Khatia Buniatishvili

1987 in Batumi, Georgien, geboren, begann die georgisch-französische Pianistin das Klavierspiel im Alter von drei Jahren. Drei Jahre später gab sie ihr erstes Konzert mit dem Tbilisi Chamber Orchestra und konzertierte bereits als Zehnjährige im Ausland. Khatia Buniatishvili studierte in Tiflis bei Tengiz Amiredjibi und in Wien bei Oleg Maisenberg.

Ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall 2008 folgten Konzerte in der Hollywood Bowl, beim iTunes Festival, den BBC Proms und Salzburger Festspielen, dem Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Festival La Roqued’Anthéron, Klavier-Festival Ruhr und beim Progetto Martha Argerich in Lugano.

Mit Rezitalen gastierte sie in den wichtigsten Konzerthallen der Welt, darunter die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, Royal Festival Hall London, der Musikverein Wien, das Konzerthaus Wien und Concertgebouw Amsterdam, die Berliner und Pariser Philharmonie, das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, La Scala in Mailand, Teatro La Fenice in Venedig, Palau de la Música in Barcelona, die Victoria Hall Genf, die Tonhalle Zürich, das Prager Rudolfinum sowie die Suntory Hall Tokyo.

Zu den Dirigenten, mit denen Khatia Buniatishvili arbeitet, zählen Zubin Mehta, Yannick Nézet-Séguin, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Gianandrea Noseda, Semyon Bychkov, Myung-Whun Chung, Philippe Jordan, Placido Domingo, Dima Slobodeniouk, Gustavo Gimeno und Kent Nagano. Khatia Buniatishvili ist bei führenden Orchestern weltweit zu Gast, wie dem Israel Philharmonic Orchestra, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony Orchestra, Seattle Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Toronto Symphony Orchestra, São Paulo State Symphony, China Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, der Filarmonica della Scala, Wiener Symphoniker und Münchner Philharmoniker.

Darüber hinaus tritt sie für gemeinnützige Anliegen ein und konzertierte im Rahmen des 70jährigen Jubiläums der Vereinten Nationen zugunsten Opfer des syrischen Bürgerkrieges und beim Global Citizen Festival in Hamburg 2017. In Kiev nahm sie an einem Benefizkonzert für Verwundete in der Anti-Terrorist Operation Zone teil und spielte gemeinsam mit Martha Argerich und Daniel Barenboim unter dem Motto „To Russia with Love“ in der Berliner Philharmonie, um auf Verletzungen von Menschenrechten in Russland hinzuweisen. Auch trat sie 2016 während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch auf. Khatia Buniatishvili ist Botschafterin des gemeinnützigen Kinderhilfswerk „Plan International“ sowie der „Fondation Coeur et Recherche“.

Khatia Buniatishvilis jüngste Einspielung für SONY Classical, eine Aufnahme der Klavierkonzerte Nr. 2 und 3. von Rachmaninoff mit der Tschechischen Philharmonie unter Paavo Järvi, erschien 2017. Ihre jüngste Solo-CD „Kaleidoscope“ (2016) wurde – wie auch 2012 ihr Liszt-Album – mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet. Die Alben „Chopin“ (2012) sowie „Motherland“ (2014) komplettieren ihre Diskographie. 2015 wurde Khatia Buniatishvili von der britischen Band Coldplay eingeladen, bei deren Album „A Head Full Of Dreams“ mitzuwirken.

Kammermusik Plus: Bertrand Chamayou

Mit Bertrand Chamayou kommt ein französischer Pianist nach Heidelberg, der eine besondere Beziehung zum deutschen und französischen Repertoire hat. Eingespielt hat der Künstler aus Toulouse Werke von Ravel und Schubert, Liszt, César Franck und Mendelssohn. Hier nun verbindet er Schumann mit einem Komponisten seines Heimatlandes, der in Deutschland immer noch nicht umfassend gewürdigt wird: Camille Saint-Saëns. Das ungewöhnliche und reizvolle Programm ist typisch für Chamayou. Nicht von ungefähr bescheinigte ihm der »Figaro« eine »musikalische Intelligenz und Gewandtheit, über die nur wahrhaftig großartige Pianisten verfügen«.

Seong-Jin Cho

Weltweit Aufmerksamkeit erregte Seong-Jin Cho im Oktober 2015, als er den ersten Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann. Vier Jahre zuvor, mit nur 17 Jahren, hatte er den 3. Preis beim Tschaikowski-Wettbewerb gewonnen. Im Januar 2016 unterzeichnete Seong-Jin Cho einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon.

Zu den Höhepunkten der Saison 2017/18 und 2018/19 gehören u.a. Konzerte mit dem HR-Sinfonieorchester und Andrès Orozco-Estrada, dem London Symphony Orchestra und Gianandrea Noseda, dem NDR Elbphilharmonie Orchester mit Krzysztof Urbanski, sowie Tourneen mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Antonio Pappano, dem LSO und Michael Tilson-Thomas, dem WDR Sinfonie Orchester und Marek Janowski und dem Philadelphia Orchester und Yannick Nézet-Seguin. Rezitale führen ihn u.a. zum Verbier Festival, zum Festival La Roque d’Anthéron und ins Festspielhaus Baden-Baden.

Geboren 1994 in Seoul, bekam Seong-Jin Cho mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Im September 2008, im Alter von 14 Jahren, gewann er den 1. Preis beim 6. Moskauer Internationalen Frederick Chopin Wettbewerb. Im November 2009 folgte der 1. Preis beim 7. Hamamatsu Internationalen Klavierwettbewerb in Japan.

