Isabelle Faust Ensemble

Beethovens Septett ist eine Karikatur. Höfische Tänze, überzeichnet durch grelle Kontraste und garniert mit Rokoko-Konfekt. Das Werk ist ein Abschied vom Lehrmeister Haydn – und offenbart zugleich Beethovens ureigenen Stil. Er selbst wiederum löste als Vorbild etliche Schaffenskrisen aus. Etwa bei Franz Schubert, der diese erst mit Vollendung seines Oktetts überwand. Isabelle Faust und ihre Freunde aus der Alte-Musik-Szene werden beide Werke gekonnt interpretieren, historisch-informiert, mit Tiefsinn und Heiterkeit.

Konzert ohne Pause (ca. 100 min)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Vocalensemble Rastatt

„Sein Klang ist wie reines Gold“, so schreibt der American Record Guide über das VOCALENSEMBLE RASTATT. Mittlerweile zählt es mit seinem charismatischen künstlerischen Leiter und Dirigenten Holger Speck zur internationalen Spitzenklasse. Zwingende, stilgetreue und historisch informierte Interpretationen haben den exzellenten Ruf ebenso begründet wie leidenschaftliches und emotionales Musizieren. Seinen Sitz hat das Ensemble in der baden‐württembergischen Rastatt mit ihrer prächtigen Barockresidenz.

Die instrumentale Formation LES FAVORITES ist der Begleiter des VOCALENSEMBLE RASTATT und spielt auf Originalinstrumenten in verschiedenen Besetzungen von der Continuo-Gruppe bis zum großen Orchester mit international ausgewiesenen Musikern wie Veronika Skuplik (Violine) oder Reinhold Friedrich (Trompete). Namensgeber der Formation ist das Lustschlösschen Favorite der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden mit seiner sinnenfrohen Architektur.

Neben Entdeckungsreisen auf unbekanntes Terrain und Erstaufführungen beschäftigen sich das VOCALENSEMBLE RASTATT & LES FAVORITES immer wieder mit der Musik zentraler Komponisten wie Monteverdi, Schütz, Bach, Mozart, Haydn, Schumann und Brahms.

Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben folgten CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen etwa für den SWR, Radio France, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Für das Label Carus veröffentlichten das VOCALENSEMBLE RASTATT & LES FAVORITES international hervorragend besprochene CDs (Händel „Israel in Egypt, Brahms „Wach auf, meins Herzens Schöne“, Saint-Saens „Oratorio de Noel“, Buxtehude „In dulci jubilo“, Rheinberger „Christus factus est“ etc.)

DAS VOCALENSEMBLE RASTATT & LES FAVORITES gastierten u.a. im Festspielhaus Baden-Baden, beim Musikfest Bremen, in der Kölner Philharmonie, beim Festival RheinVokal des SWR, dem Festival „Europäische Kirchenmusik“ in Schwäbisch Gmünd, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, den Schwetzinger Festspielen, den Wartburgkonzerten von Deutschlandradio Kultur, den Internationalen Musiktagen im Dom zu Speyer, in der Philharmonie im französischen Mulhouse und beim Centre de Musique „Les Dominicains“ in Guebwiller. Auch Ausflüge in die Opernwelt scheut der flexible Chor nicht: Mit Edita Gruberová sang er in „Lucia di Lammermoor“ und „Norma“. Für die Mozart-Galas des Festspielhauses Baden-Baden, die auch als CDs für die Deutsche Grammophon produziert werden, übernahm das Vocalensemble Rastatt die Chorparts in Mozarts „Don Giovanni“, „Così fan tutte”, „Le nozze di Figaro“ und „Die Entführung aus dem Serail“. Mit Klaus Maria Brandauer und dem Chamber Orchestra of Europe gastierte das Ensemble mit Mendelssohns „Sommernachtstraum“ beim Musikfest Bremen.

