Veranstaltungen

Streichquartettfest 2015

Streichquartettfest Pass

€ 120 | 96 – bereits ausverkauft
Gültig für alle Veranstaltungen des Streichquartettfestes
Telefonisch bestellbar unter +49 (0)6221 – 584 00 44  oder per Bestellformular

»Pässe light«
ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«
telefonisch buchbar unter +49 (0)6221 58 400 44
€ 96 | 78

Tröger_neu2

Spitzenpreise für Stradivari & Co.

Alte Streichinstrumente können bei Auktionen Millionenbeträge erzielen. Geigen, Bratschen oder Celli aus Werkstätten von Gagliano, Guarneri oder Guadagnini sind heiß begehrt, der Name Stradivari fast schon ein Mythos. Dabei gibt es heutige Instrumentenbauer, deren Instrumente in einigen Blindtests von Musikern sogar bevorzugt werden – und einen Bruchteil der 300 Jahre alten Meisterwerke kosten. Kommen die astronomischen Preise für historische Instrumente also nur aufgrund von solventen Sammlern zustande? Oder sind es die Musiker, die den Markt regulieren, weil man für Werke aus vergangenen Jahrhunderten eben doch besser zu einem Instrument aus derselben Zeit greift?

Eintritt frei


über die veranstaltung

Oliver Wille_c_Molina_bearb

Streichquartettfest | Eröffnungsgespräch

»Erste Versuche, letzte Werke« – aus Sicht von Interpreten, Pädagogen und Musikwissenschaftlern
Während andere Komponisten sehr lange gewartet haben, bis sie ihr erstes Quartett schrieben, geschweige denn herausbrachten, offenbart sich in Haydns op. 1 Nr. 1 schon die ganz große Kunst der Streichquartettkomposition. Eine Diskussion über die Entwicklung des Streichquartetts und die Ehrfurcht gegenüber dieser Gattung.

Eintritt frei!

onair

SWR2 Cluster Live

Nach der positiven Resonanz beim vergangenen Streichquartettfest ist erneut das Musikmagazin »SWR2 Cluster live« zu Gast in der Pädagogischen Hochschule, und Sie sind eingeladen, die Radiosendung vor Ort mitzuerleben. Moderatorin Christiane Peterlein spricht mit Künstlern und Machern des Streichquartettfests, dazu gibt es zum Teil live gespielte Musikbeiträge.

Im Anschluss an die einstündige Sendung hat man dann Gelegenheit, die Macher von »SWR2 Cluster« zu treffen und zu ihrer Arbeit zu befragen.

Eintritt frei

Minetti_Quartett_2016

Streichquartettfest | Abschlusskonzert

Bevor Schumann seine Streichquartett-Trias schuf, studierte er die Werke Haydns, Mozarts und natürlich Beethovens. Seine eigenen Gattungsbeiträge tragen daher ein doppeltes Signum: Einerseits stellen sie sich ganz bewusst in die klassische Tradition, andererseits erweitern sie das Muster behutsam um Neues. So steht der 1. Satz des a-Moll-Quartetts in der »falschen« Tonart F-Dur, und das Scherzo kommt ganz unüblich als Rondo daher. Der junge Bartók wiederum, obwohl klanglich noch in der Spätromantik wurzelnd, versuchte eine Loslösung auf gleich mehreren Ebenen: Er amalgamiert Volkslied, eigenes Liebesbekenntnis und Kontrapunktik zu drei ineinander verschränkten Sätzen, die immer schneller werden.

Im Anschluss: Mittagstafel mit den Künstlern in der Festival Cafeteria

€ 96 I 78 Streichquartettfest Pass Light (ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«)

Quatuorhermes_2016

Lange Nacht des Streichquartetts

Von einem frühen Wurf abgesehen, wandte sich Mozart erst spät dem Streichquintett zu – um dann vier singuläre Meisterstücke zu schaffen. Am markantesten gelang ihm dies im g-Moll-Quintett, das immer neue Klangschattierungen für Tragik, Verzweiflung, Schmerz findet. Wenn am Ende der Umschlag nach G-Dur gelingt, ist das so überraschend wie fragwürdig. Dagegen waren Philippe Hersants Sacher-Fantasien zunächst, 2008, als Streichtrio in sechs Sätzen geplant; ein Jahr später erweiterte Hersant das Stück um zwei zusätzliche Fantasien und eine 2. Violine. Als Material dient ihm eine aus dem Namen Sacher abgeleitete Tonfolge, woraus er acht extrem unterschiedliche musikalische Gebilde formt.

