Kammermusik Plus | Friedemann Wuttke & Mandelring Quartett

Es gibt kammermusikalische Besetzungen, mit denen verbindet man sofort ein ganz bestimmtes Werk. Gitarre und Streichquartett: Das ist Boccherinis D-Dur-Quintett mit dem berühmten Fandango (der hier nun gar um Kastagnettenklänge bereichert wird!). Das Quintett wird zum Ausgangspunkt eines fein aufeinander abgestimmten, südamerikanisch-europäischen Programms in wechselnder Besetzung.

Die Vorfreude auf ein Wiedersehen im Konzertsaal ist selbstverständlich verbunden mit intensiver Vorsorge. Die geplanten Veranstaltungen werden unter Einhaltung der dann geltenden Versammlungsregelungen aufgrund der Pandemie-Krise sowie eines Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzepts durchgeführt. Der Heidelberger Frühling erarbeitet derzeit verschiedene Szenarien, damit auch bei begrenzter Zuschaueranzahl alle Ticketinhaber ein Konzert erleben können. Über die aktuelle Lage wird das Publikum jeweils zeitnah in Kenntnis gesetzt, Informationen dazu erhalten Sie auch immer in unserem Newsletter.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Friedemann Wuttke

Friedemann Wuttke studierte an der Musikhochschule Stuttgart und vervollständigte seine Musikausbildung unter anderem in Meisterkursen international bekannter Solisten sowie mit seinem Freund und Mentor, dem russischen Weltklasse Pianisten Igor Zhukov.

Gitarre Hamburg schreibt 2005:

„Nicht nur durch seine instrumentalen und musikalischen Qualitäten – die höchsten Ansprüchen genügen – hat sich der sympathische Musiker einen festen Platz in der vordersten Reihe der deutschen Gitarristik erspielt. Insbesondere sein Gespür für interessante Programmgestaltung und die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen namhaften Künstlern sorgen dafür, dass Friedemann Wuttke nicht unterbeschäftigt bleibt. Ein Musiker, der konsequent seinen Weg geht.“

Durch die kompromisslose Hinwendung zum klassischen Repertoire und zur ernsthaften Programmgestaltung nimmt Friedemann Wuttke eine Sonderstellung unter den Konzertgitarristen ein. Seine vielseitigen Programme sind immer geprägt von klaren Inhalten und seinem künstlerisch anspruchsvollen Profil.

DER GITARRIST wird nicht nur im Inland gerne eingeladen, sondern seine Konzerte führten Friedemann Wuttke in fast alle europäischen Länder, nach Russland, Südostasien, Afrika und Südamerika, wo er auch in großen Konzerthäusern als Solist oder mit Orchester auftrat. Und so stehen auch 2018 und 2019 wieder Auslandstourneen in seinem Kalender.

Hinter all dieser Vielseitigkeit zeigt sich ein Musiker, der nicht nur sein Instrument und seine Musik liebt, sondern im Dienste der musikalischen Kommunikation steht und das Publikum teilhaben lässt an der Begeisterung, die seine Musik in ihm immer wieder auslöst.

Seit 2004 ist er exklusiv als Konzertgitarrist bei dem Tonträger-Label Hänssler Profil Medien.

Entfällt – Pablo Sáinz-Villegas

Pablo Sáinz-Villegas wird, nach rund 30 Preisen bei internationalen Wettbewerben und Konzerten in mehr als 40 Ländern, als »Botschafter der spanischen Gitarre« und würdiger Nachfolger von Andrés Segovia gefeiert. Mit seinem Landsmann Plácido Domingo ist das Album »Volver« (Zurückkehren) mit spanischen Liedern entstanden. Nach Heidelberg bringt der inzwischen Wahl-New-Yorker denn auch ein Programm voller Hauptwerke der spanischen Gitarrenliteratur mit.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Pablo Sáinz Villegas

Hören Sie hier Titel von Pablo Sáinz Villegas auf Spotify

California calling… feat.Pablo Sáinz Villegas | Videobotschaft

10 Fragen an… Pablo Sáinz Villegas

Wieso brauchen wir in Krisenzeiten Kunst und Kultur mehr denn je?
Sie stärken unsere Seele und unseren Geist, die letztlich definieren wer wir sind und wie wir die Welt wahrnehmen.

Mit wem würdest du gerne ein Konzert geben?
Bei meiner musikalischen Wunschsoiree würde Rainer Maria Rilke einige seiner Gedichte rezitieren, Schubert würde mit Freunden a cappella singen und wir würden alle für ein Publikum aus Skulpturen von Auguste Rodin auftreten – so viel Geschichte in nur einem Raum.

Was war dein eindrucksvollstes Konzert und wieso?
Ich habe im Duett mit Plácido Domingo das Lied „Yo vendo unos ojos negros“ vor 40.000 Menschen im Nationalstadion in Santiago de Chile aufgeführt. Das gesamte Stadion klatschte und stimmte mit ein. Plácidos Stimme, zusammen mit 40.000 anderen Stimmen, begleitet von meinen sechs Saiten – ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke.

Welcher Komponist wird unterschätzt?
Paul Hindemith.

