Veranstaltungen

Streichquartettfest | Lunchkonzert

Geschichten von Liebe und Freundschaft ranken sich um die drei Idyllen von Frank Bridge. Als eine Art Liebesbrief in Tönen entstanden sie 1906 für die Australierin Ethel Elmore Sinclair, seine zeitweilige Pultnachbarin im Orchester des Londoner Royal College of Music und spätere Ehefrau. Den »Variations on a Theme of Frank Bridge« seines ehemaligen Schülers Benjamin Britten liegt der mittlere Satz der Idyllen zugrunde. In »Zuneigung und Bewunderung« widmete Britten das bei den Salzburger Festspielen 1937 uraufgeführte Werk dem früheren Lehrer.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 11.15 Uhr.

Streichquartettfest | Workshop

»Ebenso frei wie kunstvoll« – die wie ein Motto oder ein dramaturgisches Leitmotiv anmutende Spielanweisung stellte Beethoven seiner Großen Fuge voran. Ursprünglich als Krönung seines 13. Streichquartetts op. 130 konzipiert, erschien dieses Finale den Zeitgenossen »wie Chinesisch«. Das B-Dur Quartett erhielt in der Folge einen neuen, hell strahlenden Schluss. Seine Grenzen sprengende, Hörer wie Spieler bis heute fordernde Fuge veröffentlichte Beethoven separat und zudem in einer Bearbeitung für vierhändiges Klavier.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 12.30 Uhr.

Streichquartettfest | Eröffnungskonzert – PROGRAMMÄNDERUNG

Das Cuarteto Quiroga kann krankheitsbedingt leider nicht auftreten. Dadurch ergeben sich Änderungen im Programm (siehe oben).

Sechs Quartette aus fünf Nationen an vier Tagen und drei Abenden mit zahllosen Konzerten, zwei Dozenten und einem 250. Geburtstag: Es streichquartettfestet sehr in Heidelberg. 2020 bilden Jubilar Ludwig van Beethoven und Zeitgenossen wie Anton Reicha oder Franz Schubert einen Schwerpunkt des Programms, das ansonsten vielfach neue Bahnen beschreitet: Spannende Einblicke in die Literatur des 20. Jahrhunderts nebst klangstarken Impressionen zeitgenössischer Werke, darunter Thomas Adès’ sphärisches Poem »Arcadiana«.

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria

Streichquartettfest | Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung

Wir freuen uns über die neuerliche Kooperation mit dem Streichquartettwettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung, der alle zwei Jahre stattfindet und sich an junge europäische Streichquartette richtet. 2020 wird er zum fünften Mal ausgetragen. Acht Quartette werden eingeladen, die sich durch eine Vorauswahl per (Live)-Aufnahmen qualifiziert haben. Die eingeladenen Quartette haben einerseits die Möglichkeit, frei zu wählen, was sie spielen wollen, andererseits die Verpflichtung zu einem sich dem Vorspiel anschließenden Gespräch, in dem es um die jeweiligen Bedürfnisse und Ziele der Ensembles geht. Eine fünfköpfige Jury entscheidet dann über die Preise – der erste Preisträger wird zur Teilnahme beim Streichquartettfest 2021 eingeladen.

Eintritt frei

Anmeldung erbeten unter 06221 – 584 00 44

In Kooperation mit der Irene Steels-Wilsing Stiftung

Streichquartettfest Pass

Streichquartettfest Pass: Gültig für alle Veranstaltungen des Streichquartettfestes
€ 180 | 150

Streichquartettfest Pass Light: ohne »Lange Nacht des Streichquartetts«
€ 145 | € 120 Jetzt buchen »

Pässe können Sie auch bei unserem telefonischen Kartenservice buchen, Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter Tel. 0049 (0) 6221 58 400 44.

