Christian Reif

Seit der Saison 2016/17  ist Christian Reif Resident Conductor der San Francisco Symphony und Musikdirektor dessen international angesehenen Jugendorchesters. Davor war er für zwei Jahre der Conducting Fellow der New World Symphony in Miami, wo er Michael Tilson Thomas assistiert und das Orchester in zahlreichen Konzertformaten dirigiert hat. Seit 2014 ist Christian Mitglied des renommierten deutschen Dirigentenforums und ist 2016 in die Künstlerliste Maestros von Morgen” aufgenommen worden.

2015 und 2016 war Reif Conducting Fellow beim renommierten Tanglewood Music Festival und dirigierte dort zahlreiche (Ur-)Aufführungen. Außerdem fungierte er wiederholte Male als Assistenzdirigent für Konzerte der Los Angeles Philharmonic, des Boston Symphony Orchestras und für Alan Gilbert während der NY Phil Biennale.

Reif gastierte im Cuvilliés Theater mit der Münchner Kammeroper, beim Lakes Area Music Festival in Minnesota, als Conducting Fellow in Tanglewood, bei der Meininger Hofkapelle, und wird die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in der Uraufführung von Mehmet C. Yesilçay’s »Lieder aus der Fremde« leiten, ein Stück, das die europäische Flüchtlingskrise aufgreift.

Christian Reif hat sein Masterstudium bei Alan Gilbert 2014 an der Juilliard School in New York abgeschlossen und dort für seine herausragenden Leistungen den Charles Schiff Conducting Award verliehen bekommen. Sein Bachelorstudium absolvierte er 2012 mit Auszeichnung am Mozarteum Salzburg bei Dennis Russell Davies und Jorge Rotter. Er gewann den Deutschen Operettenpreis 2015, verliehen durch den Deutschen Musikrat, und zwei Kulturförderpreise der Stadt und des Landkreises Rosenheim

Dorothea Enderle

Dorothea Enderle studierte in Tübingen Musikwissenschaft (u.a. bei Ulrich Siegele und Georg von Dadelsen) sowie Allgemeine Rhetorik (bei Walter Jens ) und Germanistik. Seit 1985 arbeitet sie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, zunächst als Musikredakteurin beim WDR, dann als freie Musikmoderatorin für die ARD mit Schwerpunkt auf „Klassikforum(WDR), „Musikstunde“ (SWR) und „Klassik zum Frühstück“ (RBB). 1996 wurde sie Leiterin der Musikabteilung des SWF, der 1998 mit dem SDR zum SWR fusionierte. Seit 1998 leitet sie die Musikabteilung des Kulturradios SWR2 mit Sitz in Baden-Baden. In ihre Verantwortung fallen sämtliche Sendungen der E-Musik und des Jazz im Programm von SWR2 – u.a. moderierte Musiksendungen, Konzertübertragungen live und als Mitschnitt, Musikstunde, Musikerporträts, Werkkommentare, Musikmagazine, Gesprächssendungen mit Musikern. Sie ist zudem Mitglied im Hauptausschuss des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München, 2. Vorsitzende des Experimentalstudios für akustische Kunst des SWR und Mitglied im Vorstand der Landesstiftung Villa Musica in Rheinland-Pfalz .

Christian Wildhagen

Christian Wildhagen, geboren in Hamburg, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Hamburg sowie Klavier bei Prof. Trefor Smith. 1999 promovierte er bei Prof. Dr. Constantin Floros mit einer Arbeit über die Achte Symphonie von Gustav Mahler.

