Künstler

Andrew Tyson

Von BBC Radio 3 als »Poet am Klavier« bezeichnet, präsentiert sich der 1985 geborene Amerikaner Andrew Tyson als neue Stimme in der Musikwelt. 2015 gewann er den ersten Preis beim Concours Géza Anda in Zürich. Zudem sprach ihm die Jury den Mozart-Preis zu. Mit der Interpretation von Chopins Klavierkonzert Nr. 1 erspielte er sich auch den Publikumspreis. Weitere Preise gewann er beim Gina Bachauer-Wettbewerb, beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb, beim Leeds-Wettbewerb und beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Seine Debüts in New York und im Kennedy Center 2013 verdankt er der Auszeichnung bei den Young Artists International Auditions 2011.

Tyson trat mit amerikanischen und europäischen Orchestern auf: den Sinfonieorchestern von Las Vegas, North Carolina, Edmonton, dem Orchestre de Chambre de Wallonie, dem Orchestre National de Belgique und dem Hallé-Orchester. Seit Jahren ist Tyson in Klavierabenden und Festivals in Nord- und Mittelamerika sowie in zahlreichen Ländern Europas zu hören.

Laure Favre-Kahn

Pianistin Laure Favre-Kahn studierte am Konservatorium in Avignon, bevor sie zu Bruno Rigutto ans Pariser Konservatorium wechselte, wo sie im Alter von siebzehn Jahren einstimmig einen Premier Prix erhielt. Sie tritt regelmäßig als Solistin oder Kammermusikerin in Frankreich, Europa, den USA und Asien auf. Einer ihrer wichtigsten Partner ist dabei der Geiger Nemanja Radulovic.
Sie war bei vielen wichtigen Festivals wie Auvers-sur-Oise, Orange (Chorégies), Antibes, Evian, Reims, Montpellier, Rocamadour, Nohant usw. zu Gast. Laure Favre-Kahn hat mit verschiedenen Orchestern gespielt wie dem Orchestre Symphonique de Nancy, Orchestre Symphonique Français, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Ensemble Orchestral de Paris, Hong Kong Sinfonietta, ukrainische Philharmoniker unter vielen anderen.

Roman Lopatynskyi

Roman Lopatynskyi, geboren 1993 Kiew, begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Er studierte zunächst an der Kiewer Lysenko Secondary Specialized Musik Boarding School, später parallel an der Nationalen Tschaikowsky Musikakademie der Ukraine und an der Internationalen Klavierakademie »Incontri col Maestro« im italienischen Imola. Roman Lopatynskyi ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter eines zweiten Preises beim Internationalen Klavierwettbewerb »Città di Gorizia« in Italien 2011, des ersten Preises beim Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten in Erinnerung an Vladimir Horowitz in Kiew 2010. Preise gewann er auch beim Busoni Wettbewerb in Bolzano und beim Internationalen Hamamatsu Wettbewerb. Konzertreisen und Festivaleinladungen führten ihn nach Litauen, Polen, Deutschland, die Schweiz, Israel, Japan, Liechtenstein, Italien und Frankreich.

James Baillieu

Pianist James Baillieu war Preisträger des Wigmore Hall Liedwettbewerbs, bei »Das Lied« International Song Competition sowie der Kathleen Ferrier und Richard Tauber Competition. E2012 erhielt er eine Borletti-Buitoni Trust Fellowship und ein Geoffrey Parsons Memorial Trust Award.

Er arbeitet mit Sängern und Instrumentalisten wie Lawrence Power, Lisa Milne, Thomas Quasthoff und Annette Dasch zusammen. Mit Solo- und Kammerkonzerten trat er in Konzertsälen auf wie der Wigmore Hall London, das Berliner Konzerthaus sowie dem Musikverein Wien. Er wird regelmäßig zu wichtigen Festivals eingeladen wie den Festpillene i Bergen, das Spitalfields Festival, den Festivals in Aldeburgh und Cheltenham.

In Südafrika geboren, studierte Baillieu an der University of Cape Town und der Royal Academy of Music in London bei Michael Dussek, Malcolm Martineau und Kathryn Stott.

