Künstler

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Mikhail Pletnev

Mikhail Pletnev arbeitet als Pianist, Dirigent und Komponist. 1978,  mit nur 21 Jahren, gewann er den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb. Eine Einladung zur Teilnahme am Superpower-Gipfel 1988 in Washington führte zu einer Freundschaft mit Michail Gorbatschow und der historischen Möglichkeit, in künstlerischer Freiheit Musik zu machen.

1990 gründete Pletnev das erste unabhängige Orchester in der Geschichte Russlands. Viele der besten Musiker des Landes schlossen sich ihm an. Unter seiner Leitung konnte es sich als eins der wichtigsten Ensembles weltweit etablieren.

Pletnevs Kompositionen umfassen Werke für Orchester, Klavier, Streicher und Stimme. Heute ist er einer der angesehensten und einflussreichsten Künstler Russlands.

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SWR Symphonieorchester

Das SWR Symphonieorchester geht hervor aus der Zusammenführung des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Die bedeutenden Traditionslinien und 70 Jahre an gelebter Erfahrung aus beiden Ensembles kommen in ihm überein.

Seit der Gründung 1945/46 formten profilierte Chefdirigenten ihre noch jungen Orchester. In Baden-Baden war es der weltläufige Hans Rosbaud, in Stuttgart Hans Müller-Kray, der sich dabei von Carl Schuricht unterstützen ließ. Nach der Gründergeneration am Chefdirigentenpult kamen neue Kräfte: In Baden-Baden/Freiburg waren es Ernest Bour, Michael Gielen, Sylvain Cambreling und zuletzt François-Xavier Roth, in Stuttgart hießen die Chefdirigenten Sergiu Celibidache, Sir Neville Marriner, Gianluigi Gelmetti, Georges Prêtre, Sir Roger Norrington und Stéphane Denève.

Selbstverständlich gehört die Neue Musik zum Profil des SWR Symphonieorchesters – allein 13 Uraufführungen bietet die Saison 2016/17. Genauso selbstverständlich zum Profil gehört auch die sinfonische Orchesterliteratur der vorangegangenen Epochen der Musikgeschichte sowie die Interpretationsansätze aus der historisch informierten Aufführungspraxis.
Eine Reihe hochkarätiger internationaler Solisten konzertiert gemeinsam mit dem Orchester, darunter Tzimon Barto, Patricia Kopatchinskaja, Renaud Capuçon, Mojca Erdmann, Fazil Say, Sol Gabetta und Thomas Zehetmair, um nur einige wenige zu nennen.

Neben zahlreichen Auftritten in den SWR-eigenen Konzertreihen in Stuttgart, Freiburg und Mannheim ist das SWR Symphonieorchester bei den Donaueschinger Musiktagen und den Schwetzinger Festspielen präsent. Nationale und internationale Einladungen führen das Orchester u. a. nach Madrid, München, Barcelona, Edinburgh, Dortmund, Basel und nach Skandinavien. Außerdem gastiert das SWR Symphonieorchester beim Rheingau Musik Festival, beim Festival Heidelberger Frühling und beim Festival Acht Brücken in Köln.

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The Knights

Seine Ursprünge hat das New Yorker Musikerkollektiv »The Knights« in nächtlichen Kammermusiksessions im Hause des Geigers Colin Jacobsen und seines Bruders, dem Cellisten Eric Jacobsen. Variabel in der Besetzung und flexibel bei der Wahl ihres Repertoires haben sich die Künstler gemeinsam der Erneuerung des Konzerterlebnisses verschrieben. Die Einbindung des Publikums und die Auflösung vermeintlicher Grenzen gelingen ihnen mit Programmen, die einerseits in klassischen Traditionen verwurzelt sind, andererseits ein Beleg der unbändigen Lust der »Krieger« an der künstlerischen Neuentdeckung sind.

Die Mitglieder des Ensembles verfügen über eine bemerkenswerte Bandbreite an musikalischen Hintergründen – unter ihnen sind Komponisten, Arrangeure, Singer-Songwriter und begnadete Improvisationskünstler, die ihre Wurzeln im Jazz, Klezmer, Pop und Indie in die Arbeit einfließen lassen. Die Intimität und Spontaneität der einstigen Kammermusikabende sind auch heute noch bei jedem ihrer Konzerte zu spüren.