Streichquartettfest | Abschlusskonzert

Nachdenkliche Töne mischen sich in das Finale des Streichquartettfests: Schostakowitsch betrachtete sein achtes Streichquartett als »Requiem für sich selbst«, Brahms plante ursprünglich, mit seinem zweiten Streichquintett sein kompositorisches Werk zu beschließen. Und auch Haydn verbindet in seinem sanglichen op. 33 Nr. 6 heitere mit ruhig-fliesenden Gedanken. Aufwühlende, abgründige Leidenschaft verbindet sich in der Musik dieses Vormittags mit echter Lebensfreude, Melancholie und erhabenem Ernst – was für ein Abschluss!

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria

Streichquartettfest | Lange Nacht des Streichquartetts

Genuss für alle Sinne und Publikumsliebling – das ist die Lange Nacht des Streichquartetts. In diesem Jahr dreht sich ein »vielsaitiges« Überraschungsprogramm um das zweite Streichsextett von Johannes Brahms, in dem er seine bereits einige Jahre zuvor geplatzte Verlobung musikalisch verarbeitet. Von diesem persönlichen Bezug abgesehen, ist das Werk absolute Kammermusik in Reinform – kein Wunder, dass es gemeinsam mit dem früheren B-Dur-Sextett dem Komponisten zum endgültigen Durchbruch verhalf.

Streichquartettfest | Konzert

In der Trias von Beethovens op. 59 durchlebt die kammermusikalische Paradegattung beispielhaft ihre Wandlung von einer intimen, im abgeschirmten höfisch-elitären Rahmen ausgeübten Musizierform hin zu einer öffentlichen Konzertgattung sinfonischen Ausmaßes. Kein Wunder, dass die Zeitgenossen zunächst befremdet reagierten. Selbst das befreundete Schuppanzigh-Quartett glaubte beim ersten Durchspielen an einen Scherz des Komponisten, andernorts galt das op. 59 gar als »Flickwerk eines Wahnsinnigen«.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr

Streichquartettfest | Konzert

Über den ersten Satz kam Franz Schubert in seinem zwölften Streichquartett nicht hinaus, doch dieser hat es in sich: Seine von Licht und Schatten geprägten Gegensätze offenbaren eine musikalische Landschaft von herb-süßer Schönheit. Geschrieben in einer Zeit der Suche nach einer eigenen Sprache, weist der expressive Satz voraus auf die großen Kammermusikwerke des Komponisten. Ungarisches Kolorit in verdichteter, harmonisch-kontrapunktischer Klanglichkeit bietet Bartóks Streichquartett Nr. 3.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr

Streichquartettfest | Konzert

Zwei Entrées in die Königsdisziplin der Kammermusik bringt das junge koreanische Ensemble Esmé: Beethovens F-Dur Quartett zeugt zwar von seiner intensiven Beschäftigung mit den Werken seiner Vorgänger, ist darüberhinaus aber bereits Wegweiser in die Zukunft. Vorstudien zu seinem ersten Streichquartett sind die Noveletten des britischen Komponisten Frank Bridge. Die drei farbigen Charakterstucke glühen vor eigenwilligem Leben und verweisen gleichzeitig auf die durch Purcell geprägte englische Tradition.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr

Künstler

Ebonit Saxofonquartett

Das junge Saxofonquartett aus Amsterdam hat sich in Europa bereits einen Namen gemacht und war schon in bedeutenden Konzertsälen, wie dem Concertgebouw und dem Muziekgebouw aan ‘t IJ in Amsterdam, dem Toonzaal in Den Bosch und in TivoliVredenburg in Utrecht zu hören. Außerdem war das Quartett auch regelmäßig bei internationalen Festivals im In- und Ausland zu Gast, wie zum Beispiel beim World Saxophone Congress in St. Andrews (Schottland), dem Grachtenfestival in Amsterdam, the Bach Festival in Dordrecht und den Bachtagen in Würzburg. In der Saison 2016/17 wird das Ensemble als Preisträger des Wettbewerbs »Dutch Classical Talent« durch die Niederlande touren. Darüber hinaus wurde das Quartett eingeladen, sein Debüt im Wiener Musikverein zu feiern.