Shih-Yu Tang

Shih-Yu Tang wurde im Mai 1995 in Taiwan geboren und bekam ihren ersten Theorie- und Klavierunterricht durch ihre Mutter, später folgte dann noch Bratschen- und Kompositionsunterricht. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter 2006 den Sonderpreis beim Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb für junge Pianisten in Taipeh. Zwischen 2008 und 2012 war sie Schülerin der Freiburger Akademie zur Begabtenförderung und mehrfach in verschiedenen Kategorien Bundespreisträgerin beim Wettbewerb »Jugend musiziert«. Mit ihrem Streichquartett »Quartetto Mobile« gab sie zwischen 2010 und 2013 Konzerte in ganz Deutschland und Italien. Darüber hinaus spielt sie seit 2012 im Duo mit der Geigerin Milena Wilke. 2014 erhielt Tang ein Stipendium der »Yehudi Menuhin Live Music Now«-Stiftung  in Freiburg. Zusammen mit der Cellistin Marie Viard und Milena Wilke gründete sie im Dezember 2013 das »Wandel-Trio«. Inzwischen absolviert sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Freiburg und wird von Prof. Pi-Hsien Chen (Klavier)und Prof. Sylvie Altenburger (Bratsche) unterrichtet.

Justus Zeyen

Geboren in Kiel, nahm Justus Zeyen zunächst Klavierunterricht bei Cord Garben, bevor er in Hannover u. a. bei Karl Engel und Bernhard Ebert studierte.

Konzerte als Solist und Kammermusiker, hauptsächlich aber als Liedpianist, führen Justus Zeyen durch Europa, die USA und Japan. Dabei trat er u.a. mit Juliane Banse, Dorothea Röschmann, Diana Damrau sowie den Chören des Bayerischen, Mittel- und Süddeutschen Rundfunks auf. Er gab Liederabende u. a. an der Mailänder Scala, im Theater an der Wien, bei den Berliner und Wiener Festwochen, den Münchner Opernfestspielen, den Festwochen Bad Kissingen, beim Schleswig-Holstein Festival, bei der Schubertiade Schwarzenberg, beim Mostly Mozart New York, Tanglewood Music Festival, Tokyo Spring Festival und Oregon Bach Festival.

Seit ersten gemeinsamen Konzerten beim Kammermusikfest Lockenhaus 1994 verband Justus Zeyen eine sehr enge Zusammenarbeit mit Thomas Quasthoff. Sie konzertieren u. a. in der Berliner Philharmonie, der Wigmore Hall London, im Musikverein und Konzerthaus Wien, Concertgebouw Amsterdam, in Madrid, Barcelona, San Francisco, Boston, Los Angeles und in der Carnegie Hall New York.

Marc Copland

Marc Copland, 1948 in Philadelphia geboren, machte sicher Mitte der 1970er Jahre zuerst am Altsaxofon einen Namen. Doch irgendwann spürte er, dass etwas falsch lief: »Die Musik, die ich spielte, war nicht die Musik, die mir im Kopf herumging.« Von einem Tag auf den anderen legte er das Saxofon zur Seite, zog sich völlig aus der Szene zurück und begann, Klavier zu spielen. Zehn Jahre übte er verbissen und studierte andere Pianisten. 1985 fühlte er sich endlich bereit für den Start in die zweite Karriere.

Jede seiner Aufnahmen zeigt unentdeckte Facetten des freundlichen Chamäleons, sei es Another Place (2008), die wunderbar hymnische Zusammenarbeit mit dem alten Gefährten John Abercrombie, die mystischen Entdeckungsreisen mit dem Trompeter Tim Hagans (Beautiful Lily, 2005, und Alone Together, 2008), die innigen Diskurse im Quartett mit Jason Seizer (Fair Way, Serendipity und Time Being) (…) sowie die gefeierten New York Trio Recordings (mit Adlaten wie Paul Motian oder Gary Peacock, die selbst schon Legendenstatus besitzen.

Daniel Heide

1976 in Weimar geboren, begann Daniel Heide seine pianistische Ausbildung im Alter von fünf Jahren. Schon während seines Studiums richtete er seinen Fokus auf kammermusikalisches Musizieren und das Begleiten von Sonaten- und Liederabenden. Zahlreiche Konzerte, Sonaten- und Liederabende in Europa folgten. Seine Partner dabei waren Künstler wie Antje Weithaas, Tabea Zimmermann, Julian Steckel, Isang Enders und Feng Ning. Mit Gidon Kremer und Marta Sudraba hat er das Concerto Grosso No. 2 von Alfred Schnittke aufgeführt. Die Arbeit mit Sängern nimmt in seiner Konzerttätigkeit einen besonderen Platz ein. Schon früh hat er Anregungen in Meisterkursen bekommen, u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Quasthoff, Christa Ludwig und Francoise Pollet. Als Liedbegleiter widmet er sich seit 2011 in erster Linie der von ihm begründeten Reihe »Der lyrische Salon«, die im KulturSchloss Ettersburg unter Mitwirkung von u. a. Roman Trekel, Stella Doufexis, Britta Schwarz und Ruth Ziesak, stattfindet. Der Franz-Liszt-Preisträger Heide unterrichtet an den Hochschulen von Berlin (Hanns Eisler) und Weimar (Franz Liszt) Künstlerische Liedgestaltung, Kammermusik und Korrepetition.

