Trombone Attraction

Das Posaunenquartett Trombone Attraction Gewinner des internationalen Blechbläserwettbewerbes in Passau 2008, fand sich 2006 als ein „Quartett unter Freunden“ und ist inzwischen zu einem höchst professionellen Klangkörper herangereift. Trombone Attraction veröffentlichte drei CDs, die von Preiser Records auf der ganzen Welt vertrieben werden. Reisen führten das Ensemble bereits nach Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland und Ungarn. Auch viele renommierte Festivals wie das Stresa Music Festival (Italien) standen am Tourneeplan der jungen Österreicher. Regelmäßig spielen sie im Wiener Konzerthaus und im Wiener Musikverein. Durch den Ideenreichtum der Künstler wird jedem noch so erfahrenen Konzertbesucher ein womöglich sehr unerwartetes Klangerlebnis offeriert. Das Posaunenquartett beweist in seinen Programmen, wie vielseitig und abwechslungsreich ein solches Ensemble sein kann.

Antonello Manacorda

Ein Italiener mit starker Affinität zum deutschen Repertoire. Ein „Melodiker von Natur“ (Der Tagesspiegel), der die Detailfreude der stilistisch informierten Interpretationspraxis überzeugend auf den großen Apparat zu übertragen versteht. Ein echter Orchesterpraktiker überdies, dessen künstlerische Gestaltungskraft sich mit dem Bedürfnis nach einem partnerschaftlichen Musizierstil verbindet. Antonello Manacordas Vielseitigkeit als Dirigent liegt in der Fülle seiner musikalischen und kulturellen Prägungen begründet: In Turin in eine italienisch-französische Familie hineingeboren, in Amsterdam ausgebildet und seit vielen Jahren in Berlin zu Hause, war Manacorda Gründungsmitglied und langjähriger Konzertmeister des von Claudio Abbado ins Leben gerufenen Mahler Chamber Orchestras bevor er bei Jorma Panula, dem legendären finnischen Lehrer, ein Dirigierstudium absolvierte. Heute ist Antonello Manacorda in Opernproduktionen an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt ebenso häufig zu erleben wie am Pult führender Sinfonieorchester. Mittelpunkt seines Schaffens ist die Kammerakademie Potsdam, der er seit 2010 als Künstlerischer Leiter vorsteht und mit der er eine Reihe von preisgekrönten Aufnahmen vorgelegt hat.

In der Saison 2020/21 folgt Antonello Manacorda Wiedereinladungen an die Wiener Staatsoper („Die Entführung aus dem Serail“) sowie mit einer Neuproduktion Dmitri Tcherniakovs von „Der Freischütz“ an die Bayerische Staatsoper, wo er in der Saison 2020/21 auch Produktionen von „Così fan tutte“ und „Die Zauberflöte“ dirigiert.

Zu den Höhepunkten der Saison 2020/21 im Bereich der Symphonik zählen Gastdirigate bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Royal Stockholm Philharmonic, den Wiener Symphonikern, der NDR Radiophilharmonie, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem SWR Symphonieorchester sowie dem Boulez Ensemble.

Eine Tournee führt Antonello Manacorda gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam und dem Solisten Christian Teztlaff unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Berlin, den NDR Sendesaal sowie an die Elbphilharmonie.

In der vergangenen Spielzeit gab Antonello Manacorda sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York („Le nozze di Figaro“). Gastdirigate führten ihn unter anderen zum Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie dem NDR Elbphilharmonie Orchester.

Mit der Kammerakademie Potsdam hat Antonello Manacorda für Sony sowohl einen Mendelssohn-Zyklus als auch einen Schubert-Zyklus eingespielt, die beide von der Kritik gefeiert wurden. Beim ECHO Klassik 2015 erhielt die Kammerakademie Potsdam für den Zyklus den Preis in der Kategorie Ensemble des Jahres. Mit dem Het Gelders Orkest hat Antonello Manacorda für Challenge Records Werke von Ravel und Debussy aufgenommen sowie Werke von Berlioz und Mahler mit der schwedischen Sopranistin Lisa Larsson.

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Tagungsbericht 2015

Seite 4

Auf dem Podium stellt simfy-Gründer Christoph Lange einen neuen Streaming-Dienst für klassische Musik vor, der im Moment in seiner Beta-Testphase läuft. Die Klassiknachfrage wird bisher von den Streaminganbietern nicht ausreichend bedient, so Lange. Aufbauend auf das Thema Streaming bemängelt Robert Zimmermann (Berlin Phil Media GmbH) den Umgang der Musikindustrie mit den Künstlern. »Die Verträge sind hier bewusst intransparent und nicht nachzuvollziehen.«
Dem widerspricht Florian Drücke vom Verband der Musikindustrie. »Bevor darüber gestritten wird, wer was vom digitalen Kuchen bekommt, müssen wir alle gemeinsam den Kuchen vergrößern«.

Im anschließenden Expertengespräch bekommt Michael Haefliger, der Intendant des Lucerne Festival, die Möglichkeit, einige seiner neuen Projekte vorzustellen. Er appelliert in die Runde mit neuen Formaten zu experimentieren und den Mut für Neues aufzubringen, auch wenn manches davon nicht ankommen, nicht gelingen sollte.

Die Abschlussdiskussion, auch als »Fazit-Veranstaltung« überschrieben, wird bestimmt von der Debatte über Münchens Konzertsaal. Dabei sitzen gar keine Verantwortlichen auf dem Podium. Ilona Schmiel (Tonhalle Zürich) betont, dass ein neuer, flexibler Saal eine anstoßgebende Innovation für ein städtisch-starres Konzertleben sein kann und schafft so doch noch einen Bezug zum Freiheitsbegriff.
Freiheit, die Mut und Risiko voraussetzt, Freiheit, die sich aber immer wieder den Zwängen des Marktes beugen muss. Das waren immer wiederkehrende Leitworte in diesem Jahr in Heidelberg. »Die Kunst ist frei, wenn die Träume der Künstler wahr werden«, sagte Haefliger in seinem Schlussstatement. Wer kann und will sich diese Träume noch leisten? Und warum? Alles Fragen, die in der Zeit des Medien- und Publikumswandels dringlich scheinen und auf die es in Heidelberg zumindest ein paar zarte Antwortansätze zu hören gab. Wichtig ist, dass man sich in den kommenden Jahren die Freiheit nimmt, engagierter zu diskutieren und zu streiten.

Blitzlicht 12

Blitzlicht #12

von Iris Hartmann
Alice Sara Ott & Francesco Tristano