Künstler

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Christophe Dumaux

Der 1979 geborene Christophe Dumaux nahm bereits als Teenager an Meisterkursen von Noëlle Barker und James Bowman teil und studierte anschließend am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris.

Im Alter von nur 22 Jahren gab Christophe Dumaux im Juli 2002 sein offizielles Debüt als Eustazio in Händels »Rinaldo« beim »Festival de Radio France et Montpellier«. Die Produktion unter der musikalischen Leitung von René Jacobs war anschließend auch bei den »Innsbrucker Festwochen« und an der Berliner Staatsoper zu sehen. Eine Aufnahme wurde 2003 bei Harmonia Mundi veröffentlicht. Es folgten internationale Einladungen zu Opernproduktionen und Konzertengagements an den wichtigsten Häusern und Festivals – darunter die Metropolitan Oper New York, das »Glyndebourne Festival«, die Opéra National de Paris, das Theater an der Wien, die Opernhäuser in Chicago und Santa Fe, die Berliner Staatsoper, die »Salzburger Festspiele« sowie die Opernhäuser in München und Zürich.

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Valer Sabadus

Internationale Bekanntheit erlangte der Countertenor Valer Sabadus 2012 mit seiner herausragenden Interpretation als Semira in Leonardo Vincis Oper »Artaserse« an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahlreiche Preise.

Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Wegweisend war die Produktion von Johann Adolph Hasses »Didone abbandonata«, die er mit der Hofkapelle München und Michael Hofstetter aufnahm.

Neben seiner regen Operntätigkeit liegt dem jungen Countertenor das Konzert- und Oratorienrepertoire am Herzen. Lieder- und Arienabende gab er beispielsweise beim Luzerner Festival, der Schubertiade in Hohenems und dem Festival »Winter in Schwetzingen«. Als Solist trat er bereits in den Philharmonien in Essen und Köln, der Frauenkirche in Dresden, der Chapelle Royale de Versailles, der Laeiszhalle Hamburg, beim Festival Grafenegg und den Festwochen für Alte Musik Innsbruck auf. Fruchtbare Partnerschaften führen Valer Sabadus immer wieder mit führenden Ensembles für Alte Musik zusammen, darunter Concerto Köln, das Kammerorchester Basel, die Hofkapelle München, das Ensemble L’Arpeggiata und Il pomo d’oro.

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Sónia Grané

Die portugiesische Sopranistin Sónia Grané ist seit 2015 ständige Gastsängerin an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Dort debütierte sie als Ännchen in »Der Freischütz« unter Alexander Soddy (Regie: Michael Thalheimer), Blonde in »Die Entführung aus dem Serail« mit Christopher Moulds, Barbarina in »Le nozze di Figaro« unter Gustavo Dudamel in einer Neuinszenierung von Jürgen Flimm, Echo in »Ariadne auf Naxos«, als Flora in Claus Guths Inszenierung von Benjamin Brittens »Turn of the Screw« und als Blumenmädchen in »Parsifal« unter der Leitung von Daniel Barenboim (Regie: Dimitri Tcherniakov).

Sónia war von 2013 bis 2015 Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und Stipendiatin der Liz-Mohn-Kulturstiftung. In dieser Zeit sang sie u.a. Papagena in »Die Zauberflöte«, Tebaldo in »Don Carlo« und Junger Hirt in »Tannhäuser«. In mehreren Werken des Neuen Musiktheaters war sie in der Werkstatt der Staatsoper zu hören: u. a. Mascha in Schostakowitschs »Moskau Tscherjomuschki«, 1. Stimme in Lucia Ronchettis Oper »Lezioni di tenebra«, Sciarrinos »Macbeth« (Regie: Jürgen Flimm), David Robert Colemans »Hans im Glück«, wie auch Ernst Kreneks »Tarquin«.

Im Sommer 2015 war Sónia als Despina in Mozarts »Così fan tutte« bei den Bregenzer Festspielen zu erleben.

