Entfällt – Veronika Eberle & Nils Mönkemeyer

Für ihren Auftritt wünschten sich Nils Mönkemeyer und seine Kammermusikpartnerin Veronika Eberle der besonderen Raumklangerlebnisse wegen diesmal explizit eine Kirche. Während sie nun also die hohe, spätgotische Heiliggeistkirche von unterschiedlichen Standorten aus mit Viola und Violine zum Klingen bringen, unternehmen sie zugleich eine meditative Reise durch 1000 Jahre Musikgeschichte – von Hildegard von Bingen über die Barockmeister Bach und Matteis über Mozart und Bartók bis zu György Kurtág, der in seinen spielerischen Miniaturen zugleich auch wieder zurückblickt.

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In Kooperation mit

Liam Byrne

Liam Byrne ist mit seiner Viola da Gamba sowohl in der Alten als auch in der Neuen Musik beheimatet. Er konzertiert mit zahlreichen führenden europäischen Ensembles für Alte Musik, darunter das Huelgas Ensembe, Dunedin Consort, Academy of Ancient Music und Fretwork. Zudem arbeitet Liam Byrne arbeitet häufig mit zeitgenössischen Komponisten, Volks- und Elektromusikern zusammen wie Nico Muhly, Donnacha Dennehy, David Lang, Shara Nova, Efterklang, Martin Hayes, Valgeir Sigurðsson, Greg Saunier, Cleek Schrey und vielen anderen. Klanginstallationen schuf er für das Victoria & Albert Museum, die Dulwich Picture Gallery und in Zusammenarbeit mit Nico Muhly für die National Gallery in London. 2017 erschien das Duoalbum „Tessellatum“ mit der Bratschistin Nadia Sirota mit Musik von Donnacha Dennehy sowie Valgeir Sigurðssons Album „Dissonanz“, bei dem Liam Byrne an der Komposition des Titelsongs mitwirkte. Er ist Mitglied des isländischen Künstlerkollektivs und des Plattenlabels Bedroom Community.

Entfällt – Kammermusik Plus | Daniel Müller-Schott & Simon Trpčeski

Johannes Brahms schrieb seine Sonate op. 99 für Robert Hausmann, einen der herausragenden Cellisten seiner Zeit. In Heidelberg übernimmt mit Daniel Müller-Schott ein ebenbürtiger zeitgenössischer Kollege den kontrastreichen und anspruchsvollen Cellopart dieses beeindruckenden Spätwerks. Müller-Schott, der mit den führenden Orchestern weltweit konzertiert, zählt Musiker wie Julia Fischer, Igor Levit, Nils Mönkemeyer und Anne-Sophie Mutter zu seinen Kammermusikpartnern. In Heidelberg wird er von dem mazedonischen Pianisten Simon Trpčeski begleitet, den seine Solokarriere bereits mit Orchestern wie dem Los Angeles und New York Philharmonic und dem London Symphony Orchestra zusammenführte.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Antoine Tamestit

Antoine Tamestit gilt international als einer der einzigartigsten Bratschisten. Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist er für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt. Sein breitgefächertes Repertoire reicht von der Barockzeit bis zur Gegenwart. Seine Auseinandersetzung für die zeitgenössische Musik spiegelt sich in zahlreichen Uraufführungen und Aufnahmen neuer Werke wider.

In der Saison 2019/20 war Tamestit Artist in Residence bei der Kammerakademie Potsdam und konzertiert die Saison über als Solist, Dirigent und Kammermusiker. Er war auch Portrait Artist des London Symphony Orchestra

Er spielte bereits mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Dresdner Staatskapelle, dem Orchestre de Paris und konzertierte mit den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem São Paulo Symphony Orchestra.

Zu den namhaften Dirigenten, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet, zählen Valery Gergiev, Riccardo Muti, Daniel Harding, Marek Janowski, Antonio Pappano, François-Xavier Roth, Emmanuel Krivine und Franz Welser-Möst.

