Künstler

MILANO, 24/04/2014 JOHN ABERCROMBIE & MARC COPLAND DUO BLUE NOTENELLA FOTO JOHN ABERCROMBIE & MARC COPLAND DUO FOTO:PRANDONI FRANCESCO

Marc Copland

Marc Copland, 1948 in Philadelphia geboren, machte sicher Mitte der 1970er Jahre zuerst am Altsaxofon einen Namen. Doch irgendwann spürte er, dass etwas falsch lief: »Die Musik, die ich spielte, war nicht die Musik, die mir im Kopf herumging.« Von einem Tag auf den anderen legte er das Saxofon zur Seite, zog sich völlig aus der Szene zurück und begann, Klavier zu spielen. Zehn Jahre übte er verbissen und studierte andere Pianisten. 1985 fühlte er sich endlich bereit für den Start in die zweite Karriere.

Jede seiner Aufnahmen zeigt unentdeckte Facetten des freundlichen Chamäleons, sei es Another Place (2008), die wunderbar hymnische Zusammenarbeit mit dem alten Gefährten John Abercrombie, die mystischen Entdeckungsreisen mit dem Trompeter Tim Hagans (Beautiful Lily, 2005, und Alone Together, 2008), die innigen Diskurse im Quartett mit Jason Seizer (Fair Way, Serendipity und Time Being) (…) sowie die gefeierten New York Trio Recordings (mit Adlaten wie Paul Motian oder Gary Peacock, die selbst schon Legendenstatus besitzen.

1500_Malakoff-Kowalski_No3  © Pepper Levain 2015

Malakoff Kowalski

Malakoff Kowalski (* 21. Juni 1979 in Boston als Aram Pirmoradi) ist ein deutsch-amerikanisch-persischer Sänger, Musiker, Komponist und Produzent. Seine Eltern stammen aus Teheran; er wurde in den USA geboren und ist aufgewachsen in Hamburg.

2005 veröffentlichte Kowalski mit der Band Jansen & Kowalski das Debüt-Album »Action«, das er kurz darauf als »Mahnmal für ein verpfuschtes Schaffen« bezeichnete. Nach Auflösung der Band erschien 2009 das Krautrock-Solo-Album »Neue Deutsche Reiselieder« mit einem Deichkind-Remix der Single »Andere Leute«. Das Video zu dem Stück stammt von Filmregisseur Klaus Lemke. Für Lemke produzierte Kowalski seit 2008 die Originalmusiken für bislang fünf veröffentlichte Spielfilme.

Das Album »Kill Your Babies – Filmscore For An Unknown Picture« erschien 2012 als Zusammenarbeit mit dem Maler Daniel Richter, dem Schriftsteller Maximim Biller und Klaus Lemke. Das instrumentale Album wurde in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« als CD des Jahres aufgeführt und erhielt sehr gute Kritiken.

Im Herbst 2015 erschien auf dem Label MPS Kowalskis drittes Album »I Love «, das von der Kritik ebenfalls überragend aufgenommen wurde. Das Album umfasst fünfzehn Stücke; bei drei Titeln haben Maxim Biller und Klaus Lemke als Gast-Komponisten mitgewirkt. Die Liner Notes (Begleittext) verfasste Schriftstellerin Helene Hegemann.

Malakoff Kowalski lebt seit 2007 in Berlin.

Veranstaltungen

Avhishai Cohen © Youri Lenquette

Avishai Cohen Trio & Stuttgarter Kammerorchester

Nicht erst seit er 2013 den Echo-Jazz- Preis als »bester internationaler Bassist des Jahres« erhielt, gilt der israelische Sänger und Kontrabassist Avishai Cohen als eine Koryphäe des Jazz. Seit seiner Entdeckung durch Chick Corea hat er mit Größen wie Herbie Hancock, Wynton Marsalis und Bobby McFerrin zusammengearbeitet und dabei seinen ganz eigenen unverwechselbaren Stil gefunden. Abgrenzungen zwischen Jazz und Klassik gibt es dabei für ihn nicht, und so wurde sein Trio – ergänzt durch Streichquartett und Englischhorn/ Oboe – bereits im letzten Jahr mit dem Projekt »Avishai Cohen & Strings« beim Heidelberger Frühling vom Publikum gefeiert. Auch 2015 klingt dieser Grenzgang wieder ganz selbstverständlich, wenn das Stuttgarter Kammerorchester Cohens Musik gemeinsam mit dem singenden Bassisten und seinem Trio interpretiert. Bevor die Musiker 2016 gemeinsam auf Tournee gehen, ist ihr Programm als Welturaufführung beim Heidelberger Frühling zu erleben!

 

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