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Chamber Orchestra of Europe

Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde 1981 von einer Gruppe junger Musiker, die schon gemeinsam beim European Union Youth Orchestra gespielt hatten, gegründet. Sie wollten weiterhin auf hohem professionellem Niveau zusammenarbeiten und musizieren. 13 der Gründungsmitglieder bilden immer noch den festen Kern des inzwischen 60 Mitglieder starken Klangkörpers. Die Mitglieder des COE – vom Orchester selbst ausgewählt – verfolgen parallel individuelle Karrieren als Solisten, Leiter und Stimmführer in nationalen Orchestern, als Mitglieder anderer Kammerformationen und als Tutoren und Musikprofessoren.

Das COE konzertiert in den bekanntesten Spielstätten Europas, u. a. der Cité de la musique in Paris, dem Concertgebouw in Amsterdam, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Kölner Philharmonie und der Alten Oper Frankfurt. Das COE ist eng verbunden mit dem »Lucerne Festival«, der »Styriarte« in Graz und vielen weiteren renommierten Festivals wie den »BBC Proms« in London, dem »Edinburgh International Festival« sowie dem »Mostly Mozart Festival« in New York.

Über die Jahre hat das COE enge Beziehungen zu Claudio Abbado, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Vladimir Jurowski, Yannick Nézet-Séguin und Sir András Schiff aufgebaut. Das Orchester arbeitet auch mit vielen weltbekannten Solisten und Dirigenten wie Pierre-Laurent Aimard, Emanuel Ax, Joshua Bell, Semyon Bychkov, Renaud und Gautier Capuçon, Isabelle Faust, Janine Jansen, Leonidas Kavakos, Jan Lisiecki, Radu Lupu, Sakari Oramo, Murray Perahia, Maria João Pires und Rolando Villazón.

Um mehr junge Menschen und ein neues Publikum zu erreichen, hat das COE ein umfangreiches Education- und Öffentlichkeits-Programm für Schulen, Konservatorien und Konzerthäuser entwickelt. Die COE Academy wurde 2009 ins Leben gerufen; sie vergibt jedes Jahr Stipendien an besonders talentierte Absolventen sowie junge Profis und gibt ihnen die Möglichkeit, von den Stimmführern des Orchesters zu lernen.

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Kristjan Järvi

Kristjan Järvi verwirklicht seine künstlerischen Ideen mit vier Ensembles: als Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters und des Gstaad Festival Orchestra, als Gründer und Dirigent des New Yorker Absolute Ensembles, das Klassik, Hip Hop und Jazz verbindet, und des Baltic Sea Youth Philharmonic, das dem Baltic Sea Music Education System zugrunde liegt. Zu seinen Engagements als Gastdirigent zählen Auftritte mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France und dem Orchestre de Paris. 2012 feierte er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.

Weitere Engagements führen Kristjan Järvi zu Orchestern nach Malaysia, China, Japan, England, Norwegen und Estland. Darunter befinden sich auch einige Jugendorchester, deren Förderung er sich als dynamischer und engagierter Pädagoge besonders verschrieben hat.

Järvi arbeitet weiterhin mit den herausragendsten und kreativsten Persönlichkeiten der Kunstszene, von Filmregisseuren Tom Tykwer und den Wachowskis, bis hin zu Komponisten und Musikern wie Arvo Pärt, Steve Reich, Tan Dun, Hauschka, Dhafer Youssef, Anoushka Shankar und Esa-Pekka Salonen.

Geboren in Estland, emigrierte Kristjan Järvi mit seiner Familie als Kind in die USA, wo er in New York City aufwuchs. Einem Klavierstudium an der Manhattan School of Music folgten Dirigierstudien an der Universität von Michigan. Er begann seine Dirigentenlaufbahn als Assistent von Esa-Pekka Salonen beim Los Angeles Philharmonic, anschließend wurde er Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Opern- und Sinfonieorchesters im schwedischen Norrland (2000-2004) sowie des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich in Wien (2004-2009).