Institutionelle Förderer sind das Land Baden-Württemberg, in deren Konzeption „Kunst 2020“ das Ensemble firmiert, und die Stadt Rastatt.

La Cetra

Das La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel setzt den Massstab für die Aufführung von Musik zwischen 1600 und 1830. Mit seinem künstlerischen Leiter Andrea Marcon und inspierenden Solisten macht der Klangkörper unbekanntes bekannt und bekanntes wieder frisch.

1999 auf Initiative des damaligen Direktors der Schola Cantorum Basiliensis, Dr. Peter Reidemeister, gegründet, ist der Name des La Cetra Barockorchester Basel Antonio Vivaldis Violinkonzert op. 9 «La Cetra» – die Leier (Zither) – entlehnt. Er steht für das Kernrepertoire des Orchesters, der italienischen Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Einen weiteren Schwerpunkt setzt La Cetra dort, wo überhaupt erstmals von «Orchester» die Rede sein kann: am Beginn des 17. Jahrhunderts und Werken Claudio Monteverdis sowie seiner Zeitgenossen. Seit der Gründung ist La Cetra ein rasanter Aufstieg in die Reihen der international führenden Orchester der Alten Musik gelungen.

Durch eine regelmäßige Kooperation mit dem Theater Basel im Rahmen von Produktionen wie Monteverdis Opern L’Incoronazione di Poppea (2003) und Orfeo (2008), Cavallis La Calisto (2010), Händels Ariodante (2012), Purcells The Indian Queen (2014), Charpentiers Médée mit der Titelheldin Magdalena Kožená sowie Vivaldis Juditha Triumphans (2015) mit dem Ballett Basel hat sich La Cetra schnell die Gunst des Schweizer Publikums erspielt. Nach den erfolgreichen Produktionen Melancholia (2016) und Händels Alcina (2017) war das La Cetra Barockorchester Basel in der Saison 2018/2019 in einer Neuproduktion von Purcells King Arthur zu hören. 2019/20 wird La Cetra am Theater Basel in der Ballett-Produktion «Gloria!» zu hören sein.

Seine dynamische Entwicklung verdankt La Cetra vor allem Andrea Marcon, unter dessen musikalischer Leitung das Orchester seit 2009 steht. Marcon ist als mehrfach preisgekrönter Cembalist und Organist gefragter Experte für die Alte Musik Italiens und arbeitet als Gastdirigent mit namhaften Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, den Berliner Philharmonikern und vielen weiteren europäischen Orchestern. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass dem La Cetra Barockorchester Basel seit 2012 das La Cetra Vokalensemble unter der Leitung von Carlos Federico Sepúlveda zur Seite steht.

Ausdrückliches Credo von La Cetra ist, dass wissenschaftliche Hintergrund-arbeit, intensive Auseinandersetzung mit historischem Instrumentarium, Aufführungspraxis und geschichtlichem Umfeld der gespielten Werke letztlich immer nur einem einzigen Zweck dienen: sogenannte Alte Musik für Menschen von heute hautnah erfahrbar zu machen – in lebendigen, packenden, aktuellen Interpretationen. Dafür wurde La Cetra bereits 2009 der Europäische Preis für Alte Musik verliehen.

La Cetra genießt internationale Erfolge mit umjubelten Konzerten mit Sängern und Sängerinnen wie Maria Espada, Franco Fagioli, Ann Hallenberg, Roberta Invernizzi, Magdalena Kožená, Carlos Mena, Patricia Petibon und Andreas Scholl sowie Instrumentalisten wie Nicola Benedetti, Giuliano Carmignola oder Maurice Steger. Stolz ist La Cetra auf die enge künstlerische Zusammenarbeit mit aufgehenden Sternen am Barockhimmel wie den Countertenören David Hansen und Kangmin Justin Kim. Als äusserst fruchtbar erwiesen sich darüber hinaus künstlerische Begegnungen mit den renommierten Dirigenten Gustav Leonhardt, René Jacobs, Jordi Savall und Attilio Cremonesi.

