dabei intensiv dem Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts. Studienaufenthalte in Berlin und München nutzte sie für die Auseinandersetzung mit deutscher Musik, ehe sie ihr Hauptfach Kabarettgesang an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo abschloss.

Tora Augestad ist regelmäßiger Gast in ihrer Heimat Norwegen und in ganz Europa und teilt das Podium mit Partnern wie dem Ensemble Modern (Weills „Die Dreigroschenoper“), Oslo Philharmonic Orchestra (Schönbergs „Pierrot Lunaire“, Weills „Sieben Todsünden“), NRK Norwegian Radio Orchestra (Hillborgs „…lontana in sonno…“), Ensemble Contrechamps (Gardners „No Thanks“), Klangforum Wien (Griseys „Quatre chants pour franchir le seuil“), Remix Ensemble (Berios „Folksongs“), Finnish Chamber Orchestra (Paus’ „Hate Songs“), NDR Elbphilharmonie Orchester (Widmanns „Dunkle Saiten“), den Bamberger Symphonikern, dem Gürzenich-Orchester Köln (Manourys „Lab.Oratorium“), dem Bergen Philharmonic Orchestra (Hellstenius „As if the law is everything“) und dem Stavanger Symphony Orchestra. Beim Bergen International Festival brachte sie 2015 die von ihr beauftragte Oper „Adam & Eve“ von Cecilie Ore erfolgreich zur Uraufführung.

Zu einer Konstante in ihrem künstlerischen Leben hat sich Tora Augestads Zusammenarbeit mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler entwickelt, die 2010 mit der Uraufführung von Beat Furrers Wüstenbuch in Basel begann. Auf Marthalers My Fair Lady“-Replik „Meine faire Dame“ 2012 am Theater Basel mit Gastspielen in Neapel, Avignon, Edinburgh und Paris folgten die Verdi-Hommage „Lo Stimolatore Cardiaco“ in Basel und die Händel-Produktion SALE am Opernhaus Zürich. Der musikalisch facettenreiche szenische Liederabend „King Size“ tourte u.a. nach Hamburg, Zagreb, Prag, Moskau, Genf, Turin, Rotterdam, Bergen, London (Royal Opera House), Santiago de Chile, Sao Paulo und Jerusalem. „Letzte Tage. Ein Vorabend“ kam 2013 bei den Wiener Festwochen, dem Festival d’Automne Paris und 2014 an der Staatsoper Berlin zur Aufführung. Die an der Volksbühne Berlin entstandene „Tessa Blomstedt gibt nicht auf“ war 2016 in Mexiko zu Gast; 2016/17 war Tora Augestad an der Volksbühne mit „Hallelujah“ und „Bekannte Gefühle, Gemischte Gesichter“ zu erleben. 2017 folgte „Mir nämeds uf ois“ am Schauspielhaus Zürich und 2018 die Charles Ives-Hommage „Universe, Incomplete“ bei der RuhrTriennale, wofür sie 2019 zur Sängerin des Jahres von der Opernwelt nominiert wurde.

2004 gründete Tora Augestad mit renommierten Musikern der norwegischen Jazzszene das Ensemble MUSIC FOR A WHILE. Nach Veröffentlichung der ersten gemeinsamen CD „Weill Variations“ wurde die Sängerin 2008 mit dem begehrten Lotte-Lenya-Preis ausgezeichnet. 2012 erschien das Album Graces that refrain und 2014 die CD „Canticles of Winter“. Das Ensemble war u. a. beim Kurt Weill Fest Dessau, Bergen International Festival, Beethovenfest Bonn, den Dresdner Musikfestspielen, den Händelfestspielen Halle, beim Musikfest Stuttgart und beim Kissinger Sommer zu Gast. Ihr Trio BOA (Klarinette, Cello, Gesang) veröffentlichte 2013 das Debüt-Album „mOOn Over tOwns“ und konzertierte beim Ultima Festival Oslo, im Radialsystem Berlin, den Klangspuren Schwaz und bei Wien Modern. 2016 veröffentlichte sie mit „Rumi Songs“ ihre erste CD bei ECM. 2018 folgte ihre Solo-CD „Portraying Passion“ (LAWO Classics, Oslo Philharmonic) mit Werken von Weill, Ives und Paus, die für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert sowie von Fono Forum und vom Magazin Opernwelt zum Star/zur CD des Monats gewählt wurde. 2019 erhielt die Einspielung außerdem den Spellemannprisen, das norwegische Pendant zum US-amerikanischen Grammy. Seit 2019 ist ihre neueste CD DIALOGUES (Grappa) erhältlich.

In der Saison 2020/21 ist Tora Augestad erneut beim Gürzenich-Orchester im Rahmen eines Neujahrskonzerts mit Joshua Weilerstein an der Kölner Philharmonie und beim Oslo Philharmonic Orchestra mit Reinbert de Leeuws „Im wunderschönen Monat Mai“ anlässlich des Eröffnungsfestivals des neuen Munch Museums Oslo zu Gast. Mit dem Händelprogramm „As on a Sunshine Summers Day“ konzertiert sie mit der Lautten Compagney Berlin in der Mercatorhalle Duisburg. Mit Marthalers „King Size“ gastiert sie u. a. am Théâtre Les Celestins Lyon und am Landestheater Bregenz.

