Maurice Steger & La Cetra

Ein schneller Sekt und flugs zur Toilette? Die Opernpausen Händels sahen anders aus. Funkelnde Feste feierte er zwischen den Akten, reichte irrwitzige Concerti prominenter Kollegen oder eigene Suiten. Der Londoner Adel war hin und weg, Händel selbst füllte derweil den runden Bauch mit Wein und Gänsebein. Der Frühling lädt erstmals in den Kaisersaal des Heidelberger Schlosses und macht das Pausenbankett à la Händel zur Hauptattraktion, serviert von Maurice Steger und seinem Barockensemble La Cetra.

Wir danken

Maurice Steger

Der “Paganini”- und “Hexenmeister der Blockflöte” und “The world’s leading recorder player” – das sind nur einige der Beschreibungen, die man über Maurice Steger zu lesen bekommt. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden bedarf es aber nicht nur einer erstaunenswerter Technik sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Münchener Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, der NDR Radiophilharmonie und dem Musikkollegium Winterthur erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des “Tino Flautino”, um die Kleinsten zu einem spielerischen Zugang in die Welt der klassischen Musik zu führen. Tino Flautinos neuestes Märchen mit seinem Kater Leo präsentiert Steger nun in deutscher, schweizerdeutscher als auch italienischer Sprache.

Durch seinen eigenen nie gestillten Wissensdurst gelingt es ihm immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD “Souvenirs” Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Sein Album “Baroque Twitter” mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuri Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Die neuste Einspielung “Mr. Handel’s Dinner” mit dem La Cetra Barockorchester Basel ist im Frühjahr 2019 erschienen und empfindet Händels Opernvorstellungen und insbesondere deren Pausen in London nach. Die CD wurde mit Begeisterung von Hörern und Presse aufgenommen.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in der Dokumentation Die Blockflöte – Ein Comeback gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte

Closer to Paradise: Valer Sabadus & Spark

Von Vivaldi bis Rammstein: Spark, die klassische Band, liebt das Experiment – mit genialen Genreüberschreitungen und einem Musikmix von Alt bis Neu. Mit Valer Sabadus haben sie das Programm »Closer to Paradise« erdacht, in dem es um »die Sehnsucht nach einer besseren Welt, um ein rauschhaftes Verschmelzen zwischen dem Ich und der Natur, Melos und Melancholie« gehen wird. Was wäre, wenn wir mit allem, was uns lieb ist, eins werden können? Ja, wie sähe die Utopie einer besseren Welt aus? Rammstein und Vivaldi werden uns bei der Antwort helfen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Tatjana Ruhland & Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern

»Schicksal« hat eigentlich in der Aufklärung keinen Platz. »Befreit euch!«, forderte Kant: »Bedient euch eures Verstandes!« Klopft es nun in Beethovens Fünfter schicksalsträchtig an die Tür, zuckt der Aufklärer nicht furchtergriffen zusammen, sondern steht aus seinem Wohnzimmersessel auf und schaut nach, wer da stört. Das Schicksal ist nach dem ersten Satz denn auch keine Bedrohung mehr. David Philip Heftis neues Werk – von Dietrich Götze in Auftrag gegeben – erinnert daran, dass Musik nicht nur die Nähe zur Aufklärung, sondern auch zur Nacht und zum Traum sucht.

Dieses Konzert wird mitgeschnitten vom

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Tatjana Ruhland, David Philip Hefti und Dietrich Götze (im Ballsaal der Stadthalle)

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Gtze und

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Spark – Die klassische Band

Spark denkt Klassik neu. Das Quintett präsentiert Bach, Vivaldi, Mozart & Co im frischen Kontext und schafft Anknüpfungsmomente mit den Sounds und dem Lebensgefühl der Gegenwart. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlagen die fünf Musiker ihr Ideenzelt auf einem offenen Feld zwischen Klassik, Minimal Music, Electro und Avantgarde auf. Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium aus über 40 verschiedenen Flöten, Violine, Viola, Violoncello, Melodica und Klavier zu bieten hat.

Spark ECHO KLASSIK Auszeichnung 2011Im Jahr 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, hat sich die seit zehn Jahren bestehende Formation einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Mittlerweile ist das Quintett weltweit auf den renommiertesten Bühnen und Festivals zuhause – sei es in kammermusikalischen Auftritten zu fünft oder als Solistenensemble mit Orchester. Von ihren Fans wird die Gruppe vor allem für ihre mitreißenden, hoch energetischen Live-Performances geliebt.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

Familienfrühling »Sonne und Mond – eine Liebesgeschichte«

Colombina ist Wäscherin und arbeitet tagsüber, wenn die Sonne scheint. Pero ist Backer und arbeitet nachts, damit die Menschen am Morgen frisches Brot bekommen. Aber wie können die beiden zusammenkommen? Und dann taucht auch noch Harlekino, der immer lustige Bursche, auf und verdreht Colombina den Kopf. Eine zauberhafte Geschichte von Tag und Nacht für Groß und Klein in einer nicht alltäglichen musikalischen Besetzung. Mit Musik von Telemann, Beethoven und Chopin, aber auch Volksliedern und sogar einem Techno-Arrangement – Mitmachen und Tanzen ausdrücklich erwünscht!

