Elisabeth Leonskaja

Seit Jahrzehnten gehört die in Tiflis geborene Russin Elisabeth Leonskaja zu den gefeierten Pianistinnen unserer Zeit. Noch als Studentin gewann sie Preise bei den berühmten internationalen Klavierwettbewerben Enescu, Marguerite Long und Queen Elisabeth. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit und Freunschaft mit Swjatoslaw Richter geprägt. 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden. Die musikalische und persönliche Freundschaft hielt bis zum Tod Richters an.

Elisabeth Leonskaja trat als Solistin mit fast allen erstklassigen Orchestern der Welt auf, und sie ist ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den Festivals in Wien, Schleswig-Holstein, Schwarzenberg und Hohenems, wie auch in den Klavierreihen der großen musikalischen Zentren wie Paris, Berlin, Madrid, Barcelona, Lissabon, Prag, Warschau, Bukarest, London, Wien und Tokio. Bei aller solistischen Tätigkeit behält die Kammermusik einen großen Platz in ihrem Schaffen.

Ihre Solo-CD „PARIS“, erschienen bei eaSonus mit Werken von Ravel, Enescu und Debussy, wurde als Solo Einspielung des Jahres 2014 von der ICMA Jury ausgewählt. Im November 2017 erschien eine sehr persönliche Aufnahme ‚Saudade’ (EAS 29330 – eaSonus – Werke von Tschaikowsky, Schostakowitsch und Rachmaninow ). Elisabeth Leonskajas Aufnahme der gesamten Klaviersonaten von Franz Schubert erschien in zwei Teilen, im April 2017 und Mai 2019.

In ihrer zweiten Heimat, der Republik Österreich, ist sie Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses. Im Jahre 2006 wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse für besondere Verdienste um die Kultur des Landes verliehen, die höchste Auszeichnung Österreichs.
In Georgien ist sie 2016 zur Priesterin der Kunst ernannt worden, die höchste Auszeichnung für einen Künstler.

Castalian String Quartet

Sini Simonen, Violine
Daniel Roberts, Violine
Charlotte Bonneton, Viola
Christopher Graves, Violoncello

Im Jahr 2018 wurde das Castalian Quartet den renommierten Merito String Quartet Award sowie mit dem Valentin Erben Prize ausgezeichnet und erhielt einen Borletti-Buitoni Trust Fellowship Award.

In der vergangenen Saison gab das Quartett Debütkonzerte in Nordamerika (Phillips Collection Washington D.C. und Lincoln Center New York), im Salle Bourgie in Montréal, bei der Vancouver Recital Society, im Konzerthaus Wien, im Théȃatre d’Orléons, im Louvre in Paris, im Flagey in Brüssel und in Luzern. Sie treten regelmäßig in der Wigmore Hall auf.

Höhepunkte des letzten Jahres waren Aufführungen des gesamten Haydn Op.76 Quartetts in der Wigmore Hall sowie Konzerte im Tel Aviv Museum of Art, beim Heidelberger Frühling, beim East Neuk und Banff International Festival. Touren führten sie nach China und Kolumbien.

Das 2011 gegründete Castalian Quartet studierte bei Oliver Wille (Kuss Quartett) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zu den Auszeichnungen gehören der dritte Preis beim Banff-Quartett-Wettbewerb 2016 und der erste Preis beim Lyoner Kammermusikwettbewerb 2015. Das Quartett wird seit 2016 vom Young Classical Artists Trust in London gefördert.

Quatuor Modigliani

Amaury Coeytaux, Violine von Giovanni Battista Guadagnini von 1775
Loïc Rio, Violine von Giovanni Battista Guadagnini von 1780
Laurent Marfaing, Viola von Luigi Mariani von 1660
François Kieffer, Violoncello von Matteo Goffriller von 1706

Das in Paris lebende Quatuor Modigliani feierte in der vergangenen Saison sein 15-jähriges Bestehen und blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Weltweit hat sich das Ensemble als eines der meistgefragten Quartette seiner Generation etabliert, das in den ehrwürdigsten Konzertsälen und Streichquartettserien auftritt. Eine besondere Auszeichnung war es für das Quatuor Modigliani im März 2017 als erstes Streichquartett im Großen Saal der Elbphilharmonie zu spielen.