Welcher Komponist wird überschätzt?
Ich weiß es nicht.

Welche Musik hat dich zuletzt zum Weinen gebracht?
Jeden Sonntag gebe ich um 19.00 Uhr ein Onlinekonzert via Facebook. Als ich am vergangenen Sonntag „Recuerdos de la Alhambra“ gespielt habe, hat mich das zum Weinen gebracht. Als klassischer Musiker entwickelt man ein außergewöhnliches Mitgefühl für den Komponisten und das Publikum. An diesem Sonntag habe ich gespürt, dass Millionen von Menschen ihr Bestes geben, das Leben trotz der Umstände zu feiern, mit denen wir uns gerade alle konfrontiert sehen. Wir gehen gemeinsam durch diese Zeit und wir werden stärker und weiser daraus hervorgehen.

Welche Musik hat dich zuletzt zum Lächeln gebracht?
Der letzte Auftritt meiner „Americano Tour“ in Santa Fe, New Mexico (USA), zusammen mit den beiden außergewöhnlichen Musikern Pedro Giraudo (Bass) und Nacho Arimany (Percussion), bei dem ich die beiden Amerikas als einen großartigen vereinten Kontinent von Chile bis in den hohen Norden nach Kanada erleben durfte. Es war eine Reise der Menschlichkeit, ohne Grenzen, ohne Reisepässe. Das kann nur Musik.

Mit welchem Komponisten hättest du gerne zu Abend gegessen?
Maurice Ravel. Ich hätte ihn darum gebeten, ein Gitarrenkonzert für mich zu komponieren.

Welches Buch hat dein Leben verändert und wieso?
„A Course in Miracles“ von Helen Schucman, weil es tiefe Einblicke in unser Dasein und die spirituellen Aspekte unserer menschlichen Existenz gewährt.

Was wäre dein Leben ohne Musik und Kultur?
Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Mein Leben würde sich in schwarz-weiß abspielen, ich hätte keine Identität.

Welches Vorurteil über Gitarrenmusik ärgert dich am meisten?
Es gibt keine Vorurteile, die mich ärgern. Ich akzeptiere die Perspektive jedes einzelnen. Ich bin Musiker und bei meiner Musik geht es um Menschlichkeit. Ich präsentiere die Gitarre auf eine andere Art und Weise: Technik, Musikalität, emotionale Hingabe, die Absicht, die dahinter steht, und die Nachricht, die übermittelt werden soll – all diese Dinge sind Teil meiner Aussage und Verantwortung als professioneller Künstler. Die Gitarre ist nur das Instrument, mit dem ich etwas zum Ausdruck bringe, das größer ist als ich selbst. Aber ich muss zugeben, dass es ein bisschen Spaß macht, einige der Vorurteile zu entkräften.

Nachtrag: Worauf hättest du dich in Heidelberg am meisten gefreut?
Die vielfältige Geschichte einer so bezaubernden Stadt mit meiner Musik, meinem Instrument und meiner spanische Kultur zu feiern. Musik bietet eine reiche und dynamische Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten, um die vereinenden Aspekte des Menschlichen zu feiern. Außerdem habe ich fünf Jahre lang an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar studiert. Es ist immer etwas Besonderes, in Deutschland zu spielen und die Dankbarkeit für all das zu spüren, was ich in Deutschland erlebt habe.

Biografie

Gepriesen als „die Seele der spanischen Gitarre“, ist er zu einer weltweiten Sensation geworden und bekannt als der große Gitarrist dieser Generation. Pablo Sáinz Villegas wurde von der internationalen Presse als Nachfolger von Andrés Segovia und als Botschafter der spanischen Kultur in der Welt gefeiert. Sein „virtuoses Spiel, das von unwiderstehlichem Überschwang geprägt ist“ (The New York Times), macht ihn zu einem der von renommierten Dirigenten, Orchestern und Festivals angesehensten Solisten. Er hat unter anderem in der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein Wien und dem National Center for the Performing Arts in Peking gespielt und ist in mehr als 40 Ländern mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Spanischen Nationalorchester aufgetreten.

2019/20 gibt er Solo-Rezitaldebüts in der Elbphilharmonie Hamburg und beim Heidelberger Frühling. Er hat Auftritte mit dem Spanischen Nationalorchester unter Juanjo Mena, dem Antwerp Symphony Orchestra unter Elim Chan, dem NHK Symphony Orchestra unter Robert Spano, dem Indianapolis Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Alondra de la Parra und als Artist in Residence bei der La Jolla Music Society. 2020 erscheint sein nächstes Album bei Sony Classical.

Plácido Domingo bejubelte ihn seit Beginn ihrer engen Zusammenarbeit als „Meister der Gitarre“. Zuletzt veröffentlichten sie das Duoalbum Volver bei Sony Classical. Ihre gemeinsamen Auftritte fanden auf einzigartigen Bühnen auf der ganzen Welt statt.

Das Billboard Magazine bezeichnete ihn als „globalen Botschafter der spanischen Gitarre“. Sein leidenschaftlicher Einsatz für neues Repertoire führte zu zahlreichen Uraufführungen, darunter die erste Komposition für Gitarre des fünfmaligen Oscar-Preisträgers John Williams. Als unermüdlicher Visionär, Pädagoge und Philanthrop gründete er 2006 das gemeinnützige Projekt The Music Without Borders Legacy und teilte seine Musik mit mehr als 35.000 Kindern in Spanien, Mexiko und den USA.

Die Wandervögel

Bryan Benner, Mandoline, Gesang, Gitarre
David Stellner, Gitarre, Gesang
Raphael Widmann, Geige, Gesang

Die Wandervögel lassen in bester Zupfgeigenhansel-Tradition alte, oft schon vergessene Lieder wieder aufleben, seien es deutsche, österreichische oder jiddische Volkslieder vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Dazu kommt das ein oder andere selbstkomponierte Wienerlied oder eine Schubert Übersetzung. Eine moderne und humorvolle Huldigung des Liederbuchs des Wandervogels aus dem frühen 20ten Jahrhundert und des Duos “Zupfgeigenhansel” aus den 1970ern und 80ern. Eine Einladung zum Trinken und Tanzen aber auch zum Hörgenuss gut durchdachter Texte und Arrangements.

»Lassus Grand Cru«: Konzert mit Weinprobe

Lassen sie uns, an diesem vorletzten Abend des Festivals, Europa feiern! Mit einem Konzert, das einen großen Europäer würdigt: Orlando di Lasso, Roland de Lassus, Orlandus Lassus. Schon die Vielzahl der Schreibweisen verrat, wie weit dieser Komponist herumgekommen ist: 1532 in Mons im heutigen Belgien geboren, nach Palermo, Mailand, Florenz und Rom übersiedelt, von dort in die Niederlande und anschließend nach England gereist, zwei Jahre in Antwerpen gelebt und dann nach München berufen, wo er auch starb. Ein Komponist, der ein Europa ohne Grenzen lebte. Das unternehmungslustige belgische Ensemble Zefiro Torna verbindet die Reiselust mit der Trinklust und koppelt das Programm an eine Weinprobe quer durch Europa. Genuss pur!

Parkett € 45 (inkl. Weinprobe)
Empore € 25 (ohne Weinprobe)

»Brotzeitkonzert«: Die Wandervögel

Bryan Benner, Besucherlnnen des Brotzeitkonzerts im letzten Frühling als Kopf von The Erlkings in allerbester Erinnerung, kehrt mit seiner zweiten Band in die Kulturbrauerei zurück: Die Wandervögel lassen in bester Zupfgeigenhansl-Tradition alte Lieder wieder aufleben, seien es deutsche, österreichische oder jiddische Volkslieder vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Eine moderne und humorvolle Huldigung an den in Heidelberg entstandenen »Zupfgeigenhansl«, das Liederbuch des Wandervogels aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Vesperplatte im Eintrittspreis enthalten (exkl. Getränke)

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Late Night Lounge präsentiert von MLP: Trip Trip Trip

Trip Trip Trip – das sind drei kolumbianische Gitarristen, die das Gitarren-Ensemblespiel auf eine völlig neue Stufe heben. Erstaunlich ist die Perfektion des Trios, faszinierend ist das ungewöhnliche Repertoire, zu dem Trip Trip Trip junge Komponisten inspiriert: Alle Werke im heutigen Konzert wurden für das Trio aus Kolumbien geschrieben.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

The Benny Goodman Show

Benny Goodman, einer der großen Klarinettisten des Jazz, feiert dank Julian Bliss Wiederauferstehung. Das Julian Bliss Septet versteht sich blendend auf den unterhaltsamen Sound des Swing der dreißiger und vierziger Jahre. Das ist Nostalgie mit modernem Touch.

Trip Trip Trip

Das kolumbianische Gitarrentrio Trip Trip Trip, dessen Name von einer Fantasiefigur in Rafael Chaparro Madiedos Roman „Opio en las nubes” inspiriert wurde, besteht seit 2010. Die klangliche Vielseitigkeit und die verschiedenen musikalischen Hintergründe der Mitglieder des Trios haben die Aufmerksamkeit mehrerer kolumbianischer Komponisten erregt, die sodann eine Reihe von Werken für das Trio geschrieben haben. In ihren Konzerten und dem neuesten und dritten Album „como quien oye llover“ präsentiert Trip Trip Trip Musik, die von verträumten atmosphärischen Klängen, über Anklänge an traditionelle kolumbianische Musik bis hin zu und mystischen Rhythmen reicht.

Auf das Trio aufmerksam geworden sind einige Kultur- bzw. kulturnahe Institutionen wie das Orquesta Filarmónica de Bogotá, El Banco de la República, El Teatro Nacional, Compensar und Biblored, die es seit 2010 zu Konzertreihen und der 7. Semana de la Guitarra von Banco de la República einluden. Im Jahr 2016 traten die drei Musiker beim Forschungs- und Musikfestival in Fontys, Tilburg (NL) auf. Im Mai 2017 folgte eine Einladung zu den Showcases der Classical:Next in De Doelen (Rotterdam).