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Mahler Chamber Orchestra

Das Mahler Chamber Orchestra wurde 1997 von einer Gruppe junger Musiker mit der gemeinsamen Vision eines unabhängigen internationalen Ensembles gegründet. Das MCO ist ein »nomadisches Kollektiv« aus Spitzenmusikern, dessen 45 feste Mitglieder aus 20 verschiedenen Ländern stammen und sich für Touren in Europa und der ganzen Welt zusammenfinden. Es wird gemeinsam von seinem Management-Team und dem Orchestervorstand geleitet, Entscheidungen werden demokratisch unter Beteiligung aller Musiker getroffen.

Das Kernrepertoire des Orchesters spannt sich von der Wiener Klassik und frühen Romantik bis zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen und spiegelt die Fähigkeit des MCO, musikalische Grenzen zu übertreten.

Künstlerisch haben besonders Gründungsmentor Claudio Abbado und Conductor Laureate Daniel Harding das Mahler Chamber Orchestra geprägt. Als aktuelle Artistic Partner inspirieren und formen die Pianistin Mitsuko Uchida, die Geigerin Isabelle Faust und den Dirigenten Teodor Currentzis das Orchester in langfristiger Zusammenarbeit. 2016 wurde der Dirigent Daniele Gatti zum Artistic Advisor des MCO ernannt.

Der Dialog mit ihrem Publikum ist den Musikern sehr wichtig. So soll eine wachsende Anzahl an musikalischen Begegnungen und Projekten Menschen auf der ganzen Welt Räume für Musik, Lernen und Kreativität eröffnen. Ein weiteres bedeutendes Anliegen der MCO-Musiker besteht darin, ihre Leidenschaft und Expertise an die nächste Generation Musiker weiterzugeben: Seit 2009 gewährt die MCO Academy jungen Musikern Orchestererfahrung auf höchstem Niveau sowie eine einzigartige Plattform für Networking und internationalen Austausch.

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Cappella Gabetta

Sol Gabetta erfüllte sich mit der »Cappella Gabetta« einen ihrer musikalischen Träume: Mit ihrem Bruder Andrès Gabetta als Konzertmeister und einer handverlesenen Schar von hoch qualifizierten Musikern aus Gabettas Umfeld kreieren sie Programme aus Barock und Frühklassik, die sie auf Originalinstrumenten in Konzerten und auf CD präsentieren. Das Ensemble wurde im Dezember 2010 gegründet und gastierte bereits mit großem Erfolg u. a. in Paris (Salle Gaveau, Théâtre des Champs Elysées), Hamburg (Musikhalle), Wien ( Theater an der Wien), Baden Baden (Festspielhaus) München (Prinzregententheater), Zürich (Tonhalle), Berlin (Philharmonie) sowie bei bedeutenden Festivals wie dem Musikfest Bremen, dem Festival Baroque de Lyon oder dem Rheingau Musikfestival und anderen.

Die Cappella Gabetta lädt zunehmend auch andere renommierte Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger für gemeinsame Konzert- oder Aufnahme- Projekte mit barocker oder frühklassischer Musik ein wie die Sopranistin Nuria Rial, den Trompeter Sergei Nakariakov den Violinisten Giuliano Carmignola und den Barockcellisten Christophe Coin. Künftige Planungen sehen Tourneen mit den Geigerinnen Baiba Skride und Patricia Kopatchinskaja, sowie dem Blockflötisten Maurice Steger vor. Weiter nehmen sich die Cappella Gabetta zusammen mit den Sängerinnen Vivica Genaux und Olena Tokar die Orpheus-Vertonungen vor.

Der Konzertmeister Andrés Gabetta gilt als brillanter Barockviolinist. Er ist einer der engsten musikalischen Partner des renommierten Cellisten und Dirigenten Christoph Coin, dessen Orchester, das »Orchestre Baroque de Limonges« Gabetta als Konzertmeister anführt.

Fotoreportage über die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz probt in der Philharmonie Ludwigshafen und im Pfalzbau am 1. Junii 2012

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Bereits in ihrer Gründungsphase nach 1919 machte die Staatsphilharmonie mit Dirigenten wie Richard Strauss und Hermann Abendroth überregional auf sich aufmerksam. Insbesondere Chefdirigenten wie Christoph Eschenbach und Leif Segerstam verhalfen dem Orchester auch zu internationaler Beachtung. Seit Sommer 2009 trägt Karl-Heinz Steffens die künstlerische Verantwortung. Unter seiner Initiative entstanden u. a. der mehrjährige Zyklus »Beethoven und das 20. Jahrhundert« und der bundesweit beachtete »RING Halle Ludwigshafen«.

