Künstler

Spence_img_©-Mitch-Jenkins

Toby Spence

Der Tenor Toby Spence studierte an der Guildhall School of Music and Drama. Am Royal Opera House London war er in Partien wie Ferdinand in »The Tempest« von Thomas Adès, David in »Die Meistersinger von Nürnberg«, Graf Almaviva in »Il barbiere di Siviglia« und Tom Rakewell in »Strawinskys A Rake’s Progress« zu hören. Weitere Engagements führten ihn an die English National Opera und die Opéra national de in Paris. Ferner sang er beim Glyndebourne Festival, an der Bayerischen und der Hamburgischen Staatsoper sowie an der Brüsseler Oper. In Amerika trat er an der San Francisco Opera, beim Santa Fe Festival, an der Lyric Opera Chicago und an der Metropolitan Opera in New York auf. An der Wiener Staatsoper debütierte Toby Spence 2013 als Don Ottavio in »Don Giovanni«. Außerdem war er dort in der Titelrolle von »La clemenza di Tito« zu erleben, eine Partie, die ihn auch an die Staatsoper München führte.

Toby Spence pflegt außerdem eine rege internationale Konzerttätigkeit. Er musizierte mit dem Cleveland Orchestra unter Christoph von Dohnányi, den Berliner und den Wiener Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, dem San Francisco Symphony unter Michael Tilson Thomas, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Antonio Pappano, Rotterdams Philharmonisch Orkest unter Valery Gergiev, dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis, dem London Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin, dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel sowie bei den Festivals in Salzburg und Edinburgh unter Roger Norrington und Charles Mackerras. Beim Edinburgh Festival gab Toby Spence nicht nur ein Recitalkonzert, sondern wurde auch in Brittens Curlew River gefeiert.

Alice Foccroulle_c Klein

Alice Foccroulle

Die Sopranistin Alice Foccroulle wurde 1985 in Brüssel geboren. Im Alter von sieben Jahren wurde sie in den Kinderchor des Théâtre Royal de la Monnaie aufgenommen, dem sie neun Jahre lang angehörte.
Seit 2001 lernt sie bei der bekannten dänischen Gesangspädagogin Susanna Eken. 2005 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln auf, zunächst bei Joseph Protschka, später bei Christoph Prégardien. Dort erhielt sie auch die Möglichkeit, von weiteren ausgezeichneten Musikerpersönlichkeiten wie Michael Gees, Kai Wessel, Marcus Creed und Michael Hampe zu lernen. Im Februar 2011 schloss sie ihre künstlerische Ausbildung dort mit Auszeichnung ab.

Alice Foccroulle singt seit 2010 regelmäßig mit dem Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe, sowie mit dem Ensemble la Fenice des Dirigenten Jean Tubery.
Ihr Interesse und ihre Liebe für die Barockmusik waren außerdem in einer Reihe von Soloauftritten mit Musikern wie ihrem Vater Bernard Foccroulle oder Philippe Pierlot und dem Ricercar Consort zu erleben. Darüber hinaus arbeitet sie regelmäßig mit den Solistenensembles l’autre mOnde, in Alto und Vox Luminis zusammen.

helmut_deutsch_hf1_Shirley Suarez

Helmut Deutsch

Helmut Deutsch zählt zu den gefragtesten und erfolgreichsten Liedbegleitern der Welt. In Wien geboren, studierte er am Konservatorium, an der Musikakademie und der Universität seiner Heimatstadt, erhielt den Kompositionspreis der Stadt Wien und wurde mit 24 Jahren Professor. Schon in seiner Studienzeit konzentrierte sich sein Hauptinteresse auf das Lied, daneben aber betätigte er sich durch mehrere Jahrzehnte als Kammermusiker in allen erdenklichen Formationen mit vielen Instrumentalisten von Weltrang. Seine internationale Karriere als Liedbegleiter begann mit der Sopranistin Irmgard Seefried, wichtigster Sänger seiner jungen Jahre aber wurde Hermann Prey, dessen fester Partner er für zwölf Jahre in mehreren hundert Konzerten war. In weiterer Folge arbeitete er mit einem  Großteil der bedeutendsten Liedsänger zusammen und spielte in allen wichtigen Musikzentren der Welt.

The Erlkings

The Erlkings

The Erlkings
Bryan Benner, Gesang und Gitarre
Ivan Turkalj, Violoncello
Gabriel Hopfmüller, Tuba
Thomas Toppler, Schlagzeug

Die Erlkings sind ein Schubert-Ensemble jenseits aller Genres: Die vier klassisch ausgebildete Multi-Instrumentalisten rund um Sänger und Gitarrist Bryan Benner haben Lieder des großen kleinen Wieners in ein modernes Englisch übertragen und für ihre ureigene Besetzung arrangiert. Frische Versionen von Klassikern wie der »Forelle« oder dem namensgebenen »Erlkönig«, die auf der Konzertbühne genauso zuhause sind wie in einer verrauchten Kneipe. Die Erlkings sind die einzige Band, der es gelingt, dass Menschen zu Goethe und Schiller tanzen.