2011 feierte das Orchester mit zwei Mozart-Aufnahmen sein Debüt bei der Deutschen Grammophon. 2012 folgte die Veröffentlichung von «Nouveau Monde» mit Patricia Petibon ebendort. Mit der Weltersteinspielung von Antonio Caldaras La Concordia de’ Pianeti u.a. mit Franco Fagioli gelang La Cetra 2014 eine musikalische Neuentdeckung. Die von der internationalen Kritik gefeierte und 2016 Grammy-nominierte CD-Veröffentlichung des Albums «Monteverdi» führte La Cetra zusammen mit Magdalena Kožená zu Konzerten nach Deutschland, Luxemburg, England und Spanien. Im August 2016 wurde eine Neueinspielung von Händels Parnasso in festa beim Label Pentatone veröffentlicht. 2019 erschienen zwei von der Presse hochgelobte Aufnahmen: «Mr Handel’s Dinner» mit Maurice Steger bei harmonia mundi sowie eine Einspielung von Leclair-Violinkonzerten mit Leila Schayegh bei Glossa.

Les Talens Lyriques

Das Ensemble Les Talens Lyriques, benannt nach dem Untertitel von Jean-Philippe Rameaus Oper «Les Fêtes d’Hébé», wurde 1991 gegründet. Das Repertoire umfasst Musik vom Frühbarock bis zum Beginn der Romantik. Das Ensemble interpretiert neben Opern auch Madrigale, Kantaten, Symphonien und Kirchenmusik. Dementsprechend kann sich die Besetzung von einer Handvoll Musiker zu einem Orchester ändern. In der vergangenen Saison tourte das Ensemble mit dem Programm «Nations» durch Europa. Les Talens Lyriques war im Théâtre des Champs-Élysées und der Opéra de Paris, an der Wiener Staatsoper, im Theater an der Wien und beim Bach-Festival Leipzig zu hören. Zu den vielen erfolgreichen CD-Aufnahmen zählen diverse Opern Rameaus und Lullys sowie zuletzt sogar von Gounods «Faust», an Konzertmusik u. a. Couperins «Concerts Royaux» und «Harmonia sacra» mit Werken Purcells, sowie die Filmmusik zu «Farinelli». Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik war das Ensemble mehrmals zu erleben, zuletzt 2017 als Musiktheaterorchester in Rameaus «Pygmalion». Das Ensemble erhält Förderungen vom Ministerium für Kultur Drac Ile-de-France, der Stadt Paris und seinen Unterstützern (Annenberg Stiftung/ GRoW – Gregory und Regina Annenberg Weingarten, Madame Aline Foriel-Destezet und Mécénat Musical Société Générale).

LGT Young Soloists

Das preisgekrönte Streicher-Ensemble setzt sich aus hochtalentierten jungen Solisten im Alter zwischen 14 und 23 Jahren zusammen und vereint Musiker aus mehr als 15 Nationen. Gemeinsam haben die Mitglieder der LGT Young Soloists bereits über 80 Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen und spielen jährlich um die 30 Konzerte. Das Projekt LGT Young Soloists ermöglicht hochkarätigen jungen Musikern auf den größten Bühnen dieser Welt sowohl als Solisten wie auch als Kammer- und Orchestermusiker aufzutreten.

Die Saison 2020/2021 hält viele Höhepunkte bereit: Anlässlich Beethovens 250. Geburtstag wird ihr neues Album “Beethoven RECOMPOSED” erstmals bei Naxos erscheinen. Des Weiteren hat Philip Glass den jungen Musikern eine Orchestersuite auf den Leib komponiert, die im Frühjahr 2021 in Wien zur Uraufführung gebracht wird. Weitere Konzerte führen sie zu Festivals wie dem Heidelberger Frühling und dem Kissinger Sommer, in die Elbphilharmonie, London RCM sowie nach Vaduz und Zug.

