Künstler

Mikhail Pletnev

Mikhail Pletnev arbeitet als Pianist, Dirigent und Komponist. 1978,  mit nur 21 Jahren, gewann er den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb. Eine Einladung zur Teilnahme am Superpower-Gipfel 1988 in Washington führte zu einer Freundschaft mit Michail Gorbatschow und der historischen Möglichkeit, in künstlerischer Freiheit Musik zu machen.

1990 gründete Pletnev das erste unabhängige Orchester in der Geschichte Russlands. Viele der besten Musiker des Landes schlossen sich ihm an. Unter seiner Leitung konnte es sich als eins der wichtigsten Ensembles weltweit etablieren.

Pletnevs Kompositionen umfassen Werke für Orchester, Klavier, Streicher und Stimme. Heute ist er einer der angesehensten und einflussreichsten Künstler Russlands.

SWR Symphonieorchester

Das SWR Symphonieorchester ging hervor aus der Zusammenführung des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Die bedeutenden Traditionslinien und 70 Jahre an gelebter Erfahrung aus beiden Ensembles kommen in ihm überein.

Seit der Gründung 1945/46 formten profilierte Chefdirigenten ihre noch jungen Orchester. In Baden-Baden war es der weltläufige Hans Rosbaud, in Stuttgart Hans Müller-Kray, der sich dabei von Carl Schuricht unterstützen ließ. Nach der Gründergeneration am Chefdirigentenpult kamen neue Kräfte: In Baden-Baden/Freiburg waren es Ernest Bour, Michael Gielen, Sylvain Cambreling und zuletzt François-Xavier Roth, in Stuttgart hießen die Chefdirigenten Sergiu Celibidache, Sir Neville Marriner, Gianluigi Gelmetti, Georges Prêtre, Sir Roger Norrington und Stéphane Denève.

Selbstverständlich gehört die Neue Musik zum Profil des SWR Symphonieorchesters. Genauso selbstverständlich zum Profil gehört auch die sinfonische Orchesterliteratur der vorangegangenen Epochen der Musikgeschichte sowie die Interpretationsanstze aus der historisch informierten Aufführungspraxis.
Eine Reihe hochkarätiger internationaler Solisten konzertiert gemeinsam mit dem Orchester, darunter Tzimon Barto, Patricia Kopatchinskaja, Renaud Capuçon, Mojca Erdmann, Fazil Say, Sol Gabetta und Thomas Zehetmair, um nur einige wenige zu nennen.

Neben zahlreichen Auftritten in den SWR-eigenen Konzertreihen in Stuttgart, Freiburg und Mannheim ist das SWR Symphonieorchester bei den Donaueschinger Musiktagen und den Schwetzinger Festspielen präsent. Nationale und internationale Einladungen führen das Orchester u. a. nach Madrid, München, Barcelona, Edinburgh, Dortmund, Basel und nach Skandinavien. Außerdem gastiert das SWR Symphonieorchester beim Rheingau Musik Festival, beim Festival Heidelberger Frühling und beim Festival Acht Brücken in Köln.

The Knights

Seine Ursprünge hat das New Yorker Musikerkollektiv »The Knights« in nächtlichen Kammermusiksessions im Hause des Geigers Colin Jacobsen und seines Bruders, dem Cellisten Eric Jacobsen. Variabel in der Besetzung und flexibel bei der Wahl ihres Repertoires haben sich die Künstler gemeinsam der Erneuerung des Konzerterlebnisses verschrieben. Die Einbindung des Publikums und die Auflösung vermeintlicher Grenzen gelingen ihnen mit Programmen, die einerseits in klassischen Traditionen verwurzelt sind, andererseits ein Beleg der unbändigen Lust der »Krieger« an der künstlerischen Neuentdeckung sind.

Die Mitglieder des Ensembles verfügen über eine bemerkenswerte Bandbreite an musikalischen Hintergründen – unter ihnen sind Komponisten, Arrangeure, Singer-Songwriter und begnadete Improvisationskünstler, die ihre Wurzeln im Jazz, Klezmer, Pop und Indie in die Arbeit einfließen lassen. Die Intimität und Spontaneität der einstigen Kammermusikabende sind auch heute noch bei jedem ihrer Konzerte zu spüren.

