Kammermusik Plus | Trio Catch

Dieses Klarinettentrio aus Hamburg hat es in sich. Mit enormem handwerklichen Können und unternehmerischem Mut haben sich die drei Musikerinnen ein klares Ensemble-Profil erarbeitet: Sattelfest im klassisch-romantischen Repertoire setzen sie zugleich einen starken Akzent auf die zeitgenössische Musik und haben damit schon zahlreiche Komponisten zu Werken für ihre Besetzung angeregt. 2018 wurden sie beim Heidelberger Frühling für die Uraufführung zweier Werke der Kompositionsstipendiaten des Festivals gefeiert.

Die Vorfreude auf ein Wiedersehen im Konzertsaal ist selbstverständlich verbunden mit intensiver Vorsorge. Die geplanten Veranstaltungen werden unter Einhaltung der dann geltenden Versammlungsregelungen aufgrund der Pandemie-Krise sowie eines Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzepts durchgeführt. Der Heidelberger Frühling erarbeitet derzeit verschiedene Szenarien, damit auch bei begrenzter Zuschaueranzahl alle Ticketinhaber ein Konzert erleben können. Über die aktuelle Lage wird das Publikum jeweils zeitnah in Kenntnis gesetzt, Informationen dazu erhalten Sie auch immer in unserem Newsletter.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – After Work Concert: Trio d’Iroise

Das ging schnell: Sophie Pantzier, Francois Lefèvre und Johann Caspar Wedell gründeten das deutsch-französische Trio d’Iroise im Sommer 2017 auf dem Kammermusikfestival »Rencontres musicales d’Iroise« in der Bretagne. Und schon nach wenigen Probenmonaten erhielten sie im März 2018 im Finale des Deutschen Musikwettbewerbes das begehrte Stipendium dieses Wettbewerbs, verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Das Repertoire des Streichtrios umfasst nicht nur die berühmten Klassiker für diese Besetzung, sondern auch Verschollenes und Unbekanntes. Ein Beispiel ist das hörenswerte Trio von Jean Cras. Cras, gestorben 1932, war nicht nur Komponist, sondern auch Konteradmiral der französischen Armee!

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In Kooperation mit

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

 

Entfällt – Le Trio Joubran: The Long March

Die Brüder und Oud-Virtuosen Samir, Wissam und Adnan Joubran bereisen als Trio seit vielen Jahren die Welt und sind zu wichtigen Botschaftern des palästinensischen Volkes geworden. Auch ihr sechstes Album »The Long March« handelt von der Sehnsucht nach einer besseren Zukunft. Der 2008 verstorbene palästinensische Dichter Mahmud Darwish leiht seinen Gedichten als Zuspielung seine immens eindrucksvolle Stimme, die von rauher Schönheit ist.

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THE LONG MARCH (DOCUMENTARY) – Le Trio Joubran

Busch Trio

Mathieu van Bellen, Violine
Ori Epstein, Violoncello
Omri Epstein, Klavier

Kammermusik ist Kommunikation. Das wissen wir nicht erst, seit Johann Wolfgang von Goethe nach einem Streichquartettkonzert in einem Brief jene geflügelten Worte zu Protokoll gab: (…) „man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten (…)“. Daher ist nicht verwunderlich, dass sich aus Kammermusik-Begegnungen des Musikbetriebs menschliche Freundschaften entwickeln. Eher ungewöhnlich aber ist es, wenn es andersherum ist. Wenn sich nämlich aus einer Gruppe von Schulfreunden mit ganz normalen gemeinsamen Hobbys eine Kammermusikformation entwickelt, die schnell zur internationalen Spitzenklasse vorstößt. So aber begann der ungewöhnliche Werdegang des Busch Trios, das sich seit einigen Jahren zum führenden englischen Klaviertrio entwickelt hat. Mathieu van Bellen (Violine), Ori Epstein (Violoncello) und Omri Epstein (Klavier) begegneten sich in London und gingen dann zusammen ans Royal College. Sie freundeten sich miteinander an und waren schnell unzertrennlich. Sie spielten Fußball, hörten gemeinsam Musik und musizierten. Der Mittelpunkt ihrer Gespräche aber war von Anfang an die Musik.