Kuss Quartett

Seit Beginn seiner professionellen Karriere im Jahre 2002 steht das Kuss Quartett für Mut und Experimentierfreude. Die beiden Gründungsmitglieder Jana Kuss und Oliver Wille (Violine) gehen ihren musikalischen Weg sogar schon seit 25 Jahren gemeinsam – mit ihren Kollegen William Coleman und Mikayel Hakhnazaryan sind sie Pioniere der konzeptuellen Präsentation von Kammermusik, mit der aus der Musik heraus neue Perspektiven entwickelt und ein weitläufiges kulturell interessiertes Publikum gewonnen wird. Legendär ist das Erfolgsformat »Kuss Plus – die Klassik-Lounge des rbb kulturradio«, mit dem das Ensemble die Berliner Musikszene prägt und seinem Publikum nicht nur räumlich ganz nahe kommt.

Seine Weltkarriere führt von der Carnegie Hall in New York über das Concertgebouw Amsterdam und die Londoner Wigmore Hall bis zur Berliner Philharmonie in seiner Heimatstadt – und umfasst auch zahlreiche Engagements bei wichtigen Festivals, wie etwa der Schubertiade Schwarzenberg, Beethovenfest Bonn, Rheingau Musikfestival oder den Festspielen in Edinburgh und Salzburg, auf Tourneen in den USA, Australien, Südamerika sowie Japan.
Bei zahlreichen internationalen Meisterkursen inspiriert das Kuss Quartett die nächste Generation der Kammermusiker. William Coleman (in Salzburg) und Oliver Wille (in Hannover und Birmingham) sind zudem Professoren an europäischen Universitäten.

Weit gefasst begreift das Kuss Quartett sein Repertoire, es reicht von Musik der Renaissance bis zu Kompositionen von Helmut Lachenmann, Aribert Reimann und György Kurtág, zu denen die Gruppe einen engen Kontakt pflegt.

Künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Quartett außerdem u. a. mit Paul Meyer, Pierre-Laurant Aimard, Mojca Erdmann und dem Slam-Poetristen Bas Böttcher.

Doric String Quartet

Alex Redington, Violine
Ying-Xue, Violine
Hélène Clément, Viola
John Myerscough, Violoncello

Publikum und Kritiker rund um den Globus reagieren begeistert auf das 1998 gegründete und in London ansässige Quartett, das inzwischen zu den führenden Streichquartetten zählt. Zu seinen zahlreichen Preisen zählten im Jahr 2008 der 1. Preis beim Internationalen Kammermusik Wettbewerb in Osaka sowie der 2. Preis beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb Paolo Borciani in Italien.

Das Doric String Quartet ist in den wichtigsten Konzertsälen Europas zu Gast wie dem Concertgebouw Amsterdam, Wiener Konzerthaus, Alte Oper Frankfurt, Laeiszhalle Hamburg, Konzerthaus Berlin, DeSingel Antwerpen und spielt regelmäßig in der Londoner Wigmore Hall. Das Quartett tourt jährlich in den USA, 2017 erstmals in der Carnegie Hall. Die vier Musiker sind außerdem bei wichtigen Festivals zu erleben wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Grafenegg, Aldeburgh, Schubertiade Schwarzenberg, Carinthischer Sommer, Schwetzinger Festspiele, West Cork, Risor und Delft Chamber Musik Festivals. Im Jahr 2018 übernimmt das Quartett die künstlerische Leitung des „Mendelssohn on Mull“ – Festivals, hier spielt das Quartett eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Hauptaufgabe des Festivals, jungen Musikprofis eine Woche intensiver Betreuung, Coaching und Entwicklung zu bieten.

Das Doric String Quartet pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ian Bostridge, Mark Padmore, Alexander Melnikov, Pieter Wispelwey, Jonathan Biss, Chen Halevi, Elisabeth Leonskaja, Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien.