In den vergangenen Saisons konzertierten die LGT Young Soloists in den großen Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, Berliner Philharmonie, Tonhalle Zürich, De Doelen Rotterdam, Gasteig München, Bangkok und Jakarta, der Philharmonie Luxemburg, Victoria Hall in Singapur und bei renommierten Festivals wie dem Meran Festival, Rheingau Musik Festival, Dresdner Musikfestspiele und Abu Dhabi Classics.

Als erstes Jugendorchester weltweit haben die LGT Young Soloists bei Sony Music/RCA Red Seal vier Alben veröffentlicht: Souvenir (2019), Nordic Dream (2018), Russian Soul (2017) und Italian Journey (2015). Nordic Dream wurde für den Opus Klassik in 3 Kategorien nominiert und von den Medien euphorisch aufgenommen: “Da läuft ein Ensemble, das überwiegend aus Teenagern besteht, gestandenen Profis den Rang ab”. (BR-Klassik CD-Tipp 11.05.18).

Alexander Gilman und LGT haben das Projekt 2013 gegründet.

Scriabin Code & Wisp-Kollektiv

Ensemble Scriabin Code

MARTIN ALBRECHT Worms; sowohl klassisch als auch im Jazz ausgebildeter Klarinettist und Komponist; Studium an der Hochschule für Musik und Theater, Leipzig, Initiator des SCRIABIN CODE gemeinsam mit dem Mentor, dem amerikanischen Pianist Richie Beirach. http://scriabincode.com ASLI KILIC Mannheim; Studium an der Musikhochschule für Musik in Mannheim und Köln; mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe; Stipendiatin der Richard Wagner Gesellschaft , Mannheim; CD-Einspielungen: „Debüt“ und „Klavierwerke von Leos Janacek“. Sie ist für den klassischen Kern des Projektes zuständig, in Klanggestalt von Skrjabins Préludes und weiteren klassischen Originalen.

DANIEL PRANDL Mannheim; Studium Jazz-Piano an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und Sibelius Akademie, Helsinki; gefragter Jazz-Pianist und Komponist; CD Produktionen mit eigenem Quartett; diverse Auszeichnungen u.a. der Kunststiftung Baden Württemberg. Lehrauftrag für Jazzklavier an der Mannheimer Musikhochschule und Dr. Hoch’s Konservatorium, Frankfurt; ist auch für Rundfunkproduk-tionen, Nationaltheater Mannheim und das Capitol in Mannheim tätig.

REBECCA MAUCH Mannheim; studierte Bassistin, erfolgreich als Grenzgängerin zwischen verschiedensten musikalischen Welten. Gast in Orchestern sowie auf verschiedenen Theaterbühnen und tätig als Instrumentalpädagogin, auch im Bereich Education und Musiktheaterpädagogik. Konzert- Touren u.a. mit Mumuvitch Disko Orkestar.

DIRIK SCHILGEN Heidelberg; Jazzstudium Schlagzeug in Hilversum / Hochschule d. Künste, Amsterdam; zahlreichen Rundfunkproduktionen und CD-Einspielungen; CD-Veröffentlichung und Tourneen mit eigenem Band-Projekt als Schlagzeuger und Komponist; diverse Rundfunk- und Theaterproduktionen (Heidelberg und Mannheim)

REINHARD GELLER Zellertal/Pfalz; studierter Musiker und Tonmeister, Musikproduzent, Komponist, Maler, Visual Artist. Präsent mit zahlreichen Ausstellungen und Vorführungen/Performances, Teilnahme an Bildhauer-Symposien, Kunst am Bau. Er lässt „Hören und Sehen“ mit seinen live und in jeder Performance einzigartig modifizierten Visuals endgültig verschmelzen.