Seong-Jin konzertierte mit einigen der bedeutendsten Orchester der Welt, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, das Mariinsky Orchestra, das Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, das Seoul Philharmonic Orchestra, das Budapest Festival Orchester, das Russian National Orchestra, Radio France Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, unter renommierten Dirigenten wie Lorin Maazel, Marek Janowski, Michail Pletnev, Valery Gergiev und Vladimir Ashkenazy.

Yekwon Sunwoo: Van Cliburn Preisträgerkonzert

Der amerikanische Van Cliburn Klavierwettbewerb zählt zu den bedeutendsten weltweit. Ab dem Jahr 2018 kooperiert der Heidelberger Frühling mit dem Van Cliburn« und wird jeweils die ersten Preisträger im Festival präsentieren. Yekwon Sunwoo ist der Wettbewerbssieger 2017 – ein junger Koreaner, der für seine außergewöhnliche Virtuosität und perfekte Beherrschung seines Instruments gerühmt wird. Noch studiert er in Hannover, aber der Wettbewerbserfolg schlägt sich bereits in Engagements in den USA, Korea, Frankreich und anderen Ländern nieder. Ein Künstler, dessen Weg sich zu verfolgen lohnt.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg und

Grigory Sokolov

Es gehört zu den Eigenarten des großen Pianisten Grigory Sokolov, pro Saison immer nur ein einziges Programm in zwei Varianten zu spielen, indem er zur Saison-Halbzeit eine Konzerthälfte austauscht. Aus diesem Grund können auch wir an dieser Stelle nur eine Hälfte seines Heidelberger Programms bekanntgeben; von der anderen werden wir voraussichtlich Ende Januar erfahren. Aber Sokolov gehört eben zu den Ausnahme-Künstlern, deren Aura ein solches Vorgehen zulässt; denn große Kunst entsteht in jedem seiner Klavierabende.

Wir danken Dr. med. Karin Koepff und Dr.-Ing. Peter Koepff

Seong-Jin Cho

2015 gewann der junge Koreaner Seong-Jin Cho den berühmten Warschauer Chopin- Wettbewerb. Seitdem konzertiert er auf allen Kontinenten. Einer der Komponisten, dem seine ganze Liebe gehört, ist Frederic Chopin. »Fr mich hat Chopins Musik sehr viele unterschiedliche Facetten«, äußerte er jüngst in einem Interview. »Sie ist zum einen sehr dramatisch, zugleich aber auch sehnsuchtsvoll. An manchen Stellen ist sie zwar sehr weich und zart, aber man sollte nicht nur diese Seite von Chopin zeigen. Da sind auch die anderen Aspekte.« Nach Heidelberg bringt er die große dritte Sonate Chopins mit – eine hervorragende Gelegenheit, die grandiosen Gegensätzlichkeiten dieser Musik vorzustellen.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Fazıl Say

Mit Fazıl Say kommt ein immer wieder gern gesehener Gast nach Heidelberg, der zuletzt 2016 als Orchestersolist im »Frühling« zu hören war. Und es gibt wohl kaum einen Pianisten, der sich intensiver mit Eigen-Arten und seiner Identität als Künstler auseinandersetzt, sowohl als Pianist als auch als Komponist. Ausgesprochen politisch, immer wieder suchend nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und zugleich mit einem tiefen Verständnis für musikalische Traditionen. Im Gepäck hat er französisches Repertoire von Frederic Chopin und Claude Debussy, aber auch die berühmte Pathetique von Ludwig van Beethoven sowie ein neues eigenes Werk: »Art of Piano«.

Wir danken

David Fray

Seit seinem Debüt 2010 beim Heidelberger Frühling ist David Fray zu einem echten Publikumsliebling geworden. »Reinste Poesie« urteilte damals die RNZ. Der mehrfache ECHO-Preisträger widmet sein Klavier-Rezital den beiden Großen des Genres: Mozart und Schubert – und wählt dabei Werke aus, die als Höhepunkte im Klavierschaffen beider Komponisten gelten. Mozarts Fantasie KV 475 und Sonate c-Moll KV 457 gelten als Musterbeispiele für die romantischen Seiten Mozarts, die fast Beethovens Sonaten vorwegnehmen. Schuberts Sonate A-Dur D 959 ist eine der drei späten Klaviersonaten des Komponisten, die er 1828 im Jahr seines Todes komponierte und die wie eine Zusammenfassung dessen wirken, was er als gut und richtig empfand.

Igor Levit

Es ist ein sehr ernstes, persönliches Programm, das Igor Levit hier zusammengestellt hat. Beginnend mit Bachs berühmter Chaconne, die man auch als Trauermusik auf den Tod seiner Frau gedeutet hat, führt der Weg zu den Geistervariationen, die Robert Schumann vor und nach seinem Sprung in den Rhein verfasste (das Thema soll ihm von Engeln vorgesungen worden sein) und schließlich zu Franz Liszts monumentaler Ad nos-Fantasie, in der ein Thema Meyerbeers durch alle denkbaren emotionalen Zustande bis hin zu einem machtvoll-affirmativen Schluss durchgeführt wird. Ein im besten Sinne spirituelles Programm.

Marc-André Hamelin

Sie ist wohl eines der Hauptwerke der amerikanischen Klavierliteratur: die Concord Sonata. In diesem dreiviertelstündigen Werk überlagern sich Tonalitäten, Rhythmen und Metren. Musikalische Zitate werden großzügig eingestreut, so das Eröffnungsmotiv der 5. Sinfonie Beethovens, die ersten beiden Takte der Hammerklaviersonate und der Hochzeitsmarsch aus Lohengrin im 3. Satz. Cluster werden mit einem Holzbrett erzeugt. Wenn es einen Interpreten gibt, dem diese Sonate mit ihrem technischen Anspruch und ihrem geistigen Horizont auf den Leib geschnitten ist, dann ist es Marc-André Hamelin.

Wir danken