Abschlusskonzert

Äußerlich herrscht in Joseph Haydns Quartett C-Dur op. 33/3, dem sogenannten ‚Vogelquartett‘, eine heitere, fast übermütige Stimmung – voller Witz, Leichtigkeit und kompositorischer Raffinesse. Haydn spielt hier mit Klangfarben und Motiven, die an Vogelrufe erinnern, und verbindet Charme mit kunstvoller Struktur – ein Werk, das den spielerischen Geist seiner ‚galanten‘ Schaffensperiode verkörpert. Erwin Schulhoff führt die Gattung in seinen „Fünf Stücken“ von 1923 dann ins 20. Jahrhundert: Seine Suite aus stilisierten folkloristischen Tänzen unterschiedlicher nationaler Traditionen bietet mit einer Vorliebe für Chromatik, Pizzicato und geräuschhaftes Spiel eine freche Musik am Puls der Zeit. Das zehn Jahre später komponierte erste Streichquartett von Walter Piston weist noch deutlich mehr spätromantische Züge auf, ein träumerisches Adagio inklusive. Pulsierend und wie befreit von jedweden formalen Zwängen kommt Beethovens monumentales cis-Moll-Quartett op. 131 daher. Ein finaler Höhepunkt des Streichquartettfests.
Auch im Streichquartettfest Pass oder Streichquartettfest Pass Light buchbar