In einer zukunftsweisenden Zusammenarbeit mit dem Label Capriccio und Deutschlandradio Kultur erscheinen seit 2014 unter dem Titel MODERN TIMES Portraits von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Für die erste Veröffentlichung der Serie »Bernd Alois Zimmermann« ist die Staatsphilharmonie mit dem ECHO Klassik 2015 als »Orchester des Jahres« ausgezeichnet worden.
Als Landesorchester sind die 87 Musikerinnen und Musiker der Staatsphilharmonie besonders im südlichen Teil von Rheinland-Pfalz zu erleben. In ihrer »Residenzstadt« Ludwigshafen ist die Staatsphilharmonie mit den Philharmonischen Konzerten im Konzertsaal des Pfalzbaus ebenso präsent wie im BASF-Feierabendhaus.

Darüber hinaus ist das Orchester im internationalen Musikleben präsent. So gastiert die Staatsphilharmonie regelmäßig in den bedeutenden Konzertsälen innerhalb und außerhalb Europas.
Das vielbeachtete Education Programm „Leben mit Musik“, für das die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit dem ECHO Klassik 2014 in der Kategorie »Nachwuchsförderung« ausgezeichnet wurde, ergänzt die Aktivitäten.

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Mario Venzago

Mario Venzago ist seit 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Berner Symphonieorchesters und seit 2007 Artist in Association bei der finnischen Tapiola Sinfonietta.

Zuvor hatte Mario Venzago den Posten als Chefdirigent bzw. Generalmusikdirektor u. a. beim Indianapolis Symphony Orchestra, Sinfonieorchester Basel, an der Grazer Oper und beim Grazer Philharmonischen Orchester, am Theater bzw. beim Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg sowie dem Musikkollegium Winterthur inne. Von 2010 bis 2014 war er Principal Conductor der Royal Northern Sinfonia und von 2000 bis 2003 Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Fest, als Nachfolger von Pinchas Zukerman und David Zinman.

Mario Venzago dirigierte u.a. die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Orchester von Philadelphia und Boston, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, die Filarmonica della Scala und das NHK Symphony Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast international renommierter Orchester wie dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, Göteborgs Symfoniker, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Seoul Philharmonic und dem Frankfurter Museumsorchester.

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BBC Philharmonic Orchestra

Das BBC Philharmonic ist eines von insgesamt sechs Klangkörpern der BBC-Familie. Chefdirigent ist seit 2011 der aus dem Baskenland srammende Juanjo Mena. Seine Interpretationen vor allem von Werken Bachs und Bruckners wurden von der Presse gefeiert. Die Wurzeln des in 1934 als „BBC Northern Orchestra“ gegründeten Orchesters liegen in der Stadt Manchester. Im Jahre 1982, kurz nachdem das Orchester in das neue BBC-Gebäude in die Oxford Road in Manchester umgezogen ist, wurde es in BBC Philharmonic umbenannt. 2011 zog ein Großteil der Hauptabteilungen in das neue Studio innerhalb des MediaCityUK-Komplexes nahe von Salford um. Das BBC Philharmonic beheimatet nun ein hochmodernes, technisch innovatives, Orchesterstudio.
Als international renommiertes Orchester unternimmt das BBC Philharmonic regelmäßig Tourneen in ganz Europa und Asien. Das BBC Philharmonic hat über 200 Aufnahmen für Chandos Records aufgenommen und über 900.000 Alben verkauft. Die Unterstützung des BBC Philharmonic durch den Stadtrat von Salford ermöglicht dem Orchester mit Hilfe von Lern- und Gemeinschaftsprogrammen viele aktive Verbindungen in der Region zu initiieren.