Als eigenständige Solisten haben alle drei bei internationalen Solowettbewerben Preise gewonnen und die renommiertesten britischen Musikinstitutionen absolviert. Aber die gemeinsame Leidenschaft für Kammermusik ließ sie zusammenbleiben. „Das Trio ist das Resultat von vielen Jahren Freundschaft“, so beschreibt Omri Epstein die Essenz des Selbstverständnisses des Trios, das sich 2012 gründete.

Das Busch Trio verdankt seinen Namen erstens der Tatsache, dass Mathieu van Bellen die „ex-Adolf Busch“ G.B. Guadagnini-Violine (Turin, 1783) spielt und zweitens der Musiker-Persönlichkeit von Adolf Busch, die dem jungen Trio als Vorbild dient. Und nicht zuletzt auch dem Umstand, dass Adolf Busch gemeinsam mit Rudolf Serkin (Klavier) und Hermann Busch (Violoncello) 1935 eine legendäre Aufnahme von Schuberts Klaviertrio in Es-Dur einspielte – eines der wichtigsten Werke der Trio-Literatur und Kernstück im Repertoire des Busch Trios.

Prägend für die künstlerische Entwicklung des Trios waren Persönlichkeiten wie der große Musikpädagoge Eberhard Feltz, Sir András Schiff und das Artemis Quartett, sowie die Residenz der Queen Elizabeth Music Chapel in Brüssel. Heute lernen sie vor allem in ihrer musikalischen Zusammenarbeit voneinander, die zu einem großen Teil aus dem gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren besteht.

Obwohl die Presse und das treue Publikum dem Busch Trio „mühelose Musikalität” (The Times) und hohe Emotionalität bescheinigen, sind die drei Musiker keineswegs reine ‚Bauchmusiker‘ sondern sich ihres Tuns sehr bewusst. „Je mehr Du weißt, desto freier wirst Du“ ist eines der Grundprinzipien des Ensembles.

Ungewöhnlich ist auch, dass das Busch Trio zwar nicht ausdrücklich zu den Vertretern der Historischen Aufführungspraxis zählt, seine kostbaren Instrumente aber mit Darmsaiten bespannt. Die Musiker begründen diese Entscheidung mit der andersartigen Artikulation und dem besseren Klang der Instrumente, die für den hohen Druck der heutigen Metallsaiten nicht gemacht wurden.

Heute lebt das Trio in Amsterdam, anders wäre die besonders intensive Form ihrer Zusammenarbeit nicht realisierbar. „Wir leben wie in einem Kloster“, bekennen die Musiker und präzisieren die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit ihrer Beziehung mit Sätzen wie „Du tust es nicht für Dich, sondern für Deine besten Freunde“. Das Trio-Lebensprinzip kennt keine Pause, denn das Busch Trio macht auch zusammen Urlaub und verbringt jenseits der Musik viel Zeit gemeinsam.

Seit seiner Gründung 2012 ist das Trio regelmäßig zu Gast auf bedeutenden Bühnen und Festivals in ganz Europa. Mit dem Label Alpha verbindet das Trio eine langjährige Zusammenarbeit, in deren Rahmen zunächst eine Reihe von 4 CDs mit der gesamten Kammermusik Dvořáks für Klavier und Streicher erschien.

2016 wurde das Ensemble mit dem wichtigsten Musikpreis der Niederlande, dem Kersjesprijs ausgezeichnet, weitere internationale Preise folgten. Aus den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern ging das Trio im vergangenen Jahr als NORDMETALL-Ensemblepreisträger 2018 hervor.

Das Trio hat mit dem Warsaw Symphony Orchestra und Karina Canellakis zusammengearbeitet, weitere Partner sind Michael Collins, Bruno Giuranna, Gregor Sigl und Miguel da Silva.

