Hausbesetzung 4 — Late Night
Seyfizadeh. Bota. Thiele. O/Modernt. Ticciati
Träumen und Erinnern

Später Abend im besetzten Haus: Erinnerung, Gedächtnis und das Überbrücken zeitlicher Abstände – das sind die Themen dieses kulturübergreifenden Programms. Gustav Mahlers „Adagietto“ transportiert die schmerzhafte Sehnsucht nach dem unerreichbar Vergangenen – so dicht und intensiv, wie dies nur Musik vermag. Lera Auerbach sucht zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Dialog mit der ergreifenden Trauermusik Giovanni Pergolesis von 1736. Und Golfam Khayam, die Iranerin, hat im Auftrag von O/Modernt ein Doppelkonzert für Violine und Gesang geschrieben, das subtil zwischen Ost und West vermittelt und dabei die für die persische Literatur und Musik so entscheidende mündliche Überlieferung künstlerisch fruchtbar macht. Haleh Seyfizadeh, die Vokalkünstlerin, ist eine der faszinierendsten Grenzgängerinnen zwischen traditioneller Musik, Improvisation und zeitgenössischer Komposition

Das Konzert ist Teil einer „Hausbesetzung“ auf Zeit: Für drei Tage ziehen Hugo Ticciati und sein vielgepriesenes Kammerorchester O/Modernt in das neue Konzerthaus Stadthalle Heidelberg ein. Diese Residenz umfasst fünf sehr unterschiedliche Formate mit hochspannenden Solistinnen und Solisten und gehört zu den ersten größeren Residenzen des Ensembles außerhalb Schwedens.

Alle Konzerte der Hausbesetzung

Konzert ohne Pause


Haleh Seyfizadeh

Gesang und Komposition Vocals

Sascha Bota

Viola

Nora Thiele

Percussion

O/Modernt Chamber Orchestra

Hugo Ticciati

Violine und Leitung


Lera Auerbach
Sogno di Stabat Mater (2008)

Golfam Khayam
Mirror Memory (2024)
(Vocals komponiert von Haleh Seyfizadeh)

Gustav Mahler
„Adagietto“ aus Sinfonie Nr. 5



Nachhause gehen mit Hugo Ticciati
4. 2. 2026   Podcast

Wer bin ich? Festivalkünstler Hugo Ticciati stellt sich diese Frage bei jedem Konzert. Auf der Bühne mit seinem Ensemble O/Modernt unternimmt er Reisen der Selbstfindung. Dafür verknüpft er Stile und spirituelle Ideen zu einem großen Miteinander. Im Podcast für den Nachhauseweg erzählt er von summender Aufregung, kosmischer Energie und Verletzlichkeit.

Zu den Konzerten mit Hugo Ticciati

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