Zu den Höhepunkten der Saison 2018/19 gehört eine Residenz beim Britten-Wochenende des Aldeburgh Festivals. Diese Gesamtaufführung von Brittens Quartettschaffen mündet in einer Gesamtaufnahme für das Label Chandos. Das Quartett kehrt dreimal in die Wigmore Hall zurück, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Jonathan Biss, und gibt Konzerte in der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Dortmunder Konzerthaus und dem Musée du Louvre in Paris. Etwas weiter entfernt debütiert das Quartett in Südamerika (Buenos Aires) und die alljährliche Nordamerika-Tournee führt das Doric String Quartet in dieser Saison auch nach Boston und Philadelphia. Auf einer landesweiten Australien-Tournee findet die Uraufführung eines neuen Streichquartetts von Brett Dean statt, ein Gemeinschafts-Auftrag von Musica Viva Australia, Berliner Konzerthaus, Carnegie Hall, Amsterdam String Quartet Biennale und Edinburgh International Festival.

Die Interpretation von John Adams‘ Werk „Absolute Jest“ für Streichquartett und Orchester unter dem Dirigat des Komponisten mit den Wiener Symphonikern im Konzerthaus Wien war eine besondere Zusammenarbeit für das Quartett. Es folgten weitere Konzerte mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem Netherlands Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Markus Stenz. Die Aufnahme des Stücks mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Peter Oundjian, die 2018 auf Chandos erschien, wurde im BBC Music Magazine zur „Aufnahme des Monats“ gewählt. Seit 2010 nimmt das Doric String Quartet exklusiv für Chandos Records auf und hat zahlreiche von der Presse gefeierte CDs veröffentlicht, mit Repertoire von Britten, Mendelssohn, Schumann, Brett Dean, Haydn (op. 20, op. 33, op. 76, op. 64) als auch die kompletten Streichquartette von Korngold und Walton. Zu den neueren Einspielungen zählen Elgar‘s „Introduction and Allegro“ mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Ed Gardner sowie eine Schubert CD (Quartettsatz und das G-Dur Quartett) die 2017 mit dem „Editor’s Choice“ vom Gramophone Magazin ausgezeichnet wurde und für den Gramophone Award nominiert war.

Das Doric String Quartet schloss sich 1998 zusammen und studierte beim Pariser ProQuartet Professional Training Program sowie später an der Musikakademie in Basel. Seit 2015 unterrichtet das Quartett selber an der Royal Academy of Music in London.

Quatuor Arod

Jordan Victoria, Violine
Alexandre Vu, Violine
Tanguy Parisot, Viola
Samy Rachid, Violoncello

Das 2013 gegründete Arod Quartett machte auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam, als es den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München gewann, nachdem es bereits 2015 den ersten Preis beim Carl Nielsen Kammermusikwettbewerb in Kopenhagen und 2014 beim Europäischen Wettbewerb FNAPEC (Paris) gewonnen hatte. Im Jahr 2017 wurde es zum “BBC New Generation Artist” für die Spielzeiten 2017 bis 2019 und zum ECHO Rising Star für die Spielzeit 2018-2019 ernannt.

Das Quartett wurde zu mehreren internationalen Festivals eingeladen: Verbier und Montreux (Schweiz), Aix-en-Provence, Menton, Salon-de-Provence, Folle Journée de Nantes, The Pablo Casals Festival of Prades (Frankreich), Rheingau, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen Musikfest, Mozartfest Würzburg, Prague Spring Music Festival und mehr.

Im Jahr 2017 brachte das Quatuor Arod das erste Streichquartett des französischen Komponisten Benjamin Attahir zur Uraufführung (im Auftrag von La Belle Saison, ProQuartet und Quatuor Arod). Musikalische Partner waren bisher die Bratschisten Amihai Grosz und Mathieu Herzog, die Klarinettisten Martin Fröst, Romain Guyot und Michel Lethiec, die Pianisten Eric Lesage und Alexandre Tharaud sowie die Cellisten Raphaël Pidoux, François Salque, Jérôme Pernoo, Harriet Krijgh und Bruno Philippe.

