re:start — Wenn eine Stadt zur Bühne wird

restart-Konzert im Marstallcafé

68 Konzerte an 54 Spielorten in allen 15 Heidelberger Stadtteilen – für alle und bei freiem Eintritt. 25 ausgewählte junge Musiker*innen und Ensembles bespielten im Musikfestival 2022 ganz Heidelberg mit ihren kreativen Ideen und brachten Menschen über die Musik zusammen.

Idee

Ein Festival ist ein sozialer Ort auf Zeit und öffnet über die Kunst Räume für kulturellen Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander. Anlässlich seines 25. Jubiläums setzte der Heidelberger Frühling gemeinsam mit 25 jungen Künstler*innen und Ensembles und Stadtteilpartnern und Einrichtungen das Programm „re:start“ auf, das Kultur als Basisfunktion feiert. Ohne Eintrittsbarrieren und ohne Distanz zwischen Publikum und Bühne wurden eine Vielzahl von musikalischen Angeboten zugänglich gemacht, die die Stadtgesellschaft verbanden. Gleichzeitig agierte re:start als Förderprogramm für junge Künstler*innen, die mangels Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten in der Zeit des kulturellen Lockdowns besonders gelitten haben.

Die musikalischen Angebote fanden in Innenräumen aber auch Open-Air statt. Mit dabei waren Familienkonzerte, Mitsingkonzerte, Abendbrotkonzerte, Lunch- und Brunchkonzerte, Marktkonzerte, ein Earth-Hour-Konzert, Kneipenkonzerte oder ganztägige Musikfeste, sowie interaktive Formate und Workshops.

Musizierte wird u.a. im schon lange leerstehenden Wilson-Theater (Rohrbach-Hasenleiser), der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde (Weststadt), der Tiefburg (Handschuhsheim), dem Bürgerzentrum CHAPEL (Südstadt), im Einkaufszentrum Boxberg, der Emmertsgrundpassage, im Café Schafheutle (Altstadt), dem Mehrgenerationenhaus Heidelberg (Rohrbach) oder der Mensa im Marstall (Altstadt). Ein besonderer Spielort von re:start war der Hauptbahnhof.

Wo täglich Menschen ein und aus gehen sollte mit „KlaWIR am Bahnhof“ über die gesamte Festivalzeit hinweg ein Treffpunkt für spontanes und gemeinsames Musizieren mitten im Hauptgebäude des Heidelberger Bahnhofs entstehen. Aufgrund von organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen musste dieses Projekt am Donnerstag, 07. April vorzeitig beendet werden.

Ermöglicht wurde re:start durch den Fonds Stiftung Zukunftsmusik, der nach der Festivalabsage 2021 von den Hauptpartnern HeidelbergCement, MLP, Octapharma und SAP und der Musikstiftung Heidelberg initiiert wurde, um vor allem jungen Künstler*innen eine Zukunftsperspektive zu geben.

Künstler*innen und Ensembles

Künstler*innen am Anfang ihrer Karriere wurden von den Einschränkungen der Pandemiezeit in besonderem Maße getroffen. Zugleich haben sie sich vielerorts mit bemerkenswertem Einfallsreichtum hervorgetan und brennen für die Kraft von Kunst wie nie zuvor. Diese jungen Persönlichkeiten versammelte re:start zu einer einzigartigen Gruppe von neugierigen und leidenschaftlichen FESTspiel-Botschafter*innen, die ganz unterschiedliche musikalische Stilrichtungen vertreten: von Singer-Songwriter, Jazztrio, Saxophon-Quartett über eine klassische Band aus vier Brüdern, Vokalensemble, Cello-Duo bis hin zum Barockensemble. Insgesamt vereinte die Gruppe der re:start-Künstler*innen 57 junge Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren. Seit August 2021 standen sie miteinander in Kontakt und planten gemeinsam mit dem Team des Heidelberger Frühling die musikalischen Aktivitäten des Programms. Zu den teilnehmenden Künstler*innen aus ganz Deutschland zählen:

Audax Saxophonquartett, Borsch4Breakfast, CelloFellos, Cosima Soulez Larivière, Das Kolorit, Ensemble Sozusingen, Hanke Brothers, Hanni Liang, Kartoffelstampfer, Kollektiv B12, Leander Kippenberg, Leon Lorenz, Line Klenke, Maximilian Sutter, Mona Heiler und Lisa-Marie Trodtfeld, Mert Yalniz, Nicolae Gutu und Marcus Sundermeyer, Oskar Meier, Peacock Mandala, Philip Pineda Resch, Porter Percussion Duo, The JLF Project, Valerie’s Voices, zahira, Zahra Sebnat


Kooperationspartner

Wo und wie kann Musik auch jenseits der Festivalspielorte erlebbar werden? Auf dieser Suche hat das Team des Heidelberger Frühling mit allen Stadtteilvereinen Kontakt aufgenommen. Im Austausch mit ihnen und verschiedenen Partner*innen, lokalen Gruppen und Einrichtungen vor Ort entstehen Programmpunkte, die Gemeinschaft stiften, über Grenzen oder Unterschiede hinweg, mit Musik als Begegnungsmoment. Wir bedanken uns recht herzlich bei den teilnehmenden und kooperierenden Institutionen:

auszeit café-bar, Benediktinerabtei Stift Neuburg, Bonhoeffer-Gemeinde Heidelberg-Kirchheim, Cafe Extrablatt, Café Konditorei Schafheutle, CHAPEL Raum für Stadtkultur e.V., Christus-Luther-Markus-Gemeinde, Citykirche Heiliggeist, Darmstädter Hof Centrum, DAV_Deutsch-Afrikanischer Verein e. V., Emmausgemeinde Pfaffengrund, Evangelische Kirche Heidelberg, Freundeskreis der Schlierbach-Grundschule e.V., HageButze Heidelberg, Interkulturelles Zentrum, Johannesgemeinde Neuenheim, Jüdische Kultusgemeinde Heidelberg, KlaWIR am Bahnhof Heiler & Trodtfeld GbR, Kreuzgemeinde Wieblingen, Kulturfenster e.V. Heidelberg, Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg, Lukasgemeinde Boxberg, Marketinggesellschaft der bundesweiten Einkaufsbahnhöfe – MEKB GmbH, Matthäusgemeinde, Mehrgenerationenhaus Heidelberg, Melanchthongemeinde Rohrbach, Methodistenkirche Heidelberg, Päd-aktiv Emmertsgrund, Popchor Sängereinheit Heidelberg-Rohrbach e.V., Quartiersmanagement Hasenleiser, Qube Hotel Bahnstadt, Seniorenzentrum Boxberg-Emmertsgrund, SKM Heidelberg Wohnungslosenhilfe im Karl-Klotz-Haus, Stadtteilmanagement Boxberg, Stadtteilmanagement Emmertsgrund – TES e.V., Stadtteilverein Bahnstadt e.V., Stadtteilverein Boxberg e.V., Stadtteilverein Emmertsgrund e.V., Stadtteilverein Handschuhsheim e.V., Stadtteilverein Heidelberg-Pfaffengrund e.V., Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach e.V., Stadtteilverein Heidelberg-Südstadt e.V., Stadtteilverein Kirchheim e.V., Stadtteilverein Neuenheim e.V., Stadtteilverein Schlierbach e.V., Stadtteilverein West-Heidelberg e.V., Studierendenwerk Heidelberg, Über den Tellerrand Kochen Heidelberg e.V., Wolfsbrunnen gGmbH; Kultur am Wolfsbrunnen, ZYUZ Jugendtreff Ziegelhausen