1500_Dumaux_2011

Christophe Dumaux

Der 1979 geborene Christophe Dumaux nahm bereits als Teenager an Meisterkursen von Noëlle Barker und James Bowman teil und studierte anschließend am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris.

Im Alter von nur 22 Jahren gab Christophe Dumaux im Juli 2002 sein offizielles Debüt als Eustazio in Händels »Rinaldo« beim »Festival de Radio France et Montpellier«. Die Produktion unter der musikalischen Leitung von René Jacobs war anschließend auch bei den »Innsbrucker Festwochen« und an der Berliner Staatsoper zu sehen. Eine Aufnahme wurde 2003 bei Harmonia Mundi veröffentlicht. Es folgten internationale Einladungen zu Opernproduktionen und Konzertengagements an den wichtigsten Häusern und Festivals – darunter die Metropolitan Oper New York, das »Glyndebourne Festival«, die Opéra National de Paris, das Theater an der Wien, die Opernhäuser in Chicago und Santa Fe, die Berliner Staatsoper, die »Salzburger Festspiele« sowie die Opernhäuser in München und Zürich.

1500_Valer-Sabadus_c_Christine-Schneider

Valer Sabadus

Internationale Bekanntheit erlangte der Countertenor Valer Sabadus 2012 mit seiner herausragenden Interpretation als Semira in Leonardo Vincis Oper »Artaserse« an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahlreiche Preise.

Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Wegweisend war die Produktion von Johann Adolph Hasses »Didone abbandonata«, die er mit der Hofkapelle München und Michael Hofstetter aufnahm.

Neben seiner regen Operntätigkeit liegt dem jungen Countertenor das Konzert- und Oratorienrepertoire am Herzen. Lieder- und Arienabende gab er beispielsweise beim Luzerner Festival, der Schubertiade in Hohenems und dem Festival »Winter in Schwetzingen«. Als Solist trat er bereits in den Philharmonien in Essen und Köln, der Frauenkirche in Dresden, der Chapelle Royale de Versailles, der Laeiszhalle Hamburg, beim Festival Grafenegg und den Festwochen für Alte Musik Innsbruck auf. Fruchtbare Partnerschaften führen Valer Sabadus immer wieder mit führenden Ensembles für Alte Musik zusammen, darunter Concerto Köln, das Kammerorchester Basel, die Hofkapelle München, das Ensemble L’Arpeggiata und Il pomo d’oro.

grane_1500

Sónia Grané

Die portugiesische Sopranistin Sónia Grané ist seit 2015 ständige Gastsängerin an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Dort debütierte sie als Ännchen in »Der Freischütz« unter Alexander Soddy (Regie: Michael Thalheimer), Blonde in »Die Entführung aus dem Serail« mit Christopher Moulds, Barbarina in »Le nozze di Figaro« unter Gustavo Dudamel in einer Neuinszenierung von Jürgen Flimm, Echo in »Ariadne auf Naxos«, als Flora in Claus Guths Inszenierung von Benjamin Brittens »Turn of the Screw« und als Blumenmädchen in »Parsifal« unter der Leitung von Daniel Barenboim (Regie: Dimitri Tcherniakov).

Sónia war von 2013 bis 2015 Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und Stipendiatin der Liz-Mohn-Kulturstiftung. In dieser Zeit sang sie u.a. Papagena in »Die Zauberflöte«, Tebaldo in »Don Carlo« und Junger Hirt in »Tannhäuser«. In mehreren Werken des Neuen Musiktheaters war sie in der Werkstatt der Staatsoper zu hören: u. a. Mascha in Schostakowitschs »Moskau Tscherjomuschki«, 1. Stimme in Lucia Ronchettis Oper »Lezioni di tenebra«, Sciarrinos »Macbeth« (Regie: Jürgen Flimm), David Robert Colemans »Hans im Glück«, wie auch Ernst Kreneks »Tarquin«.

Im Sommer 2015 war Sónia als Despina in Mozarts »Così fan tutte« bei den Bregenzer Festspielen zu erleben.

2011 absolvierte die Sängerin ihren Master in Gesang an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung. Anschließend belegte sie dort einen zweijährigen Opernkurs, den sie im Sommer 2013 mit Diplom abschloss. Während ihrer Londoner Zeit war sie mit Liedkonzerten und als Oratorien-Sängerin in so renommierten Konzertsälen wie der Wigmore Hall, King’s Place, St. John’s Smith Square, Saint-Martin-in-the-Fields, dem Purcell Room und dem Holywell Music Room beim Oxford Festival zu hören, wo sie 2011 den 1. Preis beim Oxford Lieder Wettbewerb gewann.