Bis Ende 2002 war er Musikredakteur beim Hamburger Abendblatt, von 2003 bis 2007 Chefdramaturg und Mitglied der künstlerischen Leitung am Theater Hagen. Wildhagen verfasst regelmäßig Beiträge für Fachzeitschriften (Fono Forum, Das Orchester), für die Neue Zürcher Zeitung, den Bayerischen Rundfunk sowie zahlreiche Musikfestivals, darunter die Münchener Biennale, das Schleswig-Holstein Musik Festival und die Salzburger Festspiele, für die er im Mozart-Jahr 2006 auch als Konzertdramaturg tätig war. Er ist Jury-Mitglied beim Preis der deutschen Schallplattenkritik, seit 2004 außerdem Lehrbeauftragter an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater. Von 2008 bis 2015 war Christian Wildhagen Mitarbeiter im Feuilleton der F.A.Z, seit März 2015 ist er Musikredakteur der Neuen Zürcher Zeitung.

Stefan Dettlinger

Stefan M. Dettlinger leitet seit 2006 das Kulturressort der Tageszeitung »Mannheimer Morgen«. Er schreibt dort über Musiktheater und Klassische Musik. Im Zentrum seines Interesses stehen aber auch die politische und kulturpolitische Berichterstattung.

Davor, seit 2000, war Dettlinger Musikredakteur in der Kulturredaktion des »Südkurier« in Konstanz. Dettlinger studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin am Musikwissenschaftlichen Institut bei Hermann Danuser und Wolfgang Auhagen sowie dank eines Jahresstipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Michel Béroff Klavier.

Den Beginn des Studiums absolvierte er mit dem Musiklehrer-Diplom an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo er Klavier, Musiktheorie, Gehörbildung und Komposition in den Hauptfächern sowie Gesang im Nebenfach studierte.

Dettlinger stammt aus Stuttgart, wo er Abitur machte und die ersten 27 Jahre seines Lebens verbrachte.

Ebonit Saxofonquartett

Das junge Saxofonquartett aus Amsterdam hat sich in Europa bereits einen Namen gemacht und war schon in bedeutenden Konzertsälen, wie dem Concertgebouw und dem Muziekgebouw aan ‘t IJ in Amsterdam, dem Toonzaal in Den Bosch und in TivoliVredenburg in Utrecht zu hören. Außerdem war das Quartett auch regelmäßig bei internationalen Festivals im In- und Ausland zu Gast, wie zum Beispiel beim World Saxophone Congress in St. Andrews (Schottland), dem Grachtenfestival in Amsterdam, the Bach Festival in Dordrecht und den Bachtagen in Würzburg. In der Saison 2016/17 wird das Ensemble als Preisträger des Wettbewerbs »Dutch Classical Talent« durch die Niederlande touren. Darüber hinaus wurde das Quartett eingeladen, sein Debüt im Wiener Musikverein zu feiern.

Lara Boschkor

Lara Boschkor, geboren 1999 in Tübingen, studierte an den Frühförderinstituten der Musikhochschule in Köln und Detmold und später an der Kronberg Academy bei Kolja Blacher und Erik Schumann. Meisterkurse bei Zakhar Bron, Ana Chumachenco, Boris Kuschnir und Miriam Fried vervollständigen ihr Profil.

Lara Boschkor erlangte internationale Aufmerksamkeit, als sie 2013 den 1. Preis und die Goldmedaille des 7. Henryk Szeryng Violinwettbewerbs in Mexiko und den 1. Preis des 12. Carl Flesch Violinwettbewerbs in Ungarn gewann – als jüngste Geigerin der Wettbewerbe. Schon zuvor wurde sie mit Preisen und Auszeichnungen geehrt: Unter anderem erspielte sie sich 2009 den 1. Preis des Paul Hindemith Wettbewerbs in Berlin und den Grand Prix beim 20. Concours International Flame in Paris. Lara ist außerdem 1. Bundespreisträgerin mit Höchstpunktzahl beim Wettbewerb »Jugend musiziert«: 2013 in der Solo- und 2014 in der Ensemblewertung.