2011 absolvierte die Sängerin ihren Master in Gesang an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung. Anschließend belegte sie dort einen zweijährigen Opernkurs, den sie im Sommer 2013 mit Diplom abschloss. Während ihrer Londoner Zeit war sie mit Liedkonzerten und als Oratorien-Sängerin in so renommierten Konzertsälen wie der Wigmore Hall, King’s Place, St. John’s Smith Square, Saint-Martin-in-the-Fields, dem Purcell Room und dem Holywell Music Room beim Oxford Festival zu hören, wo sie 2011 den 1. Preis beim Oxford Lieder Wettbewerb gewann.

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Silke Gäng

Silke Gäng, Mezzosopran, wuchs in Freiburg im Breisgau auf und studierte an der Musikhochschule Basel Gesang. Seit ihrem Abschluss 2010 ist sie als freischaffende Künstlerin sowohl auf der Opernbühne als auch im Lied- und Konzertfach tätig.
2016/17 wird sie erstmalig mit dem Venice Baroque Orchestra und »Juditha Triumphans« in Europa und den USA (Carnegie Hall) auftreten. Sie wird in Mozarts »La clemenza di Tito« den Annio verkörpern und in mehreren Liederabenden (u. a. am Lavaux Festival) zu hören sein.
Außerdem sind mehrere CD-Aufnahmen geplant, darunter »Parnasso in Festa« mit Andrea Marcon und LaCetra, die Wiederentdeckung der Barockoper »Flavio Crispo« von J. D. Heinichen mit Il Gusto Barocco und eine CD mit Liedern nach Gedichten von Mascha Kaléko und Walt Whitman des Schweizer Komponisten Silvan Loher.
2015 war sie in »Juditha Triumphans« (Titelpartie) und »Medée« am Theater Basel zu hören, am Davos Festival und am Lucerne Festival, sowie mit Vivaldis »Gloria« erstmals in Venedig.
Weitere Höhepunkte der letzte Jahre waren Auftritte u. a. im Concertgebouw Amsterdam, bei den Händelfestspielen Halle, den Schwetzinger Festspiele, in der Liederhalle Stuttgart, bei den Salzburger Festspielen, im Staatstheater Stuttgart, im Theater Freiburg und im Royal Theatre of Norwich. Sie war Stipendiatin der Lied Akademie Heidelberger Frühling 2012.
Silke Gäng ist Preisträgerin des 5. Internationalen Ernst Haeflinger Wettbewerbs, des Migros Kulturprozent, der Basler Orchestergesellschaft und der Kiefer Hablitzel-Stiftung.

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Anna Alàs i Jové

Die Mezzosopranistin Anna Alàs i Jové stammt aus Terrassa (Katalonien) und absolvierte ihr Gesangsdiplom an die Escola Superior de Música de Catalunya. Später schloss sie ihr Masterstudium in Lied und Oratorium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Anneliese Fried und Prof. Wolfram Rieger ab. Sie besucht regelmäßig Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und erhielt Unterricht von Dietrich Fischer-Dieskau, Irwin Gage, Malcolm Martineau, Bernarda Fink, Thomas Quasthoff und als Stipendiatin im Rahmen der Lied Akademie des »Heidelberger Frühling« 2011 bei Thomas Hampson.

Sie gewann den 1. Preis beim Joan Massià Gesangswettbewerb 2005, gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Fleischer, den 2. Lied-Duo-Preis im Internationalen Wettbewerb für die Liedkunst Stuttgart 2010, und im selben Jahr den 2. Preis im Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti.

Anna Alàs i Jové ist nicht nur gefeierte Lied-Sängerin, sondern auch auf der Opernbühne erfolgreich. Als Rosina (Der Barbier von Sevilla), Donna Elvira (Don Giovanni), Das Kind (Das Kind und die Zauberdinge), Rita (Rita), Diana (La Calisto), Simplicius (Simplicius Simplicissimus) und Siebel (Faust) war sie u. a. auf Bühnen wie der Berliner Staatsoper, Gran Teatre del Liceu, Teatro Real, im Staatstheater Nürnberg, bei den Musikfestspielen Postdam und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu erleben.