Burkhard Kehring

Nach über zwanzig Jahren internationaler Konzerttätigkeit als Liedbegleiter initiierte Burkhard Kehring im Jahr 2014 das globale Projekt Divan of Song. Der Pianist und Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg widmet sich zunehmend der Erforschung des weltweiten Lied-Repertoires und der Erschließung neuer Perspektiven für dieses Genre. Eines seiner Hauptanliegen ist die Erkundung des Liedes als Medium geistiger Migration zwischen den Sprachen und Kulturen. Burkhard Kehring war offizieller Begleiter auf Liedkursen von Elisabeth Schwarzkopf, Marylin Horne, Reri Grist und Hermann Prey. Fast zehn Jahre lang gab er Melodramenabende gemeinsam mit seinem wichtigsten Mentor Dietrich Fischer-Dieskau. Bundesweit konzipierte und spielte er eigene Liederabendreihen zu Schubert, Wolf, Schumann und zum Schönberg-Kreis. Künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit Sängerinnen und Sängern wie Robert Holl, Christian Elsner, Christiane Oelze, Christiane Karg, Kwangchoul Youn, Andreas Schmidt, Florian Bösch, Roman Trekel, Christiane Iven, Dietrich Henschel, Lothar Odinius, Jan Kobow oder Daniel Johannsen und mit Komponistinnen und Komponisten wie Matthias Pintscher, Dai Fujikura, Hanbiel Choi, Wolfgang Florey, Fabián Panisello, Param Vir, Myungsung Lee, Mahdis Golzar Kashani oder Johanna Doderer. Seine Einspielungen erschienen bei Deutsche Grammophon, berlin classics, Simax, Naxos, Brilliant oder twopianists. Burkhard Kehring gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Liedakademie. Meisterkurse führten ihn in viele Länder Europas, Amerikas und Asiens.

Till Hoffmann

Till Hoffmann wurde 1996 in Freiburg i. Br. geboren und erhielt mit sechs Jahren  ersten Klavierunterricht. Nach einem Umzug nach Stuttgart hatte er Unterricht in der Klasse von Nella und Andrej Jussow an der Stuttgarter Musikschule, wo er seit 2011 auch Mitglied der studienvorbereitenden Klasse war.

Er ist mehrfacher Preisträger, u. a. gewann er beim Wettbewerb »Jugend musiziert« mehrere erste Preise, zuletzt beim Bundeswettbewerb im Juni 2014 einen 1. Preis mit Höchstpunktzahl in der Kategorie Klavier Solo. 2013 errang Hoffmann den ersten Preis des Bach-Wettbewerbs in Köthen/Anhalt; im Sommer 2015 wurde er mit u. a. mit dem Hauptpreis beim Internationalen Klavierpodium der Jugend München ausgezeichnet.
Seit Oktober 2014 ist Till Hoffmann Klavierstudent an der Hochschule für Musik Karlsruhe in der Klasse von Prof. Kaya Han. 2016 war er außerdem Mitglied der tonali-Akademie in Hamburg.

Veranstaltungen

Igor Levit & Irish Chamber Orchestra

Er reihte Töne so filigran, so selbstverständlich aneinander wie Perlen an einer Schnur, mit größter Leichtigkeit, zielsicher in der dramaturgischen Abfolge. Rund ein Vierteljahrhundert später schien es endlich einen legitimen Nachfolger zu geben. Auf Mozart, das Salzburger Wunderkind, folgte Mendelssohn, das Hamburgisch-Berlinerische Wunderkind. Ein zweiter Mozart? Niemand anderes als Goethe verglich den zwölfjährigen Mendelssohn mit dem jungen Mozart. Goethe musste es wissen, er hat beide erlebt. Doch nicht nur in ihrer Begabung, auch in der jugendlichen Unbeschwertheit des Komponierens sind »M&M« vergleichbar, ebenso in ihrer Akribie und in ihrer Souveränität als konzertierende Musiker.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Jörg Widmann (im Ballsaal der Stadthalle)