Das Arod Quartett studierte bei Mathieu Herzog, Jean Sulem und dem Artemis Quartett an der Queen Elisabeth Music Chapel in Brüssel. Sie arbeiteten ebenso mit dem Quatuor Ebène und dem Quatuor Diotima zusammen.

Im Jahr 2017 unterzeichnete Quatuor Arod einen exklusiven Plattenvertrag bei Erato, im Herbst 2017 wurde das erste Album mit Mendelssohn Quartetten veröffentlicht.

Das Quartett hat eine Residenz bei der Fondation Singer-Polignac und bei ProQuartet – CEMC inne. Mécénat Musical Socité Générale ist der Hauptsponsor des Quartetts, und das Ensemble ist HSBC-Preisträger 2016 der Académie du Festival d’Aix-en-Provence. Ebenso wird das Quatuor Arod wird von ADAMI und der Region PACA unterstützt.

Abel Quartet

Eunsol Youn, Violine
Soo-Hyun Park, Violine
Eric Seohyun Moon, Viola
HyoungJoon Jo, Violoncello

Das Abel Quartet wurde im Jahr 2013 von vier jungen koreanischen Musikern in München gegründet. Schon in den ersten Jahren erhielten sie zahlreiche Einladungen von renommierten internationalen Musikfestivals. Im Jahre 2015 gewann das Quartett den ersten Preis des 6. Internationalen Joseph Haydn- Kammermusikwettbewerbs in Wien und den dritten Preis beim 71. Concour de Geneve, den zweiten Preis beim 11. Concours international de musique de chambre in Lyon. Außerdem wurde dem Quartett 2014 der zweite Preis beim Internationalen August-Everding-Musikwettbewerb zugesprochen. Seit ihrer Gründung spielte das Quartett in Metropolen wie Dresden, München, Berlin und Paris sowie in den verschiedenen koreanischen Städten sowie Seoul, Jeju, Tongyeong, Changwon, Incheon und Daejeon. Im Rahmen der Tage der Kammermusik 2014 an der Hochschule für Musik und Theater München übertrug der Bayerische Rundfunk ihre Interpretation des 4. Streichquartetts von Bartók, des Streichquartetts op. 59 Nr. 2 von Beethoven sowie Dvořáks Klavierquintett, wodurch das Abel Quartet seinen Bekanntheitsgrad erheblich erweitern konnte.

Es erhielt Einladungen vom Kuhmo Chamber Music Festival (Finland), Casalmaggiore International Music Festival (Italien), von Ticino Musica (Lugano, Schweiz) als “Quartet in Residence” und 2017 für das Internationale Musikfestival “Heidelberger Frühling”.

2016 debütierte das Abel Quartett im Rahmen des Orchesterfests in Korea und führte zusammen mit dem Incheon Philharmonic Orchestra das Konzert für Streichquartett und Orchester von Louis Spohr im Seoul Art Center auf.

Das Quartett erhielt wichtige künstlerische Wegweisungen von ihren Münchener Lehrern Christoph Poppen und Hariolf Schlichtig , außerdem von Rainer Schmidt (Hagen Quartett), Johannes Meissl (Artis Quartett), Eberhard Feltz, Günter Pichler (Alban Berg Quartett), Oliver Wille (Kiss Quartett), Heime Müller (Artemis Quartett), Vladimir Mendelssohn, vom Cuarteto Casals und vom Quatuor Danel.