Trio Catch

Boglárka Pecze, Klarinette
Eva Boesch, Violoncello
Sun-Young Nam, Klavier

Catch! Das Publikum fangen. Die so unterschiedlichen Klangfarben von Klarinette, Violoncello und Klavier virtuos zur Entfaltung bringen und sich dabei immer wieder neu auf die Suche nach dem gemeinsamen, unverwechselbaren Klang begeben – das macht das spezielle Profil des Trio Catch aus.

Boglárka Pecze (Klarinette), Eva Boesch (Violoncello) und Sun-Young Nam (Klavier) trafen sich als Stipendiatinnen bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt und gründeten anschließend das Trio Catch – benannt nach dem Werk „Catch“ op. 4 von Thomas Adès, in dem die Klarinette durch einen charmanten Kinderreigen vom Klaviertrio eingefangen wird. Neben der klassischen Musik bildet die Interpretation zeitgenössischer Musik einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit der drei Musikerinnen.

Das in Hamburg beheimatete Trio arbeitete in den neun Jahren seines Bestehens bereits mit zahlreichen Komponisten zusammen, darunter Mark Andre, Georges Aperghis, Beat Furrer und Helmut Lachenmann, mit denen sie auch durch verschiedene CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen verbunden sind. 2014 erschien beim Label col legno die Debut-CD des Trios „in between“, 2016 die CD „Sanh“. Die dritte CD „as if“ (erschienen 2019 beim Label bastille musique) wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Im Jahr 2012 gewann das Trio den Hermann und Milena Ebel Preis in Hamburg und 2014 den Berenberg Kulturpreis, 2018 wurde es mit dem Dwight und Ursula Mamlok-Preis ausgezeichnet.

Eine rege Konzerttätigkeit führte Trio Catch bisher durch Südamerika, Asien und Europa sowie zu Festivals wie Ultraschall Berlin, Musica Strasbourg, Heidelberger Frühling, Schleswig-Holstein Musikfestival, Klangspuren Schwaz und Wittener Tage für neue Kammermusik. In der Saison 2015/16 war Trio Catch im Rahmen der „Rising Stars“-Konzertreihe der European Concert Hall Organisation auf Tournee durch einige der schönsten Konzertsäle Europas. Highlights der Saison 2019/20 sind Auftritte in der TauberPhilharmonie Weikersheim, im Schumann Haus Leipzig sowie bei den Festivals Festival d’Automne in Paris, November Music in ´s-Hertogenbosch und Contempuls Prag.

Das Trio ist auch in der Musikvermittlung tätig: An der Musikhochschule Hamburg hatte es einen Lehrauftrag inne und gab als Ensemble in Residence Workshops für die Studierenden der Kompositionsklassen. Bei den Klangspuren Schwaz unterrichtete es Jugendliche der Kinderkomponierwerkstatt „lautstärker“. 2016 startete Trio Catch seine eigene Werkstattkonzert-Reihe „Ohrknacker“, die in jährlich vier Konzerten jeweils ein ausgewähltes zeitgenössisches Werk vorstellt, das eigens für das Trio geschrieben wurde.

Wiener Klaviertrio

David McCarroll, Violine
Matthias Gredler, Violoncello
Stefan Mendl, Klavier

Seit seiner Gründung 1988 steht das Wiener Klaviertrio als eines der international führenden Ensembles seiner Art für die Verbindung zwischen Tradition und Moderne ebenso wie für den Brückenschlag zwischen „Alter und Neuer Welt“. Ausgebildet und gefördert wurde das Ensemble in den Anfangsjahren nicht nur vom italienischen Trio di Trieste und dem Haydn Trio-Wien, sondern auch von Künstlern wie Isaac Stern, Jaime Laredo, oder auch Mitgliedern des Guarneri-, des LaSalle Quartett oder des Beaux Arts Trios. Mit dem kalifornischen Geiger David McCarroll (Violinist im Wiener Klaviertrio seit 2015) wird diese Tradition fortgesetzt und vertieft.