Nachdem The Knights 2017 bei seinem »Frühlingsdebüt« begeisterte, ist es nun wieder beim Festival zu Gast.

Chamber Orchestra of Europe

Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde 1981 von einer Gruppe junger Musiker, die schon gemeinsam beim European Union Youth Orchestra gespielt hatten, gegründet. Sie wollten weiterhin auf hohem professionellem Niveau zusammenarbeiten und musizieren. 13 der Gründungsmitglieder bilden immer noch den festen Kern des inzwischen 60 Mitglieder starken Klangkörpers. Die Mitglieder des COE – vom Orchester selbst ausgewählt – verfolgen parallel individuelle Karrieren als Solisten, Leiter und Stimmführer in nationalen Orchestern, als Mitglieder anderer Kammerformationen und als Tutoren und Musikprofessoren.

Das COE konzertiert in den bekanntesten Spielstätten Europas, u. a. der Cité de la musique in Paris, dem Concertgebouw in Amsterdam, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Kölner Philharmonie und der Alten Oper Frankfurt. Das COE ist eng verbunden mit dem »Lucerne Festival«, der »Styriarte« in Graz und vielen weiteren renommierten Festivals wie den »BBC Proms« in London, dem »Edinburgh International Festival« sowie dem »Mostly Mozart Festival« in New York.

Über die Jahre hat das COE enge Beziehungen zu Claudio Abbado, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Vladimir Jurowski, Yannick Nézet-Séguin und Sir András Schiff aufgebaut. Das Orchester arbeitet auch mit vielen weltbekannten Solisten und Dirigenten wie Pierre-Laurent Aimard, Emanuel Ax, Joshua Bell, Semyon Bychkov, Renaud und Gautier Capuçon, Isabelle Faust, Janine Jansen, Leonidas Kavakos, Jan Lisiecki, Radu Lupu, Sakari Oramo, Murray Perahia, Maria João Pires und Rolando Villazón.

Um mehr junge Menschen und ein neues Publikum zu erreichen, hat das COE ein umfangreiches Education- und Öffentlichkeits-Programm für Schulen, Konservatorien und Konzerthäuser entwickelt. Die COE Academy wurde 2009 ins Leben gerufen; sie vergibt jedes Jahr Stipendien an besonders talentierte Absolventen sowie junge Profis und gibt ihnen die Möglichkeit, von den Stimmführern des Orchesters zu lernen.

Kristjan Järvi

Kristjan Järvi verwirklicht seine künstlerischen Ideen mit vier Ensembles: als Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters und des Gstaad Festival Orchestra, als Gründer und Dirigent des New Yorker Absolute Ensembles, das Klassik, Hip Hop und Jazz verbindet, und des Baltic Sea Youth Philharmonic, das dem Baltic Sea Music Education System zugrunde liegt. Zu seinen Engagements als Gastdirigent zählen Auftritte mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France und dem Orchestre de Paris. 2012 feierte er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.

Weitere Engagements führen Kristjan Järvi zu Orchestern nach Malaysia, China, Japan, England, Norwegen und Estland. Darunter befinden sich auch einige Jugendorchester, deren Förderung er sich als dynamischer und engagierter Pädagoge besonders verschrieben hat.

Järvi arbeitet weiterhin mit den herausragendsten und kreativsten Persönlichkeiten der Kunstszene, von Filmregisseuren Tom Tykwer und den Wachowskis, bis hin zu Komponisten und Musikern wie Arvo Prt, Steve Reich, Tan Dun, Hauschka, Dhafer Youssef, Anoushka Shankar und Esa-Pekka Salonen.

Geboren in Estland, emigrierte Kristjan Järvi mit seiner Familie als Kind in die USA, wo er in New York City aufwuchs. Einem Klavierstudium an der Manhattan School of Music folgten Dirigierstudien an der Universität von Michigan. Er begann seine Dirigentenlaufbahn als Assistent von Esa-Pekka Salonen beim Los Angeles Philharmonic, anschließend wurde er Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Opern- und Sinfonieorchesters im schwedischen Norrland (2000-2004) sowie des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich in Wien (2004-2009).