Das Irish Chamber Orchestra wird gefördert von
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After Work Concert: Till Hoffmann

Erst zwanzig Jahre ist Till Hoffmann alt, und doch hat der Freiburger bereits Preise in zweistelliger Zahl gewonnen. Erst im Juli 2016 gewann er auch den 1. Preis des Tonali-Wettbewerbs. Nun ist er bei uns im Rahmen eines Steinway & Sons-Preisträgerkonzerts und bringt ein feines, poetisches Programm mit nach Heidelberg: ein Programm der stillen Töne. Womöglich manifestiert sich da bereits das Naturell dieses ungemein vielversprechenden Pianisten.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Wir danken
tonali
und
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Grandbrothers

In dem 2012 von Erol Sarp und Lukas Vogel gegründeten Duo Grandbrothers steckt eine pulsierende Verbindung zwischen Analogem und Digitalem. In ihrer Musik spielen klassische Komposition und elektronische Musik einander zu – und sich gegenseitig aus. Dank ihrer breiten, musikalischen Sozialisierung – Ambient, Jazz, Hip-Hop, … – schaffen sie es, den Flügel wieder aufregend und abenteuerlich klingen zu lassen. Ja, sie entheiligen ihn sogar, schinden ihn, suchen seine Grenzen. Ein Skelett von Stangen, Gurten, Kabeln, Mikrofonen und rund zwanzig elektromechanischen Hämmern greift in ihn ein. Die Hämmer von Lukas Vogel schlagen auf die Saiten, den Holzkorpus, die Mechanik und holen zusätzliche Rhythmen aus dem Flügel, während Erol Sarp ihn auf halbwegs übliche Weise spielt. Doch bei aller Kuriosität des Konzepts steht bei ihnen die Hörbarkeit der Musik im Mittelpunkt.

Teilbestuhlt – Freie Platzwahl – Kein Sitzplatzanspruch

Bei diesem Konzert gibt es keine € 8-Tickets an der Abendkasse.

Pierre-Laurent Aimard

»Was ist das Leben? – Das Unerwartete! Die Welt kann so unterschiedlich sein in jedem Moment. Ein Leben wird gemacht von Gelegenheiten.« Doch bei allem Sinn für Plötzlichkeit besitzt Pierre-Laurent Aimard im Stillen eine Art Langzeit-Masterplan: eine Liste mit Werken, die er noch nicht gespielt hat und die er gern in Angriff nehmen möchte. Viele Jahre seiner Karriere galt der Franzose und Messiaen-Schüler ausschließlich als Mentor der Neuen Musik, doch hat er sich inzwischen vermehrt den Komponisten zurückliegender Jahrhunderte zugewandt, bis hin zu Bach. »Die permanente Durchmischung durch neue Kenntnisse – das ist Kultur.« Noch so ein Credo, an das sich Aimard immer wieder gern hält.

In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Pierre-Laurent Aimard (im Ballsaal der Stadthalle)

Sir András Schiff © Roberto Masotti

Sir András Schiff & Chamber Orchestra of Europe

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Im Sommer 1936 erhielt Béla Bartók einen Brief des Dirigenten Paul Sacher, der ihn um ein neues Werk für sein Basler Kammerorchester bat. Damals galt das Schweizer Orchester als europäische Institution für Uraufführungen. Bartók sagte nur wenige Tage später zu und schrieb von ersten konkreten Ideen. Bereits im September 1936 war das Werk abgeschlossen. Die Entstehungsgeschichte von Brahms’ zweitem Klavierkonzert ist deutlich länger. 1878, mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Konzert, wagte er sich erneut an diese Gattung; doch er unterbrach den Prozess mehrfach und fand erst 1881 zu einem Abschluss. Es ist eines der größten Klavierkonzerte überhaupt, und es benötigt einen Ausnahme-, vielleicht Jahrhundertmusiker wie András Schiff, um dieses Werk adäquat zur Geltung zu bringen.

Marc Copland – Solo

Gitarristin Emily Remler sagte einst, dass es nur zwei Arten von Musikern gibt: die, die genauso klingen wie vor fünf Jahren, und die, die es nicht tun. Marc Copland gehört eindeutig zu Letzteren und an Stagnation ist bei dem 68 Jahre alten Künstler wirklich nicht zu denken. Stets auf der Suche nach neuen expressiven Wegen, stets in neuen Kollaborationen tätig. Es ließen sich dutzende wohlbekannte Namen nennen: von John Abercrombie über Dave Liebman bis hin zu Gary Peacock. Sie lehrten ihn, die Musik aus dem Herzen sprechen zu lassen und im Moment zu leben. Umso mehr dürfen Sie sich auf dieses ganz besondere Konzert freuen, denn Marc Copland wird solo auf der Bühne stehen – eine besonders intime Atmosphäre ist also garantiert.