Vor kurzem nahm sie sämtliche Lieder von Manuel Blancaforts auf, die demnächst erscheinen werden.

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Jobst Schneiderat

Seinem Studium in den Fächern Klavier, Korrepetition und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden folgte zunächst ein Engagement am Landestheater Halle, bevor Jobst Schneiderat 1986 als Solorepetitor an die Semperoper Dresden wechselte.

Von 2004 bis 2012 war Jobst Schneiderat Studienleiter des Jungen Ensembles der Semperoper, zudem arbeitet er als Cembalist und Organist kammermusikalisch mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Dresdner Kapellsolisten sowie dem Philharmonischen Kammerorchester. Mehrere Konzertreisen führten Jobst Schneiderat durch Europa, die USA und nach Japan. Im Oktober 2013 assistierte er bei der Übertragung der Salzburger „Parsifal“ Produktion nach Peking. Seit seinem Festspiel-Debüt im Jahre 2002 in Salzburg trat er bei verschiedenen Festivals auf, u. a. arbeitet er seit seiner „Ring“ Einstudierung unter Guiseppe Sinopoli 2000 als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen. Dort engagiert sich Jobst Schneiderat außerdem in Meisterkursen der Jungen Musiker Stiftung und wirkte 2014 bei der Sommerakademie in Salzburg mit.

Liederabende  mit namhaften Sängern wie Camilla Nylund, Ricarda Merbeth, Klaus Florian Vogt, Christa Mayer, Markus Marquart und Georg Zeppenfeld ließen den vielseitigen Musiker zudem zu einem gefragten Liedbegleiter werden.

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Tamar Halperin

Tamar Halperin wurde in Israel geboren und erhielt ihre Ausbildung an der Universität von Tel Aviv, der Schola Cantorum Basiliensis und der Juilliard School in New York City, wo sie 2009 über Johann Sebastian Bach promovierte. Sie ist Empfängerin des AICF-Stipendiums (1998-2000) und Gewinnerin eines Ehrenpreises beim Van Vlaanderen Musica Antiqua Brugge Competition (2004), des Presser Award (2005), des REC Music Award (2006) und des Eisen-Picard Performing Arts Award (2006 und 2007).

Mit einem Repertoire, das fünf Jahrhunderte umspannt, ist sie als Cembalistin und Pianistin mit zahlreichen Solisten, Ensembles und Orchestern wie Andreas Scholl, Laurence Cummings, Michael Wollny, das New York Philharmonic Orchestra, das English Concert Baroque Orchestra und das HR-Jazzensemble in Europa, den USA, Israel, Mexiko, Japan, Korea und Australien aufgetreten, so in der Carnegie Hall und Alice Tully Hall New York, der Londoner Wigmore Hall, der Pariser Salle Gaveau, der Musashino Hall in Tokio, der Sydney Recital Hall, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona und dem Berliner Konzerthaus. Darüber hinaus gastierte sie beim Bach Festival in Leipzig, Rheingau Musik Festival, Bergen Festival und bei »Musica Viva« in Australien. In Doppelfunktion als Cembalistin und Dirigentin hat sie mit dem Podium Festival Orchestra, The English Concert und dem Cape Town String Exchange Ensemble musiziert.
Obwohl die Barockmusik im Zentrum ihrer Arbeit steht, widmet sich Tamar Halperin ebenso begeistert dem klassischen und zeitgenössischen Repertoire und komponiert und arrangiert Pop-, Jazz-, elektronische und Neue Musik. In Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Michael Wollny entstand das viel beachtete Album »Wunderkammer«, das 2010 mit einem ECHO ausgezeichnet wurde. Ihre jüngste Aufnahme ist die CD »Wanderer« mit Andreas Scholl und Liedern von Haydn, Mozart, Schubert und Brahms (Decca).