Pavel Haas Quartett

Veronika Jaruskova, Violine
Marek Zwiebel, Violine
Radim Sedmidubský, Viola
Peter Jarusek, Violoncello

Das 1992 gegründete Pavel Haas Quartett ist nach dem tschechischen Komponisten Pavel Haas benannt, der 1941 nach Theresienstadt deportiert und drei Jahre später in Auschwitz ermordet wurde. Zu seinem musikalischen Erbe zählen drei wunderbare Streichquartette. Seit dem Gewinn des italienischen »Premio Paolo Borciani« Streichquartett-Wettbewerbs im Jahr 2005 ist das Pavel Haas Quartett in den wichtigsten Konzerthallen der Welt aufgetreten und hat sechs preisgekrönte CDs veröffentlicht, die von Publikum und Presse gleichermaßen gelobt wurden.

Das Pavel Haas Quartett wird regelmäßig in die Londoner Wigmore Hall, die Berliner Philharmonie, den Münchener Herkulessaal, Palau de la Musica Barcelona, das Stockholm Konserthuset und zur Schubertiade eingeladen.

Minetti Quartett

Maria Ehmer, Violine
Anna Knopp, Violine
Milan Milojicic, Viola
Leonhard Roczek, Violoncello

„Das Minetti Quartett ist eine musikalische Sensation aus Österreich“ titulierte Der Tagesspiegel nach dem Debüt des Minetti Quartetts in der Berliner Philharmonie. Der Name bezieht sich auf ein Schauspiel des Schriftstellers Thomas Bernhard, der lange Zeit in Ohlsdorf, dem Geburtsort der beiden Geigerinnen, wohnte.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 konzertierte das Quartett in wichtigen europäischen Konzerthäusern, darunter in der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, im Festspielhaus Baden-Baden, Mozarteum Salzburg, Wiener Konzerthaus und im Wiener Musikverein.

Das Ensemble ist darüber hinaus gern gesehener Gast bei renommierten Kammermusikfestivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, Aldeburgh, Aix-en-Provence und Kuhmo und ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbspreise. 2016 war es beim Heidelberger Streichquartett zu Gast.

Zu den Kammermusikpartnern des Minetti Quartetts zählen u. a. Fazil Say, Till Fellner, Friedemann Weigle und Jörg Widmann.
Eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini (“ex Meinel”, 1770-1775) sowie ein Violoncello von Giovanni Tononi (Bologna, 1681) werden dem Quartett freundlicherweise von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt. Anna Knopp spielt auf einer Geige von Laurenzius Storioni (Cremona, 1793), einer privaten Leihgabe, Milan Milojicic auf einer Viola von Bernd Hiller.

Quatuor Hermès

Omer Bouchez, Violine
Elise Liu, Violine
Yung-Hsin Lou Chang, Viola
Anthony Kondo, Violoncello

Ernsthaftigkeit, Feinheit und Sensibilität – diese Begriffe charakterisieren das Quatuor Hermès wohl am besten.
Diese Qualitäten, die bereits das Ravel- und das Ysaÿe-Quartett sehr früh bemerkten, haben sich in der Arbeit mit Miguel da Silva, Eberhard Feltz, mit dem Artemis-Quartett und Mitgliedern des Alban-Berg-Quartetts bestätigt und weiter herausgebildet.

2011, gerade drei Jahre nach der Gründung, gewannen sie den ersten Preis im prestigeträchtigen Concours International de Genève und wurden u.a. von der Académie Maurice Ravel ausgezeichnet.

Im Herbst und Winter 2013 haben sie auf ihren Tourneen in den USA und in Kanada begeisterte Kritiken geerntet, weitere Konzertreisen führten sie nach Japan,Taiwan, Ägypten, China und Italien.

In Europa konnte man das Quatuor Hermès u.a. beim Festival in Lockenhaus im Burgenland, beim Crescendo-Festival in Berlin oder bei den Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach erleben. 2014 debütierten sie bei den Schwetzinger Festspielen und dem Heidelberger Frühling. Wichtige Auftritte in Frankreich hatten sie u. a. in der Orangerie von Sceaux oder beim Festival von Radio France in Montpellier. Bei allen Konzerten wird man Zeuge ihrer Leidenschaft für das anspruchsvolle und zutiefst menschliche Repertoire der Streichquartettliteratur. Auch darum prophezeit Pianistenlegende Alfred Brendel den Musikern eine große Zukunft.

