Was am Vormittag als Gedankenspiel begann, wird hier hörbar zu Ende geträumt – im Miteinander von Julian Prégardien, Bryan Benner, Gabriel Rollinson, Alumni der Liedakademie und Publikum. Stimmen und Ideen des Tages verweben sich zu einem Konzert, das weniger darstellt als vielmehr entsteht: Die Mitmach-Workshops spiegeln sich in neu geschaffenen Songs, vertraute Lieder tauchen in neuem Licht auf, und der Saal selbst wird zum Resonanzraum. Vielleicht lässt sich hier erahnen, wie Lieder Zugehörigkeiten jenseits von Herkunft stiften – und wie Schuberts Klangwelt ihren eigenen Weg nach Amerika gefunden haben könnte.
Das Kollektivkonzert ist Teil des Thementags „Schuberts American Dream“ , der am ersten Festivalsonntag ein imaginäres Fenster in die Gedankenwelt des Komponisten öffnet. Auf seinem Sterbebett träumt sich Franz Schubert mit den Lederstrumpf-Romanen von James Fenimore Cooper nach Amerika – auf der Suche nach Freiheit, individueller Selbstbestimmung und jener besseren Welt, die er in seinen Liedern immer wieder musikalisch entwirft.
Zum Mitmach-Worksop 1 mit Bryan Benner
Zum Mitmach-Workshop 2 mit Julian Prégardien, Gabriel Rollinson und Daniel Arkadij Gerzenberg