Mahler Chamber Orchestra

Bereits beim Abschlusskonzert des »Frühling« 2017 mit Daniil Trifonov sorgte das Mahler Chamber Orchestra für stehende Ovationen. Mit dem Jahr 2018 begann  eine langfristige Partnerschaft zwischen dem exzellenten Orchester und dem Heidelberger Frühling, in dessen Rahmen Programme und Projekte entwickelt werden. Ab 2019 ist das MCO für drei Jahre »Orchestra in Residence« des Festivals.

Das Orchester wurde 1997 von einer Gruppe junger Musiker mit der gemeinsamen Vision eines unabhängigen internationalen Ensembles gegründet. Das MCO ist ein »nomadisches Kollektiv« aus Spitzenmusikern, dessen 45 feste Mitglieder aus 20 verschiedenen Ländern stammen und sich für Touren in Europa und der ganzen Welt zusammenfinden. Es wird gemeinsam von seinem Management-Team und dem Orchestervorstand geleitet, Entscheidungen werden demokratisch unter Beteiligung aller Musiker getroffen.

Das Kernrepertoire des Orchesters spannt sich von der Wiener Klassik und frühen Romantik bis zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen und spiegelt die Fähigkeit des MCO, musikalische Grenzen zu übertreten.

Künstlerisch haben besonders Gründungsmentor Claudio Abbado und Conductor Laureate Daniel Harding das Mahler Chamber Orchestra geprägt. Als aktuelle Artistic Partner inspirieren und formen die Pianistin Mitsuko Uchida, die Geigerin Isabelle Faust und den Dirigenten Teodor Currentzis das Orchester in langfristiger Zusammenarbeit.

Der Dialog mit ihrem Publikum ist den Musikern sehr wichtig. So soll eine wachsende Anzahl an musikalischen Begegnungen und Projekten Menschen auf der ganzen Welt Räume für Musik, Lernen und Kreativität eröffnen. Ein weiteres bedeutendes Anliegen der MCO-Musiker besteht darin, ihre Leidenschaft und Expertise an die nächste Generation Musiker weiterzugeben: Seit 2009 gewährt die MCO Academy jungen Musikern Orchestererfahrung auf höchstem Niveau sowie eine einzigartige Plattform für Networking und internationalen Austausch.

Cappella Gabetta

Sol Gabetta erfüllte sich mit der »Cappella Gabetta« einen ihrer musikalischen Träume: Mit ihrem Bruder Andrès Gabetta als Konzertmeister und einer handverlesenen Schar von hoch qualifizierten Musikern aus Gabettas Umfeld kreieren sie Programme aus Barock und Frühklassik, die sie auf Originalinstrumenten in Konzerten und auf CD präsentieren. Das Ensemble wurde im Dezember 2010 gegründet und gastierte bereits mit großem Erfolg u. a. in Paris (Salle Gaveau, Théâtre des Champs Elysées), Hamburg (Musikhalle), Wien ( Theater an der Wien), Baden Baden (Festspielhaus) München (Prinzregententheater), Zürich (Tonhalle), Berlin (Philharmonie) sowie bei bedeutenden Festivals wie dem Musikfest Bremen, dem Festival Baroque de Lyon oder dem Rheingau Musikfestival und anderen.

Die Cappella Gabetta lädt zunehmend auch andere renommierte Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger für gemeinsame Konzert- oder Aufnahme- Projekte mit barocker oder frühklassischer Musik ein wie die Sopranistin Nuria Rial, den Trompeter Sergei Nakariakov den Violinisten Giuliano Carmignola und den Barockcellisten Christophe Coin. Künftige Planungen sehen Tourneen mit den Geigerinnen Baiba Skride und Patricia Kopatchinskaja, sowie dem Blockflötisten Maurice Steger vor. Weiter nehmen sich die Cappella Gabetta zusammen mit den Sängerinnen Vivica Genaux und Olena Tokar die Orpheus-Vertonungen vor.

Der Konzertmeister Andrés Gabetta gilt als brillanter Barockviolinist. Er ist einer der engsten musikalischen Partner des renommierten Cellisten und Dirigenten Christoph Coin, dessen Orchester, das »Orchestre Baroque de Limonges« Gabetta als Konzertmeister anfhrt.