Escher Quartett

Adam Barnett-Hart, Violine
Aaron Boyd, Violine
Pierre Lapointe, Viola
Dane Johansen, Violoncello

Das Escher Quartett verdient für seinen individuellen Klang und seine einzigartige Ausdruckskraft viel Anerkennung.
Schon während seiner Gründung im Jahre 2005 wurde das Escher Quartett sowohl von Pinchas Zukerman als auch von Itzhak Perlman als Quartet in Residence zum Young Artists Program in Kanadas National Arts Centre und zum Perlman Chamber Music Program in Shelter Island, NY, eingeladen. Die Eschers haben mit Künstlern wie David Finckel, Leon Fleischer, Wu Han, Lynn Harrell, Cho Liang Lin, David Shifrin und dem Gitarristen Jason Vieaux zusammengearbeitet.

Das Quartett verschafft sich zunehmend mit wichtigen Debüts einen Ruf in ganz Europa. Letzte Engagements waren unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, Auditorium du Louvre in Paris und im Conservatoire de Musique de Génève.
Neben seinem europäischen Profil präsentiert sich das Quartett weiterhin in seinem Heimatland, in der Alice Tully Hall in New York, dem Kennedy Center in Washington DC sowie beim Ravinia und Caramoor Festival.

Das Escher Quartett hat seinen Namen vom niederländischen Grafiker M.C. Escher, der sie durch seine Methode des Zusammenspiels zwischen individuellen Komponenten, die durch die Zusammenfügung zu einem Ganzen werden, inspiriert.

Aris Quartett

Anna Katharina Wildermuth, Violine
Noémi Zipperling, Violine
Caspar Vinzens, Viola
Lukas Sieber, Violoncello

Zu den jungen Himmelsstürmern im Konzertgeschehen zählt fraglos das Aris Quartett.

2009 in Frankfurt am Main gegründet, spielen sich die Musiker international auf die ersten Bühnen. So wird das Aris Quartett im Jahr 2019 sein Debüt im Konzerthaus Wien geben. Auch das Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt, die Liederhalle Stuttgart und wiederholt das Schleswig-Holstein Musik Festival präsentieren das Aris Quartett in der kommenden Saison.

Nach langjährigem Studium bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) und Hubert Buchberger (Buchberger Quartett) und geprägt von vielfältigen Impulsen durch das Artemis Quartett und Eberhard Feltz, beeindrucken die Musiker das Publikum neben künstlerischer Exzellenz besonders durch ihre Leidenschaft und Emotionalität.

Der internationale Durchbruch gelingt schon früh durch gleich mehrere 1. Preise bei renommierten Musikwettbewerben. Großes Aufsehen erregt das Aris Quartett zudem im Sommer 2016 mit der Verleihung des hoch dotierten Kammermusikpreises der Jürgen-Ponto Stiftung sowie gleich fünf Preisen beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.

Zu den etwa 90 Konzerten, welche das Aris Quartett pro Saison international spielt, zählen in der Saison 2018/19 Oktett-Konzerte mit dem Artemis Quartett in München und Bremen und in 2019/20 eine Tournee mit Daniel Müller-Schott. Ab Herbst 2018 sind die Musiker ‘New Generation Artists’ der BBC und debütieren in der Wigmore Hall.

Nach drei erfolgreichen CD-Alben (jüngst Beethoven pur) legt das Aris Quartett im Herbst 2018 in Kooperation mit Deutschlandfunk eine neue Einspielung von Schuberts ‘Der Tod und das Mädchen’ und Schostakowitschs Streichquartett Nr.8 bei GENUIN CLASSICS vor.