Tora Augestad war 2015-2020 Künstlerische Leiterin des Hardanger Music Festivals in Norwegen. 2015 wurde sie für den Nordic Council Music Prize, den wichtigsten Kulturpreis in Skandinavien, nominiert und 2018 als Performer of the Year von der Norwegischen Komponistengesellschaft geehrt.

ENTFÄLLT – Vocalensemble Rastatt

Was ist dort, „…in des Himmels Ferne“? Das fragen der Organist Hans-Bernhard Ruß und das Vocalensemble Rastatt in ihrem Nachmittagsprogramm der Standpunkte zum Thema „Entgrenzung“. Es beginnt hier und jetzt mit zwei Stücken von Arvo Pärt, in denen es um die „Jahr für Jahr“ gefeierte Messe und um die „Seligpreisungen“ geht, in denen den „geistlich armen“ und den „um der Gerechtigkeit Verfolgten“ das Himmelreich versprochen wird. Marcel Dupré stimmt einen Sonnenhymnus an, Gustav Mahler verkündet mit kindlich-naivem Glauben: „je lieber möcht‘ ich im Himmel sein“. Aber was ist das überhaupt, das Himmelreich? In Schumanns Rückert-Vertonung „An die Sterne“ gehen von den Himmelskörpern „Strahlen bessrer Welt“ aus, zugleich verheißen sie künftige „Himmelsruh“ und „ungetrübten Frieden“. In Olivier Messiaens Orgel-Meditationen zur „Himmelfahrt“ sind „heitere Hallelujas einer zum Himmel strebenden Seele“ zu hören. Und Johannes Brahms malt sich in einer pastoralen Idylle aus, wie sie wohl sind, die „lieblichen Wohnungen“ des Herrn.

Als InhaberIn der SWR2 Kulturkarte erhalten Sie auf dieses Konzert 15% Rabatt, buchbar hier im Webshop oder unter Tel. 06221 584 00 44.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

ENTFÄLLT – Eröffnung Standpunkte

Johann Sebastian Bach bildet mit seiner Musik einen steten Bezugspunkt in der Dramaturgie der „Standpunkte“-Konzerte. Bei der Eröffnung rahmt er zunächst einmal das Programm mit geistlichen Motetten. Auf sein kunstvolles dreistimmiges Ricercar aus dem „Musikalischen Opfer“ antwortet dann ausgerechnet der sich in der Entfaltung sanfter Einzelklänge verlierende Morton Feldman, den Mehrstimmigkeit nervte (“Polyphony sucks”, pflegte er zu sagen). Ein romantisches Bach-Bild mit kräftigen Farben malt Ferruccio Busoni in seiner Bearbeitung des Choralvorspiels “Nun komm, der Heiden Heiland”. Einen weiteren Choral, nämlich “Vor deinen Thron tret ich hiermit”, bindet der von Bach begeisterte Felix Mendelssohn Bartholdy ins Finale seines zweiten Klaviertrios ein. Drei ehemalige Stipendiaten der Kammermusik Akademie geben sich da als Trio die Ehre.

Mehr über die Standpunkte »

»Standpunkte« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen der »Standpunkte« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

New York Polyphony

Litanies and Lamentations: Im Mittelpunkt steht geistliche Musik der englischen und franko-flämischen Renaissance. Die vier Sänger von New York Polyphony verweben u.a. Motetten von William Byrd mit Werken John Sheppards, und stellen ihnen zwei Europäische Erstaufführungen sowie weitere zeitgenössische Stücke – darunter einige Auftragskompositionen – entgegen. Die Epochengrenzen verwischen und die Schönheit und Wirkung der Renaissance-Musik wird dadurch noch verstärkt.

Konzert ohne Pause (ca. 75 min)

10% Rabatt für Inhaber der RNZettKarte bei diesem Konzert plus eine Begleitperson, an allen VVK-Stellen der RNZ, nicht mit anderen Rabatten kombinierbar, täglicher regulärer Bezug der RNZ vorausgesetzt.

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

ENTFÄLLT – Enigma

Mehr über den »Kosmos Widmann«

»Kosmos Jörg Widmann«-Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen des »Kosmos Jörg Widmann« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Mit freundlicher Unterstützung der

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Jörg Widmann über den »Kosmos Jörg Widmann« anlässlich der Pressekonferenz zur Programmveröffentlichung am 23. Oktober 2020.

ENTFÄLLT – Anna Lucia Richter & Ensemble Claudiana

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

ENTFÄLLT – Lied Fellow Konzert III: Metamorphose

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Ein Projekt des Internationalen Liedzentrums Heidelberg

Wir danken
Klaus Tschira Stiftung gGmbH