Veranstaltungen

Igor Levit © Felix Broede

Igor Levit & Irish Chamber Orchestra

Er reihte Töne so filigran, so selbstverständlich aneinander wie Perlen an einer Schnur, mit größter Leichtigkeit, zielsicher in der dramaturgischen Abfolge. Rund ein Vierteljahrhundert später schien es endlich einen legitimen Nachfolger zu geben. Auf Mozart, das Salzburger Wunderkind, folgte Mendelssohn, das Hamburgisch-Berlinerische Wunderkind. Ein zweiter Mozart? Niemand anderes als Goethe verglich den zwölfjährigen Mendelssohn mit dem jungen Mozart. Goethe musste es wissen, er hat beide erlebt. Doch nicht nur in ihrer Begabung, auch in der jugendlichen Unbeschwertheit des Komponierens sind »M&M« vergleichbar, ebenso in ihrer Akribie und in ihrer Souveränität als konzertierende Musiker.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Jörg Widmann (im Ballsaal der Stadthalle)

Das Irish Chamber Orchestra wird gefördert von 
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Festivalfinale: Daniil Trifonov & Mahler Chamber Orchestra

Daniil Trifonov hat, seitdem er 2011 den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb gewann, im Sturm alle großen Konzertsäle der Welt erobert. Bereits heute gehört der erst 25-Jährige zu den wichtigsten Pianisten der Gegenwart. Man rühmt an ihm nicht nur seine atemberaubende Technik, sondern auch seine geradezu »transzendente « Art, Musik zu machen. In den beiden Klavierkonzerten Fréderic Chopins, die er in Heidelberg mit dem Mahler Chamber Orchestra interpretiert, kann Trifonov seinen unvergleichlichen Ton, zugleich kristallin und poetisch, ideal zur Geltung bringen.

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The Knights New York & Wu Man

Cross-Over? Der Begriff würde ihr sicher ein müdes Lächeln abgewinnen. Wozu Grenzen verbinden, wo es keine Grenzen gibt? Denn die chinesische Pipa-Spielerin Wu Man ist in der zeitgenössischen Musik ebenso zu Hause wie in der Weltmusik und den weiten Welten des Jazz. Mit dreizehn war sie in China die erste Pipa-Spielerin mit Master-Abschluss an einem Konservatorium. Inzwischen hat sie eine Weltkarriere hingelegt und ist unter anderem mit dem Cellisten Yo-Yo Ma musikalisch die Seidenstraße abgeschritten. Mit dabei war auch der Cellist Eric Jacobsen, der mit seinem Bruder Colin das New Yorker Kammerorchester »The Knights« gegründet hat, um gemeinsame Kammermusik-Erfahrungen auf ein ganzes Orchester zu übertragen.

malte-arkona-foto-01_ Chris Noltekuhlmann

Jugendkonzert mit Malte Arkona

Johannes Brahms – der große Traditionalist? Weit gefehlt. Brahms, der stille Reformer! Man schaue sich nur an, wie seine dritte Sinfonie schließt: Die Coda des vierten Satzes ist ganze 60 Takte lang; bei einer Gesamtlänge von insgesamt 309 Takten macht das immerhin rund ein Fünftel aus – ein verdächtig hoher Wert. Und noch etwas lässt dieses Finale als wenig traditionell erscheinen. Es bewegt sich von f-Moll nach F-Dur. Normalerweise würde man dahinter einen Weg von der Dunkelheit hin zum Triumph erwarten – nach Beethovens Vorbild. Doch was macht Brahms? Sein Dur ist nur noch eine zarte Auflösung, ein leises Sich-Davon-Schleichen. Alles wird ins Leise zurückgenommen. Brahms, der Erneuerer.
(5.–6. Klasse)

In Kooperation mit

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Eröffnungskonzert: Julia Fischer & BBC Philharmonic

Britische Orchester, zumal wenn sie zur internationalen Spitze gehören wie das BBC Philharmonic, sind gerne Botschafter der Musik ihres Landes. Benjamin Brittens Violinkonzert gehört zweifellos zu den bedeutendsten Werken seiner Art – und ist hierzulande dennoch ein immer wieder zu hebender Schatz: ein Werk, das mit beiden Beinen im zwanzigsten Jahrhundert steht und zugleich keine Berührungsängste gegenüber der Tradition hat. Mit Julia Fischer kommt die denkbar stärkste Interpretin dieses Werks nach Heidelberg. Zur sensiblen Nachdenklichkeit Brittens gesellt sich mit Tschaikowskys vierter Sinfonie ein »all time favourite« aller Liebhaber rauschhafteffektvoller Klassik.