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Bereits in ihrer Gründungsphase nach 1919 machte die Staatsphilharmonie mit Dirigenten wie Richard Strauss und Hermann Abendroth überregional auf sich aufmerksam. Insbesondere Chefdirigenten wie Christoph Eschenbach und Leif Segerstam verhalfen dem Orchester auch zu internationaler Beachtung. Seit Sommer 2009 trägt Karl-Heinz Steffens die künstlerische Verantwortung. Unter seiner Initiative entstanden u. a. der mehrjährige Zyklus »Beethoven und das 20. Jahrhundert« und der bundesweit beachtete »RING Halle Ludwigshafen«.

In einer zukunftsweisenden Zusammenarbeit mit dem Label Capriccio und Deutschlandradio Kultur erscheinen seit 2014 unter dem Titel MODERN TIMES Portraits von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Für die erste Veröffentlichung der Serie »Bernd Alois Zimmermann« ist die Staatsphilharmonie mit dem ECHO Klassik 2015 als »Orchester des Jahres« ausgezeichnet worden.
Als Landesorchester sind die 87 Musikerinnen und Musiker der Staatsphilharmonie besonders im südlichen Teil von Rheinland-Pfalz zu erleben. In ihrer »Residenzstadt« Ludwigshafen ist die Staatsphilharmonie mit den Philharmonischen Konzerten im Konzertsaal des Pfalzbaus ebenso präsent wie im BASF-Feierabendhaus.

Darüber hinaus ist das Orchester im internationalen Musikleben präsent. So gastiert die Staatsphilharmonie regelmäßig in den bedeutenden Konzertsälen innerhalb und außerhalb Europas.
Das vielbeachtete Education Programm „Leben mit Musik“, für das die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit dem ECHO Klassik 2014 in der Kategorie »Nachwuchsförderung« ausgezeichnet wurde, ergänzt die Aktivitäten.

Mario Venzago

Mario Venzago ist seit 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Berner Symphonieorchesters und seit 2007 Artist in Association bei der finnischen Tapiola Sinfonietta.

Zuvor hatte Mario Venzago den Posten als Chefdirigent bzw. Generalmusikdirektor u. a. beim Indianapolis Symphony Orchestra, Sinfonieorchester Basel, an der Grazer Oper und beim Grazer Philharmonischen Orchester, am Theater bzw. beim Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg sowie dem Musikkollegium Winterthur inne. Von 2010 bis 2014 war er Principal Conductor der Royal Northern Sinfonia und von 2000 bis 2003 Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Fest, als Nachfolger von Pinchas Zukerman und David Zinman.

Mario Venzago dirigierte u.a. die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Orchester von Philadelphia und Boston, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, die Filarmonica della Scala und das NHK Symphony Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast international renommierter Orchester wie dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, Göteborgs Symfoniker, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Seoul Philharmonic und dem Frankfurter Museumsorchester.

BBC Philharmonic Orchestra

Das BBC Philharmonic ist eines von insgesamt sechs Klangkörpern der BBC-Familie. Chefdirigent ist seit 2011 der aus dem Baskenland srammende Juanjo Mena. Seine Interpretationen vor allem von Werken Bachs und Bruckners wurden von der Presse gefeiert. Die Wurzeln des in 1934 als „BBC Northern Orchestra“ gegründeten Orchesters liegen in der Stadt Manchester. Im Jahre 1982, kurz nachdem das Orchester in das neue BBC-Gebäude in die Oxford Road in Manchester umgezogen ist, wurde es in BBC Philharmonic umbenannt. 2011 zog ein Großteil der Hauptabteilungen in das neue Studio innerhalb des MediaCityUK-Komplexes nahe von Salford um. Das BBC Philharmonic beheimatet nun ein hochmodernes, technisch innovatives, Orchesterstudio.
Als international renommiertes Orchester unternimmt das BBC Philharmonic regelmäßig Tourneen in ganz Europa und Asien. Das BBC Philharmonic hat über 200 Aufnahmen für Chandos Records aufgenommen und über 900.000 Alben verkauft. Die Unterstützung des BBC Philharmonic durch den Stadtrat von Salford ermöglicht dem Orchester mit Hilfe von Lern- und Gemeinschaftsprogrammen viele aktive Verbindungen in der Region zu initiieren.