Ensemble Correspondances

Ensemble Correspondances

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances vereint unter der Leitung des Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé eine Gruppe von Sängern und Instrumentalisten, die sich auf die Musik des Grand Siècle spezialisiert haben. In den wenigen Jahren seit der Gründung hat sich Correspondances zu einem der führenden Ensembles für das französische Repertoire des 17. Jahrhunderts entwickelt. Als Motto hat es Baudelaires Gedanken von der Verbindung zwischen den Künsten gewählt und spielt Musik, deren Klang auch das Publikum von heute berührt. Daneben bietet es Bühnenproduktionen eher seltener und ursprünglicher Formen wie des Oratoriums und des Ballet de Cour.

Das Ensemble verfolgt zwei Ziele: den Werken bereits bekannter Komponisten neues Leben einzuhauchen und Künstler wiederzuentdecken, die heute fast vergessen sind, zu ihrer Zeit aber gefeiert und häufig aufgeführt wurden. Das Ergebnis sind neun hochgelobte Einspielungen, die mit Preisen wie Choc von Classica, ffff von Télérama, Diapason d’Or und ECHO für die beste Werk-Ersteinspielung 2016, Editor’s Choice in Gramophone, Operneinspielung des Jahres 2016 in Limelight und dem Prix de l’Académie Charles Cros ausgezeichnet wurden. All diese Einspielungen zeugen von den grundlegenden Werten des Ensembles wie auch seinem Forschergeist: bei Marc-Antoine Charpentiers „O Maria!“ (2010), „Litanies de la Vierge“ (2013), „Pastorale de Noël“, „Antiennes O de l’Avent“ (Oktober 2016),„La Descente d’Orphée aux Enfers“ (2017) wie auch in Werken von Antoine Boësset („L’Archange et le Lys“, 2011), Etienne Moulinié und seinen „Meslanges pour la Chapelle d’un Prince“ (2015), Henry du Mont auf „O Mysterium“ (2016) und Michel-Richard de Lalande in seinen „Leçons de Ténèbres“ mit Sophie Karthäuser (2015).

Perpetual Night, Lucile Richardots erste Solo-Aufnahme (2018), wurde von der nationalen und internationalen Presse gefeiert (Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Choc of the Year Classica, Ffff de Télérama, Diapason d’Or of the Year, Diamond of Opera Magazine…).

Die herausragende Rekonstruktion der Partitur zum Le Ballet Royal de la Nuit, der drei Jahre Forschung vorausgingen, erlaubt es einem modernen Publikum, ein musikalisches Großereignis des 17. Jahrhunderts wiederzuentdecken: den beispiellosen Augenblick, der die Herrschaft des Sonnenkönigs einläutete. Nach dem Erfolg bei Kritik und Publikum des bei Harmonia Mundi erschienenen CD-Buchs („Le Concert Royal de la Nuit“, 2015) widmete sich das Ensemble 2017 erneut diesem außergewöhnlichen Schauspiel, als es das Werk im Théâtre de Caen, an der Opéra Royal de Versailles und der Opéra de Dijon in einer zeitgenössischen Inszenierung von Francesca Lattuada aufführte, die auch Elemente von Zirkus und Tanz umfasste. Diese inszenierte Version wurde vor kurzem veröffentlicht: ein außergewöhnliches Box-Set, das die gesamte Musik (27 zusätzliche Tänze) und die Aufnahme der Aufführung sammelt.

Correspondances hat seinen Sitz im Théâtre de Caen und ist Partnerensemble der Oper und Schlosskapelle von Versailles und, mit Unterstützung der Stadt Lyon, der Chapelle de la Trinité.

Hauptsponsoren sind die Caisse des Dépôts und die Mécénat Musical Société Générale. Das Ensemble wird auch von der Fondation Musica Solis gefördert, einer Gruppe von Musikliebhabern, die aktiv die Erforschung, Veröffentlichung und Aufführung von Werken des 17. Jahrhunderts unterstützt. Correspondances wird vom Ministère de la Culture (DRAC Rhône-Alpes), der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Stadt Lyon gefördert und erhält bei Konzerten regelmäßige Unterstützung durch das Institut Français, Adami, Spedidam und FCM.