Wir danken

Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

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Kristjan Järvi & SWR Symphonieorchester

»Bauen im Bestand« – diese Formulierung aus dem Vokabular der Architekten kann man mitunter auch auf das Komponieren anwenden. Mahler baute Beethovens Quartetto serioso für Orchester um, und Uri Caine, der sich auf der vielbeachteten CD »Urlicht« Mahler auf die unterschiedlichsten Weisen aneignete und ihnen teils neue Fassaden, teils eine neue Inneneinrichtung gab, tritt hier nun mit einem Lied-Zyklus über Gedichte aus »Des Knaben Wunderhorn« in Erscheinung, einem Auftragswerk des Heidelberger Frühling. Seine Orchesterlieder werden freilich nicht zu einem »Bauen im Bestand« Mahlers – die von Gustav Mahler für seinen eigenen Zyklus benutzten Texte hat Uri Caine gemieden. Lesen Sie mehr dazu hier.

22.00 Uhr Stadthalle late im Festivalzentrum

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und
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Sir András Schiff © Roberto Masotti

Sir András Schiff & Chamber Orchestra of Europe

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Im Sommer 1936 erhielt Béla Bartók einen Brief des Dirigenten Paul Sacher, der ihn um ein neues Werk für sein Basler Kammerorchester bat. Damals galt das Schweizer Orchester als europäische Institution für Uraufführungen. Bartók sagte nur wenige Tage später zu und schrieb von ersten konkreten Ideen. Bereits im September 1936 war das Werk abgeschlossen. Die Entstehungsgeschichte von Brahms’ zweitem Klavierkonzert ist deutlich länger. 1878, mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Konzert, wagte er sich erneut an diese Gattung; doch er unterbrach den Prozess mehrfach und fand erst 1881 zu einem Abschluss. Es ist eines der größten Klavierkonzerte überhaupt, und es benötigt einen Ausnahme-, vielleicht Jahrhundertmusiker wie András Schiff, um dieses Werk adäquat zur Geltung zu bringen.

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William Youn & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Seoul, Boston, Hannover, München: Als Sechsjähriger entdeckt er wie aus Zufall in einem koreanischen Kindergarten das Klavier für sich; mit 13 Jahren wechselt er auf ein Internat nach Boston. Fünf Jahre später kommt er zur Klavierlehrer- Legende Karl-Heinz Kämmerling nach Hannover, heute lebt er in München: William Youn. Seine erste Aufnahme war der Soundtrack zum Film »Amadeus«, heute ist er ein Mozart-Interpret von Rang. Nach Heidelberg kommt Youn, um sich mit Schumanns Klavierkonzert zu präsentieren – eines der persönlichsten Solokonzerte der Musikgeschichte, ein kammermusikalisch inspiriertes Bekenntnis. Dass im Konzert der Philharmoniker auch ein Werk Sven Daiggers erklingt, ist eine schöne Fügung: Denn Daigger ist ehemaliger Stipendiat der Akademie für Komposition des Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit

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Valer Sabadus, Christophe Dumaux & Cappella Gabetta: »Stabat Mater«

Mit Valer Sabadus und Christophe Dumaux stehen zwei Countertenöre auf der Bühne, die zur internationalen Spitze ihres Fachs zählen. Und die braucht es auch für Pergolesis Stabat Mater, das so unvergleichlich schön und zugleich hochvirtuos wie keine andere Passionskomposition vor ihr und nach ihr die Schmerzen Mariens besingt. Das achtzehnte Jahrhundert war in Italien ein wahrhaft goldenes Zeitalter der Kirchenmusik – davon zeugen auch die Salve-Regina-Vertonungen Porporas und Antonio Vivaldis.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Valer Sabadus und Christophe Dumaux (im Ballsaal der Stadthalle)

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Martin Grubinger & BBC Philharmonic

Wann je hat ein Schlagzeuger einen solch nachhaltigen Erfolg gehabt wie Martin Grubinger? Und er hat diesen Erfolg klug eingesetzt: Grubinger hat schon mehrere Komponisten zu neuen Werken angeregt, darunter Péter Eötvös mit »Speaking drums« und Tan Dun, der sein »The Tears of Nature« ebenfalls für den Österreicher geschrieben hat. Auch Edward Elgar weist in seiner zweiten Sinfonie, 1911 uraufgeführt, dem Schlagzeug eine herausragende Rolle zu: Im rastlosen Scherzo soll es nach dem Willen des Komponisten das Orchester in einer atemberaubenden Passage nach und nach »unter sich begraben«.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken