zahira

Künstlerin im re:start-Programm

re:start Steckbrief:

Instrument(e)
Gesang, Querflöte, Gitarre

Wohnort(e)
Hannover

Alter
21 Jahre

Welche Art(en) von Musik machst Du?
Singer-Songwriter/Folk

 Was verbindest Du mit dem Stichwort »Heidelberg«?
Straßenmusik machen auf der Hauptstraße im Sommer

 Worauf freust Du Dich bei re:start am meisten?
Ich freue mich darauf, Teil des Heidelberger Frühlings zu sein und andere interessante Künstler*innen kennenzulernen.

Was bedeutet es für Dich, auf der Bühne zu stehen?
Einen Raum zu haben, den ich ganz frei nach meinen Vorstellungen gestalten kann. Einen Ort, an dem ich gehört und gesehen werde und teilen kann, was mir wichtig ist.

Was machst Du gerne, wenn Du keine Musik machst?
Ich reise sehr gerne und sammle dabei neue Eindrücke und Inspirationen, die ich in meiner Musik verarbeiten kann.

 

Valerie’s Voices

Künstler*innen im re:start-Programm

re:start Steckbrief:

Besetzung
Helena Kunkel: Gesang, Klavier, E-Bass
Carina Tichanow: Gesang, Akkordeon, Gitarre, Klavier
Franz Schreiber: Bassposaune, Klavier, Gesang
Barbara Hanke: Gesang, Cello, Klavier
Valentin Michel: Schlagzeug, Saxophon, Klavier, Gesang, E-Bass

Wohnort(e)
Frankfurt am Main | Frankfurt Nied

 Alter
23-25 Jahre

Welche Art(en) von Musik macht Ihr?
Wir spielen sowohl klassische Kammermusik als auch Band- oder Vokalarrangements und experimentieren gerne mit ungewöhnlichen Besetzungen.

Was verbindet Ihr mit dem Stichwort »Heidelberg«?
Helena: Ich denke sofort an eine super lebenswerte und gemütliche Studentenstadt.

Carina: Den wunderschönen Neckar, Heidelberg bei Herbst mit den schönen bunten Bäumen und natürlich das Schloss.

Franz: Medizin, Heidelbeere, Schöne Stadt

Barbara: Ich habe gehört, es soll eine wunderschöne Stadt sein, war selbst allerdings noch nie da.

Valentin: schöne Studentenstadt; ich war aber selbst noch nicht da.

Worauf freut Ihr Euch bei re:start am meisten?
Helena: Ich freue mich auf das ungewöhnliche Format, dass wir mehrere Tage lang verschiedene Stadtteile und Räume bespielen werden und unsere Programm konkret für diese Orte gestalten können. Ich freue mich darauf, Menschen nach der langen Zeit geschlossener Theater und Konzerthäuser wieder besondere musikalische Erlebnisse schenken zu können, und sie dabei selbst aktiv mit einbeziehen zu können – mit dem Effekt von ersehnter Verbundenheit und Muße durch soziales und künstlerisches Miteinander, was es für uns alle lange nicht gab.

Carina: Auf experimentelle Musik, etwas aus der eigenen Komfortzone rauszugehen, viel Spaß zu haben und hoffentlich auch viele verschiedene Menschen zu erreichen und kennenzulernen.

Franz: Band-Musik, Ensemblearbeit, ganz neue Erfahrungen

Barbara: Die »ungewöhnlichen« Auftrittsorte in den verschiedensten Stadtteilen

Valentin: Die Zeit vor Ort mit Konzerten an verschiedenen Orten vor ganz viel Publikum wird bestimmt schön. Besonders freue ich mich auch, so viele kreative Menschen kennenzulernen.

 Was bedeutet es für Euch, auf der Bühne zu stehen?
Helena: Wenn ich auf der Bühne stehe fühle ich mich so sehr in diesem Moment der Gegenwart verwurzelt und angekommen wie sonst selten; ich spüre mich selbst und gleichzeitig nichts Anderes von der Welt außerhalb dieses Raumes. Ich liebe dieses Gefühl von Klarheit, vom »da sein«, ebenso wie die Erfüllung und wahnsinnige Energie und Freude, die noch verstärkter hinzukommt, wenn wir in unserer Gruppe spielen und ich dieses Erlebnis mit Menschen teile, die mir so nahestehen.

Carina: Das ist für mich ein ganz einzigartiges Gefühl. Die Mischung aus verschiedenen Dingen machen das Gefühl so besonders. Ich bin dann fokussiert und erlebe genau den Moment, alles andere ist in dem Moment unwichtig. Gleichzeitig werde ich gesehen – als Carina und auch als die Rolle, in der ich bin, wenn ich auf der Bühne stehe. Ich öffne mich dem Publikum komplett und gleichzeitig gebe ich nichts über mich preis. Auf der Bühne zu stehen bedeutet für mich, etwas erreicht zu haben. Dass das, woran ich gearbeitet habe, gut genug ist, damit andere Menschen davon auch eine Freude haben.

Franz: Für mich ist es ein Privileg, das mich in Dankbarkeit erfreut

Barbara: Momente kreieren die einzigartig sind.

Valentin: Es ist mir unglaublich wichtig, live Musik machen zu können und ist definitiv ein großer Teil meiner Lebensqualität.

Was macht Ihr gerne, wenn Ihr keine Musik macht?
Helena: Tanzen, Wandern, Gärtnern

Carina: Ich träume gerne rum, höre Podcasts, treibe Sport. Ich bin auch gerne unterwegs mit Freunden oder schaue Kochsendungen.

Franz: Kochen und Essen, neue Dinge lernen

Barbara: Reisen, Wandern, Fotografieren

Valentin: Wenn ich keine Musik mache, bin ich draußen sportlich aktiv, lese oder treffe mich mit Freunden

 

 

The JLF Project

Künstler im re:start-Programm

re:start Steckbrief:

Besetzung
Fathan Syahab: Gitarre, E-Bass und Klavier
Lorenzo Huthmacher: Klavier, Gitarre, Gesang
Jonatan Schuchardt: Schlagzeug

Wohnort(e)
Frankfurt am Main

Alter
19-23 Jahre

Welche Art(en) von Musik macht Ihr?
Fusion Jazz, also im weitesten Sinne eine Mischung aus Jazz und anderen Genres

Was verbindet Ihr mit dem Stichwort »Heidelberg«?
Fathan: Eine sehr schöne Stadt mit bilderbuchhafter Aussicht auf das Tal

Jonatan: Eine Stadt, die angeblich »viel schöner sein soll als Mannheim«

Lorenzo: Eine Stadt, von der ich viel zu wenig weiß, von der ich aber gehört habe, dass sie sehr schön ist und dass sie eine studentenfreundliche Atmosphäre hat.

Worauf freut Ihr Euch bei re:start am meisten?
Fathan: Am meisten auf die Interaktion mit den verschiedenen Künstlern und Heidelberg unsere Musik zu zeigen

Jonatan & Lorenzo: Neue Künstler*innen aus verschiedenen Genres kennenlernen, in neuen Städten auftreten, Erfahrung sammeln, ein Projekt vorantreiben

Was bedeutet es für Euch, auf der Bühne zu stehen?
Fathan: Performen ist immer ein Stück Offenbarung eines Teils seiner selbst; die Emotion des Moments mit den Leuten zu teilen ist ein unglaubliches Gefühl

Jonatan: Auf der Bühne stehen heißt für mich mit den Zuhörer*innen zu connecten. Das geschieht über die Kunst, die man auf der Bühne präsentiert. Die Kunst wird vorgestellt und gemeinsam geteilt.

Lorenzo: Auf der Bühne zu stehen (oder zu sitzen) bedeutet für mich, dass wir ein musikalisches Projekt soweit führen konnten, dass es nun endlich aufgeführt werden kann, deshalb habe ich mich bisher immer sehr gefreut, wenn wir auftreten konnten. Was außerdem mit am wichtigsten ist: Musik ist eine Sache, die man am besten zusammen macht, nicht nur mit der Band, sondern auch mit dem Publikum. Erst wenn die Mitmenschen die eigene Kunst wahrnehmen können, wird aus der Musik die universelle Sprache, von der man immer redet.

Was macht Ihr gerne, wenn Ihr keine Musik macht?
Fathan: Schwimmen, Freunde treffen, Lesen, Fotografieren

Jonatan: Pläne mit meinem Mitbewohner schmieden. Das ist aber auch der einzige Typ, der in meinem Umfeld keine Musik macht

Lorenzo: Ich mache gerne gute Laune und genieße das Leben.

Kartoffelstampfer

Künstler im re:start-Programm

re:start Steckbrief:

Besetzung
David Kaedi: Klarinette
Louis Alberding: Gitarre

Wohnort
Hildesheim

Alter
24 & 28 Jahre

Welche Art(en) von Musik macht Ihr?
Jazz, Swing, Folk, Rap

Was verbindet Ihr mit dem Stichwort »Heidelberg«?
»Wo wohnst du nochmal? Heidelberg, oder?« – (genervt) »Ne, Hildesheim«

Worauf freut Ihr Euch bei re:start am meisten?
Sowohl auf die Zusammenarbeit mit den anderen Musiker*innen, als auch auf das Kennenlernen Heidelbergs aus der Perspektive zweier Straßenmusiker. Die Arbeit in verschieden Stadtteilen und sozialen Umfeldern.

Was bedeutet es für Euch, auf der Bühne zu stehen?
Louis: Die Bühne ist der Ort, wo ich musikalisch, klanglich teilen kann, was mich berührt, bei gleichzeitiger Aufnahme von Feedback
David: Musik ist Kommunikation – mit den Mitmusiker*innen sowie mit dem Publikum. Ich vermittle Energie und ich bekomme Energie. Wenn alles gut läuft, haben hinterher alle mehr gute Energie.

Was macht Ihr gerne, wenn Ihr keine Musik macht?
Louis: Ein Buch lesen. Meistens morgens. Meistens Romane. Oder studieren, das gibt es auch noch.
David: Spazieren gehen. Laufen. Sprechen, und zuhören. Träumen, kritisieren. Zusammen sein.

Borsch4Breakfast

Künstler im re:start-Programm

re:start Steckbrief:

Besetzung
Andrej Gagin: Klavier, Melodika
Ionel Ungureanu: Violine, Viola
Christoph Rehorst: Kontrabass
Henrik Dewes: E-Gitarre, Konzertgitarre 

Wohnorte
Darmstadt | München | St. Leon-Rot | Basel

Welche Art von Musik macht Ihr?
Mit Borsch4Breakfast gehen wir in viele Musikrichtungen. Angefangen bei Sinti-Jazz und osteuropäischer Folklore sind wir bei Weltmusik, freier Improvisation, Jazz und Eigenkompositionen angekommen. Uns geht es darum spannende und mitreißende Musik zu machen, Geschichten zu erzählen, den Zuhörer zum Tanzen anzuregen, in verschiedene Stimmungen zu werfen, damit das Konzert für ihn ein volles Erlebnis ist.

Was verbindet Ihr mit dem Stichwort »Heidelberg«?
Schöne Stadt mit einer interessanten Geschichte. Leider bisher nur den Bahnhof kennengelernt auf der Durchreise | Philosophie | Die Uni-Bibliothek, die Untere, die Neckarwiese, das Schloss, Chorsingen, viele schöne Stunden | Unfassbar schöne Altstadt, Frühling

Worauf freut Ihr Euch bei re:start am meisten?
Auftreten, in Kontakt mit dem Publikum kommen, andere Musiker*innen kennenlernen und unbedingt mit ihnen spielen, privat oder auf der Bühne. Vor allem also auch auf den Austausch mit anderen Musiker*innen und Künstler*innen. | Ich freue mich am meisten auf das bunt gemischte Publikum und auf die Zusammenarbeit mit den anderen Ensembles | Open Air und Live für Menschen Musik machen zu können | Das Ungewisse

Was bedeutet es für Euch, auf der Bühne zu stehen?
Auf der Bühne zu musizieren ist ein Weg, mich auszudrücken und damit hoffentlich die Zuhörer*innen zu erreichen | Auf der Bühne geht es darum, Menschen zu inspirieren, zu unterhalten, und um einzigartige Erinnerungen für sie zu erschaffen. | Vier Menschen geben auf der Bühne 100 %, damit viele Menschen zu 110 % unterhalten werden und wieder Energie auftanken | Frei zu sein und mit meinen Freunden zu sein

Was macht Ihr gerne, wenn Ihr keine Musik machst?
Ich schlafe (zu) gerne, spiele Strategiespiele, mache Sport. Wenn ich viel Freizeit habe, verbringe ich sie mit Freunden und Familie. | Brettspiele mit der Band, das meiste ist tatsächlich Musik-related… also Musik hören, arrangieren, komponieren, etc. | Lateinamerikanische Tänze, unterwegs sein, Freizeitparks besuchen, Feiern | Einfach mal keine Musik machen ;)

Zur Website der Künstler: https://www.borsch4breakfast.com/

ENTFÄLLT – Kammermusik Plus | Friedemann Wuttke & Mandelring Quartett (Ersatztermin für 16.02.21)

Es gibt kammermusikalische Besetzungen, mit denen verbindet man sofort ein ganz bestimmtes Werk. Gitarre und Streichquartett: Das ist Boccherinis D-Dur-Quintett mit dem berühmten Fandango (der hier nun gar um Kastagnettenklänge bereichert wird!). Das Quintett wird zum Ausgangspunkt eines fein aufeinander abgestimmten, südamerikanisch-europäischen Programms in wechselnder Besetzung.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Aufgrund des Inkrafttretens des neuen Infektionsschutzgesetzes als auch der neuen Landesverordnung für Baden-Württemberg dürfen bis einschließlich 22. Mai 2021 keine Veranstaltungen stattfinden. Deshalb muss dieses Konzert leider entfallen.

 

Friedemann Wuttke

Friedemann Wuttke studierte an der Musikhochschule Stuttgart und vervollständigte seine Musikausbildung unter anderem in Meisterkursen international bekannter Solisten sowie mit seinem Freund und Mentor, dem russischen Weltklasse Pianisten Igor Zhukov.

Gitarre Hamburg schreibt 2005:

„Nicht nur durch seine instrumentalen und musikalischen Qualitäten – die höchsten Ansprüchen genügen – hat sich der sympathische Musiker einen festen Platz in der vordersten Reihe der deutschen Gitarristik erspielt. Insbesondere sein Gespür für interessante Programmgestaltung und die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen namhaften Künstlern sorgen dafür, dass Friedemann Wuttke nicht unterbeschäftigt bleibt. Ein Musiker, der konsequent seinen Weg geht.“

Durch die kompromisslose Hinwendung zum klassischen Repertoire und zur ernsthaften Programmgestaltung nimmt Friedemann Wuttke eine Sonderstellung unter den Konzertgitarristen ein. Seine vielseitigen Programme sind immer geprägt von klaren Inhalten und seinem künstlerisch anspruchsvollen Profil.

DER GITARRIST wird nicht nur im Inland gerne eingeladen, sondern seine Konzerte führten Friedemann Wuttke in fast alle europäischen Länder, nach Russland, Südostasien, Afrika und Südamerika, wo er auch in großen Konzerthäusern als Solist oder mit Orchester auftrat. Und so stehen auch 2018 und 2019 wieder Auslandstourneen in seinem Kalender.

Hinter all dieser Vielseitigkeit zeigt sich ein Musiker, der nicht nur sein Instrument und seine Musik liebt, sondern im Dienste der musikalischen Kommunikation steht und das Publikum teilhaben lässt an der Begeisterung, die seine Musik in ihm immer wieder auslöst.

Seit 2004 ist er exklusiv als Konzertgitarrist bei dem Tonträger-Label Hänssler Profil Medien.

Pablo Sáinz-Villegas

Dem vielfach ausgezeichneten spanischen Gitarristen Pablo Sáinz-Villegas, der in Deutschland studierte und mittlerweile in den USA zu Hause ist, geht es in seinem Spiel immer um die Stimme der Gitarre als Botschafterin der spanischen Kultur. 2020 war er mit einem Programm voller Hauptwerke der spanischen Gitarrenliteratur im Festival angekündigt. Für sein Konzert im Jubiläums-»Frühling« feilt er an einem neuen Soloprogramm mit Werken von François Couperin, Domenico Scarlatti, Philip Glass, Frederic Chopin, Claude Debussy u.a.

Konzert mit Pause

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Bitte informieren Sie sich vor dem Konzertbesuch über die aktuellen Corona-Regelungen und unsere Hygienevorschriften.

Pablo Sáinz-Villegas

Hören Sie hier Titel von Pablo Sáinz Villegas auf Spotify

California calling… feat.Pablo Sáinz Villegas | Videobotschaft

10 Fragen an… Pablo Sáinz Villegas

Wieso brauchen wir in Krisenzeiten Kunst und Kultur mehr denn je?
Sie stärken unsere Seele und unseren Geist, die letztlich definieren wer wir sind und wie wir die Welt wahrnehmen.

Mit wem würdest du gerne ein Konzert geben?
Bei meiner musikalischen Wunschsoiree würde Rainer Maria Rilke einige seiner Gedichte rezitieren, Schubert würde mit Freunden a cappella singen und wir würden alle für ein Publikum aus Skulpturen von Auguste Rodin auftreten – so viel Geschichte in nur einem Raum.

Was war dein eindrucksvollstes Konzert und wieso?
Ich habe im Duett mit Plácido Domingo das Lied „Yo vendo unos ojos negros“ vor 40.000 Menschen im Nationalstadion in Santiago de Chile aufgeführt. Das gesamte Stadion klatschte und stimmte mit ein. Plácidos Stimme, zusammen mit 40.000 anderen Stimmen, begleitet von meinen sechs Saiten – ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke.

Welcher Komponist wird unterschätzt?
Paul Hindemith.

Welcher Komponist wird überschätzt?
Ich weiß es nicht.

Welche Musik hat dich zuletzt zum Weinen gebracht?
Jeden Sonntag gebe ich um 19.00 Uhr ein Onlinekonzert via Facebook. Als ich am vergangenen Sonntag „Recuerdos de la Alhambra“ gespielt habe, hat mich das zum Weinen gebracht. Als klassischer Musiker entwickelt man ein außergewöhnliches Mitgefühl für den Komponisten und das Publikum. An diesem Sonntag habe ich gespürt, dass Millionen von Menschen ihr Bestes geben, das Leben trotz der Umstände zu feiern, mit denen wir uns gerade alle konfrontiert sehen. Wir gehen gemeinsam durch diese Zeit und wir werden stärker und weiser daraus hervorgehen.

Welche Musik hat dich zuletzt zum Lächeln gebracht?
Der letzte Auftritt meiner „Americano Tour“ in Santa Fe, New Mexico (USA), zusammen mit den beiden außergewöhnlichen Musikern Pedro Giraudo (Bass) und Nacho Arimany (Percussion), bei dem ich die beiden Amerikas als einen großartigen vereinten Kontinent von Chile bis in den hohen Norden nach Kanada erleben durfte. Es war eine Reise der Menschlichkeit, ohne Grenzen, ohne Reisepässe. Das kann nur Musik.

Mit welchem Komponisten hättest du gerne zu Abend gegessen?
Maurice Ravel. Ich hätte ihn darum gebeten, ein Gitarrenkonzert für mich zu komponieren.

Welches Buch hat dein Leben verändert und wieso?
„A Course in Miracles“ von Helen Schucman, weil es tiefe Einblicke in unser Dasein und die spirituellen Aspekte unserer menschlichen Existenz gewährt.

Was wäre dein Leben ohne Musik und Kultur?
Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Mein Leben würde sich in schwarz-weiß abspielen, ich hätte keine Identität.

Welches Vorurteil über Gitarrenmusik ärgert dich am meisten?
Es gibt keine Vorurteile, die mich ärgern. Ich akzeptiere die Perspektive jedes einzelnen. Ich bin Musiker und bei meiner Musik geht es um Menschlichkeit. Ich präsentiere die Gitarre auf eine andere Art und Weise: Technik, Musikalität, emotionale Hingabe, die Absicht, die dahinter steht, und die Nachricht, die übermittelt werden soll – all diese Dinge sind Teil meiner Aussage und Verantwortung als professioneller Künstler. Die Gitarre ist nur das Instrument, mit dem ich etwas zum Ausdruck bringe, das größer ist als ich selbst. Aber ich muss zugeben, dass es ein bisschen Spaß macht, einige der Vorurteile zu entkräften.

Nachtrag: Worauf hättest du dich in Heidelberg am meisten gefreut?
Die vielfältige Geschichte einer so bezaubernden Stadt mit meiner Musik, meinem Instrument und meiner spanische Kultur zu feiern. Musik bietet eine reiche und dynamische Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten, um die vereinenden Aspekte des Menschlichen zu feiern. Außerdem habe ich fünf Jahre lang an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar studiert. Es ist immer etwas Besonderes, in Deutschland zu spielen und die Dankbarkeit für all das zu spüren, was ich in Deutschland erlebt habe.

Biografie

Gepriesen als „die Seele der spanischen Gitarre“, ist er zu einer weltweiten Sensation geworden und bekannt als der große Gitarrist dieser Generation. Pablo Sáinz Villegas wurde von der internationalen Presse als Nachfolger von Andrés Segovia und als Botschafter der spanischen Kultur in der Welt gefeiert. Sein „virtuoses Spiel, das von unwiderstehlichem Überschwang geprägt ist“ (The New York Times), macht ihn zu einem der von renommierten Dirigenten, Orchestern und Festivals angesehensten Solisten. Er hat unter anderem in der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein Wien und dem National Center for the Performing Arts in Peking gespielt und ist in mehr als 40 Ländern mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Spanischen Nationalorchester aufgetreten.

2019/20 gibt er Solo-Rezitaldebüts in der Elbphilharmonie Hamburg und beim Heidelberger Frühling. Er hat Auftritte mit dem Spanischen Nationalorchester unter Juanjo Mena, dem Antwerp Symphony Orchestra unter Elim Chan, dem NHK Symphony Orchestra unter Robert Spano, dem Indianapolis Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Alondra de la Parra und als Artist in Residence bei der La Jolla Music Society. 2020 erscheint sein nächstes Album bei Sony Classical.

Plácido Domingo bejubelte ihn seit Beginn ihrer engen Zusammenarbeit als „Meister der Gitarre“. Zuletzt veröffentlichten sie das Duoalbum Volver bei Sony Classical. Ihre gemeinsamen Auftritte fanden auf einzigartigen Bühnen auf der ganzen Welt statt.

Das Billboard Magazine bezeichnete ihn als „globalen Botschafter der spanischen Gitarre“. Sein leidenschaftlicher Einsatz für neues Repertoire führte zu zahlreichen Uraufführungen, darunter die erste Komposition für Gitarre des fünfmaligen Oscar-Preisträgers John Williams. Als unermüdlicher Visionär, Pädagoge und Philanthrop gründete er 2006 das gemeinnützige Projekt The Music Without Borders Legacy und teilte seine Musik mit mehr als 35.000 Kindern in Spanien, Mexiko und den USA.

Die Wandervögel

Bryan Benner, Mandoline, Gesang, Gitarre
David Stellner, Gitarre, Gesang
Raphael Widmann, Geige, Gesang

Die Wandervögel lassen in bester Zupfgeigenhansel-Tradition alte, oft schon vergessene Lieder wieder aufleben, seien es deutsche, österreichische oder jiddische Volkslieder vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Dazu kommt das ein oder andere selbstkomponierte Wienerlied oder eine Schubert Übersetzung. Eine moderne und humorvolle Huldigung des Liederbuchs des Wandervogels aus dem frühen 20ten Jahrhundert und des Duos “Zupfgeigenhansel” aus den 1970ern und 80ern. Eine Einladung zum Trinken und Tanzen aber auch zum Hörgenuss gut durchdachter Texte und Arrangements.