Antoine Tamestit nimmt für Harmonia Mundi auf. Im Jahr 2018 veröffentlichte er das Widmann- Konzert, aufgenommen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Daniel Harding. Die Aufnahme wurde als Editor’s Choice des BBC Music Magazine ausgewählt und gewann auch den Premier Award bei den BBC Music Magazine Awards in 2019. Davor erschien die Aufnahme „Bel Canto: The Voice of the Viola“ bei Harmonia Mundi mit Cédric Tiberghien. 2019 erschien Bachs Sonaten für Viola Da Gamba mit Masato Suzuki.

Antoine Tamestit wurde in Paris geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Jean Sulem, Jesse Levine und bei Tabea Zimmermann.

Er spielt auf einer Bratsche von Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

Lilya Tymchyshyn

Lilya Tymchyshyn (*1993 in Bolton, UK) erlernte zunächst das Klavierspiel ehe sie sich letztlich für die Viola entschied und 2012 ein Studium in München bei Hariolf Schlichting aufnahm.

Sie war bereits Akademistin des Symphonieorchesters des BR, Mitglied des GMYO und Preisträgerin und Stipendiatin mehrerer internationaler Wettbewerbe wie der International Beethoven’s Hradec Competition und dem Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach.

Lilya Tymchyshyn konzertierte bereits europaweit, u. a. in der Royal Albert Hall und war auf Festivals wie dem Aurora Chamber Music, dem Verbier Festival und Rencontres Musicales d’Evian zu Gast.

Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Lilya Tymchyshyn seit Februar 2017eine Viola von Jean Baptiste Vuillaume, Parisca. 1850, eine private treuhänderische Eingabe.

Timothy Ridout

Der Bratschist Timothy Ridout gehört zu den erfolgreichsten Musikern der jüngeren Generation. Seit 2019 ist er Künstler des ›New Generation‹-Formats bei der BBC, 2021 wird er am Bowers-Programm der Chamber Music Society des Lincoln Centers teilnehmen. Beim Heidelberger Frühling war er bereits 2019 in einem After Work Concert zu erleben.

Im November 2020 debütiert beim Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin mit dem Solopart in Hector Berlioz’ ›Harold en Italie‹, ein Werk, das er in der vergangenen Spielzeit auch mit dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine und dem Orchestre National de Lille aufgeführt hat. Mozarts Sinfonia Concertante interpretierte er mit dem Chamber Orchestra of Europe und der Camerata Salzburg, mit dem BBC Symphony Orchestra spielte er Bartóks Bratschenkonzert, das auch im Januar 2021 bei einem Konzert mit den Hamburger Symphonikern in der Elbphilharmonie auf dem Programm steht. Der Musiker hat mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, David Zinman, Gabor Takács-Nagy, Sylvain Cambreling und Sir András Schiff zusammengearbeitet.

Als Kammermusiker ist Timothy Ridout jede Spielzeit mehrfach in der Wigmore Hall sowie in vielen Sälen in Großbritannien, Europa und Japan zu erleben. Zu seinen musikalischen Partnern zählen Janine Jansen, Isabelle Faust, Christian Tetzlaff, Joshua Bell, Nicolas Altstaedt, Benjamin Grosvenor, Lars Vogt und Christian Gerhaher. Er wurde u. a. zu den Festivals in Luzern, Lockenhaus, Heimbach, Bergen und Aspen eingeladen.

Sein von der Kritik hoch gelobtes zweites Album, auf dem Werke von Vaughan Williams, Martinů, Hindemith und Britten zu hören sind, spielte er mit Jamie Phillips und dem Orchestre de Chambre de Lausanne für das Label Claves Records ein.

Der Bratschist gewann zahlreiche renommierte Auszeichungen, etwa 2016 den Ersten Preis beim Lionel-Tertis-Wettbewerb; 2014 erhielt er den Ersten Preis beim Cecil-Aronowitz-Wettbewerb und 2019 den Thierry Scherz Award bei den Sommets Musicaux de Gstaad.

Timothy Ridout wurde 1995 in London geboren und studierte dort an der Royal Academy of Music, seinen Master absolvierte er an der Kronberg Academy bei Nobuko Imai.

