Anlässlich seines 25. Jubiläums 2022 entwickelte der Heidelberger Frühling gemeinsam mit 25 jungen Künstlerinnen, Ensembles sowie Stadtteilpartnern „re:start", das Kultur als grundlegende Kraft feiert. Bei seiner ersten Ausgabe hatte das Programm vor allem ein Ziel: Menschen nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie wieder zusammenzuführen. Ein „Neustart“ für das Konzertleben – ähnlich dem Frühling, der die Natur jedes Jahr aus dem Winterschlaf erweckt. In dieser Krisenzeit wurde deutlich, welche Bedeutung ein Festival ohne hohe Eintrittsbarrieren für die Stadtgemeinschaft haben kann. Ohne Hürden zwischen Publikum und Bühne wurden zahlreiche musikalische Angebote zugänglich gemacht, die die Stadtgesellschaft miteinander verbanden. Gleichzeitig fungierte re:start als Förderprogramm für junge Künstlerinnen, die während des kulturellen Lockdowns besonders unter fehlenden Auftrittsmöglichkeiten gelitten hatten.
Die musikalischen Darbietungen fanden sowohl in Innenräumen als auch unter freiem Himmel statt. Dazu gehörten Familien-, Mitsing-, Abendbrot-, Lunch- und Brunchkonzerte, Marktkonzerte, ein Earth-Hour-Konzert, Kneipenkonzerte, ganztägige Musikfeste sowie interaktive Formate und Workshops. Gespielt wurde unter anderem im leerstehenden Wilson-Theater (Rohrbach-Hasenleiser), in der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde (Weststadt), der Tiefburg (Handschuhsheim), dem Bürgerzentrum CHAPEL (Südstadt), im Einkaufszentrum Boxberg, in der Emmertsgrundpassage, im Café Schafheutle (Altstadt), im Mehrgenerationenhaus Heidelberg (Rohrbach) und in der Mensa des Marstalls (Altstadt). Ein besonderer Spielort von re:start war der Heidelberger Hauptbahnhof. Im Rahmen des „KlaWIR am Bahnhof“ entstand dort während der ersten beiden Festivalwochen ein Treffpunkt für spontanes gemeinsames Musizieren im Hauptgebäude des Bahnhofs.
Zu den teilnehmenden Künstler*innen aus ganz Deutschland zählten Audax Saxophonquartett, Borsch4Breakfast, CelloFellos, Cosima Soulez Larivière, Das Kolorit, Ensemble Sozusingen, Hanke Brothers, Hanni Liang, Kartoffelstampfer, Kollektiv B12, Leander Kippenberg, Leon Lorenz, Line Klenke, Maximilian Sutter, Mona Heiler und Lisa-Marie Trodtfeld, Mert Yalniz, Nicolae Gutu und Marcus Sundermeyer, Oskar Meier, Peacock Mandala, Philip Pineda Resch, Porter Percussion Duo, The JLF Project, Valerie’s Voices, zahira, Zahra Sebnat.