Das Enjoy Jazz Festival ist mit diesem Konzert erstmalig beim Heidelberger Frühling zu Gast. Ein wunderbarer Austausch zwischen Partnern, die nicht nur die Liebe zur Musik teilen, sondern auch deren Kraft gerade in ihrer Wandelbarkeit schätzen und fördern.

Bei diesem Konzert mit Enjoy Jazz gelten keine Ermäßigungen des Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit
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William Youn & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Seoul, Boston, Hannover, München: Als Sechsjähriger entdeckt er wie aus Zufall in einem koreanischen Kindergarten das Klavier für sich; mit 13 Jahren wechselt er auf ein Internat nach Boston. Fünf Jahre später kommt er zur Klavierlehrer- Legende Karl-Heinz Kämmerling nach Hannover, heute lebt er in München: William Youn. Seine erste Aufnahme war der Soundtrack zum Film »Amadeus«, heute ist er ein Mozart-Interpret von Rang. Nach Heidelberg kommt Youn, um sich mit Schumanns Klavierkonzert zu präsentieren – eines der persönlichsten Solokonzerte der Musikgeschichte, ein kammermusikalisch inspiriertes Bekenntnis. Dass im Konzert der Philharmoniker auch ein Werk Sven Daiggers erklingt, ist eine schöne Fügung: Denn Daigger ist ehemaliger Stipendiat der Akademie für Komposition des Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit

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Alexandre Tharaud

Der Pianist ohne Instrument. Zu Hause, bei sich in Paris, gibt es kein Klavier. Schon seit fast zwei Jahrzehnten nicht. Alexandre Tharaud hat mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme beste Erfahrungen gesammelt: »Eine gewisse Distanz tut mir gut.« Doch natürlich muss auch ein so akribischer Musiker wie er üben. Freunde haben ihm daher ihre Wohnungsschlüssel überlassen. Dort kann er sich an die unterschiedlichsten Instrumente setzen: »Diese Vielfalt ist mir sehr willkommen, denn kein Klavier ist gleich, und auch bei Konzertreisen bin ich auf wechselnde Instrumente angewiesen.« Außerdem steigert die Abwechslung beim Üben die Konzentration. »Ich liebe die Ausschließlichkeit des ›Jetzt im Moment‹.«

In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis.

David Fray

Als David Fray 2010 beim Frühling debütierte, eilte ihm bereits ein Ruf voraus: Den ECHO Klassik, den begehrten französischen Musikpreises »Les Victoires de la musique classique« sowie weitere internationale Auszeichnungen hatte er zuvor erhalten. Den ECHO sogar mehrfach! Auch das Publikum in der Stadthalle war hingerissen: »unfassbar behutsam«, so charakterisierte die RNZ sein Spiel, »reinste Poesie«. Als er 2014 wiederkehrte, zog er die Stadthalle mit Bach und Schubert regelrecht in seinen Bann. Wenn David Fray 2016 erneut zum Frühling kommt, diesmal mit Bach und Beethoven, darf man sich sicher sein: Es wird ein unvergesslicher Abend. Mit dem »Wohltemperierten Klavier« von Bach und Beethovens großer Sontate f-Moll »Appassionata« stehen gleich zwei der berühmtesten Werke der Klavier-Literatur auf dem Programm, zwei »essential gifts« eben, zwei echte Meisterwerke, die diesen Klavierabend kurz vor Ende des Festivals zu einem pianistischen Höhepunkt machen.

Herbert Schuch »Über Aufbruch und Abschied«

Robert Schumann feierte in Heidelberg 1830 seinen 20. Geburtstag und komponierte hier auch seine Abegg-Variationen, denen er emphatisch die Opus-Nummer 1 gab (obwohl er vorher schon mehrere Werke verfasst hatte). Herbert Schuch, einer der feinsten, subtilsten und leisesten Pianisten der Gegenwart, stellt dem Heidelberger Frühwerk das vermächtnishafte Opus 111 Beethovens gegenüber – zwei Werke über Aufbruch und Abschied, die nur wenige Jahre nacheinander entstanden sind und die doch Welten trennen.
In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


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