Neben den regelmäßigen Auftritten bei Musikfestivals wie Grafenegg, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Festival „Aix en Provence“, der Mozartwoche Salzburg oder dem Kammermusikfestival in Kuhmo/Finnland sowie den Festivals in Ottawa und Toronto, gastierte das Ensemble in Musikmetropolen wie London, Paris, New York, Buenos Aires, Bogota, Toronto, Montreal, Mexico City, Tokio, Sydney, Brüssel, Barcelona und Berlin. Seit 2006/07 ist das Wiener Klaviertrio mit einem eigenen Zyklus von vier Konzerten für die Wiener Konzerthausgesellschaft im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses vertreten. 2011/12 waren die Künstler „Ensemble in Residence“ in Londons Wigmore-Hall.

Beethovens „Tripelkonzert“ führte das Trio mit zahlreichen bedeutenden Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique Belgique, dem English Chamber Orchestra und dem Münchener Kammerorchester auf.

Das Wiener Klaviertrio wurde mit einem ECHO Klassik 2017 ausgezeichnet sowie mit dem Preis der Asociacion de Criticos Musicales de la Argentina 2009 für das beste ausländische Kammermusikensemble.

Trio con Brio Copenhagen

Soo-Jin Hong, Violine
Soo-Kyung Hong, Violoncello
Jens Elvekjaer, Klavier

Das Trio con Brio Copenhagen gehört zu einem der führenden Ensembles seiner Generation. Gegründet wurde das Klaviertrio 1999 an der Wiener Musikhochschule. Die drei Künstler studierten anschließend beim Alban Berg Quartett an der Kölner Musikhochschule und nahmen Unterricht bei Ferenc Rados in Budapest.

Mit mehreren bedeutenden Preisen erlangte das Trio con Brio Copenhagen schnell internationale Anerkennung: 2002 gewann es den hoch angesehenen ARD Wettbewerb München und den 1. Preis des Dänischen Rundfunkwettbewerbs, 2003 folgten 1. Preise beim renommierten Premio Vittorio Gui Florenz und beim Trondheim Kammermusikwettbewerb, außerdem erhielt das Trio im selben Jahr den Allianz-Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. 2005 ermöglichte der Kalichstein-Laredo-Robinson International Piano Trio Award dem Trio con Brio Copenhagen den Durchbruch auch in den USA.

Das heute in Kopenhagen lebende Trio ist Gast der berühmtesten Konzertreihen und Säle Europas, in den USA wie auch in Asien. Das Trio konzertierte u.a. in der Carnegie Hall New York, im Concertgebouw Amsterdam, in der Alten Oper Frankfurt, in der Wigmore Hall London, im Seoul Arts Center und im Bunka Kaikan Tokyo. Die jüngsten Spielzeiten führten das Trio durch England, Deutschland und China, durch die Vereinigten Staaten und zum Shinsegae Kammermusikfestival in Seoul.

Auf dem neuesten Album veröffentlichte das Label Orchid Classics Klaviertrios von Tchaikovsky und Smetana.

Trio Zimmermann

Sie könnten sich auch »Stradivari«-Trio nennen, denn alle drei Solisten spielen auf Instrumenten des berühmten italienischen Geigenbauers. Ein Alleinstellungsmerkmal im heutigen Konzertbetrieb, zumal es nur wenige feste Streichtrio-Formationen gibt. Für Frank Peter Zimmermann erfüllt sich mit diesem kleinen Ensemble ein Lebenstraum. Das Repertoire ist eher überschaubar, weil das Streichtrio immer im übermächtigen Schatten des Quartetts gestanden hat; immerhin aber hat der Geiger Dmitri Sitkovetsky vor einigen Jahren Bachs »Goldberg-Variationen« stilsicher vom Klavier auf die drei Streicher übertragen.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit dem Trio Zimmermann (im Ballsaal der Stadthalle)

Beethoven Trio

Das 2005 gegründete Beethoven Trio Bonn machte sich zunächst mit Kompositionen seines Namensgebers und Werken der Romantik einen Namen, bevor es sich in jüngster Zeit verstärkt auch dem russischen Repertoire widmete. Mikhail Ovrutsky (Violine) und Grigory Alumyan (Violoncello) zählen zu den Gründungsmitgliedern dieses ambitionierten Klaviertrios, das seit 2015 mit dem Pianisten Jinsang Lee seine Tradition fortsetzt und vertieft. Alle drei Musiker zählen zu den Besten ihres Instrumentes, sind Preisträger großer internationaler Wettbewerbe und gehen erfolgreich solistischen Karrieren nach.