Eine Produktion der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Familienfrühling »Einmal Zukunft und zurück!«

Die Klangforscherin Dr. Crescendo steht vor einem großen Problem: Sie hat sämtliche Klänge, die es auf der Welt gibt, archiviert. Ihr geliebtes Klanglabor steht vor dem Aus! Verzweifelt lädt sie zwei Musiker zu sich ein, in der Hoffnung, doch noch Hilfe zu bekommen. Und tatsächlich: Sie haben eine Idee. Was die Klangforscherin nämlich nicht wusste: Mit Musik kann man auch durch die Zeit reisen und an längst vergessene Orte gelangen. Hier gibt es noch viele Klänge zu entdecken. Doch wie bei allen Experimenten besteht das Risiko, dass etwas schiefgehen könnte. Gelingt die Rückkehr in die Gegenwart?

(Ab 6 Jahren geeignet)

In Kooperation mit TES e. V., Kulturkreis Boxberg-Emmertsgrund und Bürgerhaus HeidelBERG Emmertsgrund

 

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Duo Enßle-Lamprecht

Virtuos, unkonventionell und voller Spielfreude – so präsentieren sich Anne-Suse Enßle (Blockflöte) und Philipp Lamprecht (Schlagwerk) ihrem Publikum. Stets auf der Suche nach Neuem, »Unerhörtem« entführen sie ihr Publikum in die Klangwelten unserer Zeit. Mit einem schier unerschöpflichen Instrumentarium aus verschiedensten Flöten- und Schlaginstrumenten widmen sie sich neuer und neuester Musik und der Musik des Mittelalters. Im Jahr 2008 in Salzburg gegründet, spezialisierte sich das Ensemble auf die Aufführung zeitgenössischer Werke und Klanginstallationen sowie mittelalterlicher Musik (Tänze, Troubadourgesänge und geistliche Musik des Mittelalters). Unablässig geben die Musiker neue Werke in Auftrag. Workshops an Musikhochschulen in Österreich und Deutschland sind ebenfalls Teil der Aktivitäten der beiden Musiker. Darüber hinaus komponieren und improvisieren Anne-Suse Enßle und Philipp Lamprecht auch eigene Stücke. Aktuelle Projekte sind mehrere Kinderkonzertprogramme in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum und dem Podium Festival Esslingen sowie die Gesamtaufführungsreihe der Werke Minnesängers Mönch von Salzburg (14. Jh.) mit einem erweiterten Ensemble bestehend aus Sängern und Instrumentalisten (Partner: Internationale Paul Hofhaymergesellschaft Salzburg, u.A.m.). 2012 erhielt das Ensemble ein Startstipendium des Österreichischen Bildungsministeriums.

Adventskonzert für die ganze Familie

Für viele sind sie das Schönste am Weihnachtsgottesdienst, noch vor der Weihnachtsgeschichte und dem Krippenspiel: Lieder wie »Es kommt ein Schiff geladen«, »Macht hoch die Tür«, »Wachet auf, ruft uns die Stimme«, »Tochter Zion, freue dich« und, natürlich: »O Du Fröhliche« – gesungen aus vollem Hals und in einer bis auf den letzten Platz besetzten Kirche, begleitet von Orgel und Chor. Allein: Warum bis Heiligabend warten?

Beim einstündigen Adventskonzert für die ganze Familie präsentieren Organist Markus Uhl und das junge und mehrfach ausgezeichnete Vokalensemble Nobiles ein Adventsprogramm quer durch die Jahrhunderte: Vom Gregorianischen Hymnus über Orgelwerke von Johann Sebastian Bach bis hin zu Bearbeitungen bekannter Weihnachtslieder.
Dabei geht es nicht nur ums Zuhören: Die beliebtesten Adventslieder dürfen ausdrücklich mitgesungen werden – von Familien, Kindern, Freunden des Festivals und allen, die es werden wollen. Nach dem Konzert lädt der Freundeskreis des »Frühling« das Publikum zu einem Umtrunk und Imbiss in den Gemeindesaal ein.

Eintritt frei!

Tipp: Damit Sie sich auf das Konzert einstimmen können, haben wir hier eine Playlist der Stücke für Sie zusammengestellt, die gemeinsam gesungen werden.