WISP Kollektiv

FELIX DEUFEL Leipzig; Sächsischer Staatspreis für Design/Sound Design; Veranstalter von Wisp Festival for Arts + Wisp Laboratory, Technology and Communication, Veranstalter des ClinK – Microfestival für Digitale Kunst, Leipzig, Studium: Master of Arts, Leadership in the Creative Industries, Hochschule Darmstadt, Bachelor of Arts, Digitale Medien-Sound, Hochschule Darmstadt.

Ondřej Havelka and his Melody Makers

Ondřej Havelka and his Melody Makers stehen für die authentische Interpretation der populären Musik der Swing-Ära, die von den 1930er bis in die frühen 1940er Jahre reicht. Ihr vielfältiges Repertoire umfasst ein breites Spektrum vom Hollywood-Musicals bis hin zu den Big-Band-Klassikern. Jede Show ist bis ins kleinste Detail durchdacht, um den typischen Stil jener Zeit zu treffen, Kostüme und Frisuren inbegriffen.

Ensemble Artaserse

Im Jahr 2002, nach langer Zusammenarbeit in den renommiertesten Barockensembles in Frankreich und anderen europäischen Ländern, schlossen sich einige Musiker zum Ensemble Artaserse zusammen: Christine Plubeau (Viola da Gamba), Claire Antonini (Theorbe), Yoko Nakamura (Cembalo und Orgel) und, natürlich, Philippe Jaroussky (Countertenor). Sie gaben im Oktober 2002 ein erstes und hochgelobtes Konzert im Théâtre du Palais-Royal in Paris, mit der „Musiche a voce sola“ des italienischen Komponisten Benedetto Ferrari. Diese Musik wurde sofort aufgenommen und vom französischen Label Ambroisie veröffentlicht und erhielt prestigeträchtige Auszeichnungen („Diapason-découverte“ der Zeitschrift Diapason, „10 de Classica-Repertoire“, „Timbre de diamant“ der Zeitschrift Opera International etc.).

Mit seiner Fähigkeit, sich in wechselnden Besetzungen an zahlreiche Repertoires u.a. mit Musik von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi und Francesco Cavalli anzupassen, spielte das Ensemble nach und nach bei den bekanntesten Festivals in Frankreich, wie den Festivals von Ambronay, Zobel, Pontoise, Saint-Michel-en-Thiérache, Festival de Musique Ancienne de Lyon, der Salle Gaveau, dem Auditorium du Louvre und dem Théatre du Châtelet in Paris, dem Château de Versailles, der Oper Bordeaux, Nancy Opéra etc.

Außerhalb Frankreichs trat das Ensemble Artaserse bereits im Palais des Beaux Arts in Brüssel, in der Escurial in Madrid, dem Palau de la Musica in Valencia oder dem Festival von Santiago de Compostela (Spanien), das Festival der Azoren (Portugal), dem Prager Festival für Alte Musik, dem South Bank Center, dem Barbican Center in London, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Prinzregententheater in München, der Philharmonie Berlin und der Philharmonie in Krakau (Polen) auf.

Die Diskographie des Ensembles umfasst Benedetto Ferraris Musiche a voce sola“ (Ambroisie-naive) und zwei erfolgreiche Alben für Virgin Classics: Virtuose Kantaten von Vivaldi und „Beata Vergine“ mit italienischen Marienkompositionen des 17. Jahrhunderts (Timbre de Platine von Opera International etc).

2010/2011 gab das Ensemble Artaserse sein Debüt am Théâtre des Champs-Elysées mit Philippe Jaroussky und Andreas Scholl und trat wieder im Barbican London und im Bozar in Brüssel sowie bei den Festivals des Haut-Jura, Saint-Michel, Angers und Nantes in Froville auf. Im Juli 2011 ging das Orchester erstmals mit Philippe Jaroussky auf Deutschlandtournee.

Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren die Tournee „Idolo Mio“ im Juni 2017 mit dem Countertenor Philippe Jaroussky und der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, sowie die Tournee mit Philippe Jaroussky und einem Händelprogramm im Herbst 2017.

In der Saison 2018/2019 tourt das Ensemble Artaserse wieder gemeinsam mit Philippe Jaroussky und einem Programm rund um Cavalli und Monteverdi durch Europa, in Deutschland konzertieren sie mit diesem Programm u.a. in Berlin, Hamburg, Hannover, München, Essen, Rheingau, Neumarkt und Bad Kissingen.

Les Forces Majeures

Das Kammermusikensemble Les Forces Majeures wurde von dessen Leiter Raphaël Merlin gegründet, der zudem Cellist des Quatuor Ébène ist. Das Musikerkollektiv zeichnet sich durch seine intensive musikalische Arbeit und die Auseinandersetzung in der Gruppe aus. Neugierig und mutig engagieren sich die Musiker und tragen mit ihren kammermusikalischen Fähigkeiten dazu bei, dass das Repertoire um selten aufgeführte Werke erweitert wird.

Das Kollektiv deckt in Besetzungen vom Kammermusikensemble bis zum Orchester ein breites Repertoire von der Klassik bis zur Gegenwart ab. Es widmet sich bewusst keiner musikalischen Nische, eine Seltenheit im Musikbereich, und ist ebenso in symphonischen Werken wie in Opern zu Hause. Seine Mission ist es, außergewöhnliche Künstler zusammenzubringen, um gemeinsam anspruchsvolle Programme zu entwickeln und diese dem Publikum in höchster interpretatorischer Qualität darzubieten.

Les Forces Majeures gaben ihre ersten Konzerte im August 2014 im Rahmen des Festival du Haut Limousin, wo sie den Pianisten Nicholas Angelich und die Mezzosopranistin Karine Deshayes begleiteten. Im Juni 2015 nahm das Ensemble sein erstes Album mit Werken von Gioachino Rossini auf. Im selben Jahr arbeitete das Ensemble mit dem japanischen Geiger Sayaka Shoji und der französischen Geigerin Sarah Nemtanu zusammen und gab sein Paris-Debüt in der Kathedrale von Saint-Louis des Invalides. Für ihr zweites Album, erschienen bei Erato/Warner, spielten Les Forces Majeures mit dem jungen Cellisten Edgar Moreau 2018 die Cellokonzerte von Jacques Offenbach und Friedrich Gulda ein.

Besondere Anliegen für Les Forces Majeures sind einerseits die Teilhabe des Publikums und andererseits der Einsatz für die Umwelt. Sie nutzen das musikalische Geschehen, um sich als Bürger über die sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu äußern. So starteten sie im Jahr 2018, während einer Residenz an der Vichy-Oper, eine Fahrradtour von Vichy nach Clermont-Ferrand, auf der sie vier Konzerte gaben. So nutzt das Orchester die Kraft der Musik, um seine verantwortungsvolle Haltung auf offene Art zu demonstrieren.

 

(Un)freiheiten

»Ich begann meine Arbeit, indem ich eine Nacht im Regenwald komponierte, mit dem raschelnden Klang der Insekten. Ich wollte eine Art Ritual kreieren, bei dem das Publikum von einem machtvollen Klang umgeben ist. Ich habe mich auf archetypische Bilder konzentriert. Das Meer und der Wald sind überall im Stück präsent… Ich wollte das Unfassbare zum Klingen bringen, ohne Effekt oder Drama…« Thierry Pecou, französischer Komponist mit Wurzeln in Martinique, hat mit »Outre-memoire« ein faszinierendes Werk über die Geschichte des Sklavenhandels geschaffen, voller Klänge, Assoziationen, fremder Rhythmen und musikalischer Bilder, anderthalb Stunden einer »anderen Erinnerung« an die Unfreiheit.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

»Standpunkte« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen der »Standpunkte« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.