Gerold Huber © Marion Koell

Gerold Huber

Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher den Prix International Pro Musicis in Paris/New York. Er ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Schleswig Holstein Musik Festival, in Vilabertran (Spanien), bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Frick Collection, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.
Gerold Huber ist ein besonders gefragter Begleiter der jüngeren Generation und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Mojca Erdmann, Christiane Karg, Ruth Ziesak, Rolando Villazón, und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett oder mit Reinhold Friedrich. Seit 2013 hat Gerold Huber eine Professur für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg inne.

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Benjamin Appl

Benjamin Appl schloss seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding mit Auszeichnung ab. 2010 bis 2013 studierte er an der Guildhall School of Music & Drama in London. Bis 2012 war er Privatschüler von Dietrich Fischer-Dieskau.
Zu seinen jüngsten Opernengagements zählen Conte in Mozart’s Le Nozze di Figaro in London und Baron Tusenbach in Eötvös’ Tri Sestri im Münchner Prinzregententheater und an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Als Konzertsolist ist er unter anderem mit dem BBC Philharmonic Orchestra und den Nürnberger Symphonikern aufgetreten. Er ist regelmäßig in den großen Konzerthäusern wie der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und bei Liederabenden zu erleben und er erhält Einladungen zu vielen internationalen Musikfestivals.
Benjamin Appl wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen geehrt, zum Beispiel mit dem Schubert-Preis der Deutschen Schubert Gesellschaft, ferner wurde er unter anderem von der Yehudi-Menuhin-Stiftung »Live Music Now« gefördert.
In der Saison 2015/16 wird er in der Reihe „ECHO Rising Stars“ Liederabende in Europas wichtigsten Konzertsälen geben. Im September 2014 kürte BBC Radio 3’s New Generation Artists Benjamin Appl zum Preisträger von 2014 bis 2016.

Martin Mitterrutzner, Tenor

Martin Mitterrutzner

Der aus Hall in Tirol stammende Tenor erhielt seine Ausbildung bei Brigitte Fassbaender. Schon in jungen Jahren wurde er von Howard Arman als Knabensopran in die Welt der Musik eingeführt und gefördert.
2004 gewann Martin Mitterrutzner den 1. Preis des österreichischen Bundeswettbewerbs prima la musica und 2007 wurde er mit der Eberhard-Wächter-Medaille der Wiener Staatsoper ausgezeichnet.

Seit der Spielzeit 2011/2012 ist er Mitglied des Frankfurter Ensembles. In der Saison 2015/16 wird er dort sein Rollendebüt als Giannetto (La gazza ladra) geben.
In wichtigen Neuproduktionen der Oper Frankfurt war er 2014 als Don Ottavio in einer Neuproduktion des Don Giovanni von Christof Loy zu erleben. In dieser Rolle wird er auch Ende 2016 am Theater an der Wien debütieren.

2011 gastierte er an der Oper Zürich, 2014 an der Dresdener Semperoper, 2012 und 2013 wirkte er bei den Salzburger Festspielen mit.
Der Schwerpunkt seines Singens liegt derzeit im Bereich der Oper, darüber hinaus verfügt er über ein breites Konzertrepertoire, das vom Barock bis zur Moderne reicht.
Dabei war er zu Gast beim Münchner Rundfunkorchester, bei der Internationalen Bachakademie, dem Barcelona Symphony Orchestra, dem Montreal Symphony Orchestra sowie dem Cleveland Orchestra.

Auch als Liedsänger konnte er sich bereits einen Namen machen. 2014 arbeitete er zum ersten Mal mit Gerold Huber bei Liederabenden an der Frankfurter Oper und in der Kölner Philharmonie. In der Saison 2015/16 ist das Duo beim Heidelberger Frühling und der Schubertiade Schwarzenberg.