Das weitere Programm der »Langen Nacht« bleibt – wie es schöne Tradition ist – ein Geheimnis. Sicher ist: In lockeren Sitzgruppen bei einem Glas Wein und kleinen Speisen bekommen Sie wieder den einen oder anderen Abstecher von klassischen Pfaden zu hören.

€ 96 I 78 Streichquartettfest Pass Light (ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«)

ArisQuartet_web_1500x500

Nachmittagskonzert

Der 26-jährige Mozart war bereits ein erfahrener Komponist, als er den vielleicht entscheidenden Schritt zu künstlerischer Größe tat: Er maß sich mit sechs eigenen Streichquartetten an Haydns op. 33, dem kammermusikalischen Nonplusultra seiner Zeit. Den tragischen Charakter des einzigen Moll-Quartetts dieser Reihe hat man gern autobiographisch zu erklären versucht. Dabei sind die rein musikalischen Gründe viel stichhaltiger: KV 421 kann als Gegenentwurf zum vorangegangenen G-Dur-Quartett interpretiert werden. Düsternis statt freundlicher Helle, Dramatik statt Kontrapunkt, aber auch klare, einprägsame Themen statt melodischer Komplexität. Gerade deshalb gehört KV 421 zu den beliebtesten Quartetten Mozarts.

Inklusive Vortrag um 14.30 Uhr

€ 96 I 78 Streichquartettfest Pass Light (ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«)

Eberhard_Feltz_21016

Vortrag: musikalische Phänomene

Zusammen mit dem Aris Quartett veranschaulicht der große Streichquartettlehrer Eberhard Feltz musikalische Phänomene an ausgewählten Werken. Einerseits widmet er sich dabei Mozart und dessen Genialität, andererseits dem großen Jubilar dieses Jahres, György Kurtág.

Inklusive Nachmittagskonzert um 16.00

€ 96 I 78 Streichquartettfest Pass Light (ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«)

Schumann_Quartett_2016

Lunchkonzert

Erst 1800, im Alter von 30 Jahren, sah sich Ludwig van Beethoven kompositorisch so gefestigt, dass er aus dem Schatten seiner Quartett-Vorbilder Haydn und Mozart zu treten wagte. Sein op. 18 schlägt neue musikalische Wege noch ganz innerhalb der herkömmlichen Viersatzfolge ein. Anders Beethovens späte Quartette, deren »Zerfallstendenzen« Auswirkungen bis in die Gegenwart zeitigen. So besteht György Kurtágs Officium breve aus 15 Miniatursätzen, zum Teil solistisch oder für Duo angelegt. Das filigrane, gleichwohl hochexpressive Stück zitiert neben dem Kanon aus Weberns Kantate op. 31 ganz zuletzt auch ein Werk des Widmungsträgers Endre Szervánszky (1911-1977), und zwar dessen Streicherserenade.

Inklusive Gesprächskonzert um 10.00 Uhr

€ 120 I € 96 Streichquartettfest Pass

Escher_String_Quartett_2016

Gesprächskonzert: Britische Spätwerke

Zwei Streichquartette, zwei Abschiedswerke. Nach Ende des 1. Weltkriegs, erst recht nach dem Tod seiner Frau Alice 1920, schrieb Edward Elgar eine Reihe von Werken, in denen sich die Trauer um den Verlust des »alten Europa« mal mehr, mal weniger direkt niederschlägt. So auch im 1919 vollendeten Quartett e-Moll, seinem einzigen Gattungsbeitrag; Melancholie und Unruhe finden hier zu faszinierende Liaison. Eine Steigerung und Zuspitzung dieser Aspekte bietet Benjamin Brittens Quartett von 1975, das zu den letzten Kompositionen des schwer Herzkranken zählt. In der formalen Anlage regelrecht zersplittert, oft am Rand des Verstummens, reflektiert es inhaltlich Brittens Oper »Tod in Venedig«.

Inklusive Lunchkonzert um 12.00 Uhr

€ 96 I 78 Streichquartettfest Pass Light (ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«)