amarcord © Martin Jehnichen

amarcord

Wolfram Lattke – Tenor
Robert Pohlers – Tenor
Frank Ozimek – Bariton
Daniel Knauft – Bass
Holger Krause – Bass

Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind Markenzeichen von amarcord. Das Repertoire des vielfach preisgekrönten Ensembles reicht von Gesängen des Mittelalters, Madrigalen und Messen der Renaissance, Werken der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts über Volkslieder und Songs aus Soul und Jazz bis hin zu zeitgenössischer Musik.
Außer A-cappella-Konzerten gibt amarcord regelmäßig Konzerte mit Künstlern wie Ragna Schirmer, Daniel Hope, Gewandhausorchester Leipzig, Lautten Compagney, Leipziger Streichquartett, KlazzBrothers u.a.
amarcord gehört mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor zu den wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger in über 50 Länder auf nahezu allen Kontinenten. In Kooperation mit dem Goethe-Institut gastierten sie in Australien, Südostasien, dem Nahen Osten, Russland, Afrika und in Mittelamerika. Beim 1997 von amarcord gegründeten Internationalen Festival für Vokalmusik »a cappella« sind jedes Frühjahr die Stars der Szene wie The Real Group, The King’s Singers, Take 6 oder das Hilliard Ensemble in Leipzig zu erleben.
Die CDs des Ensembles wurden vielfach ausgezeichnet. Für die aktuelle CD »Folks & Tales« erhielten die Sänger 2014 ihren sechsten »a-cappella-Oscar«, den Contemporary A Cappella Recording Award. 2010 legte amarcord seine erste CD-Produktion gemeinsam mit Orchester vor: eine rekonstruierte Fassung von Johann Sebastian Bachs Markus-Passion unter Mitwirkung von Dominique Horwitz und der Kölner Akademie.

Ian Bostridge © Benjamin Ealovega

Ian Bostridge & Julius Drake

»Winterreise«, »Die Schöne Müllerin«, »Schwanengesang« – meist sind es die großartigen Liederzyklen von Franz Schubert, die im Konzertsaal erklingen. Leicht vergisst man darüber, dass der Komponist neben diesen Zyklen noch etwa 600 weitere Lieder komponiert hat. Der insbesondere für seine Schubert- Interpretationen gefeierte Tenor Ian Bostridge ist in diese Schatztruhe eingetaucht und hat neben einer Reihe bekannter Lieder selten zu hörende Kleinode geborgen, die in ihrem Entstehungszeitraum zwischen 1816 und 1827 eindrucksvoll zeigen, wie die Liedkomposition Schuberts gesamtes Leben begleitet hat. Es gibt auf der Welt wohl keinen zweiten Ort, der wie Heidelberg mit seiner langen Geschichte als Ort der Romantik, des Liedes und der Lyrik prädestiniert ist, diesen Schätzen ein Forum zu bieten und ein Eintauchen ins »Schubert-Universum« zu ermöglichen.

Ian Bostridge © Benjamin Ealovega

Ian Bostridge

Als einer der international gefragtesten Liedsänger und Bühnenkünstler der Gegenwart ist der englische Tenor Ian Bostridge ein gern gesehener Gast bei großen Festivals wie den Münchener Opernfestspielen, den Wiener Festwochen und der Schubertiade in Schwarzenberg. Neben viel beachteten Auftritten in der Carnegie Hall und an der Mailänder Scala war er Artist-in-Residence am Concertgebouw Amsterdam (»Carte-Blanche«-Serie mit Thomas Quasthoff 2004/2005), an der Carnegie Hall (»Perspectives«-Serie), an der Wigmore Hall London und an der Laeiszhalle Hamburg.

Seine Aufnahmen sind mit allen führenden internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet und auch für insgesamt dreizehn Grammys nominiert worden. Zu seiner neueren Diskografie gehören »Three Baroque Tenors« mit dem English Concert und Bernard Labadie sowie eine CD mit Liedern von Benjamin Britten (EMI, am Klavier Antonio Pappano).
Zu den Orchestern, mit denen er konzertiert hat, gehören die Berliner Philharmoniker, das Chicago Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra und das Los Angeles Philharmonic. Auf der Opernbühne hat er u.a. Lysander in Brittens »Sommernachtstraum« (Opera Australia, Edinburger Festspiele) und Tamino in der »Zauberflöte« verkörpert. In Planung sind Auftritte bei verschiedenen Festivals und eine Recital-Tournee durch die Vereinigten Staaten. 2003 wurde Ian Bostridge die Ehrendoktorwürde für Musik durch die St.-Andrew’s-Universität Edinburgh verliehen, 2010 wurde er zum Fellow ehrenhalber der St. John’s College Oxford ernannt. Im akademischen Jahr 2014/2015 wird er als Humanitas Professor of Classical Music an der Universität Oxford lehren.