In dieser und der letzten Saison ist das Quartett in Nord- und Südamerika, Japan und Europa auf Tournee und tritt u.a. in der Wigmore Hall London, Auditorium du Musée du Louvre Paris, The Morgan Library & Museum New York, Philharmonie Köln, Flagey Brüssel, Pierre Boulez Saal Berlin, Prinzregententheater München und Tokyos Oji Hall auf. Außerdem sind sie bei Festivals wie den Salzburg Festspielen, Schubertiade Schwarzenberg, Menuhin Festival Gstaad und den Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu Gast.

Seit jeher öffnet das Quartett gern seine Formation für größere Kammermusikwerke, wobei wunderbare Künstler-Freundschaften mit Nicholas Angelich, Daniel Müller-Schott, Yefim Bronfman, Sabine Meyer, Beatrice Rana, Renaud Capuçon u.a. entstanden sind.

Im Sommer 2014 hat das Quartett die künstlerische Leitung des nach dreizehn Jahren wieder eröffneten berühmten Evian Festivals am Genfer See übernommen, das sein Renommee seinem damaligen Leiter, Mstislav Rostropowitsch verdankt. Heute zählt das Festival wieder zu den musikalischen Höhepunkten des europäischen Festivalsommers.

Das Quatuor Modigliani veröffentlicht seit 2008 auf dem französischen Label Mirare und hat seitdem acht Alben eingespielt.

Nach fünfzehn Jahren fühlt sich das Quartett reif für die nächste Herausforderung: die Verantwortung zu übernehmen, seine Erfahrung und Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. Nachdem sie 2016 mit ihrem „Atelier“ beim Evian Festival begonnen haben, gibt das Quartett seit Herbst 2017 eine Reihe von Meisterkursen am Pariser Conservatoire National supérieur de Musique.

Dank der großzügigen Unterstützung von privaten Sponsoren spielt das Quartett auf vier außergewöhnlichen alten italienischen Instrumenten.

Das Quartett dankt der SPEDIDAM für ihre Unterstützung.

Armida Quartett

Martin Funda, Violine
Johanna Staemmler, Violine
Teresa Schwamm, Viola
Peter-Philipp Staemmler, Violoncello

Seit dem spektakulären Erfolg beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts rasant weiterentwickelt. Von 2014 bis 2016 war das Quartett in der BBC Reihe „New Generation Artists“ mit zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen unterwegs, in 2016/17 war das Quartett in der renommierten Konzertreihe „Rising Stars“ der großen Konzerthäuser Europas mit über 20 Konzerten vertreten. 2018 gastierte das Quartett erstmals in den USA.

Namensgeber des 2006 in Berlin gegründeten Quartetts ist eine Oper von Haydn, dem „Vater des Streichquartetts“. Das Studium erfolgte bei Mitgliedern des Artemis Quartetts sowie bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett), weitere Mentoren sind Reinhard Goebel, Alfred Brendel und Tabea Zimmermann.

In die Saison 2019/20 startet das Quartett mit Konzerten in Norddeutschland: beim Schleswig-Holstein Musik Festival sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Höhepunkte der Saison sind Konzerte in New York, London, Paris (Louvre), Barcelona und Bilbao, Genf, bei der Salzburger Mozartwoche und beim Mozartfest Würzburg sowie eine Konzertreise zusammen mit Sabine Meyer durch China.

Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genève den ersten Preis sowie den Publikumspreis. 2013 erschien die Debüt-CD des Quartetts mit Werken von Béla Bartók, György Ligeti und György Kurtág und wurde kurz darauf in die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Weitere Einspielungen entstanden mit Werken von Mozart, Beethoven und Schostakowitsch, 2017 folgte „Fuga Magna“ eine „Fugen-Zeitreise“ durch die Jahrhunderte.

Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen; so arbeiten die Musiker regelmäßig mit Künstlern wie Sabine Meyer, Kit Armstrong, Tabea Zimmermann, Jörg Widmann und Daniel Müller-Schott zusammen.

Ein besonderes Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem G. Henle Verlag: Hier ist das Armida Quartett als musikalischer Berater zusammen mit dem Musikwissenschaftler Dr. Wolf-Dieter Seiffert wesentlich an der Neuedition sämtlicher Streichquartette von W. A. Mozart beteiligt. Parallel dazu arbeitet das Armida Quartett an einer Gesamteinspielung der Streichquartette von W. A. Mozart bei dem Label CAvi-music. Das zweite Album dieser Serie ist ab Juni 2019 im Handel erhältlich.

Neben der Konzertaktivität gibt das Ensemble auch Meisterkurse im In- und Ausland.