Gastspiele führten die Musiker um die Welt, beispielsweise nach Südafrika, Österreich, in die USA, nach Spanien und Japan, wo ihr umjubeltes Konzert in der Kioi-Hall in Tokio Höhepunkt einer Tournee war. Außerdem konzertierte das Klaviertrio wiederholt beim Beethovenfest Bonn und den Raderbergkonzerten Köln.

Trio Zimmermann

2007 konnte Frank Peter Zimmermann endlich einen lang gehegten Traum verwirklichen: mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er ein Streichtrio – das Trio Zimmermann. Alle drei Musiker sind renommierte Solisten, kommen aber mit großer Freude in jeder Saison zu ein oder zwei Tourneen zusammen, um u. a. in Amsterdam, Berlin, Brüssel, Köln, London, Lyon, Mailand, München, Paris, Wien und Zürich sowie bei den Festivals in Salzburg und Edinburgh aufzutreten. Das Trio Zimmermann nimmt für BIS Records auf. Bisher erschienen Beethovens Streichtrios op. 9 – diese Einspielung wurde 2012 mit dem Diapason d’Or de l’Année sowie 2013 mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet – und Mozarts Divertimento KV 563. Im März 2014 veröffentlichte BIS Records eine neue Einspielung mit dem Trio op. 3 und der Serenade op. 8 von Ludwig van Beethoven.

Frank Peter Zimmermann
Seit seinem Unterricht bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers musiziert Frank Peter Zimmermann mit allen wichtigen Orchestern der Welt und arbeitet dabei mit den führenden Dirigenten zusammen. Seine zahlreichen Konzertverpflichtungen führen ihn in die renommiertesten Konzertsäle und zu den großen internationalen Musikfestivals in Europa, den USA, Asien, Australien und Südamerika. Über die Jahre hat er eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, Teldec Classics und ECM Records. Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Seine Aufnahmen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Frank Peter Zimmermann spielt auf der »Général Dupont, Grumiaux« Stradivari (1727), die ihm von Heng Yu verliehen wird.

Antoine Tamestit
Antoine Tamestit erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Jean Sulem, Jesse Levine, Tabea Zimmermann und dem Tokyo String Quartet. Er gewann Erste Preise bei einer Reihe bedeutender Wettbewerbe, darunter der 53. Internationale Musikwettbewerb der ARD in München; außerdem erhielt er den Borletti-Buitoni Trust Award. Er tritt mit zahlreichen bedeutenden Orchestern und als leidenschaftlicher Kammermusiker mit angesehenen Künstlern und Ensembles auf. Er ist Co-Direktor des Viola Space Festivals in Tokyo. Seine zahlreichen unter anderem bei Naive erschienenen Aufnahmen umfassen Solo-Recitals, Violakonzerte sowie Kammermusikprogramme. Antoine Tamestit ist Professor am Pariser Conservatoire und spielt eine Viola von Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm freundlicherweise von der Stiftung Habisreutinger zur Verfügung gestellt wird.

Christian Poltéra
Christian Poltéra studierte bei Nancy Chumachenco, Boris Pergamenschikow und Heinrich Schiff. 2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet und als BBC New Generation Artist ausgewählt. Als Solist tritt er mit führenden Orchestern und Dirigenten auf. Außerdem widmet er sich mit herausragenden Künstlerkollegen intensiv der Kammermusik und ist regelmäßig bei vielen renommierten Festivals zu Gast. Christian Poltéras umfangreiche Diskografie spiegelt sein vielseitiges Konzert- und Kammermusikrepertoire wider. Er spielt das berühmte Violoncello »Mara« von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1711.