»Familienfrühling« Signum Saxophone Quartet

Das Saxophon ist vielfältiger als viele glauben und wissen! Das SIGNUM saxophone quartet macht es sich zur Aufgabe, das Klangspektrum von barocker über symphonische Orchestermusik bis hin zum Jazz voll und ganz auszureizen und macht anschaulich hörbar, wie im Zusammenspiel mit den anderen Stimmen ein mehrstimmiges Ganzes entsteht. Ihr Ansatz ist dabei spielerisch, musikalisch, menschlich und direkt. Die Imagination des Publikums wird angeregt, es gibt Zeit dafür, mit allen Sinnen Teil dieses Erlebnisses zu werden. Die Musiker des SIGNUM haben ihrem jungen Publikum jedoch noch viel mehr weiterzugeben: Die wichtigste Message der Fab4 ist, dass mit einem festen Glauben an den eigenen Traum und das eigene Können alles im Leben erreicht werden kann! Das Credo des Ensembles »Gemeinsam sind wir stark!« ist die Kernaussage dieses musikalischen Programms und gleichzeitig Teil des Erfolgsrezepts dieses jungen Ausnahmequartetts!

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Finale »Standpunkte«

Dies ist eine echte Weltpremiere: Noch nie haben Jean-Guihen Queyras und Marc-André Hamelin bislang zusammen konzertiert. Dass beide Künstler beim Heidelberger Frühling 2018 residieren, hat es nun möglich gemacht; zwei der interessantesten Köpfe der klassischen Musik finden zu einem Konzert zusammen, auf das man wirklich gespannt sein darf. Denn neben Großwerke des Cello-Repertoires tritt auch noch eine höchst originelle Komposition Hamelins.

Wir danken

»Standpunkte« Late: Igors Ragtime

Mit dieser Late Night erhält die schwarze, die afro-amerikanische Musik eine Bühne im Festival. Die meisten kennen den Begriff »Ragtime«, weil sie Scott Joplins »The Entertainer« kennen. Und in der Tat: Mit Joplin, dem Sohn eines schwarzen ehemaligen Sklaven, hielt der Rag Einzug in die Salonmusik. Seine Rhythmen aber stammen vermutlich aus der »schwarzen« Tanzmusik. »Es ist doch Käse, zu behaupten, gute Musik sei nur bis Mahler entstanden«, sagt Igor Levit – und spielt Ragtimes.

Ballsaal Stadthalle

Franz Schubert gesungen gespielt

Franz Schubert fand mehr als einmal Inspiration bei sich selbst und verwendete die Melodien seiner Lieder für seine Kammermusik. In diesem Programm werden diese Befruchtungen hörbar, indem den Liedern die entsprechende Kammermusik Schuberts gegenübergestellt wird. Der Kreis der Musikerlnnen konnte illustrer nicht sein: Georg Nigl allein ist ohne Frage einer der ausdrucksstärksten Baritone unserer Zeit.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Georg Nigl und Jean-Guihen Queyras (Stadthalle Kammermusiksaal)

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken

und
Freundeskreis Heidelberger Frhling

Wandelkonzert: Exil

Auch musikalisch sind die USA ein melting pot. Und zu diesem Schmelztiegel der musikalischen Stile und Kulturen gehört untrennbar die Musik der europäischen Exilanten, die vor den Schrecken und Bedrohungen der Nazi-Herrschaft in die Vereinigten Staaten flüchteten. Drei von ihnen widmen wir an diesem Nachmittag Kurzkonzerte: Ernst Krenek, Paul Hindemith und Hanns Eisler. Ihre Kammermusik wird bis heute selten gespielt. Es lassen sich also drei Entdeckungen machen, und zwar nach dem Rotationsprinzip: Jedes der drei Konzerte wird dreimal wiederholt, und Sie, das Publikum, wandern von einem Saal zum nächsten.

Gewohntes zu überdenken – Der andere Blick auf Musik in der Migration und im Exil

Wenn die politische Situation untragbar wird, gehen oft die Besten. Das war während des Terrorregimes der Nazis so, als Schönberg, Hindemith, Eisler, Krenek, Korngold, Weill und viele andere in die USA fluchteten; das ist aber bis heute auch andernorts der Fall. Was passiert mit der Musik, wenn sie ins Exil gezwungen wird? Bietet sie Heimat? Verstummt sie oder gewinnt sie im Gegenteil kreative Energie?

Eintritt frei

Kammermusiksaal Stadthalle

Ein Morgen des Streichquartetts

Die amerikanische Komponistin Amy Williams ist eine Farbmagierin, und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie eine natürliche Nähe zur Malerei verspürt. Die »Richter Textures« sind das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Maltechniken Gerhard Richters. Das Ergebnis ist ein absolut faszinierendes Streichquartett voller raffinierter Klänge und Strukturen. Dass die JACKs ein brandneues Streichquartett von Philip Glass mit nach Heidelberg bringen, macht dieses Konzert noch interessanter. Außerdem mit dabei: das junge Quartet Gerhard aus Katalonien; die Vier sind Stipendiatlnnen unserer Kammermusik Akademie 2018.

»Standpunkte« Late: Morton Feldman

90 Minuten Langsamkeit. Knapper kann man Morton Feldmans »Piano and String Quartet« nicht beschreiben. Aus Arpeggien und Liegetonen entsteht nach und nach eine fast sakrale Stimmung. Am Ende des Tages ist dies ein Konzert völliger Entschleunigung.

Stadthalle Ballsaal

Wir danken

The Benny Goodman Show

Benny Goodman, einer der großen Klarinettisten des Jazz, feiert dank Julian Bliss Wiederauferstehung. Das Julian Bliss Septet versteht sich blendend auf den unterhaltsamen Sound des Swing der dreißiger und vierziger Jahre. Das ist Nostalgie mit modernem Touch.

Haydns Freiheiten

Haydns Freiheiten? Der Titel ist kein Programmplaner-Einfall, um dieses Konzert vordergründig besser in den Tag einzubinden. Haydn ist ein Komponist der Aufklarung vor allem deshalb, weil er sich kompositorisch alle Freiheiten nahm – je älter er wurde, umso mehr. Der unerwartete Einfall, die geistreiche Pointe – das war sein Metier. Er beherrschte es, weil er es wagte, sich seines Verstandes zu bedienen. Als »original« hat er sich selbst bezeichnet, und das zu Recht. Wir freuen uns, dass mit Marc-André Hamelin der vielleicht geistreichste Haydn-Interpret überhaupt bei diesem Konzert mitwirkt.

Kammermusiksaal Stadthalle

Wir danken