Der Musiker spielt auf einer Bratsche von Peregrino di Zanetto aus dem 16. Jahrhundert, die ihm von der International Violin Society von Beare zur Verfügung gestellt wird.

Maite Abasolo

Geboren 1991 in Bilbao (Spanien), begann Maite Abasolo im Alter von 9 Jahren am Städtischen Konservatorium von Leioa Viola zu spielen. Sie setzte ihr Universitätsstudium bei Professor Ashan Pillai in Barcelona fort und schloss dann ihren Master an der Musikhochschule in Freiburg bei Professor Wolfram Christ ab.

Seit frühester Jugend war sie Mitglied in verschiedenen Orchestern wie dem Jugendorchester von Euskal Herria, dem Akademieorchester des Schleswig Holstein Musik Festivals und seit 2016 ist sie Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.

In ihrem Heimatland hat sie mit Ensembles wie dem Barcelona Symphony and Catalonia National Orchestra, dem Orchester von Cadaqués und dem Symphonieorchester von Les Comarques Gironines zusammengearbeitet. Außerdem war sie Praktikantin am Theater und Orchester Heidelberg und spielte u.a. mit der Europäischen Philharmonie der Schweiz und dem Lucerne Festival Orchestra.

Maite Abasolo konzertierte unter der Leitung von Krzysztof Urbanski, Manfred Honeck, David Afkham, Philippe Jordan, Daniel Harding und Riccardo Chailly. Sie nahm an Kammermusik-Masterclasses des Quartett Casals, des Quartet Quiroga und von Kennedy Moretti teil. Zudem wirkte sie bei einigen Kammermusikkonzerten beim Schleswig Holstein Musik Festival mit und ist Mitglied der Freiburger Kammersolisten.

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Uwaga »Dance!«

Uwaga! ist genauso ungewöhnlich wie sein Name. Die vier Musiker an zwei Violinen, Akkordeon und Kontrabass grooven sich seit Jahren mit großer Experimentierfreude durch das klassische Repertoire und zerlegen Musikstile in ihre Einzelteile. Dabei stoßen sie stets auf die gleiche Herausforderung: Um ein Musikstück zum Klingen zu bringen, muss der innere Bauplan geknackt werden. So sind die Crossover-Enthusiasten im Laufe der Jahre zu Experten verschiedenster Grooves geworden, zwischen denen sie mitunter blitzschnell wechseln. Im neuen Programm »Dance!« zerlegt Uwaga! Ballettsuiten, bringt barocke Menuette und Tango Nuevo zum grooven oder spielt akustische Versionen von Disco-Helden ihrer Jugend wie Daft Punk oder The Prodigy.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Franz Schubert gesungen gespielt

Franz Schubert fand mehr als einmal Inspiration bei sich selbst und verwendete die Melodien seiner Lieder für seine Kammermusik. In diesem Programm werden diese Befruchtungen hörbar, indem den Liedern die entsprechende Kammermusik Schuberts gegenübergestellt wird. Der Kreis der Musikerlnnen konnte illustrer nicht sein: Georg Nigl allein ist ohne Frage einer der ausdrucksstärksten Baritone unserer Zeit.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Georg Nigl und Jean-Guihen Queyras (Stadthalle Kammermusiksaal)

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken

und
Freundeskreis Heidelberger Frhling

Ein Morgen des Streichquartetts

Die amerikanische Komponistin Amy Williams ist eine Farbmagierin, und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie eine natürliche Nähe zur Malerei verspürt. Die »Richter Textures« sind das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Maltechniken Gerhard Richters. Das Ergebnis ist ein absolut faszinierendes Streichquartett voller raffinierter Klänge und Strukturen. Dass die JACKs ein brandneues Streichquartett von Philip Glass mit nach Heidelberg bringen, macht dieses Konzert noch interessanter. Außerdem mit dabei: das junge Quartet Gerhard aus Katalonien; die Vier sind Stipendiatlnnen unserer Kammermusik Akademie 2018.