Eine Zeitreise durchs Cello-Repertoire unternehmen die beiden musikalischen französischen Brüder Edgar und Jérémie Moreau in diesem Konzert. Dabei gibt es zunächst zwei Meisterwerke für tiefe Streichinstrumente, die erst im Nachhinein von den Cellisten vereinnahmt worden sind: Bachs, an ein Concerto im italienischen Stil erinnernde Gambensonate g-Moll BWV 1029 und Schuberts tagträumerisch-wehmütige „Arpeggione“-Sonate für das damals gerade erfundene Guitar-Violoncello, das sich dann aber im Konzertleben nicht durchsetzen konnte. Geografisch betrachtet, geht es danach von Wien ins norwegische Bergen, wo Grieg die a-Moll-Sonate für seinen Cello spielenden Bruder John komponiert hat. Sergej Prokofjew legte bei seiner gesanglichen, durchaus eingängigen einzigen Cellosonate noch einen drauf: Bei ihm hieß der Widmungsträger Mstislaw Rostropowitsch.

+ 7 Minuten
Das „Plus“ im Konzert: In einem 7-minütigen Gesprächs-Exkurs werden charakteristische, mitunter auch kuriose Aspekte des Programms herausgegriffen oder spannende Phänomene im Kontext der Werke schlaglichtartig beleuchtet.

Auch im Abonnement erhältlich.


Edgar Moreau

Violoncello

Jérémie Moreau

Klavier


J. S. Bach
Sonate g-Moll für Viola da gamba (Violoncello) und Cembalo BWV 1029

Franz Schubert
„Arpeggione“-Sonate a-Moll D 821

Edvard Grieg
Cellosonate a-Moll op. 36

Sergej Prokofjew
Cellosonate C-Dur op. 119