Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 1989 erhielt sie ihr erstes Engagement an der Schaubühne Berlin unter der Intendanz von Peter Stein. Von 2000 bis 2005 gehörte sie zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum unter Matthias Hartmann. Ab 2004 gastierte sie am Berliner Ensemble, am Théâtre national de l’Odéon, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater, an der Pariser Oper und an der Volksbühne Berlin sowie bei der Ruhrtriennale. Auch bei den Salzburger Festspielen war sie oftmals zu Gast.

Seit 2009 gehört sie zum Ensemble des Burgtheaters und war u. a. Olivia in Shakespeares Was ihr wollt und Freya Genetrix in Botho Straußʼ Das blinde Geschehen (Regie: Matthias Hartmann, UA 2011), Barbara Fordham in Tracy Letts’ Eine Familie, Anna Petrovna in Tschechows Platonov (Berliner Theatertreffen 2011), Genia in Schnitzlers Das weite Land (Regie: Alvis Hermanis, 2010/2011) sowie Die Frau in Peter Handkes Die schönen Tage von Aranjuez (Regie: Luc Bondy, UA 2012). Mit Die letzten Zeugen (von Doron Rabinovici/Matthias Hartmann) trat Dörte Lyssewski 2013 erneut auch beim Berliner Theatertreffen auf. Seit 2014 spielt sie in Allendes Das Geisterhaus (Regie: Antú Romero Nunes, UA) und seit 2016 in Millers Hexenjagd (Regie: Martin Kušej).

Bekannt aus Hörspiel-, Fernseh- und Filmproduktionen – sie wirkte etwa in Patrice Chéreaus Die Bartholomäusnacht (1994) und Michael Hanekes Das Schloß (1997) mit –, ist sie auch als Synchronsprecherin tätig. 1997 wurde Dörte Lyssewski mit der Kainz-Medaille, 2003 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring sowie als „Beste Schauspielerin NRW“ ausgezeichnet. 2012 nahm sie den NESTROY-Theaterpreis für ihre Darstellung der Blanche in Williams’ Endstation Sehnsucht entgegen.