Jessica Dandy

Jessica Dandy, Contralto, ist 27 Jahre alt und Fellow in Französischer Sprache an der Guildhall School of Music & Drama. Ursprünglich kommt sie aus Barrow-in-Furness, Cumbria. Ihr Studium in Modern & Medieval Languages führte sie an das Trinity College nach Cambridge, bevor sie das Artist Masters Programme in Vocal Studies an der Guildhall School bei Professor Susan McCulloch aufnahm. Derzeit studiert sie bei Gary Coward, ist Britten-Pears Young Artist und erhielt den Help Musicians’ UK Postgraduate Performance Award.

Aufgrund ihrer literarischen und musikalischen Bildung begeistert sich Jessica insbesondere für Aufführungen von Liedern. Ihre Zusammenarbeit mit Wolfgang Holzmair, Imogen Cooper & Richard Stokes in Aldeburgh und vor kurzem in der Wigmore Hall mit Schubert-, Schumann- und Wolf-Rezitalen, haben sie dabei maßgeblich geprägt. Neben Liederabenden gibt Jessica auch Melodie Rezitale in der Barbican Hall und beim City of London Festival und ist zudem auch Mitglied in Graham Johnsons „Song Guild“.

Jessica widmet sich bisher dem zeitgenössichen und barocken Opernrepertoire. So war sie zuletzt in unterschiedlichen Charakterrollen zu erleben, wie beispielsweise als Narrator/Minister/Minister’s Wife in George Benjamin’s Into The Little Hill for Shadwell Opera (Finnegan Downie Dear/Jack Furness) und als cover & chorus der La Messaggiera in Monteverdi’s L’Orfeo sowie in einer spannenden Neuproduktion (Christopher Moulds/Michael Boyd), die den Beginn einer neuen Zusammenarbeit zwischen The Roundhouse in Camden mit dem Royal Opera House markiert. Zu ihrem Konzertrepertoire zählt Andriessens De Staat (Queen Elizabeth Hall), Berlioz Roméo et Juliette unter Valery Gergiev (Barbican und Salle Pleyel, semi-chorus) sowie Vivaldis Gloria (Cadogan Hall).

Franz Vitzthum

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.

Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen.

Desweiteren hat er bei diversen Opern- und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen.

Franz Vitzthum ist auch vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, der Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.

Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird. Nach seinen ersten CDs „Ich will in Friede fahren” und „Himmels-Lieder”, die von der Fachpresse einhellig gelobt wurden, erscheint in diesen Tagen „Luthers Laute” als jüngste Zusammenarbeit mit Julian Behr.

Christina Pluhar © Marco Borggreve

Christina Pluhar & L‘Arpeggiata

»Musik für ein Weilchen, soll alle deine Sorgen vergessen lassen«. Kann man der Musik ein schöneres Kompliment machen, als es Henry Purcell in seiner Vertonung dieser Verse John Drydens tat? Purcells Heimat waren vor allem die Londoner Theater, deren Anliegen es war, das Publikum in andere Welten zu entführen. Für die Tanz, Gesang und Schauspiel frei kombinierenden Theaterstücke schrieb Purcell unzählige, berückend schöne Songs und Szenenmusiken. Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata präsentieren mit »Music for a While« eine Hommage an diesen »Orpheus Britannicus« des ausgehenden 17. Jahrhunderts und setzen in ihrem Zusammenkommen von Barock- und Jazzmusikern in gewisser Weise Purcells genreübergreifende Theatertradition fort. Es darf gern eine sehr lange Weile werden.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Christina Pluhar