silke_gaeng_1500

Silke Gäng

Silke Gäng, Mezzosopran, wuchs in Freiburg im Breisgau auf und studierte an der Musikhochschule Basel Gesang. Seit ihrem Abschluss 2010 ist sie als freischaffende Künstlerin sowohl auf der Opernbühne als auch im Lied- und Konzertfach tätig.
2016/17 wird sie erstmalig mit dem Venice Baroque Orchestra und »Juditha Triumphans« in Europa und den USA (Carnegie Hall) auftreten. Sie wird in Mozarts »La clemenza di Tito« den Annio verkörpern und in mehreren Liederabenden (u. a. am Lavaux Festival) zu hören sein.
Außerdem sind mehrere CD-Aufnahmen geplant, darunter »Parnasso in Festa« mit Andrea Marcon und LaCetra, die Wiederentdeckung der Barockoper »Flavio Crispo« von J. D. Heinichen mit Il Gusto Barocco und eine CD mit Liedern nach Gedichten von Mascha Kaléko und Walt Whitman des Schweizer Komponisten Silvan Loher.
2015 war sie in »Juditha Triumphans« (Titelpartie) und »Medée« am Theater Basel zu hören, am Davos Festival und am Lucerne Festival, sowie mit Vivaldis »Gloria« erstmals in Venedig.
Weitere Höhepunkte der letzte Jahre waren Auftritte u. a. im Concertgebouw Amsterdam, bei den Händelfestspielen Halle, den Schwetzinger Festspiele, in der Liederhalle Stuttgart, bei den Salzburger Festspielen, im Staatstheater Stuttgart, im Theater Freiburg und im Royal Theatre of Norwich. Sie war Stipendiatin der Lied Akademie Heidelberger Frühling 2012.
Silke Gäng ist Preisträgerin des 5. Internationalen Ernst Haeflinger Wettbewerbs, des Migros Kulturprozent, der Basler Orchestergesellschaft und der Kiefer Hablitzel-Stiftung.

AAiJ_NuriaGomez_1_1500x500_2

Anna Alàs i Jové

Die Mezzosopranistin Anna Alàs i Jové stammt aus Terrassa (Katalonien) und absolvierte ihr Gesangsdiplom an die Escola Superior de Música de Catalunya. Später schloss sie ihr Masterstudium in Lied und Oratorium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Anneliese Fried und Prof. Wolfram Rieger ab. Sie besucht regelmäßig Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und erhielt Unterricht von Dietrich Fischer-Dieskau, Irwin Gage, Malcolm Martineau, Bernarda Fink, Thomas Quasthoff und als Stipendiatin im Rahmen der Lied Akademie des »Heidelberger Frühling« 2011 bei Thomas Hampson.

Sie gewann den 1. Preis beim Joan Massià Gesangswettbewerb 2005, gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Fleischer, den 2. Lied-Duo-Preis im Internationalen Wettbewerb für die Liedkunst Stuttgart 2010, und im selben Jahr den 2. Preis im Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti.

Anna Alàs i Jové ist nicht nur gefeierte Lied-Sängerin, sondern auch auf der Opernbühne erfolgreich. Als Rosina (Der Barbier von Sevilla), Donna Elvira (Don Giovanni), Das Kind (Das Kind und die Zauberdinge), Rita (Rita), Diana (La Calisto), Simplicius (Simplicius Simplicissimus) und Siebel (Faust) war sie u. a. auf Bühnen wie der Berliner Staatsoper, Gran Teatre del Liceu, Teatro Real, im Staatstheater Nürnberg, bei den Musikfestspielen Postdam und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu erleben.

Vor kurzem nahm sie sämtliche Lieder von Manuel Blancaforts auf, die demnächst erscheinen werden.

Schneiderat_Jobst_0793

Jobst Schneiderat

Seinem Studium in den Fächern Klavier, Korrepetition und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden folgte zunächst ein Engagement am Landestheater Halle, bevor Jobst Schneiderat 1986 als Solorepetitor an die Semperoper Dresden wechselte.

Von 2004 bis 2012 war Jobst Schneiderat Studienleiter des Jungen Ensembles der Semperoper, zudem arbeitet er als Cembalist und Organist kammermusikalisch mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Dresdner Kapellsolisten sowie dem Philharmonischen Kammerorchester. Mehrere Konzertreisen führten Jobst Schneiderat durch Europa, die USA und nach Japan. Im Oktober 2013 assistierte er bei der Übertragung der Salzburger „Parsifal“ Produktion nach Peking. Seit seinem Festspiel-Debüt im Jahre 2002 in Salzburg trat er bei verschiedenen Festivals auf, u. a. arbeitet er seit seiner „Ring“ Einstudierung unter Guiseppe Sinopoli 2000 als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen. Dort engagiert sich Jobst Schneiderat außerdem in Meisterkursen der Jungen Musiker Stiftung und wirkte 2014 bei der Sommerakademie in Salzburg mit.

Liederabende  mit namhaften Sängern wie Camilla Nylund, Ricarda Merbeth, Klaus Florian Vogt, Christa Mayer, Markus Marquart und Georg Zeppenfeld ließen den vielseitigen Musiker zudem zu einem gefragten Liedbegleiter werden.