Raphaël Merlin

Raphaël Merlin

Raphaël Merlin wurde 1982 geboren und interessierte sich von Kindheit an für Musik in ihrer ganzen Vielseitigkeit und studierte an den Konservatorien von Clermont-Ferrand, Boulogne-Billancourt und Paris sowie an der Haute École de musique in Genf mit den Schwerpunkten Cello, Klavier, Jazz, Komposition und schließlich Dirigieren.

Raphaël Merlin vertiefte zunächst seine Dirigierkenntnisse als Leiter von Kammerorchestern, gründete 2014 Les Forces Majeures, wo er eine Reihe bereits bestehender Quartette und Quintette versammelt. Das vielseitige und dynamische Ensemble, das gängiges Repertoire mit Neuer Musik und Jazz verbindet, erlangte 2016 mit seiner Rossini-Aufnahme mit der Mezzosopranistin Karine Deshayes für das Label Aparte international große Anerkennung. Raphaël Merlin konzertierte mit renommierten Orchestern und mit Solisten wie Nicholas Angelich, Sayaka Shoji, Sarah Nemtanu, Inva Mula, Florian Sempey, Amel Brahim-Jelloul, Marc Mauillon, Edgar Moreau, Jan Lisiecki. 2018 leitete er „Le Barbier von Sevilla“ an der Oper Vichy.

Als Cellist des Quatuor Ebène, das 2004 beim Internationalen ARD-Wettbewerb München mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, arbeitet Raphaël Merlin mit Eberhard Feltz, dem Ysaÿe Quartett, Gabor Takacs und Gyorgy Kurtag zusammen und tritt neben Künstlern wie Mitsuko Ushida, Nicholas Angelich, Matthias Goerne, Natalie Dessay, Martin Fröst, Antoine Tamestit, Gautier und Renaud Capuçon sowie Nicolas Altstaedt in den großen Konzertsälen der Welt auf.

Das Quartett ist bekannt für seine Begeisterung für alle Musikrichtungen – Pop, Jazz, Weltmusik – und tritt dank origineller Arrangements und Konzepte vor allen Publikumszusammensetzungen auf. 2020 wurde es eingeladen, alle Beethoven-Streichquartette in der New Yorker Carnegie Hall aufzuführen, der 2019 eine Welttournee voranging. Das Quatuor Ebène hat einen exklusiven Plattenvertrag mit Erato/Warner Classics.

Zu den Eigenkompositionen von Raphaël Merlin gehören: „Eléa“, Konzert für Streichquartett und Orchester, das 2011 vom Quatuor Ebène und dem Klangforum Mitte Europa in Krakau uraufgeführt wurde; „Pas de Deux“ für Violine und Cello, 2014 im Amsterdamer Concertgebouw uraufgeführt; „Siehe:  Meer und Saat“. „Si!“, Konzert für Cello und Streicher, das beim Lockenhaus-Festival 2016 uraufgeführt wurde, und Passage-Eclair, für gemischtes Oktett, das 2018 in Paris uraufgeführt wurde.

 

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