Ihr Orchesterdebüt gab sie im Alter von acht Jahren. Es folgten Auftritte u.a. in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Berlin, dem Théâtre Marigny Paris, der Aram Khachaturian Concert Hall in Yerevan und dem Cuvilliés-Theater in München. 2014 debütierte Lara in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall in New York. Sie gastierte u.a. beim Festival Schloss Britz Berlin, beim Festival »Lucca Estate« in Italien und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Als Preisträgerin des 20. Wettbewerbs
des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Lara Boschkor seit Februar 2012 eine Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand 1740, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben.

Monika Sigl-Radauer

Die Konzertpädagogin und Musikvermittlerin Monika Sigl-Radauer schreibt Drehbücher für Kinder- und Familienkonzerte, die sie auch moderiert und gestaltet – darunter die »Lausch-Konzerte« der Stiftung Mozarteum Salzburg, sowie Konzerte für die Jeunesse Österreich, die Tonkünstler Niederösterreich, die Salzburger Festspiele, den Musikverein Wien, das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und die Haydnphilharmonie Eisenstadt.

In Zusammenarbeit mit namhaften Kammermusikensembles und dem oenm (österreichisches ensemble für neue musik) entstanden vielseitige Konzertprogramme, die sich unterschiedlichsten Musikrichtungen von der Volksmusik bis zur zeitgenössischen Musik widmen.

Nach einem Studium der Musik- und Tanzpädagogik am Carl-Orff-Institut der Universität Mozarteum in Salzburg war Monika Sigl-Radauer zunächst viele Jahre als Lehrerin für Elementare Musikpädagogik tätig. An der Anton Bruckner Privatuniversität Linz ergänzte sie ihre Ausbildung um ein Musikvermittlungs-Studium und arbeitet seither im Bereich Musikvermittlung und Konzertpädagogik.

Mikhail Pletnev

Mikhail Pletnev arbeitet als Pianist, Dirigent und Komponist. 1978,  mit nur 21 Jahren, gewann er den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb. Eine Einladung zur Teilnahme am Superpower-Gipfel 1988 in Washington führte zu einer Freundschaft mit Michail Gorbatschow und der historischen Möglichkeit, in künstlerischer Freiheit Musik zu machen.

1990 gründete Pletnev das erste unabhängige Orchester in der Geschichte Russlands. Viele der besten Musiker des Landes schlossen sich ihm an. Unter seiner Leitung konnte es sich als eins der wichtigsten Ensembles weltweit etablieren.

Pletnevs Kompositionen umfassen Werke für Orchester, Klavier, Streicher und Stimme. Heute ist er einer der angesehensten und einflussreichsten Künstler Russlands.

Laure Favre-Kahn

Pianistin Laure Favre-Kahn studierte am Konservatorium in Avignon, bevor sie zu Bruno Rigutto ans Pariser Konservatorium wechselte, wo sie im Alter von siebzehn Jahren einstimmig einen Premier Prix erhielt. Sie tritt regelmäßig als Solistin oder Kammermusikerin in Frankreich, Europa, den USA und Asien auf. Einer ihrer wichtigsten Partner ist dabei der Geiger Nemanja Radulovic.
Sie war bei vielen wichtigen Festivals wie Auvers-sur-Oise, Orange (Chorégies), Antibes, Evian, Reims, Montpellier, Rocamadour, Nohant usw. zu Gast. Laure Favre-Kahn hat mit verschiedenen Orchestern gespielt wie dem Orchestre Symphonique de Nancy, Orchestre Symphonique Français, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Ensemble Orchestral de Paris, Hong Kong Sinfonietta, ukrainische Philharmoniker unter vielen anderen.

Roodabe Shamloo

Die Iranerin Roodabe Shamloo studierte Musik und Komposition bei Alireza Mashayekhi und Mehran Rohani an der Universität in Teheran und arbeitete als Klavierlehrerin und Manager der Haftan Art Gallery. Auftritte führten sie nach Linz zum Festival 4020, Wien und Weimar. Sie widmet sich insbesondere der Vertonung von Gedichten und belegte Kompositions-Meisterkurse u. a. bei Johanna Doderer.